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Schaltungsanordnung zur Überwachung eines Übertragungskanales auf seinen Nachrichteninhalt, insbesondere einer Fernsprechleitung auf ihren Gesprächszustand
Die Erfindung betrifft eine Schaltungsanordnung zur Überwachung eines übertragungskanales auf seinen Nachrichteninhalt, insbesondere einer Fernsprechleitung auf ihren Gesprächzustand, wobei zwischen Sprache und den einzelnen Hörzeichen unterschieden wird.
Bekannte Schaltungsanordnungen zur Überwachung des Nachrichtengehaltes eines Übertragungskanales bewerten das mit dem höchsten Gewichtsfaktor gekennzeichnete, wegen Störkomponenten jedoch stark verkleinerte Frequenzband innerhalb des verfügbaren Nachrichtenkanales. Liegen innerhalb oder unterhalb dieses Nachrichtenkanales eine oder mehrere nicht als Nachrichteninhalt zu wertende, periodisch auftretende Hörzeichenfrequenzen, so wird wegen der Oberwellen derselben ein nicht vorhandener Nachrichtengehalt selbst trotz Anwendung relativ komplizierter, und daher aufwendiger, Filter vorgetäuscht, so dass die einwandfreie Funktion einer solchen bekannten Einrichtung nicht sichergestellt ist. Ausserdem wird bei dieser Anordnung das zur Bewertung verwendete Frequenzband infolge der Filterwirkung wesentlich eingeschränkt.
Bei der zur Zeit bei der österreichischen Postverwaltung angewandten Störschleifenüberwachungseinrichtung müssten nun für jede auch gleichzeitig auftretende Signalfrequenz Empfangsfilter vorgesehen werden, um Mehrfachfrequenzsignale als solche erkennbar zu machen und deren Missdeutung als Sprache zu verhindern. Dies bedingt aber einen erheblichen Aufwand an teuren Filtern und ist ausserdem mit dem oben erwähnten Nachteil verbunden, keine einwandfreie Funktion zu gewährleisten.
Die Erfindung hat den Zweck, diese Nachteile zu vermeiden, indem sie an Stelle der zur Bewertung im Frequenzmassstab dienenden aufwendigen Mehrfachfilter eine Kombination von frequenz-und zeitabhängigem Tonfolgeablauf zur komplexen Auswertung heranzieht.
Bei zwei Arten von Hörzeichen muss die Bewertung unterdrückt werden :
1. Monofrequente Hörzeichen beliebiger Impulsbreite und-folge, wie z. B. in der Telephonie das Wählzeichen, das Besetztzeichen, das Freizeichen, und das Aufschaltezeichen.
2. Zusammengesetzte Hörzeichen mehrerer Frequenzen in zeitlich bestimmter Reihenfolge bestehend aus einer bestimmten Anzahl von Frequenzen f1 bis fn, deren Zeitensumme konstant ist, gefolgt von einer Pause, die eine minimale Länge aufweisen muss, wie z. B. in der Telephonie das Hinweiszeichen (SIT-"special information tone") bestehend aus drei nacheinander erklingenden Tönen verschiedener Frequenz.
Es ist Aufgabe der Erfindung eine Schaltungsanordnung anzugeben, durch die ein übertragungskanal auf seinen Nachrichteninhalt, insbesondere eine Fernsprechleitung auf ihren Gesprächszustand überwacht werden kann, wobei die Nachteile der bekannten Anordnungen vermieden werden sollen. Dies wird erfindungsgemäss dadurch erreicht, dass in einem Überwachungsstromkreis ein Breitbandverstärker, ein Gleichrichter, ein mit einem oder mehreren Sperreingängen versehener Gleichspannungsverstärker und eine Auswerteeinrichtung, z. B. Relais, Transistoren od. dgl.,
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hintereinander geschaltet sind, wobei zumindest ein mit dem Eingang des überwachungsstromkreises verbundener, gegenüber einer jeweils einem speziellen Nachrichteninhalt zugeordneten Frequenz, z.
