AT290720B - Röntgenkontrastmittel - Google Patents

Röntgenkontrastmittel

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AT290720B AT517369A AT517369A AT290720B AT 290720 B AT290720 B AT 290720B AT 517369 A AT517369 A AT 517369A AT 517369 A AT517369 A AT 517369A AT 290720 B AT290720 B AT 290720B
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  • Medicines Containing Antibodies Or Antigens For Use As Internal Diagnostic Agents (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



    Röntgenkontrastmittel   
Die Erfindung betrifft Röntgenkontrastmittel in flüssiger Form, vorzugsweise wässeriger Lösung, oder in fester Form, die einen physiologisch verträglichen, festen Trägerstoff enthält, vorzugsweise in Form einer Tablette, und ist dadurch gekennzeichnet, dass sie als schattengebende Substanz wenigstens eine Jodverbindung der allgemeinen Formel 
 EMI1.1 
 oder deren physiologisch verträgliche Salze enthalten, worin    Rl   ein Wasserstoffatom oder eine niedere Alkylgruppe mit höchstens 5 Kohlenstoffatomen und R, und Ra je eine niedere Acylgruppe mit höchstens 5 Kohlenstoffatomen bedeuten und A für eine Alkylengruppe steht, welche durch eine oder mehrere Gruppen der allgemeinen    Formel - 0 - R4 substituiert   ist,

   worin R4 ein Wasserstoffatom oder eine Alkyl-oder Acylgruppe mit höchstens 5 Kohlenstoffatomen bedeutet, und welche weiters 3 bis 20 Koh- 
 EMI1.2 
 wobei in der Jodverbindung jedes Stickstoffatom in der   Brücke - N - A - N - einen   Abstand von 2 CAtomen von einer   Gruppe-O-R4   aufweist und in der Brücke A höchstens ein Heteroatom an ein und dasselbe C-Atom gebunden ist. Unter Heteroatomen sind andere Atome als Kohlenstoff-und Wasserstoffatome zu verstehen. 



   Es ist günstig, wenn die Brücke A 3 bis 10 C-Atome in der Alkylengrupe aufweist. 



   Vorzugsweise sind in der Jodverbindung    RI   ein Wasserstoffatom oder eine Methylgruppe, R   und R   je eine Acetylgruppe und R4 ein Wasserstoffatom. Wenn hydrophile Verbindungen gewünscht werden, 
 EMI1.3 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
 EMI2.1 
 niederen Alkyl- oder Acylgruppe mit nicht mehr als 5 Kohlenstoffatomen, wie beispielsweise einer Methyl-, Äthyl-,   Acetyl- oder Propionylgruppe, alkyliert   oder acyliert sind. 



   Die Jodverbindung liegt vorzugsweise in Form des Natriumsalzes, Methylglucaminsalzes oder eines andern physiologisch inerten Salzes in wässeriger Lösung oder in fester Form vor. 



   Beispiele derartiger Verbindungen sind Verbindungen der folgenden Formel : 
 EMI2.2 
 
 EMI2.3 
 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 die Gebiete der Hysterosalpingographie, Cholangiographie, Lymphographie,   Urethrographie   und Sialographie. 



   Die erfindungsgemäss verwendbaren Jodverbindungen haben eine geringe Toxizität, beispielsweise wenn sie intravenös verabreicht werden, und besitzen ausgezeichnete Eigenschaften als schattengebende Substanzen. Sie besitzen ausserdem eine gute Stabilität. 



   Als Trägerstoffe für die Jodverbindungen sind übliche Zusatzstoffe, wie Wasser bei Injektionslösungen und Adjuvantien für Tabletten zu erwähnen. 



   Liegen die Röntgenkontrastmittel in Form einer wässerigen Lösung vor, so wird die Konzentration der Jodverbindungen je nach dem Anwendungsgebiet ausgewählt. Vorzugsweise wird ein Gehalt gewählt, der 10 g/100 ml der Lösung übersteigt. Normalerweise wird jedoch ein wesentlich höherer Gehalt gewählt, beispielsweise in der Grössenordnung von   20,   30,40 oder 50 g oder mehr pro 100 ml der Lösung. 



