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Kontaktbetätigungsvorrichtung für eine Warn-und Signalanlage für lawinengefährdete Wohn-und Werksanlagen, Strassen und Wege
Die Erfindung hat die Aufgabe zur Grundlage, eine Kontaktbetätigungsvorrichtung für eine Warnund Signalanlage für lawinengefährdete Wohn-oder Werksbauten, Strassen oder Wege zu schaffen, die am Entstehungsort einer Lawine durch die abrutschenden Schneemassen selbst in Tätigkeit setzbar ist und dadurch rechtzeitig den Menschen im Wohn-und Verkehrsbereich vor abgehenden Lawinen warnt.
Aus der deutschen Patentschrift Nr. 97926 ist eine Vorrichtung zum Anzeigen von Erdrutschungen oder ähnlichen Bodenbewegungen bekannt, bei welcher eine in einer im Erdreich vergrabenen Hohlkugel angeordnete Kugel bei einer Erd-oder Bodenbewegung einen elektrischen Kontakt schliesst, wodurch ein Alarmsignal ausgelöst wird. Die im Erdreich vergrabenen Kugeln sind demgemäss nicht geeignet, einen Abgang von über den Erdboden gleitenden Schneelawinen anzuzeigen.
Es ist aber auch eine Warnvorrichtung für lawinengefährdete Verkehrswege, Gebäude od. dgl. bekannt, wobei im Lawinengang ein im Boden fest verankerter Mast mit einer bei Lawinenabgang betätigbaren, mit einer Alarmanlage verbundenen Kontakteinrichtung vorgesehen ist ; dieser starre Mast wird aber bei einem Lawinenabgang teilweise oder vollständig zertrümmert, so dass die Warnvorrichtung für ihre weitere Funktionsfähigkeit erst wieder instandgesetzt werden muss.
Gemäss der Erfindung wird diese Aufgabe dadurch verwirklicht, dass ein Schwenkarm um eine in einem ortsfesten, im Boden verankerten Gehäuse horizontal gelagerte Achse in Richtung der Schneebewegung schwenkbar sitzt und durch Federwirkung in seiner aufrechten Lage gehalten ist, der in der Schwenkendlage oder vorher einen Stromkreis für ein optisches oder akustisches Signal schliesst.
Ein wesentlicher und besonders vorteilhafter Effekt der erfindungsgemässen Vorrichtung ist darin gelegen, dass sie durch die besondere Anordnung und Ausgestaltung insbesondere des bei abgleitendem Schnee entgegen Federkraft betätigbaren Schwenkarmes, auch nachdem eine Lawine über diese hinweg abgegangen ist, voll einsatzfähig und betriebsbereit bleibt.
In den Zeichnungen ist der Gegenstand der Erfindung in einer beispielsweisen Ausführungsform in schematischer Darstellung mit einem angedeuteten Lawinenhang und einem Verkehrsweg in Fig. l veranschaulicht. Die Fig. 2 und 3 zeigen die Schalteinrichtung mit dem Auslösearm und dem Mitnehmer in Seitenansicht und in Vorderansicht und die Fig. 4 den elektrischen Kontakt im Grundriss.
Die Warn-und Signalanlage besteht aus einer elektrischen Schalteinrichtung-a-mit einem Auslösearm-b--, die im Entstehungsbereich einer Lawine am Lawinenhang mit Pfählen-p--
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Verkehrsweg-f-- (Strasse oder Gehweg) oder in der Nähe von Wohn-oder Betriebsobjekten angebracht ist.
Die elektrische Schalteinrichtung-a-besitzt ein im Querschnitt vorteilhaft dreieckiges, dachartiges, gegen das eine Ende abfallendes Gehäuse-l-mit einer dreieckigen Stirnplatte-2und drei Ösen-3-in der Bodenplatte zum Zwecke seiner Befestigung am Boden eines Lawinenhanges. Die dreieckige Stirnplatte --2-- hat einen senkrecht zu ihrer Basiskante stehenden, jedoch in einem Abstand ober dieser beginnenden und im Winkelscheitel der beiden Katheten frei ausmündenden Schlitz-4-für den Auslösearm-b--, der um eine in den dachartig geneigten
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Wänden gelagerte horizontale Achse--5--in einer Vertikalebene schwenkbar ist.
Dieser Auslösearm --b-- befindet sich normal in der tätigkeitsbereiten Stellung im Anschlag am Gehäuse--l--und wird in dieser Lage durch ein elastisches Rückholelement, z. B. eine Feder oder ein Gummiband-6gehalten, das mit dem einen Ende am Auslösearm, mit dem ndern Ende am Gehäuse--l-bei --7-- befestigt ist. Der Auslösearm--b-hat eine sogenannte Ausziehrute--8--, die in dem
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Ende an einem scheibenförmigen Mitnehmer--10--befestigt, der mittels des Zugelementes--9-am Ende der biegsamen Rute --8-- gehalten wird.
