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Tierfutter und Verfahren zu seiner Herstellung
Die Erfindung betrifft ein fleischartiges Tier-, insbesondere Haustierfutter, das in Aussehen und
Gefüge rohem Fleisch gleicht, das mit Fett durchsetzt ist.
Das erfindungsgemässe, fleischartige Tierfutter enthält Fleisch oder Fleischnebenprodukte und
20 bis 50% Feuchtigkeit und besitzt das Aussehen von marmoriertem Fleisch.
Ein weiteres Ziel der Erfindung ist ein Verfahren zur Färbung und Formung eines fleischartigen
Tierfutters, um verschiedene Arten und Schnitte von Fleisch nachzubilden, die unterschiedlich starke
Marmorierungen aufweisen, entweder mit oder ohne eine Überlageschicht, die das Aussehen von Fett hat. Das nach dem Verfahren der Erfindung verarbeitete Tierfutter wird wegen seiner Schmackhaftigkeit von den Tieren sehr gern angenommen.
Das erfindungsgemässe Produkt ist ein fleischartiges, im wesentlichen festes, halbfeuchtes Tierfutter, das marmoriertem Fleisch ähnlich ist und einen roten und einen weissen Anteil enthält. Der rote Anteil enthält ein Caseinat-Bindemittel in einer Menge, die Klebrigkeit bei Temperaturen oberhalb 490 C verursacht, und der weisse Anteil wird regellos in dem roten Anteil verteilt. Die vereinigten Anteile bilden eine integrale Masse mit deutlich erkennbaren Grenzflächen zwischen diesen Anteilen.
Das erfindungsgemässe Verfahren umfasst die folgenden Schritte : a) Auspressen unter Druck und erhöhter Temperatur einer ersten Schicht eines lagerungsbeständigen halbfeuchten Tierfutters vom Aussehen mageren roten Fleisches, das ein Caseinat-Klebemittel in einer Menge enthält, die Klebrigkeit bei Temperaturen über 490 C ergibt ; b) Auspressen unter Druck und erhöhter Temperatur einer zweiten Schicht eines lagerungsbeständigen halbfeuchten Tierfutters, das das Aussehen von Fett hat, wobei im einzelnen wie folgt verfahren wird :
1.
Feinzerteilte Tierfutterbestandteile mit einem Gesamtfeuchtigkeitsgehalt von etwa 20 bis 50% werden vermischt, nachdem die Bestandteile so ausgewählt worden sind, dass sie ein praktisch festes lagerungsbeständiges nahrhaftes Tierfutter nach dem Kochen liefern,
2. das erhaltene Gemisch wird bei einem so hohen überatmosphärischen Druck gekocht, dass eine wesentliche Ausdehnung der sich ergebenden plastischen Masse in dem Extruder vermieden wird,
3. die erhaltene plastische Masse wird zu Schichten ausgepresst ; c) Übereinanderlegen der Schichten, und d) Ausformen der übereinanderliegenden Schichten zu einer laibähnlichen Masse, bei einer Temperatur zwischen 49 und 110 C, so dass die fettähnlichen Anteile regellos in der erhaltenen Masse verteilt werden.
Die Auswahl der speziellen Nährstoffbestandteile, die ein praktisch festes lagerungsbeständiges und nährstoffmässig ausgeglichenes Tierfutter ergeben, ist dem Fachmann geläufig. Nachfolgend werden spezielle Zubereitungsformen angegeben, jedoch nur um bestimmte Ausführungsformen der Erfindung zu erläutern. Das erfindungsgemäss bevorzugte Klebmittel ist Natriumcaseinat. Dieses Klebmittel, das
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nahrhaft und unter den beschriebenen Verarbeitungsbedingungen verhältnismässig beständig ist, wird vorzugsweise mit den andern Bestandteilen vor dem Kochen und dem Verpressen in einer Menge von mehr als 7,5 Gew.-%, bezogen auf das Gewicht der Bestandteile, vermischt. Es können aber auch andere Caseinate verwendet werden, wie z. B. die Calcium- und Kaliumsalze.
