AT274340B - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Hohlkörpern durch Formblasen eines Schlauches aus thermoplastischem Material - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Hohlkörpern durch Formblasen eines Schlauches aus thermoplastischem MaterialInfo
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Hohlkörpern durch Formblasen eines Schlauches aus thermoplastischem Material Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Herstellung von Hohlkörpern durch Formblasen eines Schlauches aus thermoplastischem Material, wobei von einem stranggepressten Schlauch jeweils ein einseitig gequetschtes Schlauchstück abgetrennt und das abgetrennte Schlauchstück in axialer Richtung zur Gänze in eine geöffnete Blasform eingeführt wird, mit dem Zweck, gleichmässige Bodenwandstärken zu erzielen. Die bisher erzeugten Behälter wurden durch das bekannte Quetschverfahren (der Schlauch wird mit den Quetschkanten, welche am Boden der Form angebracht sind, gequetscht und gehalten) immer in der Gegenrichtung der Formtrennung (Quetschrichtung) an den äussersten Ecken viel dünnwandiger. Das erfindungsgemässe Verfahren vermeidet diesen Nachteil dadurch, dass der Schlauch in der Länge eines Schlauchstückes gequetscht und oberhalb dieser Quetschstelle durchgeschnitten wird, worauf das abgetrennte Schlauchstück nach unten in die Blasform eingeführt und an seiner Innenseite am geschlossenen Ende wenigstens bis zum Beginn des Blasvorganges abgestützt wird. Das nun durch Einführen der Luft aufgeblasene Schlauchstück wird von einem dieses zunächst abstützenden Stützglied abgehoben und gleichmässig an die Wandungen der Blasform angedrückt. Bei der Herstellung von Hohlkörpern mit grossem Durchmesser kann das Stützglied mechanisch spreizbar sein oder durch einen aufblasbaren Balg ergänzt bzw. ersetzt werden. Die Erfindung ergibt die Möglichkeit, einen Schlauch mit relativ kleinem Durchmesser in beliebiger Grösse sehr dünnwandig und gleichmässig aufzublasen, anderseits Grossbehälter mit sehr grossen Öffnungen, wo der Schlauch mittels Spreizvorrichtungen über den Blasdorn gezogen werden muss, herzustellen, was beim Stand der Technik "die Behälteröffnung nach oben" niemals möglich ist. An Hand der Zeichnungen werden das erfindungsgemässe Verfahren und die Vorrichtung zur Durchführung desselben erläutert. Es zeigen : Fig. l in Seitenansicht einen über ein als Stützteller ausgebildetes Stützglied und den Blasdorn geführten Schlauch, bei geöffneten Blasformhälften ; Fig. 2 die halb geschlossenen Blasformhälften, in deren Formraum das durch die Schieber zusammengeschweisste, abgetrennte und vom Stützteller abgefangene Schlauchstück unter der Bodenkante abgestützt ist ; Fig. 3 das vom Stützteller abgehobene, aufgeblasene und an die Wandungen gepresste Schlauchstück ; Fig. 4 in Vorderansicht, wie die Herausnahme des Hohlkörpers aus der Form vor sich geht, Fig. Sa ein gequetschtes und abgetrenntes plastisches Schlauchstück auf einem aufblasbaren Balg, welcher noch nicht durch Luft erweitert ist ; Fig. 5b den Balg in der Draufsicht ; Fig. 6a den aufgeblasenen Balg, mit welchem das Schlauchstück erweitert und gestützt wird, und Fig. 6b den aufgeblasenen Balg in der Draufsicht. Der aus der Strangpresse austretende plastische Schlauch-la-wird, wie aus Fig. l ersichtlich, über das Stützglied --2a--, das auf der Distanzstange --3a-- befestigt ist, und über den Blasdorn - 4a-geführt. Die beiden Blasformhälften-5a und 5a'-befinden sich hiebei mit der Öffnung - 5b und 5b'-nach unten auf den Trägerplatten aufgespannt im geöffneten Zustand. Die Schieber <Desc/Clms Page number 2> EMI2.1 --8aihrer vorgeschobenen Lage durch Anschläge--10a und 10a'-- distanziert. Es kann jedoch die Schieberbetätigung auch hydraulisch oder pneumatisch erfolgen. Beim Schliessen der Blasformhälften --5a und 5a'-- (Fig. 2) wird durch die Schieber --7a und 7a'--, welche durch die Druckfedern --8a und 8a'--gegen den Schlauch mit den Schweisskanten --lla und lla'--und den Schneidkanten --12a und 12a'-- gepresst werden, ein Schlauchstück abgetrennt und verschweisst, welches Schlauchstück auf dem knapp unterhalb der Formbodenhälften - 13a und 13a'-- angeordneten Stützglied --2a-- zur Auflage kommt. Das Stützglied wird von der