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Leichtmetall-Ski
Die Erfindung betrifft einen Leichtmetall-Ski, dessen eine Breitfläche und beide Seitenwände von einem vom Mittelabschnitt nach vorne und hinten hin in der Höhe verjüngenden U-Profil gebildet sind, welches von einem die andere Breitfläche bildenden Blech abgeschlossen und mit einem Kern aus nichtmetallischem Material gefüllt ist.
Moderne Skier bestehen entweder vollständig aus Holz, beispielsweise aus Esche, Eiche, Birke, Fichte oder Hickory, - sei es massiv oder in Schichten - oder sie sind auch als kombinierte Schichten-Skier aus Holz in Verbindung mit Metall bzw. mit Kunststoff aufgebaut. Alle diese Typen von Skiern reagieren jedoch auf Änderungen von Temperatur oder Feuchtigkeit sowie auf rauhen Gebrauch im allgemeinen mit Verwerfungen, Verbiegungen oder sogar mit Bruch, weil in den verschiedenen, miteinander verbundenen Schichten durch Biegung bzw. durch ihre unterschiedlichen Ausdehnungskoeffizienten innere Spannungen und somit Schädigungen entstehen, durch welche die Skier schliesslich ihre Federung und gute Gebrauchsfähigkeit verlieren.
Weiters wurden auch bereits Skier entwickelt, bei welchen ein vorgeformter Kern aus Holz, Kunststoff oder andern Werkstoffen zwischen eine Lauffläche und eine Deckschicht aus Holz, beschichtetem Kunststoff oder aus Metall eingeleimt bzw. eingearbeitet ist ; derartige Skier sind jedoch sehr schwer und vor allem in ihrer Biegsamkeit stark beeinträchtigt bzw. unter Umständen sogar einer bleibenden Verformung ausgesetzt.
Leichtmetall-Skier der eingangs beschriebenen Bauart sind beispielsweise aus der Schweizer Patentschrift Nr. 185181 bekannt. Weiters ist in der DAS 1064854 ein Ski beschrieben, welcher aus einem Mantel aus Glas-Laminat mit innen angebrachten Längs-oder Quer-Rippen besteht, dessen Hohlräume mit einem Werkstoff von poriger Struktur ausgefüllt sind ; bei dieser Anordnung ist also der Innenraum des Skis offensichtlich in zahlreiche einzelne, streifenförmige oder kastenförmige Kammern unterteilt, wobei der porige Füllstoff an den Innenwänden des Mantels lose-also ohne strukturbedingte Haftung-anliegt.
Es sollen nun Leichtmetall-Skier der eingangs beschriebenen Art mit Kunststoff-Kern derart vorteilhaft ausgebildet werden, dass sie mit möglichst geringem Arbeitsaufwand konstruktiv einfach und somit billig herzustellen sind und dabei vor allem gute Gebrauchseigenschaften und hohe Widerstandsfähigkeit haben.
Nach der Erfindung wird dies nun bei solchen Leichtmetall-Skiern dadurch erreicht, dass der in bekannter Weise aus Kunststoff bestehende Kern Zellen-Struktur hat, aus einem Stück hergestellt ist und an den Innenflächen des Metall-Mantels haftet, wodurch ein einheitlicher Körper gebildet ist. Zweckmässig soll dabei der untere Teil des Metall-Mantels einen im wesentlichen U-förmigen Querschnitt haben.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform dieses Leichtmetall-Skis ist der obere Teil seines Mantels mit profilierten Ansätzen versehen, welche in an den Seitenwänden des unteren Teiles oben angebrachte Nuten eingreifen. Weiters ist vorgesehen, dass am unteren Teil seines Mantels die Lauffläche über die Seitenwände vorsteht und Lauf-Kanten bildet.
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Bei erfindungsgemäss aufgebauten, zweiteiligen Skiern aus Aluminium oder einem andern Leichtmetall besteht wenigstens einer der beiden Mantelteile aus einem billigen Strang-Pressstück, welches zur Erhöhung der Härte und Dauerhaftigkeit anodisiert sein kann. In diesen Leichtmetall-Mantel kann der zellenförmige oder schaumige Kunststoff-Kern in flüssigem oder halbflüssigem Zustande eingefüllt werden und dann reagieren oder aufschäumen, wodurch ein leichter Kern von verhältnismässig hoher Festigkeit entsteht, welcher an den Innenflächen des Metall-Mantels intensiv haftet ; dadurch erübrigt sich die umständliche und kostspielige Herstellung von separaten, vorgeformten Kernen, die dann mit dem äusseren Skikörper beschichtet werden müssen.