Es wurde gefunden, dass die Beimischung des Caseinat-Klebmittels in die halbfeuchten TierfutterBestandteile vor dem Verpressen unter Druck und erhöhter Temperatur eine verpresste Masse liefert, die bei Temperaturen oberhalb etwa 490 C klebrig oder haftfähig ist. (Die Mindestmenge an Caseinat, die benötigt wird, um Klebrigkeit hervorzurufen, hängt von der jeweils ausgewählten Bestandteil-Zusammensetzung ab und kann leicht in kleinen Versuchsansätzen bestimmt werden.) Es wurde weiter festgestellt, dass derartige verpresste Massen, nachdem sie zu Schichten geformt worden sind, in marmorierte fleischähnliche Laibe übergeführt werden können, indem man die Schichten bei Temperaturen oberhalb etwa 490 C miteinander in Berührung bringt.
Das Ergebnis ist ein neuartiges Tierfutterprodukt, das strukturell beständig ist und im wesentlichen keine Klebrigkeit bei Raumtemperatur und bei Temperaturen, die normalerweise während der Lagerung vorkommen, aufweist. Es ist zwar wichtig, dass der rote Anteil die angegebene Menge des Caseinat-Bindemittels enthält, bevorzugterweise ent- halten jedoch sowohl der rote als auch der weisse Anteil das Bindemittel. Es wurde weiterhin gefunden, dass die Ausformung der übereinanderliegenden Schichten der verpressten Masse zu einer laibähnlichen
Masse bei einer Temperatur unterhalb etwa 770 C durchgeführt werden muss, andernfalls weist das er- haltene Produkt keine Ähnlichkeit mehr mit marmoriertem Fleisch auf.
Bei Temperaturen oberhalb
770 C führt die Formbildung zu einem"Ausbluten"oder einer Infusion der magerem Fleisch ähnlichen
Schicht in die fettähnliche Schicht und umgekehrt, wobei das marmorartige Aussehen nicht erzielt wird.
Die Durchschnittstemperatur der Schichten kann z. B. gemessen werden, indem man sie zu einem ballähnlichen Kloss verformt und in diesen ein Thermometer einsetzt.
Die Abmessungen der ersten beschriebenen Schicht sind nicht kritisch, und sie kann eine ununter- brochene oder perforierte schichtähnliche Pressmasse sein, mit einer Breite von einigen Zentimetern bis zu einigen Metern und einer Stärke vorzugsweise zwischen etwa 1,6 und 12, 7 mm. Die Abmessungen der zweiten Schicht sind ebenfalls nicht ausschlaggebend, jedoch mit der oben angegebenen Ausnahme, dass die zweite Schicht vorzugsweise weniger als die Hälfte der mit ihr in Berührung stehenden Ober- fläche der ersten Schicht bedeckt. Sie kann ebenfalls kontinuierlich, diskontinuierlich oder perforiert sein und wird dem fertigen Produkt in einer Menge bis zu etwa 45 Gel.-%, bezogen auf das fertige
Produkt, einverleibt.
Bei der Herstellung eines beefsteak-ähnlichen Produktes wird vorzugsweise die zweite fettähnliche Schicht in einer Menge zwischen etwa 15 und 25 Gew.-% in den inneren Teilen der Rolle oder des Abschnittes verwendet und vorzugsweise eine Überlageschicht von etwa 6, 4 mm um den Umfang der Rolle gelegt. Bei der Herstellung eines schinkenähnlichen Produktes wird vorzugsweise die zweite Schicht in einer Menge zwischen 5 und 10 Gew. -0/0 der inneren oder zentralen Anteile der Rolle bzw. Walze verwendet und eine Überlageschicht von etwa 6,4 mm um den Umfang der Rolle gelegt.
Wenn eine fettähnliche Überlageschicht verwendet wird, ist es wesentlich, dass die fettähnliche Pressmasse in der Überlageschicht genügend Caseinat-Klebstoff enthält, um Klebrigkeit bei Temperaturen über 49 C hervorzurufen, und dass die Durchschnittstemperatur der Schicht zwischen 49 und 770 C liegt, wenn sie aufgelegt wird.
