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Anordnung zur gefahrlosen Erprobung bzw. Überprüfung einer Programmsteuerung oder Automatik für Verfahrenstechnik
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durch einen weitgehend wirklichkeitsgetreuen Ablauf des Prozesses vorzunehmen, wobei dank besonderer Massnahmen die Hauptenergie im Wege einer blossen Simulation in den Probeablauf eingeht.
Durch besondere Verriegelungen kann sichergestellt werden, dass dieser Kontrollbetrieb überhaupt nur stattfinden kann, wenn eine Verwirklichung der lediglich zu simulierenden energieumsetzenden
Zustände verhindert ist, wobei darüber hinaus die Anordnung natürlich mit Vorteil auch so getroffen werden kann, dass der Kontrollbetrieb zwangsläufig wieder unterbrochen wird, wenn trotzdem aus irgendwelchen Gründen ein unerwünschter energieumsetzender Zustand eintritt.
Die Erfindung bringt also den Vorteil einer echten Funktionskontrolle, da alle nicht unmittelbar im Hauptenergiepfad liegenden Einrichtungen, also z. B. die Hilfsbetriebe zum wirklichkeitsgetreuen
Arbeiten veranlasst werden. (Die wenigen, zur Abtrennung des Hauptenergieweges dienenden, d. h., die
Sicherheit des Probebetriebes gewährleistenden Einrichtungen, z. B. Kontakte, werden von der
Funktionskontrolle nicht erfasst und sind daher auf herkömmliche Weise zu kontrollieren. ) Ein weiterer
Vorteil der Erfindung liegt darin, dass sie es meist ermöglicht, Wächter einzusparen, die sonst in grosser
Zahl zur Erfassung des betriebsbereiten (Anfahrbereitschafts-) Zustandes, z. B. an Revisionselementen, wie Schiebern, Handrädern, u. dgl. anzuordnen sind.
Gleichzeitig werden auch die häufig mit beträchtlichem Aufwand geschützt bzw. gepanzert zu verlegenden Zuleitungen zu diesen Wächtern erspart.
Zur erfindungsgemässen Simulation energieumsetzender, bei Fehlern der Automatik gegebenenfalls zu Schäden führenden Zustände bestimmter Anlagenteile dienen zweckmässig von Hand zu betätigende oder aber gesteuerte Kontakte oder elektronische Einrichtungen, die den zur Erfassung der zu simulierenden Zustände dienenden Erfassungselementen (z. B. Stellungs-und Zustandswächter, Relais,
Fliehkraftschalter u. dgl.) bzw. deren Ausgängen, z. B. Kontakten bzw. Kontakten von Nachbildungbzw. Vermehrungsrelais parallel oder bzw. und in Reihe geschaltet sein können. Gegebenenfalls können aber auch die Wächter, Relais (bzw. Nachbildungsrelais) od. dgl. selbst von Hand oder z. B. mittels einer
Hilfswicklung umgestellt werden.
Soll die Automatik u. a. auch einen Leistungsschalter einschalten, so kann dieser Schaltvorgang im Sinne der Erfindung zwecks gefahrloser Erprobung der Automatik in der Weise simuliert werden, dass der Leistungsschalter zwar betätigt wird, jedoch der Energieweg mittels Trennschalter unterbrochen ist. Es kann jedoch auch genügen, die Betätigung des Leistungsschalters durch Betätigung von Stellungskontakten zu simulieren.
Durch den vorerwähnten weitgehend der Wirklichkeit entsprechenden Ablauf der Erprobung, welche über die Automatik z. B. auch kurz vor jedem einzelnen Anfahrvorgang vorgenommen werden kann, weisen sich nicht nur Mängel in der internen Steuerung selbst, sondern auch Mängel in den Kreisen der Hilfsenergien unmittelbar und gefahrlos für die übrige Anlage aus.
An Hand besonders vorzusehender Leuchtschaltbilder oder Ablauffolge-Tableaux, an deren Quittierstellung (Meldeleuchten) der jeweilige Zwischenzustand angezeigt wird, ist unmittelbar die gestörte Detail-Operation erkenntlich und damit sind auch die zugehörigen zu revidierenden Elemente von den übrigen abgegrenzt. Über weitere, in Ausgestaltung der Erfindung vorteilhafterweise vorzusehende Einrichtungen lässt sich der automatische Prozess von Hand aus anhalten, soferne er nicht wie erwähnt zufolge einer Störung selbst zum Stehen kommt. Es kann so ohne Bedachtnahme auf den Hauptenergieweg ein Fehler nicht nur auf rationellstem Wege geortet sondern auch gleich behoben werden.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Anordnung zur gefahrlosen Erprobung bzw. Überprüfung einer Programmsteuerung oder Automatik für Verfahrenstechnik, insbesondere einer Anfahr-oder Betriebsautomatik für Maschinensätze, z. B. in elektrischen Anlagen, gekennzeichnet durch eine Schutz-bzw.
Verriegelungseinrichtung, die bei der überprüfung die mit grösserem Energieumsatz verbundenen und daher bei Fehlern der Steuerung bzw. Automatik gegebenenfalls zu Schäden führenden Operationen bzw. Zustände bestimmter Anlagenteile, wie z. B. die Einschaltung eines Leistungsschalters oder das Hochfahren eines Maschinensatzes, ausschliesst, und durch Schaltglieder zur Simulierung dieser unterbundenen Operationen bzw. Zustände hinsichtlich ihrer Funktion innerhalb der Steuerung bzw.
Automatik.
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