<Desc/Clms Page number 1>
Kreisschneidapparat
EMI1.1
<Desc/Clms Page number 2>
Zerspanung auftretenden Kräfte bestrebt, den Stahl von der Schnittstelle weg zu verschwenken und dadurch die Spantiefe zu vermindern. Der Halter wird dabei auf Torsion beansprucht und tendiert dazu, sich zu verwinden und sich dabei von der Schnittstelle abzuheben, wenn der Schnittwiederstand ansteigt. Auf diese Weise gelingt es überraschend tiefe Nuten einzustechen, u. zw. auch in spanabhebend schwer bearbeitbare Materialien.
Der dabei erzeugte Span hat die Tendenz, sich im Querschnitt zu wölben, wodurch er ohne sich zu verklemmen leicht aus der Nut heraus gelangt. Es lassen sich beispielsweise Nutentiefen in Stahl bis 35 und 250 mm Durchmesser erreichen, mit einem Stahl, der aus einem Vierkant-Rohling von 6 mm Kantenlänge hergestellt wurde. Bei umschlagseitiger Bearbeitung können somit zylindrische öffnungen in Platten bis zu 70 mm Dicke hergestellt werden
Der Kreisschneid-oder Ausdreh-Apparat weist einen Konus-l-auf, mit welchem dieser Apparat in die Spindel einer Bohr-oder Fräsmaschine eingesetzt werden kann. Der Konus--l-- bildet mit dem Kopf--2--ein einziges Stück.
Im Unterteil dieses Kopfes--2--ist eine rinnenförmige ausnehmung --3-- vorhanden, in welche ein Vierkant-Halter-4-
EMI2.1
mit einem zapfenförmigen, nach abwärts ragenden Ansatz--7--versehen, der in eine Vertiefung - -14-- eingreift, von der sich eine Mehrzahl in Form einer Längsreihe auf der Oberseite des Halters --4-- befindet. Die Gewindespindel --5-- durchdringt diese Gewindemutter-6--, ist an ihrem
Kopf mit einem Innensechskant --8-- versehen und wird aussen von einer Skalascheibe --9-umgeben, auf welcher das Mass der Verstellung auf Teilstrichen abgelesen werden kann.
Im Halter --4-- befindet sich auf der einen Stirnseite eine sich in Axialrichtung erstreckende Bohrung - -12--, in welche ein Zapfen --19-- eingesetzt ist. Der Zapfen --19-- ragt von einem Einsatzstück--13--ab, das seinerseits mit einer Vertiefung zur Aufnahme eines Nutenstahls - versehen ist. Die Längsachse --a-- (Fig2) dieses Nutenstahls --30-- ist, von der Schneidkante aus betrachtet, nach vorne, also in Drehrichtung, geneigt und besitzt einen positiven Spanwinkel.
An. der Wurzel des Zapfens --19-- befindet sich eine Kerbverzahnung-15--, welche mit einer Gegen-Kerbverzahnung am Bohrungsrand des Halters --4-- zum Zusammenwirken bestimmt ist und eine feinstufige Winkelverstellung des Einsatzstückes --13-- und damit des Nutenstahls gestattet.
Der Halter --4-- ist am entgegengesetzten Ende mit einer zur Bohrung --12-- quer verlaufenden Bohrung--18--versehen, die ebenfalls mit einer Kerbverzahnung--15--versehen ist. In diese Bohrung --18-- lässt sich ein Ausdrehwerkzeug --42-- einsetzen und durch einen Sicherungsring --21-- in der eingesetzten Lage festhalten. Somit kann der gleiche Halter-4wahlweise sowohl für Kreisschneidarbeiten bzw. zum Ausstechen von Nuten als auch zum Ausdrehen zylindrischer Bohrungen verwendet werden.