Steak-ähnliche Abschnitte können durch Aufschneiden von Rollen entsprechenden Durchmessers hergestellt werden ; Schnitte, die Koteletts bzw. Schnitzeln ähnlich sind, werden durch Aufschneiden der Rollen oder Laibe kleineren Durchmessers hergestellt, die eine verhältnismässig starke fettähnliche Überlageschicht haben. Die bevorzugteste Form des erfindungsgemässen Produktes wird durch Aufschneiden der Laibe in Würfel von etwa 12,7 mm Kantenlänge erhalten.
Während auch ein Laib um ein vorgefertigtes knochenähnliches Gebilde herum hergestellt werden kann, sind die erfindungsgemässen Produkte vorzugsweise"knochenfrei". Bei Verwendung eines knochen- ähnlichen Gebildes muss dieses entweder inert gegenüber Wasseraufnahme sein oder annähernd die gleiche Wasseraktivität haben wie das umgebende Material.
Bei der praktischen Durchführung der Erfindung ist es wesentlich, dass die fettähnliche Pressmasse regellos im Produkt verteilt ist mit Ausnahme der erwähnten Überlageschicht. Erfindungsgemäss können verschiedene Arbeitsweisen zur Ausformung der übereinandergelegten Schichten zu einer Laib-ähnlichen Masse angewendet werden, vorausgesetzt, das Verfahren ergibt eine praktisch regellose Verteilung der fettähnlichen Anteile innerhalb des Produktes. Eine gewisse regellose Verteilung wird erreicht durch Bildung einer fettähnlichen Press-Schicht von nichtkonsistenter und unregelmässiger Stärke. Eine gewisse regellose Verteilung kann auch erreicht werden durch Auflegen der fettähnlichen Pressmasse auf die
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magerem Fleisch ähnliche Press-Schicht in unregelmässigem oder regellosem Muster.
Vorzugsweise hat die fettähnliche Press-Schicht eine Breite von weniger als der Hälfte der Breite der magerem Fleisch ähnlichen Schicht, und diese fettähnliche Schicht wird in irregulärer und regelloser Weise auf der Pressmassen-Schicht verteilt. Gemäss einer bevorzugten Ausführungsform werden verschiedene schmale Bänder der fettähnlichen Pressmasse auf einer breiten Lage der roten Pressmasse aufgebracht. Vorzugsweise bedeckt die aufgelegte fettähnliche Schicht viel weniger als die Hälfte der berührten Oberfläche (normalerweise die obere Fläche) der magerem Fleisch ähnlichen Pressmasse-Schicht. Wie oben angegeben, kann die fettähnliche Schicht kontinuierlich, diskontinuierlich und/oder perforiert sein. Die Pressmassen können zu einer schichtartigen Form auch flachgestreckt oder-geschmiert werden.
Perforationsähnliche Unregelmässigkeiten lassen sich dadurch erzielen, dass beim Verpressen des fettähnlichen Anteils grosse Dampfblasen erzeugt werden, so dass kraterähnliche Mulden entstehen, wenn diese Blasen platzen oder zusammenfallen. Je grösser die erzielte regellose Verteilung ist, wenn die fettähnliche Schicht über die magerem Fleisch ähnliche Schicht gelegt wird, desto geringer ist die erforderliche regellose Verteilung, wenn die übereinandergelegten Schichten zu einer laibähnlichen Masse geformt werden. Die Verfahrensschritte des Übereinanderlegens und der Laibbildung können auch gleichzeitig durchgeführt werden.
Die Bildung übereinandergelegter Schichten zu einer laibähnlichen Masse kann erfindungsgemäss nach verschiedenen Verfahren erfolgen, wie z. B. : a) Man lässt die übereinandergelegten Schichten eine unregelmässige Anhäufung unterhalb des Endes der Fördervorrichtung bilden und presst diesen ineinander verwickelten Haufen zu einem Ball ; b) man fängt die übereinandergelegten Schichten in einer Formvorrichtung, z. B. einem Trog, auf, wenn die erste und die zweite Schicht die aufgezeigten Temperaturen haben, und lässt dann die unregelmässig verteilten Schichten auf Grund ihres eigenen Plastizitäts-Gewichtes und ihrer Klebrigkeit sich vereinen ; und c) man formt die übereinandergelegten Schichten zu Rollen bzw. Walzen.
