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Silo, insbesondere für Grünfutter
Die Erfindung betrifft einen Silo, insbesondere für Grünfutter, mit einer Entnahmeöffnung zwischen seinem Fundament, seinem Mantel und einem rotierenden, zentral gelagerten Räumgerät.
Die Abnahme des Silogutes erfolgt bekannterweise in Höhe der Silobodenfläche durch eine Entnahmeöffnung mittels Räumgerät z. B. Kettenfräse, wobei der von oben lastende Druck von 100 bis 200 Tonnen von Nachteil ist (vgl. deutsche Patentschrift Nr. 1109091, USA-Patentschrift Nr. 2, 861, 544).
Aufgabe der Erfindung ist es, den Silostock während der Entleerung abzustützen und dadurch eine Druckbelastung der Entleerungsgeräte zu vermeiden.
Die Erfindung löst diese Aufgabe, indem vorgeschlagen wird, dass zur Abstützung des Silostockes während der Entleerung seitlich in denselben hineindrückbare Kolben vorgesehen sind, die in Schächten des Silos geführt sind.
Die Vorteile der Erfindung liegen darin, dass beim Abschneiden des Futtergutes jeder Druck von oben her ausgeschaltet ist und deshalb statt der Fräskette eine einfache Schneidwalze oder Schnecke verwendet werden kann. Es ist dabei gleich, in welchen Längen das Grünfutter eingebracht wird, weil das lagernde Silogut von unten her abgeschnitten wird und keinesfalls in eine Art von Vermuffung kommen kann. Weiterhin wird ein erheblicher Kraftbedarf eingespart und dadurch eine grössere Förderleistung erzielt. Klemmen oder Festfressen des Schneideapparates ist vollkommen ausgeschlossen, da kein Druck vorhanden ist. Der gesamte Druck des Silogutes wird unmittelbar oberhalb des Schneidapparates durch Einpressen der Kolben, die mittels Hydraulik, Pressluft, Spindel oder Zahnstangen betätigt werden, abgeriegelt.
Die Zeichnungen zeigen ein Beispiel für die Ausführung der Erfindung, u. zw. zeigt : Fig. l die Ansicht und Fig. 2 den Grundriss einer vollautomatischen Anlage zur Entleerung von Silofutter, Fig. 3 und 4 die Anordnung der Kolbenmechanik in einem grösseren Massstab im Schnitt von der Seite und von oben, Fig. 5 und 6 dasselbe für ein zweites Ausführungsbeispiel, Fig. 7 und 8 dasselbe für ein drittes Ausführungsbeispiel ; Fig. 9 die zugehörige Teilansicht des Schneidapparates in einer ersten Ausführung, Fig. 10 einen Ausschnitt aus einer zweiten Ausführung des Schneidapparates, Fig. 11 und 12 die Ansicht sowie die Draufsicht der Förderanlage.
Die Fig. l zeigt die Form des Silos --1-- mit Kolben --2--, welche in Schächten-3- geführt sind. Der Boden besteht aus der Betongrundplatte-4--, die auf den Grundplattensockel - - 5 - aufgebaut ist. Der Schneidapparat --21a oder 21b-besteht aus dem Vorschubzahnkranz - 6, dem mit Untersetzungsgetriebe versehenen Motor ---7-- für den Vorschub, dem Antriebsmotor - 8 - für den Schneidapparat sowie der gewölbten mit einem Zahnkranz versehenen Stahlblechplatte-9-. Ein Elektro-Getriebemotor--10--verstellt die gewölbte Stahlblechplatte
9, welche an der Welle - --40--- gelagert ist.