   Die vorstehend erwähnten Jodverbindungen lassen sich beispielsweise dadurch herstellen, dass man Verbindungen der Formel
Y. A. X in der A die vorstehend genannte Bedeutung besitzt, wobei R4 vorzugsweise ein Wasserstoffatom bedeutet, und Y und X Halogenatome, vorzugsweise Chlor- oder Bromatome bedeuten, oder die entsprechenden Epoxydverbindungen, die durch Abspaltung von Halogenwasserstoff aus der Verbindung Y. A. X erhältlich sind, mit zwei Mol einer Verbindung der Formel 
 EMI3.1 
 in der   R, R   und R die vorstehend genannte Bedeutung haben, oder deren Salzen umsetzt. Die erhaltenen Verbindungen werden entweder als Dicarbonsäuren oder in Form von physiologisch verträglichen Salzen gewonnen. 



   Beispiele solcher Salze sind Natriumsalze oder Methylglucaminsalze. Natrium- und Methylglucaminsalze haben eine ausreichende Löslichkeit in Wasser. 



   Wenn    R   ein Wasserstoffatom bedeutet, können geringe Mengen sekundärer Produkte erhalten werden, da diese Wasserstoffatome eine bestimmte aber geringe Reaktivität besitzen. Die Bildung solcher   sekundärer Produkte   kann gewünschtenfalls durch Auswahl milder Reaktionsbedingungen und einen Überschuss von Jodmonocarbonsäuren im Verhältnis zu den   Brückenbildem   herabgesetzt werden. (Der Überschuss hierin kann zurückgewonnen und im nächsten Ansatz verwendet werden.)
Es ist nicht nötig, weder die Monocarbonsäuren noch die sekundären Produkte zu entfernen, da sie für den Körper verträglich sind. Falls es gewünscht wird, die Bildung solcher sekundärer Produkte vollständig zu vermeiden, wird    R   in der Form einer niederen Alkylgruppe, z. B. Methylgruppe, gewählt. 



   Beispiele der bifunktionellen Verbindungen der Formel   Y. A.   X oder der entsprechenden Epoxydverbindungen, die durch Abspaltung von Halogenwasserstoff aus   Y. A.   X erhältlich sind, sind folgende 
 EMI3.2 
 wobei n eine ganze Zahl von 2 bis 4 bedeutet, und 
 EMI3.3 
 

 <Desc/Clms Page number 4> 

 
 EMI4.1 
 oder entsprechende Halohydrine und bifunktionelle Glycerinderivate der Formel   X. CH . CH (OH). CH-Y,    beispielsweise Dichlorhydrin oder Dibromhydrin oder die entsprechenden Epoxydverbindungen, die durch Abspaltung von Halogenwasserstoff erhältlich sind und die Formel 
 EMI4.2 
 besitzen, beispielsweise Epichlorhydrin oder Epibromhydrin. Ein anderes Beispiel einer derartigen bifunktionellen Verbindung ist 1, 2-3, 4-Diepoxybutan. 



   Die Reaktion wird vorzugsweise in einem Lösungsmittel, beispielsweise Wasser, oder einer wässerigen Flüssigkeit durchgeführt, und es wird zweckmässigerweise ein alkalisch reagierendes Mittel, beispielsweise Alkalihydroxyd, zugesetzt, wobei das alkalische Mittel als Katalysator wirkt. Das alkalische Mittel kann jedoch ausserdem als ein Akzeptor für Halogenwasserstoff, der gegebenenfalls während der Reaktion freigesetzt wird, wirken. 



   Falls es gewünscht wird, eine oder mehrere Hydroxylgruppen in der Brücke zu den entsprechend alkylierten oder acylierten Gruppen umzuwandeln, werden die erhaltenen Verbindungen mit einem Alkylierungs-oder Acylierungsmittel, beispielsweise Dimethylsulfat oder Essigsäureanhydrid in üblicher Weise zur Alkylierung oder Acylierung der Hydroxylgruppen behandelt. 



   Die Reaktion kann bei verschiedenen Temperaturen, beispielsweise zwischen 0 und   500C   etwa bei 20 C, durchgeführt werden. 