Bei der bevorzugten Ausführungsform der Erfindung, bei der die übereinandergelegten Schichten in Rollenform gebracht werden, kann während des Aufrollens ein nur geringfügiges regelloses Verteilen notwendig sein, wenn ein hoher Grad an unregelmässiger Verteilung während des Übereinanderlegens der ersten und der zweiten Schicht bereits erzielt worden ist. Im allgemeinen wird es jedoch bevorzugt, die übereinandergelegten Schichten, wenn sie zu Rollen geformt werden, in regelloser Anordnung in einer Zone längs der Aussenfläche, die mindestens zweimal so breit ist wie die rote Schicht, abzulegen.
Wenn daher ein 10, 2 cm breites Band oder Schichtgebilde aus magerem Fleisch ähnelnder Pressmasse verwendet wird, würde ein Laib kleinsten Ausmasses, der gemäss der bevorzugten Aufrollarbeitsweise hergestellt worden ist, etwa 20,3 cm betragen.
Anderseits kann beispielsweise eine kontinuierliche Rolle erzeugt werden, indem man kontinuierlich eine 7, 6 cm breite magerem Fleisch ähnelnde Schicht (auf die die zweite fettähnliche Schicht aufgelegt worden ist) über eine Zone von 15, 2 bis 40,6 cm am Ende einer kontinuierlich umlaufenden Walze oder eines Laibes auflegt, während die erhaltene geformte Walze mit einer solchen Geschwindigkeit abgezogen wird, dass die Walze bei einem Durchmesser zwischen etwa 12, 7 und 25, 4 cm gehalten wird. Bei dieser bevorzugten Ausführungsform können die übereinandergelegten Schichten, die aus der Fördervorrichtung kommen, beispielsweise lose unregelmässige Anhäufungen oder Knäuel hinter einer zurückversetzten umlaufenden Walze bilden.
Diese Knäuel aus Pressmasse werden einfach in das Ende der Walze gedrückt, um sie dem Laib bzw. der Walze einzuverleiben, und das erhaltene Laib-Ende wird dann in unregelmässiger Weise durch die ankommenden übereinandergelegten Schichten umwickelt. Wenn eine Walze mit grösserem Durchmesser geformt worden ist, kann diese zu einem Laib der erwünschten Grösse geknetet oder bearbeitet werden, vorausgesetzt, dass die Verminderung des Durchmessers durchgeführt wird, während das Innere des Laibes eine Temperatur zwischen etwa 49 und 770 C aufweist. Allgemein fällt die Temperatur der Oberfläche oder der "Haut" der Walze schnell unter diesen Wert, so dass die"Haut"nicht mehr klebrig ist.
Es kann auch eine Vielzahl von kleineren Walzen zu einem "Bündel" ausgeformt werden, das einem Bündel unterscheidbarer Hauptmuskeln ähnelt, indem man die Walzen bei einer Temperatur zwischen etwa 49 und 770 C miteinander in Berührung bringt und genügend Druck anwendet, um sie in eine einheitliche Masse umzuwandeln. Dem erhaltenen Bündel kann erwünschtenfalls in der oben beschriebenen Weise eine fettähnliche Schicht übergelegt werden. Abschnitte von solchen aus vielen Walzen bestehenden Bündeln ähneln Schnittstücken mit vielen Muskeln, z. B. einem runden Steak.
Das aufs Geratewohl erfolgende Einlegen der übereinandergelegten Schichten in eine Walze wird so ausgeführt, dass die Bildung von Lufttaschen in dem aufgerollten Produkt möglichst vermieden wird.
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In der Beschreibung des erfindungsgemässen Verfahrens wird unter dem Ausdruck"rollen"verstanden, dass die Schichten derart gehandhabt werden, dass eine gegenseitige Berührung, z. B. unter angemessenem Druck hervorgerufen wird, so dass sich eine Adhäsion mit einem Minimum an Lufttaschen, aber ohne wesentliche Infusion des weissen in das rote Material, ergibt.
