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Schaltung für elektrische Sprengzünder
Die Erfindung betrifft eine Schaltung für elektrische Sprengzünder, in welcher eine
Spannungsquelle, ein Kontrollschalter und mindestens ein elektrischer Sprengzünder od. dgl. in Serie geschaltet sind, wobei der Sprengzünder vorzugsweise über ein Buchsenpaar angeschlossen wird.
In der Regel ist an dieselbe Spannungsquelle eine Grubenhelmlampe angeschlossen. Die Zündung wird durch einen einfachen Einschalter im Zündstromkreis ausgelöst.
Ein dauernd eingeschalteter Stromkreis für eine Helmlampe stellt kaum eine ideale Verbindung mit einem Zünderstromkreis dar und wo eine solche Einrichtung verwendet wird, ist grosse Vorsicht vonnöten, um Zufallszündungen zu vermeiden. Aus diesem Grunde hat sich die beschriebene Sprengzünderanordnung nur wenig durchgesetzt, da ihre Sicherheit in Zweifel gezogen wird.
Auch bei andern Zünderschaltungen ist es wünschenswert, die Sicherheit zu erhöhen, d. h. die Gefahr von Zufallsauslösungen soweit wie möglich zu verringern. Zweck der Erfindung ist es also, verbesserte Einrichtungen für Sprengzünder zu schaffen, die einen hohen Grad von Sicherheit gegen Zufallszündungen aufweisen.
Erfindungsgemäss wird dies dadurch erreicht, dass ein an sich bekannter Schalte ; mit drei Stellungen verwendet wird, wobei in der ersten ("offenen") Stellung und in der zweiten Stellung ("Zwischenstellung") der Stromkreis unterbrochen und in der dritten ("geschlossenen") Stellung geschlossen ist, wobei der Schalter Regeleinrichtungen enthält, welche den Schalter aus der geschlossenen zumindest bis in die Zwischenstellung drücken und verhindern, dass er anschliessend wieder in die geschlossene Stellung gebracht wird, ohne vorher in die offene Stellung gebracht worden zu sein.
Bei der erfindungsgemässen Einrichtung kann der Schaltteil von der offenen Stellung zur Zwischenstellung und von dieser in die geschlossene Stellung bewegt werden. Diese Bewegung erfolgt gegen den Einfluss einer Einrichtung, die den Schaltteil von der geschlossenen Stellung wenigstens zur Zwischenstellung zu drücken versucht. Sobald der Schaltteil an der Zwischenstellung vorbei in die geschlossene Stellung und von dort zurück in die Zwischenstellung bewegt wurde, kann er nicht noch einmal in die geschlossene Stellung bewegt werden, ohne zuvor in die offene Stellung gebracht worden zu sein.
Das automatische Wegdrücken des Schaltteiles aus der geschlossenen Stellung erfolgt entweder nur bis zur Zwischenstellung oder wahlweise über die Zwischenstellung bis zur offenen Stellung.
Vorzugsweise wird der Schalter durch einen Schlüssel betätigt, der nur dann eingeführt und herausgezogen werden kann, wenn sich der Schalter in der offenen Stellung befindet.
Derartige Schalter sind an und für sich für andere Zwecke bekannt. So werden sie beispielsweise in Kraftfahrzeugen dazu verwendet, das Einschalten des Anlassers bei laufendem Motor zu verhindern.
Nach einer Ausführung der Erfindung enthält die erfmdungsgemässe Sprengzündereinrichtung einen Stromkreis mit wenigstens zwei parallel zu einer Batterie geschalteten Zweigen, wobei in einem Zweig die zwei Anschlussklemmen für den Sprengzünder mit dem Kontrollschalter in Serie liegen, während im andern Zweig ein einfacher mit dem Kontrollschalter kombinierter Schalter in Serie mit
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einer Grubenhelmlampy liegt. Wenn der Kontrollschalter geschlossen wird, schliesst er den entsprechenden Stromzweig und unterbricht diesen sowohl in der offenen als auch in der
Zwischenstellung. Der einfache Schalter im zweiten Stromkreis ist so eingerichtet, dass er während der
Bewegung des Kontrollschalters aus der Zwischenstellung in die geschlossene Stellung geöffnet wird.
Der Stromkreis kann einen dritten Zweig enthalten, der ebenfalls parallel zur Batterie geschaltet ist und durch den Kontrollschalter betätigt wird. Dieser verbindet eine Warneinrichtung mit der Batterie erst dann, wenn er sich bei der Bewegung in die geschlossene Stellung in der Zwischenstellung befindet, während die Warneinrichtung in der offenen Stellung des Kontrollschalters ausgeschaltet ist.