Das Gebläse befindet sich im Siloraum und ist mit der eingebauten Rohrleitung ---12-- verbunden. Die Entlüftungsklappe ---13 -- kann von aussen bedient werden. Der Abwurfschacht--14--ist mit der Rohrleitung --12-- - und der Auswurfklappe -15 verbunden. Der Zahnkranz--16-, der um den Sockel drehbar ist, wird vom Getriebemotor 17 angetrieben. Die Luftansaugklappe--22 ist ebenfalls mit der Rohrleitung 12 verbunden. An den drehbaren Zahnkranz -- -16- - sind drei bis vier
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Mitnehmerarme --18-- angebracht, An diesen ist je eine Förderschale-19-mit Abdeckplatte befestigt. Die Einstiegluke mit Deckel --20--- schliesst den Siloraum ab.
Fig. 3 und 4 stellen den gesamten Kolben --2-- mit der Treppenabstufung --23--, die den senkrechten Druck abfängt, dar. Der Getriebemotor --24-- treibt über die Antriebswellen-25-und die Kepelräder --26-- die mit Rechtsgewinde versehenen Spindelmuttern --27-- sowie die Spindelmuttern --28-- mit Linksgewinde, welche in Teil --50-- gelagert sind, an.
Die Spindel - -29-- wird von der Spindelmutter --27-- und die Spindel --30-- von der Spindelmutter --28-- angetrieben, Die Gewindespindeln--29 und 30-sind mit dem Kolben streng verbunden.
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5, 6--23--, die den senkrechten Druck auffängt.
Im Ausführungsbeispiel nach Fig. 5 und 6 dient ein Pressluft- oder Hydraulikdruckzylinder - zur Beförderung des Kolbens-2-. In den zwei Führungen-32-bewegen sich die Führungsstangen --33--, welche fest mit dem Kolben --2-- verbunden sind.
In Fig. 7 und 8 treibt ein Getriebemotor --24- - über die Antriebswellen --34-- und zwei Ritzel --49--- die beiden Zahnstangen--35--, welche starr am Kolben --2-- und in den zwei Führungen ---36---- gelagert sind, an.
Fig. 9 und 10 zeigen Ausführungsbeispiele des Schneidapparates, über ein Lagerrohr 38--
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--39--,--40- ist mit zwei Kugellagern --42-- der als Schnecke (Fig. 9) oder Trommel (Fig. 10) ausgebildete Schneidapparat gelagert. An der Schnecke --21a-- oder an der Trommel ---21b-- ist das Antriebszahnrad --43-- befestigt. Die gewölbte Stahlblechplatte --9-- mit Zahnkranz ist drehbar an der Welle ---40-- befestigt und wird vom Getriebemotor --10-- befördert. Der Antriebsmotor ---7-- treibt die Schnecke --21a-- oder die Trommel --21b-- an.
Der Getriebemotor--8--treibt das Antriebsritzel-44-, welches auf der Zahnstange --6 -- den Vorschub des Schneidapparates bewerkstelligt. An den Zahnstangenrändern --6-- sind Tragrollen - -45-- angebracht, auf denen der ganze Schneidapparat ruht und sich abrollt.
Fig. 11 und 12 zeigen die Förderanlage. An der Betongrundplatte --4-- ist an der unteren Flachseite der Getriebemotor --17-- zum Antrieb des Zahnkranzes --16-- und den Mitnehmerarmen--18--, an denen die Mitnehmerschalen mit Abdeckplatten--19-angebracht sind.
Die ganze Vorrichtung dreht sich um den Grundplattensockel --5--, wobei die Mitnehmerschalen mit der Abdeckplatte ---19-- in einem festen Betonrundtisch --46-- geführt werden.
Das Gebläse-11--ist mit der Rohrleitung--12--, dem Auswurfschacht --14-- und der Auswurfklappe --15-- sowie der Ansaugklappe-22-und der Entlüftungsklappe-13-- verbunden.
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schliessen.
Hat der Schneidapparat, der von der Mitte aus drehbar gelagert ist und bis zum Silomantel führt, seinen Wendekreis beschrieben, dann bleibt auf der ganzen Fläche zwischen Betonboden und dem abgeschnittenen Futterboden ein Hohlraum in einer Höhe des Schneidapparates bestehen.