Die Zubereitung eines Tierfutters mit Lagerungsbeständigkeit gehört zum Wissen des Fachmanns.
Eine bevorzugte lagerbeständige Zubereitung ist ein Produkt, in dem die Wasseraktivität weniger als 0,90 beträgt und die ausserdem eine wirksame Menge eines Hemmstoffes für Schimmelpilze, wie z. B.
Sorbinsäure oder deren Salze, enthält. Die Wasseraktivität (aw) ist hier folgendermassen definiert :
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f = Wasserdampfflüchtigkeit in dem betreffenden System f = Flüchtigkeit von reinem Wasser bei der betreffenden Systemtemperatur und einem Gesamt- druck von 1 atm.
Flüchtigkeit ist ein bekannter physikochemischer Ausdruck, der in jedem Lehrbuchhinreichend definiert ist (vgl."Physikalische Chemie", Prutton und Maron, S. 318 ; [1949]). Dem Fachmann ist bekannt, dass die Wasseraktivität in dem erwünschten Bereich durch Einbeziehung geeigneter Mengen von löslichen Stoffen, wie Zuckern und Glykolen, in die Zubereitung erreicht werden kann.
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Tabelle 1
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<tb>
<tb> 0/0 <SEP> Grundmasse <SEP> % <SEP> Marmorierung <SEP> % <SEP> Gesamtzubereitung <SEP>
<tb> Rinder-Eingeweide <SEP> 29, <SEP> 0000 <SEP> 42, <SEP> 50 <SEP> 32, <SEP> 3750 <SEP>
<tb> Zucker, <SEP> fertig <SEP> gemischt <SEP> 26, <SEP> 5778 <SEP> 26, <SEP> 50 <SEP> 26, <SEP> 5584 <SEP>
<tb> Natriumcaseinat <SEP> 15, <SEP> 0000 <SEP> 15, <SEP> 00 <SEP> 15, <SEP> 0000 <SEP>
<tb> Rinder-Abfälle, <SEP> 40% <SEP> zig <SEP> mager <SEP> 13, <SEP> 5000-10, <SEP> 1250 <SEP>
<tb> Maisstärke <SEP> 7, <SEP> 5000 <SEP> 7, <SEP> 50 <SEP> 7, <SEP> 5000 <SEP>
<tb> Propylenglykol <SEP> 4, <SEP> 5000 <SEP> 4, <SEP> 50 <SEP> 4, <SEP> 5000 <SEP>
<tb> Diealciumphosphat-Dihydrat <SEP> 2, <SEP> 5000 <SEP> 2, <SEP> 50 <SEP> 2, <SEP> 5000 <SEP>
<tb> Salz, <SEP> jodiert <SEP> 1, <SEP> 2000 <SEP> 1, <SEP> 20 <SEP> 1,
<SEP> 2000 <SEP>
<tb> Kaliumsorbat <SEP> 0, <SEP> 1000 <SEP> 0, <SEP> 10 <SEP> 0, <SEP> 1000 <SEP>
<tb> Vitamin <SEP> E <SEP> Ergänzung
<tb> (20, <SEP> 000 <SEP> IE/0, <SEP> 45 <SEP> kg) <SEP> 0, <SEP> 0670-0, <SEP> 0503 <SEP>
<tb> Titandioxyd-0, <SEP> 20 <SEP> 0, <SEP> 0500 <SEP>
<tb> Riboflavin <SEP> Ergänzung
<tb> (4g/4, <SEP> 5kg) <SEP> 0, <SEP> 0270-0, <SEP> 0202 <SEP>
<tb> Vitamin <SEP> A <SEP> Ergänzung
<tb> (30, <SEP> 000 <SEP> IE/0, <SEP> 45 <SEP> kg) <SEP> 0, <SEP> 0178-0, <SEP> 0134 <SEP>
<tb> Bestrahlte <SEP> Trockenhefe <SEP> 0, <SEP> 0040-0, <SEP> 0030 <SEP>
<tb> FD & CRed <SEP> 2 <SEP> 0, <SEP> 0027-0, <SEP> 0020 <SEP>
<tb> FD <SEP> & <SEP> CYellow <SEP> = <SEP> 6 <SEP> 0, <SEP> 0027-0, <SEP> 0020 <SEP>
<tb> Thiaminmononitrat <SEP> 0, <SEP> 0010-0, <SEP> 0007 <SEP>
<tb> 100, <SEP> 0000 <SEP> 100,00 <SEP> 100,
0000
<tb>
Das als "Grundmasse" in Tabelle 1 bezeichnete Material besteht aus der ersten Schicht, wie sie vorstehend beschrieben worden ist, und die das Aussehen von magerem Fleisch aufweist, während das Material, das in Tabelle 1 als "Marmorierung" bezeichnet worden ist, aus der zweiten vorstehend beschriebenen Schicht mit dem Aussehen von Fett besteht. Die Grundmassen- und die Marmorierungs-Bestandteile werden getrennt vermischt, und mit den erhaltenen Gemischen werden getrennte Extruder
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tisch die gleichen.
