AT270545B - Automatische Gärvorrichtung und Verfahren zu ihrem Betrieb - Google Patents

Automatische Gärvorrichtung und Verfahren zu ihrem Betrieb

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AT270545B
AT270545B AT622767A AT622767A AT270545B AT 270545 B AT270545 B AT 270545B AT 622767 A AT622767 A AT 622767A AT 622767 A AT622767 A AT 622767A AT 270545 B AT270545 B AT 270545B
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AT
Austria
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fermentation
chamber
automatic
shut
flood
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AT622767A
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English (en)
Inventor
Eduard Schmuziger
Original Assignee
Waagner Biro Ag
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  • Apparatus Associated With Microorganisms And Enzymes (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Automatische   Gärvorrichtung   und Verfahren zu ihrem Betrieb 
 EMI1.1 
 

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 Gärvorrichtung eingebracht und das Absperrorgan in der Rücklaufeinrichtung so geöffnet wird, dass das Gärgut im Gärraum vom gärenden Most   übersprüht,   und so der Gärungsprozess und damit die Automatik der Gärvorrichtung in Gang gebracht wird. 



   Der Gegenstand der Erfindung ist in Fig. l und 2 der Zeichnungen schematisch und beispielsweise dargestellt. Die in den Figuren eingezeichneten Gärflüssigkeitsspiegel entsprechen einem Zeitpunkt während der Füllung des überflutraumes.   Fig. 1   zeigt eine erfindungsgemässe Ausführungsform der Gärvorrichtung. Fig. 2 zeigt eine geänderte Ausführungsform mit kühlbarem Steig-und Rücklaufrohr. 



   In Fig. l ist schematisch ein Gärapparat im Aufriss dargestellt. Die   Gärvorrichtung-3-weist   zwei getrennte Räume, den   Gärungsraum-6-und   den   überflutraum --5-- auf.   Zwischen den beiden Räumen ist ein geneigter ebener   Boden --9-- angeordnet.   Die beiden Räume sind durch eine rohrförmige Steig- und Rücklaufeinrichtung --1-- miteinander verbunden, welche im oberen Teil des Gärraumes die Wandung der Gärvorrichtung durchdringt und an der tiefsten Stelle des Überflutraumes--5-in denselben einmündet. In dem Stück der Rücklaufeinrichtung, welches an der   Aussenseite--2--der Gärvorrichtung--3--angeordnet   ist, ist ein Absperrorgan--4--, insbesondere ein Mehrweghahn, vorgesehen.

   Dieses Absperrorgan dient dazu, die Automatik der Gärvorrichtung, das ist das selbsttätige Befüllen und Entleeren des überflutraumes, zu unterbrechen, indem ein Teil des gärenden Mostes im überflutraum gelagert wird. Nach Abschliessen des Absperrorganes und Entspannen des Gärungsraumes wird das Gärgut dem   Gärungsraum --6-- durch   eine nicht dargestellte Öffnung am tiefsten Punkt des Behälters entnommen. Zur Ausspülung der 
 EMI2.1 
 das   Absperrorgan --4-- wieder   geschlossen. Nun kann das frische Gärgut in den   Gärraum-6-   der Gärvorrichtung eingebracht werden. Es ist bekannt, dass der Most zur Erreichung der Gärung eine temperaturabhängige Lagerzeit benötigt.

   Diese Lagerzeit, in der keinerlei Umwälzung in der Gärvorrichtung vor sich geht, kann bedeutend abgekürzt werden, indem das Gärgut durch   übersprühung   mit gärendem Most in an sich bekannter Weise infiziert wird. Auf diese Weise wird es überflüssig, die Gärvorrichtung zu beheizen, um die Gärung bei kalter Witterung in Gang zu setzen. 



   Durch den Druck der Gärgase im   Gärraum-6-wird   der gärende Most durch die Öffnung --10-- in das Steigrohr gedrückt und strömt durch dasselbe in den überflutraum. Beim Absinken des Mostspiegels im Gärungsraum wird die untere   Öffnung-11--der   Entspannungseinrichtung frei, so dass die Kohlensäure entweichen kann. Durch diese Entspannung strömt das über dem Gärungsraum angeordnete Gärgut aus dem   überflutraum --5-- über   die kombinierte Steig-und 
 EMI2.2 
 Tresterhut, der oberhalb des Mostspiegels schwimmt, gesprüht. Mit der Entleerung des überflutraumes -   schliesst   sich der Flüssigkeitsverschluss der Entspannungseinrichtung-14--.

   Mit dem Schliessen des Flüssigkeitsverschlusses der Entspannungseinrichtung --14-- erhöht sich der Druck im Gärraum und das periodische Arbeitsspiel beginnt von neuem. Der Gärungsprozess wird nach etwa 20 h intensiver Gärung bei Erreichung von 25 bis   350Öchsle   unterbrochen, da zu diesem Zeitpunkt die maximale Farbausbeute gegeben ist. Zu diesem Zweck wird, wie bereits oben beschrieben, nach Füllung des überflutraumes das   Absperrorgan --4-- geschlossen,   und so der Rücklauf des Mostes aus dem überflutraum in den Gärungsraum verhindert. 



