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Transportfahrzeug
Die Erfindung betrifft ein Transportfahrzeug, das eine von seinem Fahrgestell getragene Plattform aufweist, um die herum Seitenklappen angeordnet sind und auf der Fächer für zusammenklappbare bzw.
- faltbareBehälter vorhanden sind, wobei diese Fächer gelenkig gelagerte Deckplatten haben, die in herabgeklappter Lage Stückgutladeflächen bilden und die Behälter, die teilweise aus leicht biegbarem Material ausgeführt und mit in das Innere der Behälter mündenden Rohren versehen sind, bedecken, und wobei die Deckplatten in aufgeklappter Lage gemeinsam mit den seitlichen Klappen die Seitenwände der Behälter stützen.
Bei einem aus der iranz. Patentschrift Nr. 1. 100. 852 bekannten, als Lastkraftwagen ausgebildeten Transportfahrzeug der beschriebenen Art sind die Behälter als Bälge ausgebildet, die oben mit einer Stahlplatte verschlossen sind, die mit einer Einlassöffnung für Flüssigkeiten versehen ist. Im leeren Zustand des Behälters ist der zusammengefaltete Balg von einer Deckklappe bedeckt, die nach oben geklappt werden kann. Vor dem Beschicken bzw. Füllen des Behälters wird die Deckklappe aus ihrer waagrechten Ruhelage aufgeklappt und hierauf muss die Stahlplatte des Balges von Hand aus gehoben und an Haken an den Seitenklappen des Fahrzeuges befestigt werden.
Infolge des beträchtlichen Gewichtes der Stahlplatte und der grossenHöhe derSeitenklappen desFahrzeuges sind diese Manipulationen ausserordentlich mühsam und erfordern einen beträchtlichen Kraftaufwand. Beim Entleeren des Behälters kann es ausserdem vorkommen, dass sich der Balg in einer unrichtigen Weise zusammenfaltet und dadurch infolge von Pressungen oder Einklemmungen des Balges Beschädigungen des Behälters erfolgen.
Das. Ziel der Erfindung besteht nun darin, ein Transportfahrzeug der eingangs erläuterten Art so auszubilden, dass das Entfalten und Zusammenfalten der Behälter automatisch und richtig erfolgt und die oben angeführten Mängel und Nachteile vermieden werden.
Dieses Ziel wird gemäss der Erfindung dadurch erreicht, dass bei einem Transportfahrzeug der angegebenen Art von den Begrenzungsflächen jedes entfalteten Behälters die dessen obere Fläche bildende Wand sowie mindestens die der aufgeklappten Deckplatte gegenüberliegende Wand und die dazu angenähert senkrecht stehenden Seitenwände aus einem leicht biegbaren Material bestehen.
Infolge dieser Ausbildung ist es nicht erforderlich, dass die Wände des Behälters auf bestimmte Weise zusammengelegt bzw. gefaltet werden. Beim Entleeren eines Behälters legen sich vielmehr seine Wände automatisch in einer solchen Weise zusammen, dass beim Niederlegen und Belasten der Deckplatten mit Stückgut Beschädigungen der Behälterwände durch Zusammenpressen unrichtig gefalteter Stellen ausgeschlossen sind. Es ist ferner ohne weiteres möglich, nach dem Entleeren eines Behälters die Lage der Falten an den Behälterwänden zu kontrollieren und erforderlichenfalls zu berichtigen, weil vor dem Niederlegen der Deckplatte die zusammengefalteten Behälter vollständig sichtbar und frei zugänglich sind.
Beim Beschicken oder Füllen eines Behälters wird in diesen Flüssigkeit eingepresst und hiebei werden seineseiten allmählich und ohne Reibung gegen die benachbarten Seitenklappen des Fahrzeuges und gegebenenfalls auch gegen die Deckplatte eines Nachbarbehälters gedrückt. Beim Entleeren eines Behälters sinken zunächst seineOberwand und seine Seitenwände nach unten und im letzten Stadium des Entleerens werden die biegbarenSeitenwände des Behälters gegen die durch die Deckplatte gebildete Fläche und gegen den Boden des Behälters angesaugt bzw. durch den äusseren Luftdruck angelegt. Es ist daher an sich
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keine besondere Verstellung der Deckplatten erforderlich, sondern das Auf- und Niederklappen der Deckplatte kann durch die alleinige Wirkung des Flüssigkeitsdruckes bewerkstelligt werden.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind jedoch zum mechanischen Auf- und Niederklappen der Deckplatten hydraulische oder pneumatische Einrichtungen, beispielsweise Kolben, vorgesehen.