Die Extruder sind mit dampfdurchströmten Auskleidungen versehen, und die Kombination von Reibungswärme und der äusserlich angewendeten Dampfhitze ergibt in den Extrudern eine Höchsttemperatur im Bereich von etwa 127 bis 1350 C. Die verwendeten Drücke waren ausreichend, um eine Expansion der plastischen Masse innerhalb des Extruders im wesentlichen zu verhindern. Vor dem Ausstoss aus dem Extruder durch die schichtbildende Düse wurde die Masse durch einen Kühlabschnitt geschickt, der aus einer rohrähnlichen Verlängerung vom Ende des Extruders aus bestand, mit dem Ergebnis, dass die Temperatur der plastischen Masse an der Düse wesentlich unterhalb des Höchsttemperaturbereiches (127 bis 1350 C) lag. Diese Kühlstufe ist deshalb erwünscht, weil sie ein Aufspringen und Verspritzen der ausgepressten Masse vermindert.
Die schichtbildende Düse, die bei dem Verpressen der Grundmasse verwendet wird, ergab eine Pressmasse, die etwa 7, 6 cm breit und im allgemeinen zwischen 1, 6 und 12, 7 mm dick war. Die zum Verpressen der marmorierenden Schicht verwendete Düse ergab eine Pressmasse, die etwa 38, 1 mm breit und ebenfalls zwischen etwa 1, 6 und 12, 7 mm dick war. Beim Verlassen des Extruders entwickelte die Pressmasse grosse Blasen, z. B. in der Grössenordnung von 12, 7 bis 31, 8 mm im Durchmesser, die eine irreguläre Oberfläche auf der nicht ausgedehnten verpressten
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Masse hinterliessen.
Die erste Schicht, die sich aus dem Verpressen des Grundmassenmaterials ergab, wurde auf ein sich bewegendes Förderband aufgelegt, und die zweite Schicht aus dem Verpressen der marmorierenden Bestandteile wurde oben auf die erste Schicht, die sich auf dem Förderband befand, gelegt. Die zweite Schicht wurde jedoch in unregelmässigem und nichtgleichförmigem Muster aufge- bracht, u. zw. durch Ausrollen, Auslassen und Zusammenballen von Anteilen der zweiten Schicht vor und/oder bei dessen Inberührungbringen mit der ersten Schicht. Dies wurde getan, um die Verteilung der marmorierenden Schicht auf der magerem Fleisch ähnelnden ersten Schicht in nicht geregelter
Weise erfolgen zu lassen, u. zw. so, dass nur etwa ein Viertel der Oberfläche der ersten Schicht von der fettähnlichen Pressmasse bedeckt ist.
Die Fördervorrichtung trug die übereinandergelegten Schichten genügend lange, damit die Temperaturen der verpressten Massen auf etwa 660 C fallen konnten, ehe die Schichten zu Walzen aufgerollt wurden. Die Walze wurde in der Art gebildet, dass sie die Gestalt eines langen Laibes mit einer Länge von etwa 0, 914 m erhielt. Als dieser Laib kontinuierlich um seine Längsachse rotiert wurde, wurden die übereinandergelegten Press-Schichten, die vom Förderband kamen, in einer nicht geregelten Weise "hin und her" aufgewunden, bis ein Laib von etwa 20, 3 cm Durchmesser gebildet worden war. In dieser Art wurden verschiedene Laibe gleicher Abmessung hergestellt.
