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Briefeinwurf
Die Erfindung betrifft einen Briefeinwurf, bestehend aus einem Rahmen und einer an diesem angelenkten Klappe, wobei die Scharniere, die die Schwenkachse für die Klappe bilden, als Drehzapfenverbindung ausgebildet sind und mindestens eine Schraubenfeder aufnehmen.
Derartige Briefeinwürfe sind an sich bekannt. Der wesentliche übelstand dieser Briefeinwürfe besteht darin, dass die Spiralfedern bei zurückgeschwenkter Klappe absolut frei und ungeschützt liegen, so dass, wenn der Briefkasten geöffnet ist, die gesamte Anlenkung einschliesslich der beiden Spiralfedern so freiliegt, dass Regenwasser, Schmutz und alle nur erdenkbaren Fremdkörper Zutritt zu den Anlenkstellen haben. Dabei muss berücksichtigt werden, dass Briefeinwürfe häufig auch für längere Zeit in Offenstellung gehalten werden, wenn beispielsweise dicke Zeitungen, grosse Umschläge u. dgl. in den Briefkasten eingeschoben werden und dabei nicht so weit durchgestossen werden, dass sie den Klappenbereich vollständig verlassen. In einem solchen Fall liegt somit oft über Stunden der Briefeinwurf in Offenstellung.
Ein weiterer wesentlicher übelstand besteht darin, dass beim Einstossen der Post ein Verbiegen der Schraubenfedern möglich ist, zumal die Post häufig nur mit einer Hand eingestossen wird, wobei mit den Postsachen nicht genau gezielt wird. Ein häufiges, oft auch ungeduldiges Nachschlagen und Nachschieben macht leicht die gesamte Anlenkung unbrauchbar, so dass sie ausgewechselt werden muss. Die Anordnung dieser Federn ist aber wichtig, um einerseits das Auftreten von Zugluft zu verhindern, anderseits ein Klappern des Briefkastens bei Wind unmöglich zu machen und ferner um den Briefkasten im Inneren vor Regen und Witterungseinflüssen zu schützen.
Ferner sind Briefeinwürfe bekannt, bei denen die Klappe mittig rückseitig von einer Feder angegriffen wird, u. zw. nicht in den Scharnierpunkten. Zur Herstellung einer solchen Klappe bedarf es eines verhältnismässig grossen technischen Aufwandes, da zusätzliche Augen vorhanden sein müssen, die rückseitig am Rahmen befestigt sind.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Briefeinwurf zu schaffen, bei dem mit geringstem technischem Aufwand eine einwandfreie Anlenkung der Klappe gewährleistet ist, wobei die Klappe unter Federwirkung steht und diese Federn geschützt angeordnet sind.
Die Erfindung besteht darin, dass von den an jedem Ende der Klappe angeordneten Scharnierteilen, die im wesentlichen aus Winkelstücken aus Kunststoff bestehen, wenigstens ein Schenkel mit einer zum winkelförmigen, den Drehzapfen des Rahmens tragenden Scharnierteiles weisenden, gehäuseartigen Aussparung versehen ist, in welcher die Spiralfeder zwischen den beiden winkelförmigen Scharnierteilen gekapselt liegt.
Die Erfindung hat somit erhebliche Vorteile, u. zw. bestehen die Vorteile darin, dass die Feder in einem geschlossenen Gehäuse liegt. Dieses Gehäuse wird um die Zapfenverbindung herum gebildet und nimmt zwischen den beiden zur einen Scharnierseite gehörenden Teilen die Spiralfeder auf, u. zw. in einem Hohlraum. Werden zwei derartige Hohlräume für Spiralfedern geschaffen, so ist ein gleichmässiger Andruck gewährleistet. Aber auch schon eine Spiralfeder in einem Hohlraum, u. zw. in einem
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vorzugsweise allseitig geschlossenen Hohlraum hat den wesentlichen Vorteil, dass die Feder einerseits nicht sichtbar angebracht ist und anderseits aber vor Verschmutzung und Korrosion geschützt ist, ganz abgesehen davon, dass eine Beschädigung der Feder vollkommen ausgeschlossen ist.
Ferner ist auch die Gefahr einer Verletzung durch die Feder, die bei den vorbekannten Konstruktionen durchaus besteht, vollkommen aufgehoben.
Weitere Kennzeichen und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der als Beispiel gegebenen, nachfolgend beschriebenen, vorteilhaften Ausführungsform. Die Zeichnungen zeigen : Fig. l den Briefeinwurf in Vorderansicht, Fig. 2 den Briefeinwurf in Seitenansicht, Fig. 3 eine Scharnierseite montiert, Fig. 4 eine Scharnierseite im sogenannten Sprengbild.
Der erfindungsgemässe Briefeinwurf besteht zunächst aus dem Rahmen --1-- und der Klappe - 2-sowie beidseitig dem Ende der Klappe --2-- zugeordneten Scharnierteilen --3 und 4--, die im wesentlichen aus Kunststoffwinkelstücken bestehen und mittels zweier Drehzapfen--5--die Schwenkachse für die Klappe --2-- bilden. Ob nun die Winkelstücke-3 und 4-in den Rahmen - l- bzw. in die Klappe --2-- eingeschoben werden wie beim dargestellten Ausführungsbeispiel oder auf andere Art und Weise an beiden Teilen befestigt werden, ist an sich gleichgültig.
Wesentlich ist, dass mindestens eines der vorhandenen Winkelstücke, vorzugsweise das Winkelstück--4--, das an der Klappe --2-- befestigt ist, eine gehäuseartige Aussparung-6--trägt. Dieses Winkelstück nimmt in einem Loch --7-- den Zapfen --5-- auf, so dass die Klappe --2-- schwenkbar gelagert ist. Die Aussparung --6-- liegt in Richtung auf die bei der Schwenkbewegung aufeinander gleitenden Flächen - 8 und 9--, wovon die Fläche-8-beim Schwenken der Klappe --2-- bewegt wird, während die Fläche --9-- feststeht.
In der Aussparung --6-- ist eine Schraubenfeder --10-- angeordnet, deren einer Schenkel --11-- sich an einer Ausnehmungswand --16-- abstützt, während der andere abgebogene Schenkel - in das Material des gegenüberliegenden Scharnierteiles--3--eingreift, u. zw. in eine Ausnehmung-13-.
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sie durch diese Lagerung von drei Seiten gut und sicher abgeschlossen, während die vierte Seite geschlossen wird durch den zweiten Scharnierteil-3--.
Selbstverständlich können auf beiden Seiten der Klappe--2--derartige Federn auf die beschriebene Art und Weise angeordnet sein. Es genügt aber auch die Anordnung von nur einer Feder.
Ferner besteht die Möglichkeit, die Aussparung --6-- nicht in den schwenkenden Teil des Scharniers zu legen, sondern in den feststehenden Teil --3--, Die Wirkungsweise ist auch in diesem Fall die gleiche.