AT283408B - Verfahren und Einrichtung zur Kühlung von Schmelzöfen, insbesondere Siemens-Martin-Öfen - Google Patents

Verfahren und Einrichtung zur Kühlung von Schmelzöfen, insbesondere Siemens-Martin-Öfen

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AT283408B
AT283408B AT833064A AT833064A AT283408B AT 283408 B AT283408 B AT 283408B AT 833064 A AT833064 A AT 833064A AT 833064 A AT833064 A AT 833064A AT 283408 B AT283408 B AT 283408B
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cold
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Fred Dipl Ing Radvaner
Wilhelm Ing Radwaner
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Fred Dipl Ing Radvaner
Wilhelm Ing Radwaner
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  Verfahren und Einrichtung zur Kühlung von Schmelzöfen, insbesondere Siemens-Martin-Öfen 
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und eine Einrichtung nach Patent   Nr. 273 193   zur Kühlung von Schmelzöfen, insbesondere Siemens-Martin-Öfen. 



   Gemäss diesem Patent wird bei einem Verfahren zum Kühlen von Schmelzöfen, insbesondere Siemens-Martin-Öfen, im geschlossenen Kreislauf mit einer Kühlflüssigkeit, insbesondere enthärtetem Wasser, das immer wieder durch Wärmeentzug rückgekühlt wird, zur Rückkühlung der Kühlflüssigkeit, insbesondere destillierten Wassers, das vorzugsweise ein Gefrierschutzmittel enthält, eine kalte Sole verwendet und diese Sole durch ein Kältemittel gekühlt, das in einem mit einem Kälteerzeuger der Kompressor- oder Absorptionstype ausgestatteten Kältemittelkreislauf geführt ist. 



   Durch diese Verfahrensweise werden die Nachteile der bekannten Verfahren zur Kühlung von Schmelz- öfen vermieden, nämlich Abhängigkeit der Kälteleistung vom jahreszeitlichen Temperaturgang und vor allem die Unmöglichkeit, die Geschwindigkeit der Rückkühlung des Kühlwassers nicht ausreichend hoch wählen zu können, so dass bei den bekannten Kühlverfahren im allgemeinen grosse Rückkühleinrichtungen vorgesehen und grosse Reinwassermengen in Umlauf gehalten werden müssen, um eine ausreichende Kühlwirkung an den heissen Ofenteilen sicherzustellen. 



   Mit dem gemäss dem Stammpatent ausgebildeten Verfahren können mit einem gegenüber den bekannten Kühleinrichtungen beträchtlich herabgesetzten Kostenaufwand auch in sehr heissgehenden Schmelzöfen die thermisch höchstbeanspruchten Ofenteile gleichmässig und wirksam gekühlt und die Kühlrohre auch an den heissesten Stellen des Ofens frei von Ablagerungen aus der Kühlflüssigkeit, insbesondere Kühlwasser, gehalten werden. 



   Die Erfindung zielt nun darauf ab, das Verfahren nach dem Stammpatent hinsichtlich der Kälteleistung und insbesondere hinsichtlich des Energieverbrauches für die Kälteerzeugung noch weiter zu verbessern. 



   Gemäss der Erfindung wird dieses Ziel dadurch erreicht, dass bei dem Verfahren nach dem Stammpatent das Kältemittel in einem Absorptionskühlkreislauf geführt und der Austreiber des Kälteerzeugers der Absorptionstype mit heisser Kühlflüssigkeit aus dem Kühlkreislauf des Schmelzofens,   d. h.   mit aus der heissen Kühlflüssigkeit stammender Wärmeenergie, gespeist bzw. beheizt und die Kühlflüssigkeit dadurch teilweise rückgekühlt wird.

   Diese Verfahrensweise ergibt bei herabgesetztem Energieaufwand für den Betrieb derKälteerzeugungsanlage eine höhere   Kälteleistung ;   einerseits wird nämlich zumindest ein grosser Anteil des Wärmeinhaltes des aus den Kühlrohren des Ofens abströmenden heissen Kühlwassers im Austreiber des Kälteerzeugers nutzbringend verwertet, und anderseits erfordert das bereits teilweise gekühlte Kühlwasser zur vollständigen Abkühlung in der Sole eine geringere Kälteleistung als aus den Kühlrohren des Ofens direkt zugeführtes heisses Kühlwasser. Dadurch ist zur Aufrechterhaltung der Tieftemperatur der Sole praktisch keine Energiezufuhr von aussen erforderlich. 



   Zur Beheizung des Austreibers kann wahlweise zusätzlich ein Teil der heissen Ofenabgase verwendet werden. 



