AT285387B - Kontakbetätigungsvorrichtung für eine Warn- und Signalanlage für lawinegefährdete Wohn- und Werksanlagen, Straßen und Wege - Google Patents

Kontakbetätigungsvorrichtung für eine Warn- und Signalanlage für lawinegefährdete Wohn- und Werksanlagen, Straßen und Wege

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AT285387B
AT285387B AT890867A AT890867A AT285387B AT 285387 B AT285387 B AT 285387B AT 890867 A AT890867 A AT 890867A AT 890867 A AT890867 A AT 890867A AT 285387 B AT285387 B AT 285387B
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



    Kontaktbetätigungsvorrichtung für eine Warn-und Signalanlage für lawinengefährdete Wohn-und Werksanlagen, Strassen und Wege    
Die Erfindung hat die Aufgabe zur Grundlage, eine Kontaktbetätigungsvorrichtung für eine Warnund Signalanlage für lawinengefährdete Wohn-oder Werksbauten, Strassen oder Wege zu schaffen, die am Entstehungsort einer Lawine durch die abrutschenden Schneemassen selbst in Tätigkeit setzbar ist und dadurch rechtzeitig den Menschen im Wohn-und Verkehrsbereich vor abgehenden Lawinen warnt. 



   Aus der deutschen Patentschrift Nr. 97926 ist eine Vorrichtung zum Anzeigen von Erdrutschungen oder ähnlichen Bodenbewegungen bekannt, bei welcher eine in einer im Erdreich vergrabenen Hohlkugel angeordnete Kugel bei einer Erd-oder Bodenbewegung einen elektrischen Kontakt schliesst, wodurch ein Alarmsignal ausgelöst wird. Die im Erdreich vergrabenen Kugeln sind demgemäss nicht geeignet, einen Abgang von über den Erdboden gleitenden Schneelawinen anzuzeigen. 



   Es ist aber auch eine Warnvorrichtung für   lawinengefährdete Verkehrswege,   Gebäude   od. dgl.   bekannt, wobei im Lawinengang ein im Boden fest verankerter Mast mit einer bei Lawinenabgang betätigbaren, mit einer Alarmanlage verbundenen Kontakteinrichtung vorgesehen ist ; dieser starre Mast wird aber bei einem Lawinenabgang teilweise oder vollständig zertrümmert, so dass die Warnvorrichtung für ihre weitere Funktionsfähigkeit erst wieder instandgesetzt werden muss. 



   Gemäss der Erfindung wird diese Aufgabe dadurch verwirklicht, dass ein Schwenkarm um eine in einem ortsfesten, im Boden verankerten Gehäuse horizontal gelagerte Achse in Richtung der Schneebewegung schwenkbar sitzt und durch Federwirkung in seiner aufrechten Lage gehalten ist, der in der Schwenkendlage oder vorher einen Stromkreis für ein optisches oder akustisches Signal schliesst. 



   Ein wesentlicher und besonders vorteilhafter Effekt der   erfindungsgemässen   Vorrichtung ist darin gelegen, dass sie durch die besondere Anordnung und Ausgestaltung insbesondere des bei abgleitendem Schnee entgegen Federkraft betätigbaren Schwenkarmes, auch nachdem eine Lawine über diese hinweg abgegangen ist, voll einsatzfähig und betriebsbereit bleibt. 



   In den Zeichnungen ist der Gegenstand der Erfindung in einer beispielsweisen Ausführungsform in schematischer Darstellung mit einem angedeuteten Lawinenhang und einem Verkehrsweg in Fig. l veranschaulicht. Die Fig. 2 und 3 zeigen die Schalteinrichtung mit dem Auslösearm und dem Mitnehmer in Seitenansicht und in Vorderansicht und die Fig. 4 den elektrischen Kontakt im Grundriss. 



   Die Warn-und Signalanlage besteht aus einer elektrischen Schalteinrichtung-a-mit einem   Auslösearm-b--,   die im Entstehungsbereich einer Lawine am Lawinenhang mit Pfählen-p-- 
 EMI1.1 
   Verkehrsweg-f--   (Strasse oder Gehweg) oder in der Nähe von Wohn-oder Betriebsobjekten angebracht ist. 