Weitere Merkmale der Erfindung gehen aus der nachfolgenden Beschreibung hervor, in der ein in der Zeichnung veranschaulichtes Ausführungsbeispiel des erfindungsgemässen Transportfahrzeuges näher erläutert ist.
In der Zeichnung stellt Fig. 1 schematisch einen Behälter mit Befestigungsmitteln dar, Fig. 2 veranschaulicht in schaubildlicher Darstellung ein gemäss der Erfindung ausgebildetes Transportfahrzeug in Ansicht von der Seite und Fig. 3 zeigt in grösserem Massstab die Befestigung einer Deckplatte auf einem auf der Plattform des Transportfahrzeuges angeordneten Querbalken.
Wie aus Fig. 1 ersichtlich ist, hat der Behälter in vollentfaltetem bzw. gefülltem Zustand im wesentlichen die Form eines Parallelepipeds und weist eine Vorderwand l, eine Oberwand 2, eine Hinterwand 3, einen Boden 4 und zwei Stirnwände bzw. Seitenwände 5 und 6 auf, die aus verstärktem Kautschuk oder Kunststoffmaterial bestehen. Der Boden 4 ist mit Leisten 7 versehen, die dazu dienen, den Behälter auf der Plattform eines Transportfahrzeuges, z. B. Lastkraftwagens, Anhängewagens oder Eisenbahnwaggons, zu befestigen. DieHinterwand 3 ist in ähnlicher Weise mit Leisten 8 ausgestattet, um diese Wand an einer Deckplatte befestigen zu können. Der Behälter ist mit beispielsweise drei Abzugs- und Überlaufrohren 9 versehen, an denen Ventile angeordnet sind.
Diese Rohre 9 münden, wie dies in Fig. 2an zweiaufgeklapp- ten Deckplatten zu erkennen ist, an den in aufgerichteter Lage der Deckplatten oben liegenden Kanten derselben nach aussen. An der tiefsten Stelle der Bodenfläche 4, die eine konische Form annimmt, mündet ein zusätzliches Ablauf- und Beschickungsrobr 10 in den Behälter.
Auf dem in Fig. 2 beispielsweise als Lastkraftwagen dargestellten Transportfahrzeug sind drei Behälter 11, 12 und 13 angeordnet, von denen der vorderste 11 vollständig gefüllt ist, wogegen der mittlere Behälter 12 nur teilweise gefüllt ist und der am hinteren Ende der Plattform angeordnete Behälter 13 vollständig leer ist und die Deckplatte 17 dieses Behälters waagrecht liegt.
Die Vorderwand des vollständig gefüllten Behälters 11 liegt an der festgemachten vorderen Klappwand 14 des Fahrzeuges an und seine beiden anschliessenden Stirnwände liegen an den hochgeklappten Seitenwänden des Fahrzeuges an. Die Deckplatte 15 des Behälters 11 ist vollständig aufgeklappt und stützt
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des halbvollen Behälters 12.
Die Oberwand 2 des Behälters und ebenso seine Vorderwand 1 (Fig. l) passen sich stets dem Flüssigkeitsspiegel an und infolge des beim Entleeren der Flüssigkeit im Behälter entstehenden Vakuums wird die Oberwand 2 des Behälters 12 an die Oberfläche der Deckplatte 16 des Behälters 12 angesaugt. Beim vollständig entleerten Behälter lµ sind dementsprechend die Oberwand 2 und die Vorderwand 1 dieses Behälters vollständig gegen die ganze untere Fläche der nun waagrecht liegenden Deckplatte 17 und gegen die auf der Plattform des Fahrzeuges befestigte Bodenfläche 4 zum Anliegen gekommen, während die Stirnwände 5 und 6 infolge des im Behälter entstandenen Vakuums zwischen die Wände 1,2, 3 und 4 des Behälters nach innen gesaugt worden sind.