   Mit besonderem Vorteil wird die Rückkühlung   des Kühlwassers   in zwei Temperaturstufen ausgeführt, 

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 wobei dem Kühlwasser in der ersten Stufe ein vorbestimmter Teil seines Wärmeinhaltes zur Beheizung des Austreibers und in der zweiten Stufe der restliche Wärmeinhalt in der kalten Sole des Kältespeichers entzogen wird. 



   Die Erfindung hat ferner eine Einrichtung nach dem Stammpatent zum Gegenstand, die einen geschlossenenKreislauf aufweist, in dem eine Kühlflüssigkeit, insbesondere enthärtetes Wasser, zirkuliert, das dauernd durch Wärmeentzug rückgekühlt wird. Bei dieser Einrichtung ist zur Rückkühlung des erhitzten Kühlmittels bzw. Wassers (Reinwassers), das insbesondere destilliert ist und ein Gefrierschutzmittel enthält, ein Abschnitt der geschlossenen Kreislaufleitung der Kühlflüssigkeit mit kalter Sole gekühlt, die ihrerseits durch ein Kältemittel gekühlt ist, das in einem mit einem Kälteerzeuger der Absorptionstype ausgestatteten Kältemittelkreislauf zirkuliert. 



   Gemäss der Erfindung ist bei dieser Einrichtung mit einem Absorptionskälteerzeuger der Austreiber des Kälteerzeugers der Absorptionstype mit einer durch heisse Kühlflüssigkeit beheizbaren Einrichtung versehen, die in dem zwischen den Kühlrohren des Ofens und dem Solebehälter liegenden Abschnitt der Kühlflüssigkeitkreislaufleitung angeordnet ist, und der Verdampfer ist im Solebehälter eingesetzt. 



   Weitere Merkmale der Erfindung gehen aus der nachfolgenden Erläuterung eines Ausführungsbeispiels gemäss der Zeichnung hervor, in der in schematischer Darstellung die Leitungssysteme der erfindungsgemässen Kühleinrichtung dargestellt sind. 



   Die Zeichnung zeigt drei sehr heisse   Ofenteile--1--,   einen weiteren heissen   Ofenteil--2-- und   einen thermisch weniger beanspruchten Ofenteil --3-- mit Kühlrohren --4 bzw. 5 bzw. 6--.   Die Kühl-     rohre --4   bzw. 5-- der heissen Ofenteile sind mit Zuleitungsrohren --7 bzw. 8-- an einen Verteilerbe-   hälter-9-und   mit Ableitungsrohren --10 bzw.   11-- an   einen Sammelbehälter --12-- angeschlossen,
Das aus   den Kühlrohren-4 und 5-abströmende   heisse Kühlmittel, insbesondere   Wasser, strömt aus   
 EMI2.1 
 und ferner könnten an einen Austreiber die K ühlmittelableitrohre und gegebenenfalls auch die   Abgasab-   zugsrohre mehrerer Öfen wahlweise anschliessbar sein.

   Nach Entzug eines Teiles seines Wärmeinhaltes 
 EMI2.2 
 dem den Verdampfer bildenden Wendelrohr --27-- strömt das gasförmige Kältemittel in den Absorber - und wird von der Absorberflüssigkeit absorbiert. Die hiebei entwickelte Wärme wird durch Kühlwasser aus einer mit einer Pumpe --82-- versehenen Nutzwasserleitung --31-- abgeführt. Die mit dem gasförmigenKältemittel   beladene Absorberflüssigkeit   strömt in den Austreiber --51--, aus dem das ausgetriebene Gas in einen Kondensator --53-- gelangt, in welchem es durch Kühlwasser aus der Nutzwas- 
 EMI2.3 
 betreffenden Leitungsabschnitten weitere Temperaturfühler --c, d bzw. e, f-vorgesehen.

   Die Messsignale werden einem   Messanzeige- und Auswertegerät --38-- zugeleitet,   das entsprechende Steuerim- 
 EMI2.4 
 Abgasabzugsrohre der zu kühlenden Öfen, automatisch betätigt werden können. Gewünschtenfalls können diese Regelgeräte auch für eine Betätigung von Hand aus eingerichtet sein. 



   Das aus dem Kühlgehäuse des Kondensators --53-- abfliessende Kühlwasser kann beispielsweise noch   zur Kühlung   der thermisch weniger beanspruchten   Ofenteile--3--,   z.   B.   der Türen, dem   Kühlrohr --6--   

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 zugeführt werden.

