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Gerät zum Durchschneiden der Oberfläche von Obst, Früchten, Gemüse od. dgl.
Die Erfindung bezieht sich auf ein Gerät zum Durchschneiden der Oberfläche (Schalen, Häute usw. ) von Obst, Früchten, Gemüse od. dgl., bestehend aus einem Handgriff und einem Bearbeitungsteil, wobei der Bearbeitungsteil auf mindestens einem Teil seiner Oberfläche mit in geringem Abstand voneinander angeordneten Schneiden, Zacken, Spitzen od. dgl. versehen ist und die Schneiden, Zacken, Spitzen od. dgl. auf einer konkaven Fläche oder Linie liegen, deren Krümmung etwa dem zu bearbeitenden Obst entspricht.
Beispielsweise bei Äpfeln und Birnen werden die Schalen bei langer Lagerung zäh und können meist nicht mehr ohne Schwierigkeiten gegessen werden. Dies trifft bei einigen Sorten auch bei frisch gepflücktem Obst zu. Auch bei andern Früchten und bei Gemüsen mit essbarer Schale bzw. Häuten waren diese Schwierigkeiten gegeben.
Man ist daher meist dazu übergegangen, das Obst od. dgl. zu schälen, um dann nur das Fruchtfleisch zu essen. Da aber bekanntlich gerade in der Schale des Obstes, der Früchte oder des Gemüses wichtige Vitamine enthalten sind, soll gerade das Entfernen der Schalen oder Häute vermieden werden.
Es ist bereits eine Vorrichtung zum Zerteilen von Früchten, insbesondere Zwiebeln, bekanntgeworden. Die Früchte können dabei in Scheiben, Streifen oder Würfel zerschnitten werden. Es sind an einem Messerträger, welcher im wesentlichen als ebene Platte ausgestaltet ist, einerseits ein Abschneidmesser und anderseits mehrere Zackenmesser angeordnet. Die beiden Messerarten dienen je nach Erfordernis zu verschiedenen Bearbeitungszwecken. Das hier beschriebene Gerät könnte keinesfalls zum Zerschneiden von Fruchtschalen verwendet werden, da bei Einsetzen der Zackenmesser durch die ebene Oberfläche des Messerträgers nur jeweils zwei oder drei Messer in Eingriff wären.
Es ist jedoch auch schon ein kammartiges Messer zum Zerkleinern von Obstschalen bekannt, welches an seiner bogenförmig gestalteten Stirnseite eines Messerblattes mehrere Schneiden aufweist. Die Schneidseite des Messerblattes besitzt eine konkave Form. Durch diese besondere Ausgestaltung tritt der Nachteil auf, dass bei unebener Oberfläche an dem Obst bzw. an den Früchten die Schneiden nicht ständig im Einsatz gehalten werden können, sondern von der Oberfläche des Obstes bzw. der Früchte abgehoben werden. Mit dieser Ausführung können daher nur Früchte bzw. Obst mit besonders glatter und ebener bzw. gleichmässig gekrümmter Oberfläche bearbeitet werden.
Dadurch, dass jeweils zwei Schneiden einen spitzen Winkel miteinander einschliessen, was durch die Anordnung der Schneiden rechtwinkelig zu der Oberfläche des Bearbeitungsteiles bewirkt wird, wird die Schale bzw. die Haut von der Oberfläche des Obstes, Gemüses usw. bei nur geringem Abheben schon weggerissen. Das Messerblatt nach dieser Ausführung muss also stets tangential auf dem Apfel aufliegen. Dies wird jedoch in der Praxis kaum möglich sein. Es wird auch kaum der Fall sein, dass alle Äpfel im wesentlichen kugelförmig ausgestaltet sind, sondern auch Erhebungen und Vertiefungen aufweisen und gegebenenfalls ganz unförmig ausgestaltet sind. Des weiteren soll durch ein solches Gerät nicht nur die Möglichkeit zum Durchschneiden von Schalen von Äpfeln geschaffen werden, sondern es sollen auch damit Schalen von Birnen, Paprika usw. durchschnitten werden.