Der aus Kunststoff von zellenförmiger Struktur bestehende Kern, der zwischen der als leichtes Aluminiumstrangpressstück hergestellten Lauffläche und der Deckfläche liegt, haftet nach dem Aushärten an den benachbarten Flächen und weist getrennte, einzelne Zellen auf, die eine wirksame Isolierung gegen Feuchtigkeit und Temperatur bilden. Der Kern lässt sich vollständig vom Metall ummanteln.
Andere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den Patentansprüchen im Zusammenhang mit der ins einzelne gehenden Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung an Hand der Zeichnungen. Fig. l ist ein Seitenriss einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemässen Skis.
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Querschnitt. Fig. 4 ist ein längs der Linie 4-4 der Fig. 2 gelegter Querschnitt. Fig. 5 ist ein längs der Linie 5-5 der Fig. 2 gelegter Querschnitt. Fig. 6 ist ein Querschnitt durch den erfindungsgemässen Ski, der ein typisches Beispiel zeigt, wie die obere Deckfläche und der die Lauffläche enthaltende untere Teil zusammengeschnappt oder ineinandergeschoben werden können. Fig. 7 ist ein Querschnitt durch eine abgewandelte Ausführungsform des erfindungsgemässen Skis, bei der die Deckfläche und die Lauffläche einen besonderen Kunststoffbelag haben.
Fig. 8 ist ein Querschnitt durch eine abgewandelte Ausführungsform des erfindungsgemässen Skis mit einer andern Verbindungsart zwischen dem oberen Teil und dem unteren Teil.
Es wird nun im einzelnen auf die Zeichnungen und insbesondere auf die Fig. l bis 5 Bezug genommen. Dort ist der erfindungsgemässe Ski allgemein mit der Bezugsziffer --10-- bezeichnet. Er hat einen oberen Teil-11-mit der oberen Deckfläche des Skis und einen unteren Teil-12mit der Lauffläche des Skis. Der untere Teil-12-hat im wesentlichen U-förmigen Querschnitt und ist vorzugsweise als Strangpressteil aus Aluminium oder Aluminiumlegierungen hergestellt. Zu dem
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wesentlichen V-förmige Nuten-16 und 17--, die längs des oberen Randes der Innenfläche der Seitenwände--14 und 15--eingeschnitten oder eingefräst sind.
In der Lauffläche des unteren Teiles --12-- befindet sich eine mittlere Führungsnut--18--, die zu dem vorderen, nach oben gebogenen Teil-19-des Skis hin zugespitzt oder verjüngt ist und flach wird. Die Lauffläche des unteren Teiles --12-- hat auch als Laufflächenkanten --21 und 22-dienende Flansche, die von den Seitenwänden-14 und 15-nach aussen vorstehen und an der schmalsten Stelle --23-- des Skis ebenfalls schmaler sind, während sie sich vor und hinter der schmalsten Stelle --23-- des Skis verbreitern. Das sieht man am besten in Fig. 2. Die Seitenwände--14 und 15--sind nach vorn und nach hinten in Längsrichtung des Skis allmählich verjüngt.
Das kann durch Fräsen oder sonstige maschinelle Bearbeitung erfolgen. Die Verjüngung ist so weit durchgeführt, dass die Seitenwände vollständig in die ebene obere Fläche-24-des unteren Teiles des Skis einlaufen. Das zeigen die Fig. l und 5.
Die Verjüngung der Seitenwände--14 und 15--in Längsrichtung führt zu einer Herabsetzung des Gewichtes der Skier und lässt die Biegsamkeit der Skier zu den Enden zu progressiv zunehmen.
Wenn man auch den U-förmigen unteren Teil-12-und den oberen Teil --11-- umkehren könnte, so geschieht das doch vorzugsweise nicht.
Der obere Teil-11-der Deckfläche kann auch ein Strangpressteil sein oder ein flaches Blechstück, in welches im Querschnitt im wesentlichen V-förmige Nuten-26 und 27-eingearbeitet sind. Diese Nuten-26 und 27-können mit den Nuten-16 und 17-ineinandergreifen. Dazu werden die Seitenwände-14 und 15-- beim Zusammenbau in der durch den Pfeil--A--angedeuteten Weise auseinandergespreizt, woraufhin man den oberen Teil --11-in der durch den Pfeil-B-angedeuteten Weise nach unten drückt. Das alles sieht man in Fig. 6. Die Nuten-26 und 27-schnappen in die Nuten-16 und 17-der Seitenwände ein. Damit entsteht auf einfache Weise ein starrer, im wesentlichen rechtwinkeliger Querschnitt.
Der obere Teil--11- kann aber auch von einem Ende her zum andern Ende hin eingeschoben werden, wenn das Federn
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unerwünscht ist.