Fig. 3 zeigt den unterenEndabschnitt einer nur zum Teil niedergeklappten Deckplatte (z. B. 16), die mit einem Trägerstab 18 verbunden ist, der auf einem auf der Fahrzeugplattform angeordneten Querbalken 19 aufliegt und auf diesem drehbar abgestützt ist. Der Boden 4 des Behälters ist auf der Fahrzeugplattform 20 mit Hilfe der Leisten 7 befestigt, die auf der Plattform z. B. mittels Schrauben 21 festgeklemmt sind.
Auf diesem Querbalken 19 ist ausserdem die Deckplatte des benachbarten Behälters (beim dargestelltenBeispiel die Deckplatte 17 des Behälters 13) abgestützt, die in niedergeklappter Lage mit ihrem freien oberen Randteil, in dem die Abzugs-undüberlaufrohrleitungen münden, auf dem Querbalken 19 aufliegt.
In Fig. 3 ist auch zu erkennen, dass die zum Befestigen der Hinterwand 3 des Behälters dienenden Leisten 8' mittelsSchrauben 22 an der Deckplatte 17 festgeklemmt sind. Der unter der Deckplatte 17 liegende Behälter 13 ist vollständig entleert und seine Wände l und 2 liegen an seiner Wand 3 und an seinem Boden4 vollkommen an.
Um ein Reinigen der Behälter zu ermöglichen, sind diese zweckmässig mit Hilfe der Leisten 7 und 8 mit dem Fahrzeug lösbar verbunden. Bei dieser Verbindung kann zumindest eine Leiste entlang einer der Kanten des Behälters aus Teilen der Behälterwände, die miteinander an dieser Kante zusammenstossen und über dieKante hinausragen, gebildet sein, wobei diese Teile unter Druck mit Hilfe von Befestigungsmitteln bzw. Schrauben 21, die eine Befestigung der Leiste an der Fahrzeugplattform ermöglichen und sich
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über die ganze Länge der Leiste erstrecken, gegeneinander gepresst sind.
Die Erfindung ist offensichtlich nicht auf die dargestellte und beschriebene Ausführungsform beschränkt und kann im Rahmen des Erfindungsgedankens noch verschiedenartig abgewandelt werden. Wie bereits erwähnt, kann das erfindungsgemässe Transportfahrzeug beispielsweise auch ein Anhängewagen oder ein Eisenbahnwaggon sein. Ferner können die Behälter in solcher Weise angeordnet sein, dass sie sich von den vorderen zu den hinteren Klappwänden des Fahrzeuges statt zwischen seinen beiden seitlichen Klappwänden erstrecken. Bei einer andern Ausführungsform kann der beschriebene Behälter in Form einer Vielzahl von nebeneinander angeordneten Behältern ausgebildet sein, die gleichzeitig gefüllt und entleert werden können und an einer gemeinsamen Deckplatte befestigt sind.
Gemäss einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind die Plattform, die auf dem Fahrgestell des Transportfahrzeuges aufruht, und auf dieser Plattform befindliche Teile, wie Behälter, Deckplatten und Klappseitenwände des Fahrzeuges, mit dem Fahrgestell des Fahrzeuges lösbar verbunden.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Transportfahrzeug, das eine von seinem Fahrgestell getragene Plattform aufweist, um die herum Seitenklappen angeordnet sind und auf der Fächer für zusammenklappbare bzw. -faltbare Behälter vorhanden sind, wobei diese Fächer gelenkig gelagerte Deckplatten haben, die in herabgeklappter Lage Stückgutlaaeflächen bilden und die Behälter, die teilweise aus leicht biegbarem Material ausgeführt und mit in das Innere der Behälter mündenden Rohren versehen sind, bedecken, und die Deckplatten in aufgeklappter Lage gemeinsam mit den seitlichen Klappen die Seitenwände der Behälter stützen, dadurch gekennzeichnet, dass von denBegrenzungswänden jedes entfalteten Behälters die dessen obere Fläche bildende Wand (2) sowie mindestens die der aufgeklappten Deckplatte (15, 16 oder 17)
gegenüberliegende Wand (l) und die dazu angenähert senkrecht stehenden Seitenwände (5, 6) aus einem leicht biegbaren Material bestehen.