Durch die besondere Ausbildung des Messerteiles bei der bekannten Ausführung ist es nun der
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Fall, dass bei Auftreten von Erhebungen auf der Oberfläche der Früchte die Schneiden regelrecht abgehoben werden und daher im Bereich von Erhebungen an den Früchten kein Durchschneiden der Schale möglich ist. Ausserdem wird beim Abheben der Schneiden die Oberfläche aufgerissen.
Die Erfindung hat sich nun zur Aufgabe gestellt, ein Gerät zu schaffen, mit welchem die vorstehend genannten Nachteile vermieden werden können.
Erfindungsgemäss wird daher vorgeschlagen, dass die Oberfläche des Bearbeitungsteiles in Richtung des Handgriffes konkav und quer dazu konvex ausgestaltet ist, wobei die Schneiden in Richtung der Quererstreckung des Bearbeitungsteiles und parallel zueinander verlaufend angeordnet sind.
Durch die erfindungsgemässen Massnahmen ist die Bearbeitung des Obstes, der Früchte oder des Gemüses besonders leicht durchzuführen. Das Gerät muss nur in Umfangsrichtung des Obstes od. dgl. gezogen werden, wodurch die Schale bzw. die Haut in schmale Streifen zertrennt wird. Durch die besondere Ausgestaltung des Bearbeitungsteiles können auch Früchte bzw. Obst mit relativ unebener und buckeliger Oberfläche bearbeitet werden. Die Schneiden bzw. Zacken od. dgl. können bis direkt an die Erhebungen an der Oberfläche der Früchte bzw. des Obstes herangeführt werden. Durch die konvexe Ausgestaltung des Bearbeitungsteiles in dessen Quererstreckung können die Schneiden nicht durch Unebenheit auf der Oberfläche der Früchte bzw. des Obstes abgehoben werden.
Die Schneiden bleiben daher stets im Eingriff und der geforderte Zweck wird dadurch voll und ganz erfüllt. Es kann nämlich die ganze Schale bzw. die Haut an der Oberfläche der Früchte bzw. des Obstes oder Gemüses zerschnitten werden.
Ein weiterer besonderer Vorteil der Erfindung liegt darin, dass die Schneiden parallel zueinander verlaufend am Bearbeitungsteil angeordnet sind. Es werden dadurch parallel zueinander verlaufende Schnitte durchgeführt, so dass die Oberfläche des Obstes od. dgl. lediglich durchschnitten und nicht aufgerissen wird. Es entstehen dadurch mehr oder weniger tiefe Einschnitte an der Oberfläche des Obstes od. dgl.
Durch das erfindungsgemässe Gerät wird erreicht, dass das zu bearbeitende Obst od. dgl. auch nach der Bearbeitung noch appetitlich und gut aussieht. Der eigentliche Zweck der Erfindung wird durch die besondere Ausgestaltung voll und ganz erfüllt. Es soll nämlich erreicht werden, dass die Schalen, Häute od. dgl. der Früchte ohne Schwierigkeiten mitgegessen werden können, da insbesondere in den Schalen der Früchte grosse Vitaminmengen vorhanden sind, die beim Schälen der Früchte verloren gehen. Dabei ist es gewährleistet, dass durch das erfindungsgemässe Gerät die Oberfläche des Obstes, Gemüses, der Früchte od. dgl. lediglich aufgeschnitten und nicht aufgerissen wird.
Die Ausgestaltung des erfindungsgemässen Gerätes ist konstruktiv einfach und auch billig herzustellen. Ebenfalls ist die Handhabung eines derartigen Gerätes sehr einfach.
Weitere erfmdungsgemässe Merkmale und besondere Vorteile werden in der nachstehenden Beschreibung an Hand der Zeichnungen noch näher erläutert, doch soll die Erfindung nicht auf das angeführte Beispiel beschränkt sein. Es zeigen : die Fig. l und 2 ein Ausführungsbeispiel des Gerätes ; die Fig. 3 einen Schnitt nach der Linie II in Fig. 2.