Vorzugsweise ist der Kontrollschalter so eingerichtet, dass die Warneinrichtung erst dann eingeschaltet wird, wenn sich der Kontrollschalter zwischen der geschlossenen Stellung und der
Zwischenstellung befindet.
Nach einer andern Ausführung der Erfindung enthält die Sprengzündereinrichtung einen
Kondensator, der über den Kontrollschalter parallel zum Zünder geschaltet ist sowie eine
Aufladeeinrichtung für den Kondensator, die dann über den Kontrollschalter an eine elektrische
Kraftquelle angeschlossen wird, wenn der Kontrollschalter in Zwischenstellung ist. Ist der
Kontrollschalter eingeschaltet, verbindet der Kondensator die beiden Anschlüsse als Zünder.
Der Stromkreis kann so eingerichtet sein, dass der Kondensator bei der offenen Stellung des
Kontrollschalters entladen wird. Entsprechend können ein Entladewiderstand und ein einfacher Schalter mit dem Kontrollschalter vorgesehen werden, die in Serie parallel zum Kontrollschalter geschaltet sind, wobei dieser Schalter mit dem Kontrollschalter kombiniert ist und der einfache Schalter geschlossen ist, wenn sich der Kontrollschalter in offener Stellung befindet. Er öffnet sich erst bei der Bewegung des
Kontrollschalters aus der offenen Stellung.
Im nachstehenden werden einige bevorzugte Ausführungen der Erfindung an Hand der Zeichnungen beschrieben, doch sollen die dargestellten Ausführungsbeispiele die Erfindung nicht auf diese Möglichkeiten ihrer Verwirklichung beschränken.
Fig. l zeigt einen Kontrollschalter in Seitenansicht und teilweise im Schnitt entlang der Linie II in Fig. 4 ; Fig. 2 ist ein vergrössertes Schaubild von Teilen des Schalters nach Figl ; Fig. 3 zeigt einen Schnitt entlang der Linie III-III mit dem Kontrollschalter in offener Stellung ; Fig. 4 einen Schnitt nach der Linie IV-IV mit dem Schalter in offener Stellung ; Fig. 5 einen Schnitt entlang der Linie III-111 in Fig. 1 mit dem Schalter in Zwischenstellung nach Bewegung aus der offenen Stellung und auf dem Wege in die geschlossene Stellung ; Fig. 6 zeigt dasselbe im Schnitt nach der Linie IV-IV in Fig. l ;
Fig. 7 ist der Schnitt eines Teiles des Kontrollschalters entlang der Linie III-III in Fig. 1, wobei sich der Schalter gerade über der Zwischenstellung auf dem Wege in die geschlossene Stellung befindet; Fig.8 ist ein Schnitt nach der Linie III-III in Fig. 1 bei eingeschaltetem Kontrollschalter ; Fig. 9 ein entsprechender Schnitt entlang der Linie IV-IV in Fig. 1 ; Fig. 10 zeigt einen Schnitt nach der Linie III-III in Fig. 1 mit dem Kontrollschalter in der Zwischenstellung nach der Bewegung aus der eingeschalteten Stellung und auf dem Wege in die offene Stellung ; Fig. 11 dasselbe im Schnitt nach der Linie IV-IV in Fig. l ; Fig. 12 ist das Schaltbild eines Ausführungsbeispieles der elektrischen Sprengzündereinrichtung unter Anschluss des Kontrollschalters nach Fig. 1 bis 11 ;
Fig. 13 ein schematisches Schaubild der Schaltung nach Fig. 12 unter Verwendung einer Schutzhülle ; Fig. 14 ein Schaubild eines Teiles einer Bergmannsbatterie, in dem eine bevorzugte Form der Hülle für die erfindungsgemässe Einrichtung und die Art von deren Anbringung an die Batterie gezeigt ist und Fig. 15 ein Schaltbild eines weiteren Ausführungsbeispieles unter Verbindung des Kontrollschalters nach Fig. bis 11.
Die Fig. 1 und 2 zeigen einen Kontrollschalter-A-, der aus einer Buchse-l-besteht, in der sich ein Schloss geeigneter Ausführung befindet, das nur die Einführung eines Schlüssels-2-von bestimmter Form durch das Schlüsselloch erlaubt. Der Schlüssel bewegt sowohl den Schlossmechanismus als auch den Zapfen--3-, der am äusseren Endendes Schlosses festsitzt und in das Gehäuse --4-- ragt, auf dem die Buchse-l-sitzt. Das Schloss ist so eingerichtet, dass der Schlüssel nur dann eingeführt oder herausgezogen werden kann, wenn der Kontrollschalter in offener Stellung ist.