Das Verpressen des magerem Fleisch ähnelnden Anteils war damit abgeschlossen. Das Verpressen des marmorierenden Anteils wurde jedoch fortgesetzt und jeder der 0, 941 mX20, 3 cm grossen Laibe, die vorher hergestellt worden waren, wurde mit einem Überzug aus dem marmorierenden Anteil mit einer Stärke von zwischen etwa 6, 4 und 19 mm versehen, indem der Laib in der Aufrollvorrichtung unterhalb des Endes der Fördervorrichtung angeordnet und die fettähnliche Pressmasse um den kontinuierlich rotierenden Laib herumgewickelt wurde.
Diese Laibe wurden auf etwa Raumtemperatur abgekühlt und dann zu "Steaks" von etwa 19 mm Dicke aufgeschnitten. Um jedoch die Herstellungsgeschwindigkeit zu erhöhen, können die Laibe er- wünschtenfalls sofort nach dem Ausformen aufgeschnitten werden. Die "Steaks" ähneln marmoriertem Rindfleisch, weil der rote magerem Fleisch ähnelnde Anteil durch und durch in unregelmässiger Weise mit fettähnlichen Teilen marmoriert war. In praktisch gleicher Weise hergestellte "Steaks" wurden ferner in Würfel von etwa 12, 7 x 12, 7 x 19 mm zerschnitten und in einem Fütterungsversuch an Hunde verfüttert, wobei frisches geschmortes Rindfleisch, das in Würfel von praktisch den gleichen Abmessungen geschnitten worden war, als Kontrolle diente.
Es wurde gefunden, dass das erfindungsgemässe Produkt hinsichtlich der Beliebtheit bei den Tieren auf der gleichen Stufe stand wie frisches geschmortes Rindfleisch.
Beispiel 2 : Dieses Beispiel erläutert die Herstellung eines Tierfutters, das im Aussehen Schin- ken ähnelt. Ein Ansatz von Bestandteilen, nachfolgend als Grundmasse bezeichnet, und ein weiterer Ansatz, nachfolgend als Marmorierung bezeichnet, wurde gründlich in der in Tabelle 2 angegebenen Zusammensetzung durchmischt :
Tabelle 2
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<tb>
<tb> 0/0 <SEP> Grundmasse <SEP> % <SEP> Marmorierung
<tb> Eingeweide <SEP> 29, <SEP> 0 <SEP> 42, <SEP> 5 <SEP>
<tb> 40% <SEP> Rindfleisch <SEP> 13, <SEP> 5 <SEP>
<tb> Sucrose <SEP> 24, <SEP> 2 <SEP> 24, <SEP> 2 <SEP>
<tb> Caseinat <SEP> 15, <SEP> 0 <SEP> 15, <SEP> 0 <SEP>
<tb> Dica1ciumphosphat, <SEP> Futtermittelgüte <SEP> 2,5 <SEP> 2,5
<tb> Propylenglykol <SEP> 4, <SEP> 5 <SEP> 4, <SEP> 5 <SEP>
<tb> Salz <SEP> 1, <SEP> 2 <SEP> 1, <SEP> 2 <SEP>
<tb> Natriumsorbat <SEP> 0, <SEP> 1 <SEP> 0, <SEP> 1 <SEP>
<tb> Maisstärke <SEP> 10, <SEP> 0 <SEP> 10, <SEP> 0 <SEP>
<tb> FD & C <SEP> Red <SEP> # <SEP> 2 <SEP> 0, <SEP> 0015 <SEP> 0, <SEP> 0015 <SEP>
<tb> FD & C <SEP> Yellow <SEP> #
<SEP> 6 <SEP> 0,0015 <SEP> 0, <SEP> 0015 <SEP>
<tb> 100,00 <SEP> 100, <SEP> 00
<tb>
Die gründlich vermischten Bestandteile wurden in getrennte Extruder gemäss Beispiel 1 eingebracht, mit der Abwandlung, dass das Gew. - Verhältnis von Grundmasse zu Marmorierung etwa 19 : 1 betrug. Die Verpress-Bedingungen, die Art des Übereinanderlegens der Pressmassen-Schichten, das Aufrollen
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dieser Schichten und das Darüberlegen einer marmorierenden Pressmasse wurden wie in Beispiel 1 ausgeführt, mit der Abwandlung, dass das nicht geregelte Auflegen der fettähnlichen Schicht auf die magerem Fleisch ähnelnde Schicht, zu einem Bedecken von nur 5% der Oberfläche der magerem Fleisch ähnelnden Schicht führte. Der Laib aus diesem Beispiel 2 wurde zu "Steaks" aufgeschnitten.