B. einzelnen Hörzeichenfrequenzen, selektiver Kanal an je einen Sperreingang des Gleichspannungsverstärkers geschaltet ist, so dass die Freigabe der dem auszuwertenden Nachrichteninhalt (Gesprächszustand) entsprechenden, zeitlich verzögerten Anzeige nur im hörzeichenfreien Zustand des übertragungskanales erfolgt.
Der. dadurch zwangsläufig verlängerte Betrachtungszeitraum ist für praktisch alle vorkommenden Fälle nur ein Bruchteil der Auswerte-Vorgabezeit und deshalb kein Nachteil.
Die Erfindung wird nun an Hand eines schematisch dargestellten Ausführungsbeispieles für die Überwachung einer Fernsprechleitung auf ihren Gesprächsinhalt erläutert :
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sowie aus zwei selektiven Sperrkanälen für die Frequenz f1 z. B. 450 Hz und die Frequenz f2 z. B.
950 Hz.
Der Frequenzgang des Breitbandverstärkers--VI--ist vorteilhafterweise so ausgelegt, dass der Durchlassbereich das Frequenzband der maximalen Sprachenergie erfasst (zirka 400 bis 2000 Hz).
Dem Breitbandverstärker ist eine Schwellwertgleichrichterstufe--Gl--nachgeschaltet. Die gleichgerichtete Spannung wird einem Gleichspannungsverstärker --V2-- mit integrierendem Charakter zugeführt. Im Ausgang des Gleichspannungsverstärkers liegt ein zweikontaktiges Schutzrohrkontaktrelais--R--, dessen Kontakt--r--zur Auswertung dient.
Ein selektiver Kanal mit einer Serienschaltung eines BandfUters-Fl-für die Frequenz 450 Hz, eines Verstärkers--V3--und eines Gleichrichters--G2-hat die Aufgabe, die 450 Hz Hörzeichenfrequenz zu erkennen und durch Anlegen einer Spannung am Sperreingang--Sl--den Gleichspannungsverstärker--V2--zu sperren, so dass für die Dauer eines auftretenden 450 Hz Tones eine Fehlbewertung als Sprache verhindert wird.
Ein weiterer selektiver Kanal mit dem Bandsslter-Fl--für die Frequenz von 950 Hz (erster Ton des SIT-Zeichens) und dem Verstärker--V4--steuert einen monostabilen Multivibrator --MV--, dessen Ausgangsspannung an den Sperreingang--S2--angelegt wird und den Gleichspannungsverstärker -- V2-- für die Dauer eines SIT-Zeichens (l sec) sperrt, wodurch die Fehlbewertung eines SIT-Zeichens als Sprache verhindert wird.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Schaltungsanordnung zur Überwachung eines übertragungskanales auf seinen Nachrichteninhalt, insbesondere einer Fernsprechleitung auf ihren Gesprächszustand, d a d u r c h g e k e n n - zeichnet, dass in einem Überwachungsstromkreis ein Breitbandverstärker (VI), ein Gleichrichter (G1), ein mit einem oder mehreren Sperreingängen (Sl, S2) versehener Gleichspannungsverstärker (V2) und eine Auswerteeinrichtung (R), z. B. Relais, Transistoren od. dgl., hintereinander geschaltet sind, wobei zumindest ein mit dem Eingang des Überwachungsstromkreises verbundener, gegenüber einer jeweils einem speziellen Nachrichteninhalt zugeordneten Frequenz, z.
B. einzelnen Hörzeichenfrequenzen, selektiver Kanal an je einen Sperreingang (Sl, S2) des Gleichspannungsverstärkers (V2) geschaltet ist, so dass die Freigabe der dem auszuwertenden Nachrichteninhalt (Gesprächszustand) entsprechenden, zeitlich verzögerten Anzeige nur im hörzeichenfreien Zustand des übertragungskanales erfolgt.
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