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Zündkerzenstecker
Die Erfindung betrifft einen Zündkerzenstecker mit einem, den Zündkabel-und den
Zündkerzenanschluss aufnehmenden Isolierkörper und einer diesen umschliessenden und am Masseteil des Zündkerzensitzes anliegenden metallischen Steckerhülse.
Derartige geschirmte Zündkerzenstecker finden heute allgemein bei Hochleistungsmotoren
Verwendung. Durch eine Vielzahl von den Zündkerzen vorgeschalteter Widerstände, insbesondere durch den vom Überschlagverteiler hervorgerufenen grossen Widerstand, müssen die bekannten Zündanlagen spannungsmässig überbemessen sein, ohne dass dadurch die Zündleistung verbessert wird. Da bekannt ist, dass die Zündung und Verbrennung des Kraftstoff-Luft-Gemisches unter anderem ganz wesentlich von der Energie des Zündfunkens abhängt, ist bereits vorgeschlagen worden, den Zündfunken durch einen parallel zur Zündfunkenstrecke geschalteten Kondensator zu verstärken. Bei einer bekannten Ausführungsform (deutsche Patentschrift Nr. 423057) ist die Anschlussmutter der Zündkerze ohne besonderen Stecker mit der Anschlussklemme des Zündstromkabels verbunden.
Ausserdem ist die Anschlussmutter der Zündkerze mit einer Kondensatorelektrode eines darüber angeordneten Kondensators verbunden, dessen andere Kondensatorelektrode sich über Metallbügel an den Zündkerzensitz anlegt.
In ähnlicher Weise sind bei einer andern bekannten Ausführungsform (Schweizer Patentschrift Nr. 96745) die Anschlussmuttern mehrerer Zündkerzen gemeinsam an eine Elektrode eines Kondensators angeschlossen, während die andere Elektrode mit der Masse verbunden ist.
Weiterhin ist es bekannt (deutsche Patentschrift Nr. 386273), zur Bildung eines parallel zur Zündfunkenstrecke geschalteten Kondensators das Zündkerzenkabel als kapazitives Kabel auszubilden.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, mit einfachen Mitteln einen parallel zur Zündfunkenstrecke geschalteten Kondensator zu schaffen, welcher möglichst nahe an der Zündfunkenstrecke angeordnet ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass zur Erhöhung der Zündenergie der Stecker selbst als ein parallel zur Funkenstrecke an der Zündkerze geschalteter Kondensator ausgebildet ist. In einer erfindungsgemässen Ausführungsform besteht der eine Teil des Kondensators aus einer elektrisch leitenden Auflage, wie Metallfolie, Metallaufdampfung bzw. aus einem Einsatz wie Rohr, auf dem bzw. in dem aus Isoliermaterial gebildeten Buchsenmantel, wobei die Auflage bzw. der Einsatz leitend mit der die Anschlussmutter der Zündkerze aufnehmenden Anschlussbüchse verbunden ist, während der andere Teil des Kondensators aus einer die Auflage bzw. den Einsatz isolierend umschliessenden und sich am Masseteil des Zündkerzensitzes anlegenden elektrisch leitenden Steckerhülse gebildet ist.
Vorzugsweise ist der parallel zu den Zündkerzenelektroden geschaltete Kondensator bei einem im Stecker angeordneten Entstörungswiderstand in Richtung des Zündstromes hinter diesen geschaltet. Die Kapazität des Kondensators ist dabei in Abhängigkeit von der Leistung der den Zündstrom liefernden Stromquelle und dem Elektrodenabstand der Mittel-und Masseelektrode der Zündkerze bemessen.
Auf diese Weise sind die Metallteile des Steckers durch sinnvolle Anordnung und Formgebung selbst zu einem Kondensator ausgebildet, so dass ohne zusätzlichen Materialaufwand durch die bisher verwandten Materialien Metall und Kunststoff ein Kondensator von hoher Kapazität geschaffen ist.
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Der Erfindungsgedanke, der die verschiedensten Ausführungsmöglichkeiten zulässt, ist an Hand eines Ausführungsbeispieles in den Zeichnungen näher erläutert. Es zeigt : Fig. 1 eine schematische Darstellung des Erfindungsgedankens in Form eines Schaltbildes und Fig. 2 die Ausbildung des Zündkerzensteckers als Kondensator.
Der durch die Zündstromzuleitung --10-- von dem nicht weiter dargestellten Zündapparat herangeftihrte Zündstrom wird an die Mittelelektrode--l--gemäss Fig. l weitergeleitet und tritt von
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damit parallel zur Mittelelektrode--l--und zur Masseelektrode--2--ein Kondensator--C-geschaltet, der einerseits mit der Zündstromzuleitung-10-und anderseits mit der Masse-4- verbunden ist. Die dem Zündstrom vorauseilende Spannung lädt den Kondensator-C-auf. Dabei kommt es zu einer Phasenverschiebung, so dass Spannung und Zündstrom fast gleichzeitig an der Mittelelektrode ankommen. Beim Übertritt des Lichtbogens von der Mittelelektrode--l--zur Masseelektrode --2-- über die Funkenstrecke --3-- kommt es zu einer kapazitiven Entladung hoher Stromstärke und Leistung.
Durch den wie aus einem Speicher aus dem Kondensator--C-abgeleiteten Zündstrom wird die Intensität des Zündfunkens erhöht, was sich optisch darin äussert, dass der Lichtbogen an den beiden Elektroden,--1, 2-- breiter und heller wird als bei Fortfall des Kondensators--C--. Die Steigerung der Intensität des Zündfunkens wirkt sich besonders günstig aus auf die Verbrennung, diese erfolgt rückstandsloser auch bei schlechter Gemischaufbereitung und starker Verschmutzung und Verbleiung der Zündkerzen, insbesondere aber bei fetter werdendem Kraftstoff-Luft-Gemisch, beispielsweise beim sprunghaften Anstieg der Motorendrehzahl und dem damit verbundenen Absinken der erzeugten Zündspannung.
Das Ausführungsbeispiel gemäss Fig. 2 zeigt den Zündkerzenstecker--11 bis 18-und die Zündkerze--l bis 9--. Die Zündkerze besteht üblicherweise aus der Anschlussmutter--9--, dem Anschlussbolzen--8--, der leitenden Einschmelzmasse--7--, dem Isolator--6--, dem an der
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Der durch den Anschlussdom-11-mit der Zündstrtomleitung --10-- elektrisch verbundene Zündkerzenstecker besteht aus dem das Anschlusskabel aufnehmenden Kabelhalter--12--aus Isoliermaterial, der leitend die Anschlussmutter --9-- der Zündkerze fassenden Anschlussbüchse
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--18-- gehaltenen--16-- elektrisch leitend mit der Anschlussbüchse--13--verbunden ist. Die dieser Kondensatorhälfte zugeordnete andere Kondensatorhälfte ist durch die metallische Steckerhülse --17-- gebildet, welche räumlich und elektrisch parallel zur Auflage--15--bzw. zu dem Einsatz verläuft und von dieser bzw. von diesem durch Isolation getrennt ist.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Zündkerzenstecker mit einem den Zündkabel-und den Zündkerzenanschluss aufnehmenden Isolierkörper und einer diesen umschliessenden und am Masseteil des Zündkerzensitzes anliegenden
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Stecker als ein parallel zur Funkenstrecke an der Zündkerze geschalteter Kondensator (C) ausgebildet ist.
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