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INTERNATIONAL STANDARD ELECTRIC CORPORATION IN NEW YORK
Anordnung zur Aufnahme von Tastwahlcodezeichen, die aus einem
Gleichstrom-Schlüsselzeichen und einer sprachsicheren tonfrequenten
Signalfrequenzkombination gebildet sind Angemeldet am 30. September 1965 (A 8858/65) Priorität der Anmeldung in Deutschland . vom 17. Dezember 1964 (St 23097) beansprucht.
Beginn der Patentdauer : 15. Juli 1968.
Die Erfindung betrifft eine Anordnung zur Aufnahme von Tastwahlcodezeichen, die aus einem
Gleichstrom-Schlüsselzeichen und einer sprachsicheren tonfrequenten Signalfrequenzkombination gebildet sind.
Es sind viele tonfrequente Tastwahlanordnungen bekannt, die sich in zwei Gruppen einteilen
5 lassen. Das Hauptproblem aller Anordnungen ist der sogenannte Sprachschutz, d. h. die Vorkehrungen, die zu treffen sind, damit durch die Sprachfrequenzen keine Signale imitiert werden. Auf Grund der gewählten Massnahmen lassen sich die Anordnungen in zwei Gruppen einteilen. Die erste Gruppe von
Anordnungen sieht einen Signalcode vor, der sprachsicher ist und demzufolge über sprachgeschützte
Tonfrequenzempfänger ausgewertet werden kann. Bei der zweiten Gruppe ist jedem Codezeichen ein
10 Schlüsselzeichen vorzugsweise ein Gleichstromzeichen, beigegeben, mit dem normale Tonfrequenz- empfänger betriebsbereit geschaltet werden.
Wägt man diese beiden Gruppen gegeneinander ab, dann sind die Anordnungen mit sprachsicherem Signalcode und sprachgeschützten Tonfrequenzempfängern dort zu bevorzugen, wo eine grosse Signalisierungsgeschwindigkeit gewünscht wird und wo abgeriegelte
Leitungen in die Übertragungsstrecke einbezogen sind, die diese Gleichstromschlüsselzeichen nicht ohne 15 weiteres übertragen können. Der Nachteil dieser Anordnung liegt darin, dass die Empfangseinrichtungen teuer sind und bei störbeeinflussten Leitungen gelegentlich bei der Signalgabe gesperrt werden können.
Die Anordnungen mit normalen Tonfrequenzempfängern und sogenanntem Schlüsselzeichen ergeben nicht die grosse Signalisierungsgeschwindigkeit, da der Auswertung des tonfrequenten Codezeichens die
Auswertung dieses Schlüsselzeichens und die Anschaltung der normalen Tonfrequenzempfänger 20 vorausgeht. Ausserdem sind, wie bereits angedeutet, bei abgeriegelten Leitungen Umsetzungen für das
Schlüsselzeichen durchzuführen. Der grosse Vorteil dieser Anordnungen liegt aber darin, dass absolute
Sicherheit gegen Sprachbeeinflussung zu erreichen ist und auch beim Einsatz der Anordnungen auf störbeeinflussten Leitungen keine Störungen zu befürchten sind.
Es ist schon eine Anordnung zur tonfrequenten Tastwahl vorgeschlagen worden, bei dem bei 25 einheitlicher Sendestelle die eine oder andere Empfangseinrichtung verwendet werden kann, wenn die
Tastwahlcodezeichen aus einem Gleichstrom-Schlüsselzeichen und einer sprachsicheren tonfrequenten
Signalfrequenzkombination gebildet sind.
Es ist Aufgabe der Erfindung, eine Anordnung zur Aufnahme von Taswahlcodezeichen, die aus einem Gleichstrom-Schlüsselzeichen und einer sprachsicheren tonfrequenten Signalfrequenzkombination 30 gebildet sind, zu schaffen, bei der die beiden Empfangseinrichtungen möglichst weitgehend zentralisiert werden können und immer, den gerade vorliegenden Ubertragungsverhältnissen entsprechend, die richtige Empfangseinrichtung bereitgestellt wird. Die Wahlaufnahmeeinrichtung für Tastwahlcode- zeichen, die aus einem Gleichstrom-Schlüsselzeichen und einer sprachsicheren tonfrequenten
Signalfrequenzkombination gebildet sind, ist nach der Erfindung dadurch gekennzeichnet, dass im 35 Register zur Aufnahme des Gleichstrom-Schlüsselzeichens, z.
B. einer Schleifenstromunterbrechung, ein
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Empfänger, ein Anschaltekoppelfeld und ein normaler Tonfrequenzempfänger und zur Aufnahme der sprachsicheren tonfrequenten Signalfrequenzkombination ein Kennzeichenspeicher, ein weiteres
Anschaltekoppelfeld und ein sprachgeschützter Tonfrequenzempfänger vorgesehen sind. Auf diese Weise ist sichergestellt, dass immer die richtige Empfangseinrichtung bereitsteht und die Zentralisierung der
5 Empfangseinrichtungen so weit wie möglich durchgeführt ist. Da die normalen Tonfrequenzempfänger über das Schlüsselzeichen jederzeit anforderbar sind, kann eine Anschaltung für jedes einzelne Zeichen gewählt werden. Bei fehlendem Schlüsselzeichen erfolgt über eine eigene Kennzeichnung die dauernde
Anschaltung sprachgeschützter Tonfrequenzempfänger.