   Die elektrische Schalteinrichtung-a-besitzt ein im Querschnitt vorteilhaft dreieckiges, dachartiges, gegen das eine Ende abfallendes   Gehäuse-l-mit   einer dreieckigen Stirnplatte-2und drei   Ösen-3-in   der Bodenplatte zum Zwecke seiner Befestigung am Boden eines Lawinenhanges. Die dreieckige   Stirnplatte --2-- hat   einen senkrecht zu ihrer Basiskante stehenden, jedoch in einem Abstand ober dieser beginnenden und im Winkelscheitel der beiden Katheten frei ausmündenden   Schlitz-4-für   den   Auslösearm-b--,   der um eine in den dachartig geneigten 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 Wänden gelagerte horizontale Achse--5--in einer Vertikalebene schwenkbar ist.

   Dieser Auslösearm --b-- befindet sich normal in der tätigkeitsbereiten Stellung im Anschlag am   Gehäuse--l--und   wird in dieser Lage durch ein elastisches Rückholelement,   z. B.   eine Feder oder ein Gummiband-6gehalten, das mit dem einen Ende am Auslösearm, mit dem ndern Ende am   Gehäuse--l-bei     --7-- befestigt   ist. Der   Auslösearm--b-hat   eine sogenannte   Ausziehrute--8--,   die in dem 
 EMI2.1 
 Ende an einem scheibenförmigen Mitnehmer--10--befestigt, der mittels des Zugelementes--9-am Ende der biegsamen   Rute --8-- gehalten   wird.

   Nahe der   Schwenkachse --5-- besitzt   der Auslösearm --b-- eine Rolle --11-- und einen kurzen Schlitz, durch den das Zugglied-9hindurchtritt und im wesentlichen rechtwinkelig um die Rolle --11-- herumgeführt ist. Das untere Ende des   Zuggliedes --9-- ist   mit einem elastisch dehnbaren Gummi-oder Federelement-12fest verbunden, dessen zweites Ende mit dem beweglichen   Kontakt--13--eines   elektrischen   Schalters--14--fest   verbunden ist.

   Dieses Gummi-oder Federelement--12--ist so bemessen, dass es bei Verschwenkung des   Auslösearmes-b-in   Richtung des Pfeiles x oder infolge einer, dem   Mitnehmer --10-- im   Sinne des Pfeiles z erteilten Bewegung den beweglichen   Kontakt --13-- in   die Schliesslage mitnimmt, von dem Augenblick an, in welchem der Kontaktschluss stattfindet, als überlastungssicherung wirkt und sich entsprechend den jeweiligen Bewegungsausschlägen des   Auslösearmes--b--oder   des Mitnehmers--10--wirkungslos ausdehnt. Dabei steigt der vom beweglichen   Kontakt --13-- im   Augenblick der Kontaktgabe im   Schalter --14-- aufgebrachte   Reibungswiderstand derart an, dass die Überlastungssicherung --12-- in Wirksamkeit tritt.

   Die Rolle --11-- bewirkt, dass das   Zugglied --9-- sowohl   bei der Verschwenkung des   Auslösearmes--b--   als auch bei festgehaltenem Auslösearm durch den   Mitnehmer --10-- in   einer den Schalter   --13, 14-- schliessenden   Richtung bewegt wird. 



   Die Warn-und Signalanlage funktioniert in folgender Weise : Die Schalteinrichtung mit dem   Auslösearm--b--wird   an Orten aufgestellt, wo es der Bevölkerung seit vielen Jahren aus Erfahrung bekannt ist, dass Lawinen abgehen. Durch Abrutschen von Schnee auf gefrorenem Untergrund oder durch Abstürzen von Wächten geraten Schneemassen zuerst langsam in Bewegung und bewirken ein Verschwenken des Auslösearmes in Talrichtung. Dadurch wird mittels des   Zuggliedes--9--der   elektrische Schalter--13, 14-- geschlossen und damit die   Signalanlage-d--unter   Spannung gesetzt. Es gibt sofort überall im Gefahrenbereich ein Lichtsignal oder ein akustisches Signal oder beide Signale zu gleicher Zeit, um die Bevölkerung rechtzeitig zu warnen.

   Diese Signalanlage kann nun entweder von Hand aus oder automatisch nach einer Sicherheitsperiode abgeschaltet werden, wenn die Lawine bereits abgegangen ist. 