   Einzelne Wirksubstanzen wurden wie folgt hergestellt :
Wirksubstanz 1 :   0, 1   Mol   3-Acetylamin-5-acetylaminomethyl-2, 4, 6-trijodbenzoesäure   wurden in 5 ml einer wässerigen 4n Lösung von Natriumhydroxyd gelöst. Diese Lösung wurde bei   200C   unter Rühren langsam tropfenweise mit 0,05 Mol   Bis- [2, 3-epoxydpropyl]-äther versetzt. Das Reaktionsgemisch wurde   dann einen Tag bei   200C   aufbewahrt und anschliessend mit 6n Salzsäure in einer Menge, die ausreichte, die Dicarbonsäure, die in der Reaktion gebildet wurde, auszufällen, versetzt. Die Säure wurde durch Waschen mit Wasser und Umfällen gereinigt und anschliessend im Vakuum bei   500C   getrocknet. Die Ausbeute an Dicarbonsäure betrug etwa 50 bis 60 g.

   Das erhaltene Produkt kann durch Lösung und Fällung weiter gereinigt werden. 



   Die chemische Struktur 
 EMI4.3 
 worin A die Gruppe 
 EMI4.4 
 ist, wurde durch Elementaranalyse und UV-Spektrum bekräftigt. 



   Lösungen der erhaltenen Säuren wurden durch Zugabe von Wasser und beispielsweise äquivalenten 

 <Desc/Clms Page number 5> 

 
 EMI5.1 
 

 <Desc/Clms Page number 6> 

 
 EMI6.1 
 
<tb> 
<tb> 200 <SEP> mg <SEP> Natriumsalz <SEP> der <SEP> Wirksubstanz,
<tb> 130 <SEP> mg <SEP> Milchzucker,
<tb> 50 <SEP> mg <SEP> Maisstärke,
<tb> 12 <SEP> mg <SEP> Talcum, <SEP> 
<tb> 4 <SEP> mg <SEP> Magnesiumstearat <SEP> und
<tb> 4 <SEP> mg <SEP> Gelatine.
<tb> 
 



   Das erfindungsgemässe Röntgenkontrastmittel wurde beispielsweise wie folgt appliziert :
A. Die in Beispiel 1 erhaltenen Lösungen wurden in die Blutgefässe von Kaninchen injiziert. Anschliessend konnten die Blutgefässe durch Röntgen und Photographieren sichtbar gemacht werden. 



   Die anschliessende   Röntgenaufnahme   und Photographie des Magenraumes zeigten eine ausgezeichnete Kontrastfüllung des Nierenbeckens, des Harnleiters und der Blase. 



   B. Die in Beispiel 1 erhaltenen Lösungen wurden den Kaninchen oral verabreicht. Anschliessend konnte der Magen-Darm-Trakt mit ausgezeichneten Ergebnissen durch Röntgen und Photographieren sichtbar gemacht werden. 



   C. Lösungen der Natriumsalze der Verbindungen, die in ählicher Weise wie in Beispiel 1 beschrieben hergestelltwurden und 20 g der Dicarbonsäuren pro 100 ml der Lösung enthielten, wurden Kaninchen rektal in Form einesKlystiers verabreicht. Anschliessend konnte der Darm mit guten Ergebnissen durch Röntgen und Photographieren betrachtet werden. 



    PATENTANSPRÜCHE :    
1. Röntgenkontrastmittel in flüssiger Form, vorzugsweise wässeriger Lösung, oder in fester Form, die einen physiologisch verträglichen, festen Trägerstoff enthält, vorzugsweise in Form einer Tablette, 
 EMI6.2 
 der allgemeinen Formel 
 EMI6.3 
 oder deren physiologisch verträgliche Salze enthalten, worin    RI   ein Wasserstoffatom oder eine niedere 
 EMI6.4 
 Gruppen der allgemeinen   Formeler   substituiert ist, worin R4 ein Wasserstoffatom oder eine Alkyloder Acylgruppe mit höchstens 5 Kohlenstoffatomen bedeutet, und welche weiters 3 bis 20 Kohlenstoff- 
 EMI6.5 
 von einer   Gruppe-0-R   aufweist und in der Brücke A höchstens ein Heteroatom an ein und dasselbe C-Atom gebunden ist.

Claims (1)

  1. 2. Röntgenkontrastmittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzecihnet, dass in der Jodver- EMI6.6
    3. Röntgenkontrastmittel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die schattengebende Substanz in Form des Natriumsalzes, Methylglucaminsalzes oder eines andern physiologisch inerten Salzes in wässeriger Lösung oder in fester Form vorliegt.
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