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Bedienungstastenaggregat für automatische Waschmaschinen
Die Erfindung bezieht sich auf ein Bedienungstastenaggregat für automatische Waschmaschinen, mit einer ersten Taste zur Betätigung des Hauptschalters der Maschine, mit einer zweiten, der
Einstellung des Flottenstandes dienenden Taste, bei deren Betätigung das Füllventil die Wasserzufuhr bei einem niedrigeren Wasserstand als dem normalen abstellt, und mit einer dritten Taste zur
Entriegelung der Fülltüre.
Die genannte zweite Taste wird dann betätigt, wenn die Waschmaschine nicht mit der normalen, sondern mit einer geringeren Wäschemenge gefüllt werden soll. In diesem Falle ist eine geringere Menge Waschlauge nötig ; die Wasserzufuhr muss also bei einem niedrigeren Wasserstand als dem normalen abgestellt werden, was eben durch die Betätigung dieser Taste bewirkt wird. Die Erfahrung hat nun gezeigt, dass bei einer neuerlichen Beschickung der Maschine mit Wäsche häufig darauf vergessen wird, diese Taste in ihre Ruhestellung zu bringen. Wird nun die Maschine mit der normalen Wäschemenge beschickt, so wird diese infolge der zu geringen Wassermenge nur mangelhaft gewaschen.
Eine andere, häufig vorkommende Fehlbedienung von Waschmaschinen besteht darin, dass vor dem öffnen der Fülltüre die Maschine nicht abgeschaltet wird. Ist dabei das Programm noch nicht vollkommen abgelaufen, so kann es beispielsweise durch ein unerwartetes Einschalten des Schleuderganges zu Verletzungen kommen
Solche Fehlbedienungen werden erfindungsgemäss dadurch vermieden, dass zur voneinander unabhängigen Arretierung der ersten und der zweiten Taste in der gedrückten Stellung je eine an sich bekannte, im Rahmen des Aggregates schwenkbar gelagerte, unter Federeinwirkung stehende Arretierklinke vorgesehen ist und dass der Träger der dritten Taste, wie an sich bekannt, eine mit einem Fortsatz einer im Rahmen schwenkbar gelagerten und bei ihrer Schwenkung die Arretierklinken mit verschwenkenden Auslöseleiste zusammenwirkende Schrägfläche aufweist,
so dass beim Entriegeln der Fülltüre durch das Drücken der dritten Taste die Auslöseleiste samt den Arretierklinken verschwenkt wird und die erste und die zweite Taste von den Arretierklinken freikommen sowie unter der Wirkung von Federn in die Ruhestellung zurückkehren.
Wenn demnach nach Beendigung eines Waschvorganges die Wäsche der Maschine entnommen werden soll, so wird, wie an sich bekannt, die Taste zur Entriegelung der Fülltüre gedrückt. Durch die erfindungsgemässe Ausbildung des Bedienungstastenaggregates werden dadurch die beiden andern Tasten zwangsläufig in ihre Ruhelage zurückgeführt. Es wird demnach einerseits die Stromversorgung der Maschine unterbrochen und ein Anlaufen der Schleuder, ein Öffnen eines Wasserzufuhrventiles od. dgl. durch die Automatik der Maschine ist nicht möglich ; anderseits wird bei einem neuerlichen Arbeitsgang der Flottenstand seine normale Höhe erreichen, es sei denn, es wird die einer geringeren Wäschemenge entsprechende Taste neuerlich gedrückt.
Es ist ein Bedienungstastenaggregat für eine Waschmaschine bekannt, in welchem eine eigene Taste aus" vorgesehen ist, bei deren Betätigung alle andern allenfalls gedrückten Tasten in die Ruhestellung zurückkehren. Abgesehen davon, dass bei der erfindungsgemässen Einrichtung eine Taste
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eingespart wird, besteht beim bekannten Tastenaggregat die Gefahr, dass die Entriegelung der Türe vor dem Ausschalten anderer durch Tasten bewirkter Funktionen erfolgt ; diese Gefahr lässt sich bei der erfindungsgemässen Einrichtung durch entsprechende Bemessung mit weitaus grösserer Sicherheit ausschliessen. Im übrigen ist eine Taste für die Einstellung des Flottenstandes beim bekannten Tastenaggregat nicht vorgesehen.
Des weiteren sind Tastenaggregate bekannt, welche mit Hilfe von Schrägflächen, Sperrklinken und einer Auslöseleiste eine bereits gedrückte Taste auslösen, sobald eine andere gedrückt wird. Es ist dabei aber nicht möglich, zwei Tasten voneinander unabhängig und hintereinander zu drücken.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird an Hand der Zeichnungen näher erläutert. Hiebei ist Fig. 1 eine Schrägansicht, Fig. 2 ein Aufriss und Fig. 3 ein Seitenriss, teilweise geschnitten.
Das dargestellte Bedienungstastenaggregat weist einen Rahmen --10-- auf, in welchem drei Schubstangen --14,15,16,-- lotrecht verschiebbar geführt sind. Diese werden durch je eine Feder - -11, 12, 13-- nach oben gedrückt und sind mit je einer Drucktaste-17, 18, 19- versehen.
Die Schubstange --16-- schliesst in ihrer unteren Stellung den Hauptschalter-34--.
An der Schubstange -14-- ist der Arm -20-- befestigt, welcher bei nach unten gedrückter Taste--17--auf den Schaltknopf --21-- des Pressostaten --22-- drückt. Dieser stellt dann in bekannter Weise die Wasserzufuhr bei einem niedrigeren als dem normalen Flottenstand ab.
An der Schubstange --15-- ist ein Schieber --23-- befestigt, welcher einen Ausschnitt aufweist, in den die Verschlussklinke der Fülltüre-24-einrasten kann. Wird der Schieber-23nach unten bewegt, so wird die Fülltüre --24-- entriegelt.
Im Rahmen --10-- ist eine sich entlang aller Schubstangen erstreckende Auslöseleiste--31-- schwenkbar gelagert. Eine Feder --36-- sucht diese mit ihrer oberen Kante zu den Schubstangen hinzuziehen. Im Bereich der Schubstange --15-- weist die Leiste-31-an ihrem oberen Rand einen Fortsatz --33-- auf. Bei Bewegung der Schubstange --15-- trifft eine an dieser vorgesehene Schrägfläche-32-auf den Fortsatz --33-- der Leiste --31-- und verschwenkt diese mit ihrer oberen Kante von den Schubstangen weg.
Im Bereich der Schubstangen-14 bzw. 16--, welche einen Vorsprung-29 bzw. 30--
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werden. Dieses obere Ende ist jeweils als Klinke ausgebildet, wobei beim Niederdrücken der Schubstange-14 bzw. 16-deren Vorsprung-29 bzw. 30-nach Übergleiten der Schrägfläche einrasten und durch die Klinke festgehalten wird. In Fig. 1 ist die Schubstange --16-- für den Hauptschalter--34--in eingeklinktem, die Schubstange--18--für den Pressostaten--22- (zur Begrenzung des Wasserstandes) in nicht eingeklinktem Zustand dargestellt.
Wird nach Beendigung eines Arbeitszyklus die Entriegelungstaste --18-- für die Fülltüre --24-- geöffnet, so wird, wie oben beschrieben, die Auslöseleiste-31--mit ihrer oberen Kante von den Schubstangen weg verschwenkt. Sie nimmt bei dieser Bewegung mit Hilfe von nicht
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für die Begrenzung des Wasserstandes abgeschaltet.