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Walzenmühle, insbesondere zum Zerkleinern von harten und mittelharten Stoffen für keramische und plastische Massen
Die Erfindung betrifft eine Walzenmühle, insbesondere zum Zerkleinern von harten und mittelharten Stoffen für keramische und plastische Massen, mit zwei gleichgrossen, gegenläufigen,, in der
Höhenlage zueinander versetzten Walzen, deren höher liegende Walze nachgiebig gelagert ist und zwischen denen das Mahlgut hindurchgequetscht wird.
Bekannte Walzenmühlen für keramische und plastische Massen, z. B. Ton, Lehm, verwenden in einer horizontalen Ebene angeordnete Walzen mit einem Durchmesser von etwa 0, 8 bis 1 m, wobei zum Feinmahlen Spaltweiten bis zu etwa 0, 8 mm hinunter benutzt werden. Dabei ist es meist nötig, das Mahlgut in entsprechend vorgemahlenem Zustand zuzuführen. Dies wurde durch vorgeschaltete Kollergänge mit grossen Läufern von im Mittel etwa 1, 8 m Durchmesser bewirkt. Gegebenenfalls mussten zusätzlich 16, von etwa 1, 5 bis 2 m aufweisen und dass die in an sichmehrere Mahlwerke verschiedener Spaltweiten hintereinander geschaltet werden, so dass mitunter ausser dem genannten Kollergang drei Walzenmühlen mit insgesamt sechs Walzen vorgesehen werden mussten, um ein genügend feines Mahlgut zu erhalten.
Ausserdem war oft nachteilig, dass nicht genügend durchgeknetetes und zu grobes Mahlgut unmittelbar durch die Siebplatten des Kollerganges gedrückt wurde und dann im nachgeschalteten Walzengang Schwierigkeiten verursachte.
Es ist ferner bekannt, bei einem Mahlwerk mit zwei gegenläufigen, in der Höhenlage zueinander versetzt angeordneten Mahlwalzen, die obere Walze schwenkbar bzw. nachgiebig zu lagern.
Die Erfindung bezweckt bei bestem Effekt eine wesentliche Vereinfachung und Verbilligung des Mahlvorganges bei erheblich verringertem Platzbedarf. Erreicht wird dies bei nur einem Mahlgang und unter Vermeidung eines vorgeschalteten Kollerganges dadurch, dass erfindungsgemäss die beiden Walzen einen Durchmesser von etwa 1, 5 bis 2 m aufweisen und dass die in an sich bekannter Weise für den Zuund Abtransport des Mahlgutes vorgesehenen Förderbänder parallel zur Verbindungsebene der Walzenachsen angeordnet sind.
Durch die Verwendung von gegenüber den bisherigen Verhältnissen sehr grossen Mahlwalzen, deren Durchmesser etwa in der Grössenordnung der bekannten Kollergangläufer liegt, wird ein Vorschaltkollergang oder ein vorgeschaltetes Mahlwerk überflüssig und man kommt mit einem einzigen Mahlgang aus, um die bei keramischem Gut erforderliche Endkorngrösse zu erhalten. Ausserdem ist die Platzersparnis für das Mahlaggregat recht erheblich ; durch die versetzten Mahlwalzen wird der Einzugsbzw. Reibungswinkel verbessert und das Mahlgut durch den zwischen den beiden Walzen gebildeten grossen trichterförmigen Einlauf besonders günstig aufgenommen.
Es werden auch harte und grössere Stücke einwandfrei verarbeitet, da es infolge des grossen Durchmessers, der grossen Masse und der grossen kinetischen Energie der mit der bei kleineren Walzen bekannter Mahlwerke üblichen Umfangsgeschwindigkeit von etwa v = 18 m/s umlaufenden grossen Walzen leicht möglich ist, ein vielfaches Schwungmoment zu erreichen, selbst wenn die Walzen weniger voll ausgegossen werden wie bisher. Infolgedessen werden die Antriebsmotoren und die Antriebsmittel weit weniger und geringer
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stossweisen Belastungen ausgesetzt, so dass sie verhältnismässig klein bemessen werden können.
Das
Höherlegen der nachgiebig gelagerten Walze hat noch den Vorteil, dass beim Brechen der üblicherweise vorgesehenen Bruchsicherung die betreffende Walze durch das nachfliessende Mahlgut unter
Vergrösserung des Mahlspaltes nicht fortgedrückt werden kann, sondern sich vielmehr durch ihr Eigengewicht selbsttätig an die tiefer liegende Mahlwalze bewegt, so dass weitgehend verhindert wird, dass unzerkleinertes Material in die nachgeschalteten Maschinen gelangen kann.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung schematisch dargestellt.
Die beiden Walzen--l und 2--sind verschieden hoch angeordnet und im Abstand des gewünschten Mahlspaltes --3- in den Lagern--4 und 5--gelagert. Das Lager--5--der tiefer liegenden Walze--2--ist ortsfest, das Lagernder auf höherem Niveau liegenden Walze - l-ist in üblicher Weise nachgiebig angeordnet, um etwaige Mahlstösse auffangen zu können. Beim Brechen der nicht gezeigten üblichen Bruchsicherung muss die Walze--l--daher zwangsläufig wieder auf die tiefer liegende Walze --2- zulaufen und den Mahlspalt --3-- schliessen, so dass verhindert wird, dass nicht zerkleinertes Mahlgut in die nachgeschalteten Maschinen, z. B. Strangpressen, gelangen kann.
Parallel zu der durch die beiden Walzenlager-4 und 5-gelegten Verbindungsebene-6liegen die Ebenen der beiden Förderbänder --7 und 8--. Das in pfeilrichtung --9-- laufende obere Förderband-7--führt das Mahlgut --10-- oberhalb des Mahlspaltes-3-zu ; das in Pfeilrichtung --11-- laufende untere Förderband-8-führt das gemahlene Gut --12-- zu den nachgeschalteten Arbeitsstationen.