   In Fig. 2 ist eine Gärvorrichtung in einer ähnlichen Konstruktion wie in   Fig. 1   dargestellt. Diese Konstruktion ist für südliche Länder gedacht, wo eine Kühlung des Mostes für notwendig erachtet wird. 



  Zu diesem Zwecke ist die kombinierte   Steig-und Rücklaufeinrichtung-l-an   der Aussenseite des Gärständers mit einer   Kühleinrichtung-15-versehen.   



   Die erfindungsgemässe Gärvorrichtung ist derart ausgebildet, dass sie in der Zeit, wo kein Bedarf an einer Gärvorrichtung besteht, als zweiteiliger Lagerbehälter verwendet werden kann. Zu diesem Zwecke kann der überflutraum und auch der Gärraum jeweils unabhängig vom andern mit Lagergut gefüllt werden. Des weiteren eignet sich die Gärvorrichtung für andere Kellereiarbeiten, so   z. B.   zur Ausfällung des Weinsteines. 



   Die Gärvorrichtung wird vorzugsweise für die Vergärung von Rotwein-Most verwendet. Sie kann aber auch für die Erzeugung von Obstwein, wie Ribiselwein, dienen. 



   Die Gärvorrichtungen nach Fig. 1 und 2 weisen kombinierte Steig-und Rücklaufeinrichtungen   --l--   auf, die die Seitenwandung --8-- der Gärbehälter --3-- durchdringen. In der   Rücklaufeinrichtung--l--ist   ein Absperrorgen --4-- angeordnet, welches vorteilhafter Weise als Mehrweghahn ausgebildet ist. Durch diese Rücklaufeinrichtung ist es möglich, den überflutraum 

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 - mit dem   Gärungsraum --6-- oder   einen von beiden mit dem   Aussenraum --7-- zu   verbinden. Mit dem   Aussenraum --7-- ist   die Atmosphäre gemeint, gegebenenfalls kann an der Anschlussstelle auch eine Fördereinrichtung, insbesondere Schlauch angeschlossen werden, durch welche die im Behälter lagernde Flüssigkeit abgeleitet werden kann. 



   Die Erfindung ist nicht beschränkt durch die schematischen Figuren ; so kann selbstverständlich, ohne den Erfindungscharakter zu verändern, die Entspannungseinrichtung von Druckschaltern gesteuert werden. Es können ebenso an der Gärvorrichtung Messeirichtungen, Flüssigkeitsstandanzeiger, weitere   Ein-und Ausbringöffnungen,   sowie Mannlöcher angeordnet werden. 



   PATENTANSPRÜCHE : 
1. Automatische Gärvorrichtung, insbesondere für die Rotweingärung, bei welcher oberhalb eines geschlossenen, mit einer Öffnung zum Füllen und Entleeren versehenen Gärraumes ein überflutraum vorgesehen ist, der durch den Druck der gebildeten Gärgase mit gärendem Most aus dem geschlossenen Gärraum gefüllt wird, wofür eine rohrförmige Rücklaufeinrichtung aus dem überflutraum in den Gärraum vorgesehen ist, und welche Gärvorrichtung ferner eine Entspannungsvorrichtung aufweist, die beim Absinken des Mostspiegels im Gärraum eine Druckentlastung durch eine Verbindung mit der 
 EMI3.1 
 ein von der Aussenseite (2) der Gärvorrichtung (3) betätigbares Absperrorgan (4), insbesondere Mehrweghahn, angeordnet ist, das, entsprechend dem Bedarf, gestattet, den tiefer gelegenen Teil des Überflutraumes (5) mit dem Gärungsraum (6) oder einen von beiden (5,

   6) mit dem Aussenraum (7) zu verbinden und jeden beliebigen der drei Räume (5, 6, 7) von den beiden restlichen abzusperren. 
 EMI3.2 


Claims (1)

  1. an der Aussenseite (2) der Gärvorrichtung (3) liegenden Teile der Rücklaufeinrichtung (1) zumindest teilweise mit Kühleinrichtungen (15, Fig. 2) versehen sind. EMI3.3
    5. Automatische Gärvorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 4, d gekennzeichnet, dass die Rücklaufeinrichtung (1) demontierbar angeordnet ist.
    6. Automatische Gärvorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, d gekennzeichnet, dass der überflutraum (5) einen geneigten ebenen Boden (9) aufweist.
    7. Verfahren zum Betrieb einer automatischen Gärvorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 6, EMI3.4 Anstellmost, gefüllt wird, dass dann der tiefer gelegene Teil des überflutraumes vom Aussen-wie vom Gärraum abgesperrt, hierauf das Gärgut in den Gärraum der Gärvorrichtung eingebracht und das Absperrorgan in der Rücklaufeinrichtung so geöffnet wird, dass das Gärgut im Gärraum vom gärenden Most aus dem überflutraum übersprüht und so der Gärungsprozess und damit die Automatik der Gärvorrichtung in Gang gebracht wird.
AT622767A 1967-07-05 1967-07-05 Automatische Gärvorrichtung und Verfahren zu ihrem Betrieb AT270545B (de)

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FR1569529D FR1569529A (de) 1967-07-05 1968-06-26
DE1968W0042551 DE1993520U (de) 1967-07-05 1968-06-27 Gaervorrichtung.
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