Damit der Apparat relativ zum Werkstück einfach zentriert werden kann, ist gemäss Fig. 2 ein federnder Niederhalter --25-- vorgesehen, in welchen unten im Zentrum eine drehbar abgestütze Spitze --26-- eingesetzt ist. An Stelle dieser Spitze-26-lässt sich auch ein kurzer Bohrer - -35-- einsetzen, wie dies aus Fig. 6 hervorgeht. Der als Ganzes wegnehmbare Niederhalter-25wird durch zwei Federn-27--in Führungshülsen-34-axial verschiebbar gehalten. Die Federn - 27-werden oben durch eine auf-und abbeweglich gehaltene Druckplatte --48-- abgestützt. Oberhalb der Druckplatte liegt eine Tellerfeder --51--, welche sich innen auf einem Sprengring --50-- und aussen auf einer Schulter einer Überwurfmutter --36-- abstützt.
Die rinnenförmige Ausnehmung ist unten von eine Klemmplatte --28-- begrenzt, die durch Schaftschrauben-29-an einem im Oberteil des Kopfes angeordneten Spannring --32-- befestigt ist. Dieser Spannring --32-- ist aussen mit einem Gewinde versehen, das in die aufgeschraubte
EMI2.2
entsprechende Drehbewegung der Überwurfmutter --36-- die Klemmplatte --28-- mit Hilfe der Schaftschrauben-29-druckausgleichend gegen die Unterseite des Halters --4-- angepresst werden.
Anderseits bewirkt eine Verdrehung dieser Überwurfmutter --36-- in der Gegenrichtung, dass sich die Klemmplatte-28-, die unter der Wirkung von Druckfedern --37-- steht nach abwärts bewegt, wodurch ein Ausrasten des Zapfens --7-- aus der jeweiligen Vertiefung-14möglich gemacht wird, so dass dann der Halter --4-- in Axialrichtung verschoben und in eine andere gewünschte Vertiefung--14--zum Einrasten gebracht werden kann. In Fig. 6 sind Zapfen--6-und Halter-4-in der ausgerasteten Lage gezeichnet ; in Fig. 1 stehen diese Teile miteinander in Eingriff.
<Desc/Clms Page number 3>
Damit die Hülsen --34-- des Niederhalters --25-- unter der Wirkung der Feder-27nicht aus den Bohrungen --38-- herausgeschoben werden, ist eine Arretierscheibe-40- (Fig. 4) vorhanden, welche gegen eine Schulter --41-- am Mantel der Hülse --34-- zum Anliegen kommt.
Diese Schulter --41-- wird beim Übergang von einer angefrästen Fläche-42-erzeugt, welche sich von der Schulter --41-- ausgehend nach abwärts erstreckt, so dass sich also von der dargestellten Lage aus der Niederhalter --25-- unter Überwindung des Druckes der Federn --27-- in Axialrichtung nach oben schieben lässt. Eine zweite Arretierscheibe --43-- (Fig.5) befindet sich in
EMI3.1
ausgebildet und enthält im Innern eine Feder-45--, welche bestrebt ist, diese Scheibe --43-- in die in Fig. 5 dargestellte Endlage zu drücken.
Diese Arretierscheibe --43-- wird vor Arbeitsbeginn in Richtung des Pfeiles D verschwenkt, so dass sie in die Ausnehmung --44-- hinein gelangt und dort allein durch die Reibung bzw. Klemmwirkung an der die Ausnehmung --44-- oben begrenzenden Schulter --46-- festgehalten wird, solange vom Niederhalter --25-- her ein Gegendruck (Bohrdruck) vorhanden ist. Diese Arretiereinrichtung wird dann verwendet, wenn vorerst mit Hilfe des Bohrers--35--ein Zentrierloch gebohrt werden soll, wobei während des Bohrvorganges ein axiales Zurückweichen des Niederhalters --25-- verhindert werden soll.