   Diese thermisch geringer beaufschlagten Ofenteile werden somit mit Hilfe eines Kühlmittels gekühlt, das aus der Nutzwasserleitung--31-- nach Erwärmung durch den Kondensator --53-durch   Kühlrohre--6-- zugeführt   und dann abgeführt wird ; gegebenenfalls könnte dieses Nutzwasser vor dem Eintritt in den Kondensator --53-- zuerst durch den   Absorber --52-- geführt   werden. 
 EMI3.1 
 durch Düsen die kalte Luft als Luftduschen oder Luftvorhänge ausblasen, um die von den Ofenteilen abgestrahlte Hitze zu mildern. 



   Die   Kühlrohre --4-- liegen,   wie dies im Stammpatent Nr. 273193 näher beschrieben ist, in rechteckigen Rinnen, die in den Seitenflächen und in der dem Schmelzraum des Ofens zugekehrten Fläche der   Pfeiler --1-- angeordnet   sind. An den in den Rinnen dieser Pfeilerflächen liegenden geraden Abschnitten der Kühlrohre sind aussen   U-Profile   angeschweisst, die   z. B.   aus drei einzelnen Streifen zusammengesetzt sein oder aus einem abgewinkelten Blech bestehen können. Vorzugsweise sind gemäss der Erfindung die   U-Profile   aus einem Stück gezogen bzw. gewalzt, wodurch die mechanische Festigkeit und Widerstandsfähigkeit verbessert und der Einbau erleichtert wird. 



    PATENTANSPRÜCHE :    
1. Verfahren nach Patent Nr. 273193 zur Kühlung von Schmelzöfen, insbesondere Siemens-Martin- Öfen, im geschlossenen Kreislauf mit einer Kühlflüssigkeit, insbesondere enthärtetem Wasser, das immer wieder durch Wärmeentzug rückgekühlt wird, wobei zur   Rückkühlung   der Kühlflüssigkeit eine kalte Sole verwendet und diese Sole durch   ein Kältemittel gekühlt wird,   das in einem mit einem Kälteerzeu- 
 EMI3.2 
 d u r c h g e k e n n z e i c h -net, dass der Austreiber des Kälteerzeugers der Absorptionstype mit aus der heissen Kühlflüssigkeit stammender Wärmeenergie gespeist bzw. beheizt und die Kühlflüssigkeit dadurch teilweise rückgekühlt wird.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zur Beheizung des Austreibers wahlweise zusätzlich ein Teil der Abgase des Schmelzofens verwendet wird.
    3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die heisse Kühlflüssigkeit in zwei Temperaturstufen rückgekühlt wird, wobei ihr in der ersten Stufe ein Teil ihres Wärmeinhaltes zur Beheizung des Austreibers und in der zweiten Stufe der restliche Wärmeinhalt in der kalten Sole des Kältespeichers entzogen wird.
    4. Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 mit einem geschlossenen Kreislauf, in dem ein Kühlmittel, insbesondere enthärtetes Wasser, zirkuliert, das dauernd durch Wärmeentzug rückgekühlt wird, wobei bei dieser Einrichtung zur Rückkühlung des erhitzten Kühlmittels ein Abschnitt der geschlossenen Kreislaufleitung des Kühlmittels mit kalter Sole gekühlt ist, die ihrerseits durch ein Kältemittel gekühlt ist, das in einem mit einem Kälteerzeuger der Absorptionstype ausgestatteten Kältemittelkreislauf zirkuliert, dadurch gekennzeichnet, dass derAustreiber (51) des Kälteerzeu- gers (52) der Absorptionstype mit einer durch heisse Kühlflüssigkeit beheizbaren Einrichtung (50) versehen ist, wobei diese Beheizungseinrichtung (50) in dem zwischen den Kühlrohren (13) des Ofens und dem Solebehälter (23) liegenden Abschnitt (14)
    der Kühlflüssigkeitskreislaufleitung (21,9, 7,4, 10, 8, 5, 11,12, 13,14) angeordnet und der Verdampfer (27) im Solbehälter (23) eingesetzt ist. EMI3.3 tung (50) Rohre für die Zuleitung von heissen Abgasen des Schmelzofens als Heizquelle für den Austreiber (51) angeschlossen sind. EMI3.4 (51) die Kühlflüssigkeitableitrohre (13) und gegebenenfalls auch Rauchgasabzugsrohre mehrerer Schmelz- öfen wahlweise anschliessbar sind.
    7. Einrichtung nach Anspruch 6, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass Kühlflüssigkeitsableit rohre (13) und gegebenenfalls die Rauchgasabzugsrohre mit von Hand aus oder automatisch betätigten Ventilen, Schiebern oder Regelklappen od. dgl. ausgestattet sind.
AT833064A 1964-09-30 1964-09-30 Verfahren und Einrichtung zur Kühlung von Schmelzöfen, insbesondere Siemens-Martin-Öfen AT283408B (de)

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