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Schnallenskischuh
Die Erfindung betrifft einen Schnallenskischuh mit sich überlappenden Schaftteilen, von denen der eine Schaftteil die Zugglieder und der andere Schaftteil die Spannhebel der Schnallen trägt. Die bisherige Herstellung solcher Schnallenskischuhe war verhältnismässig schwierig und teuer, da jeder einzelne Schnallenteil für sich mit einer Mehrzahl von Nieten auf dem betreffenden Schaftteil in genau bestimmter Lage befestigt werden musste und ausserdem für die sich überlappenden Schaftteile sehr starkes, hochwertiges Schaftleder Verwendung finden musste, damit der von den Schnallen auf den Fuss ausgeübte Druck nicht unangenehm gross wird. Um diesen von den Schnallen ausgeübten Druck zu verteilen, war es häufig notwendig, noch Versteifungen an dem Schaftleder vorzusehen.
Die Befestigung der Schnallenteile auf Schaftleder hat weiterhin den Nachteil, dass dieses Schaftleder durch die hohe Schnallenbeanspruchung deformiert wird.
Zur Befestigung dieser Nachteile ist nun gemäss der Erfindung bei einem Schnallenskischuh der angeführten Bauart der Vorderschaft im Bereich mehrerer Zugglieder und/oder Spannhebel ausgespart, sind mehrere Zugglieder bzw. Spannhebel je auf einem biegsamen Schafteinsatz, der aus einem elastischen Kunststoff besteht, befestigt und sind der Schafteinsatz bzw. die beiden Schafteinsätze in die betreffende Aussparung des Vorderschaftes eingesetzt und mit diesem durch Nähte od. dgl. verbunden und sind die zur schwenkbaren Lagerung der Zugglieder bzw. Spannhebel dienenden, zweckmässig mit Durchbrechungen versehenen Grundplatten in das Material des Schafteinsatzes eingegossen.
Es ist nun bereits ein herkömmlicher Skischuh mit Verschnürung bekannt (österr. Patentschrift Nr. 155169), bei welchem der Vorderschaft im Bereich der Hakenösen ausgespart ist und die Hakenösen auf Ristteilen aus Leder angeordnet sind, die in den Aussparungen des Schaftleders eingenäht sind.
Diese Anordnung soll lediglich ein Überlappen der Ristteile ermöglichen, um ein Eindringen von Schnee, Regen od. dgl. zu verhindern.
Ein wesentlicher Vorteil des Schnallenskischuhs nach der Erfindung besteht hingegen darin, dass er erheblich wirtschaftlicher hergestellt werden kann. Durch die Verwendung von elastischem Kunststoff für die Schafteinsätze können die Grundplatten der Schnallenteile in den Kunststoff eingegossen bzw. eingepresst werden, so dass damit die umständliche Befestigung mit Nähten in Wegfall kommt. Ausserdem werden mehrere Schnallenteile gleichzeitig durch Eingiessen in den elastischen Kunststoff an den Schafteinsätzen befestigt. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass die Grundplatten der Schnallenteile unsichtbar werden.
Ferner ist der für die Schafteinsätze verwendete elastische Kunststoff nicht nur erheblich billiger als Schaftleder, sondern er hat diesem gegenüber auch eine grössere Festigkeit aufzuweisen, so dass er sich auch bei den hohen Beanspruchungen durch die Schnallen nicht deformiert. Das bedeutet weiterhin, dass auch beim Schliessen der Schnallen stets eine gleichbleibende Spannung vorhanden ist, also ein Nachspannen bzw. Nachstellen der Schnallenverschlüsse nicht erforderlich ist. Darüber hinaus sind die aus elastischem Kunststoff
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bestehenden Schafteinsätze absolut wasserdicht. Endlich hat das Eingiessen oder Einpressen der Grundplatten der Schnallenteile den Vorzug, dass bei den eingegossenen Teilen bzw. Grundplatten keine Rostbildung eintritt, d. h., für diese eingegossenen Teile kein Rostschutz erforderlich ist.
Die Erfindung ist im folgenden an Hand der Zeichnungen, die Ausführungsbeispiele zeigen, näher erläutert. Es zeigt : Fig. 1 einen Schnallenskischuh mit sich überlappenden Schafteinsätzen in schaubildlicher Darstellung ; Fig. 2 und 3 je eine Ansicht auf die Schafteinsätze der Fig. l ; Fig. 4 eine andere Ausführung des Schafteinsatzes der Fig. 2 ; Fig. 5 einen Schnitt nach Linie V-V der Fig. 2 in
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Ansicht auf einen Teil der Fig. 5 ; Fig. 8 eine Ansicht auf einen Teil der Fig. 6 und Fig. 9 einen Zugbügel mit Grundplatte in einer weiteren Ausführung.