Der obere Teil-11-hat bei-23-seine schmalste Stelle und ist zur Spitze und zum Ende des Skis hin fortschreitend verbreitert ; sonst haben der obere Teil-11-und der untere Teil - 12-im Grundriss die gleiche Form. Das veranschaulicht am besten die Fig. 2.
Wenn der obere Teil und der untere Teil durch Ineinanderführen der Nuten--16 und 17-- mit den Nuten-26 und 27-aneinander verriegelt sind, werden sie in die gewünschte Form gebracht, wobei die nach oben gebogene Spitze --19-- entsteht. Man kann dann die in den Fig. 2 und 5 gezeigten Nieten oder Befestigungsteile--28 und 29--anbringen, um die Teile aneinander zu befestigen.
Bei der bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemässen Skis, die aus Strangpressteilen aus
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verwendet werden können, so finden doch vorzugsweise die in den USA-Patentschriften Nr. 2, 692, 851 und Nr. 2, 692, 852 vom 26. 0ktober 1954 beschriebenen Härteverfahren Anwendung. Vorzugsweise wird
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mit einem geeigneten Harz handeln. Dieser Belag wird nach dem Aufbringen gehärtet und erzeugt so eine glatte, geschmierte Oberfläche, die sehr wenig Reibungswiderstand bietet.
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--31-- kann(Fig. 4 und 6) woraufhin er reagieren oder aufschäumen kann, um einen verhältnismässig starken, im Gewicht leichten Kern zu erzeugen, der fest an den benachbarten Flächen haftet.
Die Anwendung eines Materials mit Zellenstruktur ist erwünscht, weil ein solches aus vielen gleichmässig geformten und proportionierten Kugelzellen besteht. Ein solches Material haftet in der erwünschten Weise an den Innenflächen des oberen Teiles --11-- und des unteren Teiles --12-- mit den Seitenwänden --14 und 15--. Damit entsteht eine feste Verbindung mit diesen Flächen, wenn die Aushärtung erfolgt ist.
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geformt ist, dass er kontinuierlich in die obere Oberfläche des Metallskis übergeht.
Die von den Flanschen an den Laufflächenkanten --21 und 22-des unteren Teiles und dem Aussenteil des oberen Teiles --11-- gebildeten Kanäle kann man mit Füllstücken-33-aus Kunststoff versehen. Dadurch erhalten die Seitenwände-14 und 15-einen Schutzbelag und ein gutes Aussehen.
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übergehen. Man kann aber auch Nieten vorsehen, um die Platten besser aneinander zu befestigen.
In Fig. 7 sieht man sowohl auf der Lauffläche des unteren Teiles --12-- als auch auf der Deckfläche des oberen Teiles--11--einen Kunststoffbelag--35--. Dieser kann ein ansprechendes Aussehen haben und erleichtert das Reinigen und Wachsen des Skis. Der Belag muss zäh und wasserbeständig sein, damit er seinen Zweck erfüllen kann. Er muss seine physikalischen Eigenschaften für den grossen Temperaturbereich, in dem Skier normalerweise verwendet werden, beibehalten. Auch muss sich der Belag fest mit dem Metall verbinden und darf weder bei kalten Temperaturen brüchig werden noch sich bei hohen Temperaturen, wie sie bei direkter Sonnenbestrahlung in grosser Höhe auftreten, lösen.
In der Fig. 8 sieht man einen unteren Teil-12a-mit Seitenwänden-14a-, in denen am oberen Ende der Innenfläche eine im wesentlichen rechtwinkelige Nut --36-- vorgesehen ist. Diese ist dazu bestimmt mit dem die Deckfläche aufweisenden oberen Teil --11a-- zusammenzugreifen. Nach Wunsch kann man in der oben beschriebenen Weise einen Schutzbelag vorsehen, der eine glatte, durchgehende Oberfläche schafft, und in die obere Fläche --14'-- der Seitenwand --14a-- übergeht. Damit werden die Qualität und das Aussehen des Skis verbessert.
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Die vorstehende Beschreibung bevorzugter Erfmdungsmerkmale soll keine Beschränkung in sich bergen. Es sollen vielmehr alle Änderungen und Abwandlungen mitgeschützt werden, die der Fachmann ohne Abweichung von dem Schutzbereich der folgenden Ansprüche vornehmen kann.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Leichtmetall-Ski, dessen eine Breitfläche und beide Seitenwände von einem vom Mittelabschnitt nach vorne und hinten hin in der Höhe verjüngenden U-Profil gebildet sind, welches von einem die andere Breitfläche bildenden Blech abgeschlossen und mit einem Kern aus
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aus Kunststoff bestehende Kern (31) Zellenstruktur hat, aus einem Stück hergestellt ist und an den Innenflächen des Metallmantels (11, 12) haftet, wodurch ein einheitlicher Körper gebildet ist.
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