Der Zapfen-3-enthält einen inneren Teil-5-mit einander gegenüberliegenden, normal zur Oberfläche des Zapfens verlaufenden Flügeln --5a--, die in entsprechende Ausnehmungen in einer Bohrung durch das Kontrollelement --6-- eingreifen können. Dieses Kontrollelement-6zusammen mit dem Zapfen--3--, also auch zusammen mit dem Schlossmechanismus, ist drehbar.
Der äussere Teil --7-- des Zapfens --3-- ragt durch die Abschlussplatte --8-- des Gehäuses - -4--.
Die Drehung des Zapfens --3-- beschränkt sich auf den Bereich zwischen der geschlossenen
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und der offenen Stellung des Schalters, wobei die Bewegung durch ein Paar von gegenüberliegenden, radial gerichteten Stiften --9-- im äusseren Teil --10-- des Schlosses begrenzt wird, da die Stifte --9-- nur zwischen einem mit dem Gehäuse-4-verbundenen Paar von Anschlägen-11--in entlang des Umfanges verlaufenden Ausnehmungen (nicht gezeigt) bewegbar aind.
Das Kontrollelement --6-- besteht aus einer platte --12-- mit einer Eglernase --12a--, die mit dem Kipphebel --13-- zusammenwirkt, der rotierbar auf der mit dem Gehäuse --4-verbundenen Achse --15-- gelagert ist und seinerseits mit der Blattfeder --14-- zusammenwirkt.
Das Kontrollelement enthält ferner einen Zapfen-16-, der zum Eingriff in eine entsprechende Ausnehmung-17-der Schaltplatte-18-geeignet ist, so dass diese die Rotationsbewegung des Kontrollelementes --6-- und damit auch des Schlosszapfens --3-- mitmacht,
Der Zapfen--16--des Kontollelementes weist einen Vorsprung --19-- auf, der in einer Aussparung --20-- der Endplatte --8-- rotieren kann und während eines Teiles seiner Drehbewegung das Ende --21a-- der in der Endplatte --8-- angebrachten Schraubenfeder --21-- mitnehmen kann. über den Umfang der inneren Fläche der Endplatte --8-- sind drei Kontakte - -22a, 22b, 22c-- verteilt.
Diese Kontakte --22a,22b,22c-- sind in einem Stück mit den verbindenden Teilen hergestellt, die durch die Endplatte --8-- ragen und an ihren Aussenseiten Anschlüsse--23a, 23b,23c--aufweisen.
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--18-- weist- -18a, 18b, 18c-- auf, die über die Nockenfläche --24-- an der Innenseite der Endplatte gleiten können. Zwischen der Platte-12-des Kontrollelementes-6-und der Schaltplatte --18-angebrachte Federn --25-- drücken die Schaltplatte gegen die Kontakte --22a,22b,22c-- .
Fig. 3 zeigt die Kontrollplatte-12-und den Kipphebel --13-- der Regeleinrichtung bei offener Stellung des Kontrollschalters, wobei die Klinke --13a-- des Kipphebels --13-- an einer Seite des Knickes-14a-der Blattfeder-14-anliegt. Aus Fig. 4 geht hervor, dass in dieser offenen Stellung der Vorsprung --19-- des Kontrollzapfens --16-- vom Ende --21a-- der Schraubenfeder--21--einen gewissen Abstand hat. Ausserdem befinden sich die Vorsprünge --18a, 18b und 18c-- der Schaltplatte --18-- auf erhabenen Teilen der Nockenfläche --24-- in Aussparungen-26-, so dass die Schaltplatte --18-- von den Kontakten --22a,22b,22c--, wie in Fig. l gezeigt, einen Abstand hat.
Durch Drehung des Schlüssels --2-- im Uhrzeigersinn (Pfeil X in Fig. l) dreht sich das Kontrollelement--6--in Fig. 3 entgegen dem Uhrzeigersinn und bewegt dabei den Schalter aus der offenen Stellung in die Zwischenstellung, wie in Fig. 5 und 6 dargestellt.