   Diese elektrische Signaleinrichtung kann beispielsweise gemäss Fig. 1 bei einem Verkehrsweg aus zwei Licht-und/oder Hornsignalen--15 und 16--bestehen, die den Teil der Strasse, der in dem Gefahrenbereich einer Lawine liegt, begrenzen und den Verkehrsteilnehmer innerhalb des Gefahrenbereiches zum raschen Verlassen desselben und vor dem Gefahrenbereich zum Abstoppen veranlassen. 



   Die elektrische Signalanlage kann aber auch ein elektromagnetisches Relais zum Einschalten eines eigenen Warnsteuerkreises oder zum Einschalten eines Senders besitzen, der durch Funksignale alle erforderlichen Stellen noch vor dem Abgang einer Lawine warnt. Durch Aufrichten des Auslösearmes   - b-kann   die Anlage wieder betriebsbereit gemacht werden. 



   Es gibt nun Fälle, bei welchen durch festgefrorenen Altschnee (Schicht I in Fig. 2) der Auslösearm   --b-- in   der Schneemasse festgefroren steckt. Wenn nun auf dem Altschnee eine lockere Schichte Neuschnee abzurutschen droht und langsam in Bewegung gerät, dann tritt die biegsame   Rute-S--   in Funktion, die sich unter dem Druck der Schneemasse nach der Talseite krümmt und den Mitnehmer   --10-- in   diese Schneemasse taucht, so dass er am Beginn des Abgleitens des lockeren Neuschnees mitgezogen wird und dadurch den Schalter--13, 14-- mittels des   Zuggliedes --9-- schliesst.   Auch dadurch wird die Signalanlage in Tätigkeit gesetzt. 

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Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE : EMI2.2 <Desc/Clms Page number 3> Richtung der Schneebewegung schwenkbar sitzt und durch Federwirkung in seiner aufrechten Lage gehalten ist, der in der Schwenkendlage oder vorher einen Stromkreis für ein optisches oder akustisches Signal schliesst. EMI3.1 der mindestens eine Schneelage von einem Meter Dicke durchdringende Schwenkarm (b) durch eine Zug-oder Druckfeder (6) oder ein elastisch dehnbares Band in seiner aufrechten Lage gehalten ist und durch ein in einem Abstand von seiner Achse (5) angreifendes Zugglied (9) mit einem Schaltglied (13) z. B. eines elektrischen Schalters (14) in zwangsläufiger Verbindung steht, der in dem Stromkreis der Signaleinrichtung oder eines elektromagnetischen Relais oder einer Sendeanlage für drahtlosen Funk liegt.
    3. Kontaktbetätigungsvorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, d a d u r c h g e k e n n - zeichnet, dass der Schwenkarm (b) eine teleskopartig ausziehbare Rute (8) aus einem biegsamen Material besitzt, die rohrartig ausgebildet ist und das den beweglichen elektrischen Schalterkontakt (13) mit einem Mitnehmer (10) verbindende Zugglied (9) in sich führt, welches die dem Mitnehmer (10) vom abrutschenden Schnee erteilte Bewegung auf den beweglichen Schalterkontakt (13) bei jeder beliebigen Krümmung der Rute (8) überträgt.
    4. Kontaktbetätigungsvorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 3, d a d u r c h g e k e n n - zeichnet, dass das Zugglied (9) eine überlastungssicherung (12) in Form einer Zugfeder oder eines Gummibandes besitzt, welche sich nach Erreichung des Kontaktschlusses im elektrischen Schalter (13, 14) im Ausmass der weiteren Bewegung des Schwenkarmes (b) oder des Mitnehmers (10) dehnt.
    5. Kontaktbetätigungsvorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 4, d a d u r c h g e k e n n - zeichnet, dass das Gehäuse (1) dachartig gestaltet ist, an der Talseite eine dreieckförmige Stirnplatte (2) besitzt und bergseitig gegen seine Basis zu spitz zuläuft.
    Druckschriften, die das Patentamt zur Abgrenzung des Anmeldungsgegenstandes vom Stand der Technik in Betracht gezogen hat : DT-PS 97 926
AT890867A 1967-10-02 1967-10-02 Kontakbetätigungsvorrichtung für eine Warn- und Signalanlage für lawinegefährdete Wohn- und Werksanlagen, Straßen und Wege AT285387B (de)

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