Nahe der Schwenkachse --5-- besitzt der Auslösearm --b-- eine Rolle --11-- und einen kurzen Schlitz, durch den das Zugglied-9hindurchtritt und im wesentlichen rechtwinkelig um die Rolle --11-- herumgeführt ist. Das untere Ende des Zuggliedes --9-- ist mit einem elastisch dehnbaren Gummi-oder Federelement-12fest verbunden, dessen zweites Ende mit dem beweglichen Kontakt--13--eines elektrischen Schalters--14--fest verbunden ist.
Dieses Gummi-oder Federelement--12--ist so bemessen, dass es bei Verschwenkung des Auslösearmes-b-in Richtung des Pfeiles x oder infolge einer, dem Mitnehmer --10-- im Sinne des Pfeiles z erteilten Bewegung den beweglichen Kontakt --13-- in die Schliesslage mitnimmt, von dem Augenblick an, in welchem der Kontaktschluss stattfindet, als überlastungssicherung wirkt und sich entsprechend den jeweiligen Bewegungsausschlägen des Auslösearmes--b--oder des Mitnehmers--10--wirkungslos ausdehnt. Dabei steigt der vom beweglichen Kontakt --13-- im Augenblick der Kontaktgabe im Schalter --14-- aufgebrachte Reibungswiderstand derart an, dass die Überlastungssicherung --12-- in Wirksamkeit tritt.
Die Rolle --11-- bewirkt, dass das Zugglied --9-- sowohl bei der Verschwenkung des Auslösearmes--b-- als auch bei festgehaltenem Auslösearm durch den Mitnehmer --10-- in einer den Schalter --13, 14-- schliessenden Richtung bewegt wird.
Die Warn-und Signalanlage funktioniert in folgender Weise : Die Schalteinrichtung mit dem Auslösearm--b--wird an Orten aufgestellt, wo es der Bevölkerung seit vielen Jahren aus Erfahrung bekannt ist, dass Lawinen abgehen. Durch Abrutschen von Schnee auf gefrorenem Untergrund oder durch Abstürzen von Wächten geraten Schneemassen zuerst langsam in Bewegung und bewirken ein Verschwenken des Auslösearmes in Talrichtung. Dadurch wird mittels des Zuggliedes--9--der elektrische Schalter--13, 14-- geschlossen und damit die Signalanlage-d--unter Spannung gesetzt. Es gibt sofort überall im Gefahrenbereich ein Lichtsignal oder ein akustisches Signal oder beide Signale zu gleicher Zeit, um die Bevölkerung rechtzeitig zu warnen.
Diese Signalanlage kann nun entweder von Hand aus oder automatisch nach einer Sicherheitsperiode abgeschaltet werden, wenn die Lawine bereits abgegangen ist.
Diese elektrische Signaleinrichtung kann beispielsweise gemäss Fig. 1 bei einem Verkehrsweg aus zwei Licht-und/oder Hornsignalen--15 und 16--bestehen, die den Teil der Strasse, der in dem Gefahrenbereich einer Lawine liegt, begrenzen und den Verkehrsteilnehmer innerhalb des Gefahrenbereiches zum raschen Verlassen desselben und vor dem Gefahrenbereich zum Abstoppen veranlassen.
Die elektrische Signalanlage kann aber auch ein elektromagnetisches Relais zum Einschalten eines eigenen Warnsteuerkreises oder zum Einschalten eines Senders besitzen, der durch Funksignale alle erforderlichen Stellen noch vor dem Abgang einer Lawine warnt. Durch Aufrichten des Auslösearmes - b-kann die Anlage wieder betriebsbereit gemacht werden.
Es gibt nun Fälle, bei welchen durch festgefrorenen Altschnee (Schicht I in Fig. 2) der Auslösearm --b-- in der Schneemasse festgefroren steckt. Wenn nun auf dem Altschnee eine lockere Schichte Neuschnee abzurutschen droht und langsam in Bewegung gerät, dann tritt die biegsame Rute-S-- in Funktion, die sich unter dem Druck der Schneemasse nach der Talseite krümmt und den Mitnehmer --10-- in diese Schneemasse taucht, so dass er am Beginn des Abgleitens des lockeren Neuschnees mitgezogen wird und dadurch den Schalter--13, 14-- mittels des Zuggliedes --9-- schliesst. Auch dadurch wird die Signalanlage in Tätigkeit gesetzt.
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