Aus Fig. 5 geht hervor, dass die Reglernase--12a--auf der Platte-12-die Klinke --14b-- des Kipphebels --13-- berührt, ohne dass dieser selbst verschoben wurde, so dass also die Klinke-13a-des Kipphebels-13-immer noch auf derselben Seite des Knickes-14a-der Feder --14-- liegt, wie in Fig. 3 dargestellt. Aus Fig. 6 geht hervor, dass der Vorsprung --19-- am Kontrollzapfen--16--nun das Ende --21a-- der Schraubenfeder --21-- berührt, jedoch noch ohne die Feder zu spannen. Die drehbaren Teile des Schalters können nun ungehindert zwischen der offenen Stellung und der Zwischenstellung bewegt werden.
Die Vorsprünge --18a-- auf der Schaltplatte --18-- sind aus den Aussparungen --26-- der erhabenen Teile der Nockenfläche - entfernt und befinden sich in einer Stellung, in der sich der Vorsprung-18b--in der Aussparung --27-- befindet, welche auf der Nockenfläche --24-- niedriger liegt als die Ausnehmungen-26- ; in dieser Stellung befinden sich die Vorsprünge --18a und 18c-in niedrigeren Bereichen --28-- der Nockenfläche --24--, so dass die Schaltplatte --18-- schräg zu den Rändern der Vertiefungen --29a und 29c-- liegt, die die Kontakte --22a und 22c-kurzschliessen, wobei aber die Vertiefung --29b-- der Schaltplatte --18-- vom Kontakt --22b-einen gewissen Abstand hat ;
letzterer bleibt somit von den beiden andern Kontakten getrennt.
Durch weitere Drehung des Schlüssels --2-- im Uhrzeigersinn (Pfeil X in Fig. l) wird das Kontrollelement --6-- gegen den Widerstand der Schraubenfeder --21-- verschoben und spannt sie, wobei das Kontrollelement --6-- und die mit diesem rotierenden Halteteile zurück in die Zwischenstellung gedrückt werden. Ausserdem (vgl. Fig. 7) erfasst die Reglernase--12a-auf der Platte
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zueinander in Beziehung, dass bei Zwischenstellung des Kontrollschalters-A-der Kippschalter --36-- immer noch geschlossen ist, so dass die Grubenhelmlampe im Betrieb bleibt.
Nach weiterer Drehung des Schlüssels-2-bewegt sich der Kontrollschalter-A-aus der
Zwischenstellung in die geschlossene Stellung, in der alle drei Kontakte-22a, 22b und 22c-des
Kontrollschalters--A--miteinander verbunden werden. Das Warnlicht--39--bleibt dabei in
Betrieb und die Kontakte --34-- stehen mit der Batterie --32-- in Verbindung, so dass der Zünder unter Spannung steht und die Sprengung verursacht wird. Gerade bevor der Kontrollschalter-A-- die geschlossene Stellung erreicht, in der die Zündung ausgelöst wird, öffnet sich der Betätigungshebel --38-- des Kippschalters --36-- durch Einwirken der Kurbel --37-- auf diesen, so dass für die
Betätigung des Zünders die volle Batteriespannung zur Verfügung steht.
Das schont nicht nur die
Batterie, sondern verbessert auch die Zündleistung. Zündversager werden dadurch soweit wie möglich vermieden.
Sobald die Zündung ausgelöst und der Schlüssel --2-- losgelassen wird, wird der
Kontrollschalter-A-in die Zwischenstellung zurückgedrückt, wobei die Anschlüsse-34-von der Batterie getrennt sind, das Warnlicht aber immer noch in Betrieb ist. Der Kontrollschalter kann nicht direkt in die geschlossene Stellung zurückbewegt werden, sondern muss zuerst in die offene
Stellung gebracht werden. Das erfordert überlegtes Handeln des Bedienungspersonals, bevor in die geschlossene Stellung zurückgeschaltet werden kann.
Auf diese Weise hat das Personal Zeit, seine
Handlungen zu überlegen, um die Gefahr eines Zurückschaltens zur geschlossenen Stellung unter möglicherweise gefährlichen Bedingungen zu verringern ; solche gefährliche Bedingungen bestehen insbesondere nach einer Fehlzündung, wenn Arbeiter zur Stelle des geladenen Bohrloches eilen.
Durch Bewegung des Kontrollschalters-A-aus der Zwischenstellung in die offene Stellung werden die Kontakte-22c und 22a-voneinander getrennt, so dass das Warnlicht erlischt. Durch die Art des Kontrollschalters-A-wird also eine zufällige Auslösung des Zünders stark verringert. Dass sich der Schalter einer Stellung nähert, in der eine Sprengung ausgelöst wird, zeigt nicht nur das Warnlicht-39-als sichtbares Warnzeichen an, sondern der Bewegungswiderstand von der Zwischenstellung in die geschlossene Stellung durch den Druck der Feder lässt das Personal noch zusätzlich darauf aufmerksam werden.
