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Ausgabevorrichtung für in Behälter abgefüllte Brennstoffe, insbesondere für Motortreibstoffe
Die Erfindung bezieht sich auf eine Ausgabevorrichtung für in Behälter abgefüllte Brennstoffe, insbesondere für Motortreibstoffe, mit einem in einem Gehäuse angeordneten, schrittweise weiterbewegbaren Elevator zur Aufnahme der Behälter, einer am oberen Ende des Gehäuses liegenden
Ausgabeöffnung und einer von einem Münzautomaten gebildeten Sperreinrichtung.
Es ist bereits ein Warenautomat dieser Bauart bekannt, der nicht für eine bestimmte Warengattung bestimmt ist und bei dem die Waren als Paket verpackt in den am Elevator befestigten Behältern enthalten sind. Der Elevator ist dabei in einem Blechgehäuse eingeschlossen, das an einer Wand vertikal aufgehängt wird. Brennstoffe, insbesondere Motortreibstoffe, Heizöl u. dgl., können jedoch mit diesem Warenautomaten nicht ausgegeben werden, weil dieser weder in baulicher Hinsicht hiezu geeignet ist noch den gesetzlichen Bestimmungen für die Handhabung von feuergefährlichen Brennstoffen entspricht. Solche Warenautomaten müssen nämlich zur Ermöglichung einer Warenentnahme gut zugänglich aufgestellt sein. Sie sind daher oft auch der Sonnenbestrahlung ausgesetzt, wodurch in ihrem Inneren erhebliche Temperaturschwankungen auftreten.
Bei der Lagerung von Treibstoffen würden sich daher die Behälter zufolge des Verdampfens der Treibstoffe beim Erwärmen aufblähen und allenfalls sogar platzen. Ferner kann es bei nicht ganz gefüllten Behältern zur Bildung von Kondenswasser kommen. Aus Sicherheitsgründen ist schliesslich nachteilig, dass keine Vorkehrungen zum Auffangen von allenfalls auslaufenden Brennstoffen vorhanden ist.
Im wesentlichen die gleichen Nachteile treten bei einer weiterhin bekannten Ausgabevorrichtung für Benzin auf, bei der das Benzin in zylindrischen Kanistern enthalten ist, welche in einem Stapelmagazin liegend übereinandergeschichtet sind und an der Unterseite eines das Stapelmagazin umschliessenden Gehäuses ausgegeben werden. Die schliesslich noch bekannten Zapfsäulen mit Selbstbedienung, die nach Einwurf von Münzen eine entsprechende Treibstoffmenge abgeben, sind nicht nur teuer, sondern haben auch den Nachteil, dass die Abgabe des Treibstoffes mittels eines Schlauches eine sorgfältige Handhabung erfordert und ohne Beaufsichtigung durch geschultes Personal nicht möglich ist.
Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, eine für Brennstoffe, insbesondere für Motortreibstoffe, geeignete Ausgabevorrichtung zu schaffen, die billig herstellbar ist, überall einfach aufgestellt werden kann und alle Anforderungen hinsichtlich der Sicherheit voll erfüllt.
Erfindungsgemäss wird dies dadurch erreicht, dass das Gehäuse aus einem vorzugsweise aus Beton hergestellten Rohr besteht, das im Boden versenkt angeordnet, am unteren Ende durch eine Auffangwanne abgeschlossen und am oberen Ende mit einer die Ausgabeöffnung aufweisenden Abdeckhaube versehen ist. Die vorrätigen Behälter mit den Brennstoffen werden dadurch unterhalb des Erdbodens aufbewahrt, so dass sowohl nachteilige Temperaturschwankungen als auch eine Beschädigung oder Zerstörung der Behälter durch mechanische Einwirkungen sicher vermieden werden.