Das aufgeschnittene Produkt wies eine starke Ähnlichkeit mit Schinkensteaks auf. Beide Produkte aus den Beispielen 1 und 2 wurden Beständigkeitsprüfungen unterworfen, wobei sie Temperaturen von 570 C ausgesetzt wurden. Es wurde gefunden, dass das Aussehen und die Struktur dieser Produkte praktisch unverändert blieb.
Beispiel 3 : Für dieses Beispiel wurden geringere Verpresstemperaturen, z. B. 93 bis 100 C, bei einer Zusammensetzung verwendet, die frei von Stärke war, mit dem Ergebnis, dass das erhaltene Produkt sich zu einer einheitlichen amorphen plastischen Masse umwandelte, als es bei Temperaturen zwischen 49 und 570 C gelagert wurde, obwohl das Produkt bei Raumtemperatur das Aussehen und die Beschaffenheit von marmoriertem Fleisch aufwies. In diesem Beispiel entsprach die verwendete Zubereitung dem Beispiel 1, mit der Abwandlung, dass die 7, 5% Maisstärke durch eine gleiche zusätzliche Menge an Zucker ersetzt wurde. Die andern Bedingungen des Beispiels 1 wurden eingehalten.
Allgemein wird die Zubereitung gemäss Tabelle 3 erfindungsgemäss bevorzugt :
Tabelle 3
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<tb>
<tb> Bevorzugte <SEP> Zubereitung
<tb> Fleisch <SEP> und/oder <SEP> Fleischnebenprodukte <SEP> 30-70%
<tb> Natriumcaseinat <SEP> 7, <SEP> 5 <SEP> - <SEP> 250/0 <SEP>
<tb> Zucker <SEP> 15-30%
<tb> Propylenglykol <SEP> 2-10%
<tb> Stärke <SEP> 0, <SEP> 5-10%
<tb> Ergänzungsstoffe <SEP> (Vitamine <SEP> usw.) <SEP> 1-5%
<tb> Aroma- <SEP> und <SEP> Farbstoffbestandteile <SEP> nach <SEP> wunsch.
<tb>
Es sei bemerkt, dass der fleischähnlich marmorierende Anteil der Bestandteile gemäss den Beispielen 1, 2 und 3 keine Bestandteile aus rotem Fleisch aufwies. Der hier verwendete Ausdruck"Zucker" schliesst Sucrose, Glukose, Maissirup-Zucker u. dgl. ein. Es wurde gefunden, dass der Zusatz von 0, 2 bis 0, 40/0 Titandioxyd zu den marmorierenden Bestandteilen zur Erlangung eines weissen fettähnlichen Aussehens beiträgt.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Fleischähnliches, im wesentlichen festes, halbfeuchtes Tierfutter, das marmoriertem Fleisch ähnelt, dadurch gekennzeichnet, dass es einen roten und einen weissen Anteil aufweist, wobei der rote Anteil und gewünschtenfalls auch der weisse Anteil ein Caseinat in einer zur Erzielung von Klebrigkeit bei Temperaturen oberhalb 490 C ausreichenden Menge enthält, der weisse Anteil in dem roten Anteil regellos verteilt ist und der rote und der weisse Anteil unter Bildung einer ein Ganzes darstellenden Masse vereinigt sind, die im wesentlichen deutlich erkennbare Grenzflächen zwischen diesen Anteilen aufweist.