Dass der Kontrollschalter automatisch von der geschlossenen Stellung in die Zwischenstellung zurückgedrückt wird, verhindert die gefährliche Situation eines zufälligen Verbleibens des Schalters in der Zündstellung ; dies könnte katastrophale Folgen haben, wenn jemand die Leitungen --41-- mit dem Zünder in einem geladenen Bohrloch in Verbindung brächte.
Da der Kontrollschalter --A-- nur durch einen Schlüssel von bestimmter Grösse betätigt werden kann, ist ein unbefugtes Schliessen des Schalters beinahe ausgeschlossen.
Es ist üblich, den Deckel der Bergmannsbatterie und die Hülle des Sprengzünders auf diesem so zu befestigen, dass ihr unbefugtes Entfernen beinahe ausgeschlossen ist. Aus Fig. 14 geht hervor, dass die Hülle-33a-mit an ihr befestigten, horizontal verlaufenden Befestigungsteilen --42-- versehen ist, die nicht von der Aussenseite der Hülle entfernt werden können. Die Befestigugsteile --42-können z. B. vom Innern der Hülle an diese geschweisst oder gelötet sein. Die Befestigungsteile-42weisen mit Gewinden versehene Bohrungen --43-- zur Aufnahme von Bolzen oder Schrauben - 44--auf, welche vom Innern der Batteriehülle durch diese ragen.
In der Hülle --33-- ragt ein Teil --33b-- über die Anschlüsse-34-, so dass diese vor Kurzschluss gesichert sind.
Bei dem Schaltplan entsprechend Fig. 12 wird die Sprengung direkt von der Batterie--32bewirkt. Die Anzahl der Zündungen, die vor Aufladen der Batterie durchgeführt werden können, ist daher beschränkt. Der Schaltplan entsprechend Fig. 15 ermöglicht eine grössere Anzahl von Sprengungen, die von einer Batterie vor deren Aufladen ausgelöst werden können.
Die Anschlüsse --46-- können an jede geeignete Gleichspannungsquelle, z. B. eine Bergmannsbatterie, angeschlossen werden. Die Anschlüsse --46-- werden an einen Umformerstromkreis angeschlossen, welcher Wechselspannung von einem höheren Betrag liefern kann als die an die Anschlüsse-46-angeschlossene Spannungsquelle. Der negative Anschluss --46-- ist mit dem Umformer über die Kontakte-22a und 22c-verbunden.
Der Umformerkreis enthält den Transistor --47-- und den Transformator --48-- mit Primärwindungen-49a und 49b-und der Sekundärwindung --50--. Wird der Kontrollschalter - in Zwischenstellung gebracht, so dass die Kontakte-22c und 22a-- kurzschliessen, so wird der negative Anschluss --46-- mit dem Kollektor des Transistors --47-- verbunden, um den Kollektor in bezug auf den Erreger des Transistors --47-- negativ zu machen und den Stromfluss durch den Transistor vom Emitter in Richtung des Kollektors und damit auch durch die
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des Transistors --47-- verbunden ist.
Der Stromfluss durch die Primärwindung-49b-ist so gerichtet, dass er den Kollektor des Transistors --47-- in bezug auf den Emitter periodisch negativ macht, wobei der Stromfluss durch den Transistor --47-- in gleicher Periode unterbrochen ist. Beim Aufhören des Stromflusses durch den Transistor --47-- hört auch der Stromfluss durch die Primärwindung --49a-- auf und beendet damit den Stromfluss durch die Primärwindung --49b--, so dass der Kollektor des Transistors --47-- in bezug auf den Emitter negativ wird und der Stromfluss durch den Transistor somit ermöglicht ist.
In der Primärwicklung --49a-- fliessen daher intermittierende Ströme, so dass der Transformator --48-- über die Sekundärwindung --50-Wechselspannung liefert.
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Kondensatoren--52--zu ihrem Aufladen gelegt. Als Anzeiger wird eine Neonröhre-53-über die Kondensatoren --52-- in Serie mit dem Widerstand --54-- und einer zusätzlichen Sekundärwindung --50a-- geschaltet Die Werte der Stromkreiselemente sind so bemessen, dass bei voller Ladung der Kondensatoren die über die Neonröhre-53-anliegende Spannung gerade gross genug ist, die Zündung und den Stromfluss durch diese zu ermöglichen.