Allenfalls auslaufende Brennstoffe können in der Auffangwanne, die ohne Schwierigkeit ausreichend gross bemessen sein kann, gefahrlos aufgefangen werden. überdies ist die erfindungsgemässe Vorrichtung besonders einfach und billig herstellbar, kann überall einfach aufgestellt werden und erfüllt auch alle
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sicherheitstechnischen Anforderungen. Durch die Erfindung werden somit alle Nachteile und Schwierigkeiten beseitigt, die bisher einer allgemeinen Anwendung von Warenautomaten für die Ausgabe von Brennstoffen im Wege gestanden sind.
Vorzugsweise ist der Elevator als vorgefertigter Einsatz von oben in das Rohr eingesetzt und ruht mittels eines Lagerbockes auf dem oberen Ende des Rohres auf. Es handelt sich dabei um eine billige Ausführungsform, die nur aus wenigen einfachen Bestandteilen zusammengesetzt ist und in kürzester Zeit aufgestellt werden kann.
Die Betätigung der erfindungsgemässen Ausgabevorrichtung kann wahlweise durch einen verschwenkbaren Fuss-oder Handhebel erfolgen, durch den der Elevator nach Einwurf einer Münze um einen Schaltschritt weiterbewegt wird, so dass ein Behälter vor die Ausgabeöffnung gelangt. Es kann
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B.Ausgabeöffnung verriegelt werden können.
Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung sind der nachfolgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispieles zu entnehmen, das in den Zeichnungen dargestellt ist. In diesen zeigen Fig. 1 einen Längsschnitt durch die erfindungsgemässe Ausgabevorrichtung, Fig. 1a dazu ein Detail in grösserem Massstab, Fig. 2 eine Draufsicht auf die Vorrichtung nach Fig. 1 bei abgenommener Abdeckung und Fig. 3 eine Gesamtansicht von oben. In Fig. 4 ist ein in der Vorrichtung nach Fig. 1 verwendeter Behälter in Seitenansicht dargestellt.
Die gezeigte Ausgabevorrichtung besitzt ein aus einem Betonrohr-l-bestehendes Gehäuse, welches in einen im Boden vorher hergestellten Schacht von oben eingesetzt ist. Das untere Ende des
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die eine ungefähr halbzylindrische Form besitzt. Der mit --4-- bezeichnete Innenraum des Betonrohres--l--bildet ein Stapelmagazin für die auszugebenden Waren und ist mit einem die Waren tragenden Elevator --5-- versehen. Der Elevator --5-- bildet einen vorgefertigten Einsatz, der mittels eines Lagerbockes-6- (Fig. 2) auf dem oberen Ende des Betonrohres-l-befestigt ist.
Die Abdeckhaube --3-- ist durch Schrauben --7-- ebenfalls auf dem Betonrohr-l-- verankert.
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des unteren Endes desselben, über eine Laufrolle-10-läuft. Die Laufrolle --10-- ist an einem Tragrahmen --11-- befestigt, der am Lagerbock --6-- aufgehängt ist. Wie in Fig. la gezeigt ist, trägt das Förderband-8-an seiner Aussenseite Halteschienen--12-, an welchen die Behälter - -13--, die beispielsweise Motorentreibstoffe enthalten, aufgehängt sind. Der Rauminhalt der Auffangwanne --2-- ist zweckmässig um etwa 50% grösser als das gesamte Volumen der in sämtlichen Behältern--13--enthaltenenFlüsigkeit.
Der Antrieb des Elevators --5-- erfolgt über ein Zahnrad --14--, welches fest auf der Welle der im Lagerbock --6-- drehbar gelagerten Antriebsrolle -9-- sitzt. Das Zahnrad --14-- steht über ein Zwischenrad --15-- mit einem Zahnsegment --16-- in Antriebsverbindung, welches mit einem Fusshebel --17- versehen ist, so dass durch Niedertreten des Fusshebels --17-- die Antriebsrolle--9--und damit das Förderband-8-um einen bestimmten Betrag weiterbewegt werden kann.