Distanzstange--3a--getragen. Im geschlossenen Zustand der Blasformhälften --5a und 5a'-- (Fig. 3) wird das plastische Schlauchstück --la-- durch Einführen von Blasluft zu einem der Blasform entsprechenden Hohlkörper--1b--verformt. EMI2.2 durchtreten kann, um ein Abheben des Stützgliedes --2a-- von der Distanzstange --3a-- zu verhindern. EMI2.3 senkrechten Stellung gegen den Anschlag --3e-- (Fig.4) gehalten. Der Lagerbock-3b-und die Zugfedern-3d und 3d'--werden vorzugsweise in der Ausnehmung --4c-- des Blasdornes - -4a-- angebracht. Zur Herausnahme des Hohlkörpers-lb-werden die Blasformhälften --5a,5a'-- geöffnet und der Hohlkörper--lb-mit dem Stützglied --2a-- und der Distanzstange verschwenkt, wobei das nur lose aufgesteckte Stützglied herunterfällt und nach Entfernung aus dem Hohlkörper --1b-wieder auf die Distanzstange --3a-- aufgesteckt wird, nachdem diese durch die Zugfedern --3d und 3d'-bis zum Anschlag-3e-in die senkrechte Lage zurückgebracht worden ist. Der aus dem Mundstück --14-- der Strangpresse herausragende Rest des Schlauches-la-wird von Hand aus entfernt. Die über die ganze Länge der Schieber --7a und 7a'-- verlaufenden Schweisskanten --11a und Ha'-- und Schneidkanten --12a und 12a'--sollen etwas länger sein als der halbe Umfang des stranggepressten plastischen Schlauches--la--. Fig. 5a zeigt die Ausbildung des Stützgliedes als aufblasbarer Balg, an dem in Meridianrichtung Rillen oder Rippen angeordnet sein können. Der Schlauch wird über den nicht aufgeblasenen Balg - 2d-geführt, nach der Abtrennung des Schlauchstückes wird Luft in den Balg --2d-- eingeführt und dieser zu einer Form, wie aus Fig. 6a ersichtlich ist, aufgeblasen. Die Draufsicht (Fig. 5d) zeigt die Anordnung der luftführenden Nuten --2e--, Die Luft wird dem Balg durch die Bohrung --3f-- in der Distanzstange--3a'--und mehrere Öffnungen --3e-- zugeführt bzw. abgeführt. Am oberen Ende der Distanzstange --3a'-- ist eine Stützscheibe --3h-- angebracht, um das Gewicht des Schlauchstückes aufzunehmen und den aufgeblasenen Balg --2d-- beim Tragen des Schlauchgewichtes zu unterstützen. Durch die Rillen --2e-- wird mit der Blasluft, welche von unten nach oben ins Innere des Schlauches-laströmt, ein Luftfilm gebildet, wodurch das Abheben des Schlauchstückes--la--vom aufgeblasenen Balg --2d-- erleichtert wird. Vor der Blasformöffnung wird die Stützluft aus dem Balg --2d-ausgelassen, um auf diese Weise den Behälter mit kleinerer Öffnung ohne Schwierigkeit über den eingefallenen Balg --2d-- ziehen zu können. Die halbrunden Luftnuten-2e-können in der aus Fig. 6b ersichtlichen Form angeordnet sein oder auch in irgendeiner andern Form vorgesehen werden. Der aufblasbare Balg--2d--, welcher in der Draufsicht gezeigt wird, kann vorzugsweise aus Silikon-Kautschuk hergestellt werden. **WARNUNG** Ende DESC Feld kannt Anfang CLMS uberlappen**.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Herstellung von Hohlkörpern durch Formblasen eines Schlauches aus thermoplastischem Material, wobei von einem stranggepressten Schlauch jeweils ein einseitig gequetschtes Schlauchstück abgetrennt und das abgetrennte Schlauchstück in axialer Richtung zur EMI2.4 <Desc/Clms Page number 3> durchgeschnitten wird, worauf das abgetrennte Schlauchstück nach unten in die Blasform eingeführt und an seiner Innenseite am geschlossenen Ende wenigstens bis zum Beginn des Blasvorganges abgestützt wird.2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, mit einer unterhalb einer Strangpressdüse angeordneten, geteilten Blasform, die eine nach unten gerichtete Öffnung aufweist, in welche Öffnung ein Blasdorn zum Aufblasen des Schlauches einführbar ist, und oberhalb der Blasform EMI3.1 dass auf dem Blasdorn (4a) ein bis knapp unter die Innenwandung (13a, 13a') der Blasformoberseite (5a, 5a') reichendes Stützglied (2a) zum Aufhängen des abgetrennten und aufzublasenden Schlauchstückes angeordnet ist. EMI3.2 dassStützglied (2a) aus wärmeisolierendem Material besteht und abnehmbar auf einer Distanzstange (3a) befestigt ist. EMI3.3
Priority Applications (1)
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| AT274340B true AT274340B (de) | 1969-09-10 |
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1962
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