Sobald die eingepressten Kolben ---2-- zurückgeholt werden, wird der Hohlraum durch ein Nachrutschen der gesamten Silogutmenge aufgefüllt, wobei das Gesamtgewicht wieder auf der Betonbodenplatte-4-ruht.
Der Schneidapparat wird, bevor die Kolben -2- gelöst werden, mit einer gewölbten Stahlblechplatte 9 nach oben abgedeckt, um jeden Druck auf den Schneidapparat zu vermeiden.
Wenn die Kolben-2--eingepresst sind, wird die gewölbte Stahlblechplatte 9 mechanisch in die Rückwand des Schneidapparates versenkt, so dass der Schneidapparat zum weiteren Arbeitsgang frei ist.
Wird ein Schneidapparat in Trommelform 21b- - mit eingesetzten Messern verwendet, dann
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ist zur Förderung des abgeschnittenen Gutes von Mitte bis zum äusseren Ringbetontisch ein Gebläse erforderlich. Wird der Schneidapparat in Form einer Schnecke-21a-ausgerüstet, die mit Messern bestückt ist, dann übernimmt die Aufgabe der Förderung von Mitte nach aussen die Schnecke. In verschiedenen Fällen bereitet auch das Nachrutschen des Silogutes Schwierigkeiten. Auch in diesem Falle hat die Erfindung grossen Vorteil geschaffen, in dem der untere Durchmesser des Silobehälters 10 bis 20 mm weiter als der obere Durchmesser gehalten werden kann und trotzdem kein Druck auf den Schneidapparat ausgeübt wird.
An der inneren Wandung des äusseren Betonringes ist ein Zahnkranz angebracht. Ein Untersetzungsgetriebe, das elektrisch angetrieben wird, betätigt den Vorschub und ein weiterer
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Abdeckplatte ausgerüstet. Die Förderschale, die im Betonrundtisch gleitet, bringt jeweils das Futter in einen Schacht. Dieser Schacht wird jeweils sofort nach Einfall des Silofutters durch die Abdeckplatte geschlossen. Im selben Augenblick setzt ein Gebläse ein und zugleich öffnen sich zwei nach aussen angebrachte Luftklappen, die durch Druckluft oder Hydraulik gesteuert werden. Eine Klappe steuert den Einlass der Luft durch eine Rohrleitung zum Gebläse und die andere Klappe hat die Aufgabe, während der Gebläsebetätigung das Futter aus dem Schacht auszulassen an den gewünschten Ort.
Bevor die Abdeckplatte den leeren Schacht wieder öffnet, hat sich das Gebläse ausgeschaltet und mit der selben Schaltung haben sich die beiden Luftklappen geschlossen. Es ist damit der gesamte Siloinnenraum auch während des Entleerungsvorganges von Luft-und Sauerstoffzutritt abgeriegelt. Am äusseren Betonring ist eine Luke eingebaut, welche luftdicht abgeschlossen ist. Sie ermöglicht den Zutritt zum Siloinnenraum, damit jeder Teil des gesamten Leerungsapparates auch bei vollgefülltem Silo im Störungsfalle gut erreichbar ist. Der ganze Luftförderungskanal ist so angeordnet, dass beim Störungsfalle der Monteur im Innenraum des Silos reichlich mit Sauerstoff versorgt werden kann.
Durch eine zusätzliche eingebaute Luftklappe im Siloinnenraum, die von aussen gesteuert wird, kann der gesamte Futterentnahmeraum in wenigen Minuten mit demselben Gebläse entlüftet werden und auf Unterdruck gebracht werden, was auf einer eingebauten Messuhr angezeigt wird.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Silo, insbesondere für Grünfutter, mit einer Entnahmeöffnung zwischen seinem Fundament, seinem Mantel und einem rotierenden, zentral gelagerten Räumgerät, dadurch gekenn- zeichnet, dass zur Abstützung des Silostockes während der Entleerung seitlich in denselben hineindrückbare Kolben (2) vorgesehen sind, die in Schächten (3) des Silos (1) geführt sind.
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