Die Antriebsübersetzung zwischen dem Fusshebel--17-- und der Antriebsrolle-9ist derart gewählt, dass beim Niedertreten des Fusshebels --17-- das Förderband --8-- um einen Schaltschritt weiterbewegt wird, dessen Grösse dem Abstand zwischen zwei auf dem Förderband
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--13-- entspricht.- ein neuer Behälter --13-- vor eine in einer Stirnwand der Abdeckhaube-3vorgesehene ausgabeöffnung --18-- gebracht, die durch einen Deckel-19-verschliessbar ist. In die Antriebsverbindung zwischen dem Zahnrad --14-- und dem Fusshebel-17-ist ein nicht dargestellter Freilauf eingebaut, der eine freie Rückstellung des Fusshebels ermöglicht.
Wie aus Fig. 3 hervorgeht, sind in der Abdeckhaube --3-- ein Münzeinwurfschlitz --20-- und ein Fenster -21-- vorgesehen. Im Fenster-21-kann die Betriebsbereitschaft der Ausgabevorrichtung angezeigt und können verschiedene Hinweise sichtbar gemacht werden.
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ein Rükenwulst --23-- angesetzt, der zum Aufhängen des Behälters am Elevator --5-- und zugleich auch zur Versteifung des Behälters --13-- dient. Die Einfüllöffnung des Behälters-13ist mit einem Verschlussstöpsel --24-- versehen, über den bei gefülltem Behälter eine Plombierlasche --25-- geklebt ist. Ferner weist der Behälter --13-- einen Handgriff --26-- auf.
Wie aus Fig. la
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Elevator-5-der RückenwulstSperreinrichtung den Fusshebel --17-- zur Betätigung des Elevators --5-- und den die Ausgabeöffnung-18-verschliessenden Deckel-19-entriegelt. Der Fusshebel-17-wird sodann niedergedrückt, wodurch das Förderband-8-über die Zahnräder --14 und 15-um einen Schaltschritt weiterbewegt und ein voller Behälter-13-vor die Ausgabeöffnung --18-- gebracht wird. Nach Offnen des Deckels --19-- kann sodann der Behälter aus der
Ausgabevorrichtung entnommen werden, zu welchem Zweck der am Behälter vorgesehene Handgriff --26-- erfasst und in Achsrichtung herausgezogen wird, wobei der Rückenwulst-23-aus der
Halteschiene --12-- herausgleitet.
Das Füllen der leeren Ausgabevorrichtung erfolgt in analoger Weise.
Die erfindungsgemässe Ausgabevorrichtung kann von Tankstellen zusätzlich zu den herkömmlichen
Zapfsäulen aufgestellt werden, so dass eine Selbstbedienung möglich ist, z. B. auch bei unbesetzter Tankstelle in der Nacht. Ausserdem kann die Ausgabevorrichtung an Orten ohne Tankstelle aufgestellt werden, beispielsweise auf dem Lande, wo der Betrieb einer herkömmlichen Tankstelle wirtschaftlich nicht lohnend ist. Da sämtliche Treibstoffvorräte unterhalb des Erdbodens gelagert sind, ist keine besondere Überwachung der Ausgabevorrichtung notwendig und sind Unfälle praktisch ausgeschlossen. Zufolge der Einfachheit der Vorrichtung ist auch eine unsachgemässe Bedienung praktisch nicht möglich.
Um einen Missbrauch durch Kinder zu verhindern, kann der Fusshebel, beispielsweise durch eine Feder, auf eine Mindestbetätigungskraft eingestellt werden, z. B. auf ein für das Niederdrücken erforderliches Mindestgewicht von etwa 40 kg.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Ausgabevorrichtung für in Behälter abgefüllte Brennstoffe, insbesondere für Motortreibstoffe, mit einem in einem Gehäuse angeordneten, schrittweise weiterbewegbaren Elevator zur Aufnahme der Behälter, einer am oberen Ende des Gehäuses liegenden Ausgabeöffnung und einer von einem
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aus einem vorzugsweise aus Beton hergestellten Rohr (1) besteht, das im Boden versenkt angeordnet, am unteren Ende durch eine Auffangwanne (2) abgeschlossen und am oberen Ende mit einer die Ausgabeöffnung (18) aufweisenden Abdeckhaube (3) versehen ist.
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