Diese zeitweilige Arretierung erfolgt durch die Arretierscheibe-43--, die von Hand in Richtung des Pfeiles D verschwenkt und in dieser Arretierlage gehalten wird, worauf der ganze Apparat nach abwärts bewegt wird, bis die Spitze des Bohrers --35-- auf dem Werkstück zum Aufliegen kommt. Da die Feder --45-- nur einen schwachen Druck in der dem Pfeil D entgegengesetzten Richtung ausübt, genügt die Klemmwirkung, welche von der die Ausnehmung-44-begrenzenden Schulter-46-auf die Stirnseite der Arretierscheibe --43-- ausgeübt wird, um diese am Zurückschwenken zu verhindern.
Sobald das Loch fertig gebohrt ist, hört mit dem Durchdringen des Bohrers --35-- durch das Werkstück der zuvor vorhandene Axialdruck auf die Arretierscheibe-43-auf, und als Folge davon gelangt diese ausser Eingriff mit der Schulter-46-, indem sich diese Arretierscheibe-43-in der zum Pfeil D entgegengesetzten Richtung verdreht. Hierauf kann mit Hilfe des zuvor in die richtige Lage gebrachten Nutenstahls --30-- ohne Werkzeugwechsel eine Nut ausgestochen werden, wobei dann der Niederhalter --25-- mit zunehmender Eindringtiefe des Nutenstahls zurückweicht, indem die Hülsen --34-- mehr und mehr in die Bohrungen --38-- hineingelangen.
In den Fig. 7 bis 9 ist ein Kreisschneider von etwas einfacherer Ausbildung gezeigt. Der
EMI3.2
Kopfoberteil ein Gewinde --69-- und im Kopfunterteil eine Schulter --70-- für den Schraubenkopf vorhanden. Damit die von der Schraube --68-- aufzubringende Kraft zur federnden Deformierung des Materials nicht zu gross wird, ist auf der der Nut --64-- gegenüberliegenden Seite des Kopfes ein Loch --71-- angebohrt, welches zugleich bei hoher Drehzahl eine Unwucht verhindert oder mindestens herabsetzt.
Auf dem dem Schaft --62-- gegenüberliegenden unteren Ende des Kopfes --61-- befindet sich ein kurzer Bohrer --72-- mit einem zylindrischen hinteren Schaftteil --73--. Dieser Bohrer - 72-verläuft koaxial zur Drehachse --63-- und trägt am Schaftteil eine angeschrägte Fläche, die mit einer Kugel-74-zum Zusammenwirken bestimmt ist. Diese Kugel --74-- wird durch den Kopf der Schraube --68-- in die Anschrägung hineingedrückt, so dass beim Festziehen der Schraube --68-- gleichzeitig auch der Bohrer --72-- festgehalten wird.
Der Schneidstahl --6-- ist bezüglich der Arbeitsdrehrichtung von der Schneide --67-- aus betrachtet nach vorne geneigt, u. zw. um einen Winkel von 6 bis 200, vorzugsweise 10 bis 150. Dieser Nutenstahl ist ebenfalls mit einem positiven Spanwinkel versehen und nach hinten freigeschliffen, so dass er nicht an den Nutenwandungen reibt. Der Nutenstahl weist vorzugsweise einen Drall auf, wodurch die Nutentiefe verhältnismässig gross gewählt werden kann, ohne dass der Schneidstahl im
<Desc/Clms Page number 4>
EMI4.1
lässt sich der Stahl leicht auswechseln und entlang seiner Längsachse verschieben. Durch die Neigung dieses Nutenstahls ergibt sich für diesen eine gute Federwirkung, indem er beim Schneiden nach hinten
EMI4.2
bestehen, wie sie für andere spanabhebende Werkzeuge üblich sind.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Kreisschneidapparat zur Herstellung runder Werkstück-Öffnungen mit mindestens einem Einsteckstahl, der schief zur Drehachse verläuft und dessen Schneide einen positiven Spanwinkel
EMI4.3