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3-sowie in--2-- weist eine Oberfläche auf, die mindestens teilweise in seiner Längs-und/oder Quererstreckung der Oberflächenform des zu bearbeitenden Obstes entsprechend ausgestaltet ist. Dabei ist vorgesehen, dass die Oberfläche des Bearbeitungsteiles --2-- in seiner Längserstreckung konkav und in seiner Quererstreckung konvex ausgebildet ist.
Die Bearbeitung des Obstes, der Früchte oder des Gemüses ist durch diese Massnahme sehr leicht durchzuführen. Das Gerät muss nur in Umfangsrichtung des Obstes, der Früchte oder des Gemüses gezogen werden, wodurch die Schale bzw. die Haut desselben bzw. derselben in schmale Streifen zertrennt wird. Durch eine weitere Bearbeitung in senkrechter Richtung zur Streifenrichtung können die Schalen oder die Häute in kleine Fleckchen zerschnitten werden, die ungekaut mitgegessen werden können.
Zweckmässig ist, wenn die Schneiden --4-- parallel zueinander verlaufen, so dass die Schalen oder Häute in einfachster Weise in Streifen oder Fleckchen zerschnitten werden können.
Der Bearbeitungsteil--2--ist beim gezeigten Beispiel als gebogene Metallplatte ausgebildet, aus der die Schneiden ausgestanzt und anschliessend senkrecht zur Oberfläche derselben aufgebogen werden.
Der Bearbeitungsteil --2-- ist in üblicher Weise in einem Handgriff --3-- eingesetzt.
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seitlich gegeneinander versetzt angeordnet sind. Dadurch ergibt sich die Möglichkeit, ohne besonderen konstruktiven Aufwand ein Gerät zu schaffen, mit dem die Schalen oder Häute in sehr schmale Streifen
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zerschnitten werden können. Dies ist besonders auch dadurch von Vorteil, als die Schneiden in den einzelnen Reihen nicht aufeinanderfolgend angeordnet sein müssen.
An Stelle der Schneiden können selbstverständlich auch Zacken, Spitzen od. dgl. am Bearbeitungsteil vorgesehen werden.
Im Rahmen der Erfindung ist es selbstverständlich auch möglich, die Schneiden --4-- in einen aus Kunststoff oder Holz gefertigten Bearbeitungsteil--2--einzugiessen bzw. einzuschlagen. Weiters ist es auch möglich, die Schneiden an einer gemeinsamen Platte anzubauen, die dann am Bearbeitungsteil --2-- befestigt wird. Ferner ist es auch denkbar, die Schneiden einstückig mit dem Bearbeitungsteil auszubilden und dieses Stück beispielsweise aus Kunststoff, Holz, Leichtmetall oder Stahl herzustellen.
Selbstverständlich sind viele geringe Abänderungen an dem erfindungsgemässen Gerät möglich, ohne den Rahmen der Erfindung zu verlassen. Wesentlich und wichtig ist jedoch, dass die Oberfläche des Bearbeitungsteiles in Richtung des Handgriffes konkav und quer dazu konvex ausgestaltet ist, wobei die Schneiden in Richtung der Quererstreckung des Bearbeitungsteiles und parallel zueinander verlaufend angeordnet sind.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Gerät zum Durchschneiden der Oberfläche (Schalen, Häute usw. ) von Obst, Früchten, Gemüse od. dgl., bestehend aus einem Handgriff und einem Bearbeitungsteil, wobei der Bearbeitungsteil auf mindestens einem Teil seiner Oberfläche mit in geringem Abstand voneinander angeordneten Schneiden, Zacken, Spitzen od. dgl. versehen ist und die Schneiden, Zacken, Spitzen od. dgl. auf einer konkaven Fläche oder Linie liegen, deren Krümmung etwa dem zu bearbeitenden Obst entspricht,
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Handgriffes (3) konkav und quer dazu konvex ausgestaltet ist, wobei die Schneiden (4) in Richtung der Quererstreckung des Bearbeitungsteiles (2) und parallel zueinander verlaufend angeordnet sind.
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