Fig. 1 zeigt einen Schnallenskischuh mit Schafteinsätzen-l und 2--, die die sich
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der Vorderschaft --5-- des Skischuhes im Bereich mehrerer Schnallen ausgespart, wobei jeweils mehrere Spannhebel bzw. Zugglieder je auf einem biegsamen Schafteinsatz --1 bzw. 2-- befestigt sind. Die Herstellung erfolgt also in der Weise, dass zunächst die beispielsweise in Fig. 2 und 3 gezeigten Schafteinsätze-l und 2-mit den daran befestigten Spannhebeln --4-- bzw. Zugbügeln --3-hergestellt und dann in die betreffende Aussparung-6 bzw. 7-des Vorderschaftes-5-eingesetzt und mit diesem durch Nähte-8-od. dgl. fest verbunden werden.
Für die Schafteinsätze --1 und 2-wird elastischer Kunststoff, vorzugsweise Nylon, verwendet, so dass, wie in den Fig. 2, 3, 5 und 6 veranschaulicht, die zur schwenkbaren Lagerung der Zugglieder
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-3-- bzw. Spannhebel --4-- dienenden Grundplatten --9- -15--, an dem bei --16-- der mit Zahnlücken-17-versehene Spannhebel-4- schwenkbar gelagert ist. Beim Spannen dieses Hebels tritt ein Kippmoment-M--auf.
Um zu vermeiden, dass durch dieses Kippmoment von der Grundplatte --9-- ein harter Druck auf den Fuss ausgeübt wird, ist gemäss Fig. 5 und 7 die dem Rist zugekehrte Kante --18-- der zur Lagerung des Spannhebels --4-- dienenden Grundplatte --9-- zur Aussenfläche des Schafteinsatzes hin aufgebogen.
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der Grundplatten--9 bis 11-eine grössere Stärke-da bzw. d2-- auf als in den übrigen Bereichen, wo sie eine erheblich dünnere Dicke-d3 bzw. d4-- aufweisen (Fig.5 und 6). Es wird damit nicht nur eine Materialeinsparung, sondern auch eine grössere Biegsamkeit der Schafteinsätze erzielt.
Ferner haben diese Schafteinsätze an den den Aussparungen-6 und 7-des Vorderschaftes --5-- zugekehrten Seiten verjüngte Randteile-la bzw. 2a--, die zur Befestigung am Vorderschaft mittels Nähten od. dgl. dienen.
Fig. 3, 6 und 8 zeigen beispielsweise einen Schafteinsatz mit verstellbaren Zuggliedern-3-, die bei-19-an einer Zuglasche --20-- schwenkbar gelagert sind, die ihrerseits in Richtung-Amittels einer Schraube --21-- verstellbar an der Grundplatte --10-- befestigt ist. Das Zugglied kann, wie in Fig. 3 unten und Fig. 9 gezeigt, auch unverstellbar am Schafteinsatz-2-angeordnet sein, indem er unmittelbar an der Grundplatte --11-- gelenkig gelagert ist.
Bei der in den Zeichnungen dargestellten vorteilhaften Ausführung weisen die Schafteinsätze-l und 2-am dem Knöchel zugewendeten Ende Verlängerungen --22 und 23-auf, die durch Einschnitte-24 bzw. 25-vom Schafteinsatz abgeteilt sind und die gemäss Fig. 1 am Skischuh sich überlappende Abdichtungen bilden.
Nach Fig. 4 sind weitere Spannhebel-4a-bzw. Zugglieder-3a-vorgesehen, die in der üblichen Weise am oberen Teil-26-des aus Leder bestehenden Schaftes befestigt sind, so dass diese Schnallen den oberen, den Knöchel umspannenden Schaftteil verschliessen.
In Fig. 4 ist veranschaulicht, dass die Grundplatte --9a--, die zur Lagerung eines Spannhebels --4-- dient, gegebenenfalls auch mit Nieten --27-- am Schafteinsatz --1-- befestigt sein kann.
Bei der vorbeschriebenen beispielsweisen Ausführung nach der Erfindung bestehen beide Schafteinsätze aus elastischem Kunststoff. Gegebenenfalls kann auch nur ein Einsatz aus Kunststoff bestehen.