Das Aufleuchten der Röhre --53-- zeigt an, dass die Kondensatoren --52-- voll geladen sind und die Sprengung beginnen kann.
Die Kondensatoren --52-- sind mit den Anschlüssen-55-über die Kontakte-22a und 22b--des Kontrollschalters-A--verbunden. Durch die Bewegung des Kontrollschalters in die geschlossene Stellung werden alle drei Kontakte-22a, 22b und 22c-kurzgeschlossen, so dass die Kondensatorspannung an die Anschlüsse-55-gelegt wird, an welche ein elektrischer Zünder od. dgl. angeschlossen ist. Die Kondensatoren --52-- können sich also über den Zünder zur Auslösung der
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Stromstoss erreichen.
Um zu verhindern, dass die Anschlüsse --55-- unter Spannung stehen, wenn der
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-57-- an die Kondensatoren --52-- gelegt.- kombiniert, so dass, wenn letzterer in offener Stellung wie in Fig. 15 steht, der Schalter --57-- geschlossen und die Kondensatoren --52-- entladen werden. Durch Weiterbewegung des Kontrollschalters-A-von der offenen Stellung wird der Schalter-57-geöffnet und entfernt den Widerstand --56-- von den Kondensatoren-52--, was deren Ladung ermöglicht. Der Schalter --57-- bleibt offen, bis der Kontrollschalter-A-in die offene Stellung zurückkehrt.
Solange der Kontrollschalter--A-zum Auslösen der Sprengung geschlossen ist, stellt der Kontrollschalter-A-zwischen der Kraftquelle, die an den Anschlüssen-46-liegt, und dem Umformerstromkreis eine Verbindung her, wodurch die Kondensatoren aufgeladen werden. Durch Herausziehen des Betätigungsschlüssels bei geschlossener Stellung des Kontrollschalters--A--wird dieser automatisch in die Zwischenstellung zurückgedrückt und trennt die Anschlüsse --55-- von den Kondensatoren-52--. Der Schalter kann nicht direkt in die geschlossene Stellung zurückbewegt werden, um die Anschlüsse --55-- wieder unter Spannung zu legen, sondern muss zuerst in die offene Stellung zurückgebracht werden,
in der sich die Kondensatoren --52-- über den Widerstand --56-- entladen. Eine zufällige Auslösung der Zündung wird dadurch weitgehend verhindert.
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Stellung nähert, in der eine Sprengung ausgelöst wird. Wie in der Anordnung in Fig. 12 macht der Druck auf den Schalter--A--darauf aufmerksam, dass sich der Schalter der Zündstellung nähert.
Der Stromkreis in Fig. 15 lässt sich mit einer Bergmannsbatterie und einer Grubenhelmlampe in Verbindung bringen und an die Batterie in einer Hülle, ähnlich der Hülle --33a-- in Fig. 14, anschliessen. Es kann aber auch jede sonstige geeignete Stromquelle Verwendung fmden. Beim Stromkreis in Fig. 15 lässt sich die Schraubenfeder --21-- des Kontrollschalters --A-- so anordnen, dass der Vorsprung --19-- auf dem Kontrollelement-6-das Ende-21a-der Feder während der Bewegungsdauer des Vorsprunges --19-- zwischen der offenen und der geschlossenen Stellung des Schalters berührt. Der Schalter wird somit von der geschlossenen in die offene Stellung zurückgedrückt.
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Zahlreiche Varianten der erfindungsgemässen Anordnung lassen sich zur Lösung der gestellten Aufgabe erstellen, die alle unter den Schutzbereich fallen sollen.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Schaltung für elektrische Sprengzünder, in welcher eine Spannungsquelle, ein Kontrollschalter und mindestens ein elektrischer Sprengzünder od. dgl. in Serie geschaltet sind, wobei der Sprengzünder
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an sich bekannter Schalter (A) mit drei Stellungen verwendet wird, wobei in der ersten ("offenen") Stellung und in der zweiten Stellung ("Zwischenstellung") der Stromkreis unterbrochen und in der dritten ("geschlossenen") Stellung geschlossen ist, wobei der Schalter (A) Regeleinrichtungen enthält, welche den Schalter (A) aus der geschlossenen zumindest bis in die Zwischenstellung drücken und verhindern, dass er anschliessend wieder in die geschlossene Stellung gebracht wird, ohne vorher in die offene Stellung gebracht worden zu sein.
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