Da diese Übertragungsverhältnisse nur selten auftreten, ist auch nur eine kleine Anzahl derartiger Tonfrequenzempfänger vorzusehen. Die normalen 10 Tonfrequenzempfänger sind in der Mehrzahl ; sie werden aber dafür besser ausgenützt. Die Wahlaufnahmeeinrichtung nach der Erfindung wird daher allen Anforderungen am besten gerecht.
Die Einzelheiten der Wahlaufnahmeeinrichtung werden am einfachsten an Hand eines in der
Zeichnung dargestellten Prinzipschaltbildes erläutert.
Da die Tastwahlcodezeichen aus einem Gleichstrom-Schlüsselzeichen und einer sprachsicheren 15 tonfrequenten Signalfrequenzkombination gebildet sind, können wahlweise die beiden eingangs angeführten Empfangseinrichtungen zur Auswertung eingesetzt werden. Wie im oberen Teil der
Zeichnung angedeutet ist, können verschiedene Ubertragungsstrecken zwischen Teilnehmerstelle und
Anlage eingesetzt sein. Die Teilnehmerstelle-Tlnl--ist über eine normale Teilnehmeranschluss- leitung mit der Anlage verbunden, die auch das Gleichstrom-Schlüsselzeichen übertragen kann. Die 20 Teilnehmerstelle--Tln2-ist z. B. über eine TF-Strecke mit den übertragungen-TF-g und TF-k-mit der Anlage verbunden. Diese Strecke kann das Gleichstrom-Schlüsselzeichen nicht übertragen.
In beiden Fällen wird jedoch die gleiche Stationsschaltung verwendet. Im zweiten Fall übernimmt die Übertragung-TF-g--die Speisung der Teilnehmerstelle--Tln2--. Nach dem
Abheben des Handapparates wird über den belegten Verbindungssatz ein Register angefordert und über 25 das Registerkoppelfeld--RKF-die Verbindung zwischen der Leitung und dem Empfänger --SE-- für das Schlüsselzeichen im Register hergestellt. Geht die Verbindung von der Teilnehmerstelle --Tlnl-- aus, dann wird bei jedem Tastendruck die Stationsschaltung abgeschaltet und die
Sendeeinrichtung angeschaltet. Diese Umschaltung übernimmt ein Umschaltekontakt, der eine bestimmte Umschaltezeit hat. Während dieser Umschaltezeit wird der Schleifenstrom unterbrochen oder 30 reduziert.
Dabei entsteht eine niederfrequente Ausgleichsschwingung auf der Leitung, die über den Ubertrager--Ue--im Verbindungssatz zum Register geleitet und dort von einem entsprechend ausgebildeten Empfänger-SE--ausgewertet wird. Diese Wechselstromauswertung des
Gleichstrom-Schlüsselzeichens hat den Vorteil, dass das Register nur wechselstrommässig, vorzugsweise einadrig gegen Erde, mit dem Verbindungssatz gekoppelt werden muss. Es muss noch bemerkt werden, 35 dass diese Ausgleichsschwingung am Ende jedes Tastendruckes wieder auftritt. Die bei dem Abheben des
Handapparates auftretende Ausgleichsschwingung kann die Wahlaufnahmeeinrichtung noch nicht beeinflussen, da diese erst danach angeschaltet wird.
Wird der Handapparat in dieser Phase wieder aufgelegt, dann stellt der über den Empfänger-SE-angeforderte Tonfrequenzempfänger --TonEl- das Fehlen der tonfrequenten Signalfrequenzkombination fest. Das Register löst die 40 Verbindung aus. Bei jedem Tastwahlcodezeichen spricht infolge der Umschaltung in der
Teilnehmerstelle-Tlnl-der Empfänger-SE-im Register an. Dieser Empfänger --SE-- fordert jedesmal über das Anschaltekoppelfeld-AF1-einen normalen Tonfrequenzempfänger -TonE1-- an, der auf den sprachsicheren tonfrequenten Signalcode abgestimmt ist, aber keine
Sprachschutzeinrichtung enthält.
Die ausgewertete Signalkombination wird einem Wahlspeicher 45--WSp--im Register zugeführt Die Anschaltung dieses Ton & equenzempfângers-TonEl-ist aiso nur auf die zur Auswertung erforderliche Zeit der tatsächlichen Signalgabe beschränkt. Da am Ende der
Tastenbetätigung auf der Sendestelle erneut eine kurzzeitige Schleifenstromunterbrechung oder - reduzierung auftritt, kann mit dem erneuten Ansprechen des Empfängers SE auch die
Abschaltung des Ton & equenzempfângers-TonEl--gesteuert werden.
50 Geht die Belegung des Verbindungssatzes und des Registers auf die Teilnehmerstelle-Tln2-- zurück, dann wird nur der tonfrequente Teil des Tastwahlcodezeichens übertragen. Die
Leitungsschaltung dieser Teilnehmerstelle veranlasst, dass in irgend einer bekannten Weise ein entsprechendes Kennzeichen abgeleitet und dem Verbindungssatz sowie dem Register zugeleitet wird.
Dieses Kennzeichen wird in einem Kennzeichenspeicher-KSP-festgehalten. Dieser Speicher steuert 55 ein Anschaltekoppelfeld--AF2--, uber das nunmehr ein sprachgeschützter Tonfrequenzempfänger --TonE2-mit der Leitung verbunden wird. Diese Verbindung bleibt während der Registerbelegung bestehen, da in dieser Phase der Tonfrequenzempfänger--TonE2--immer empfangsbereit sein muss.
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Die Registerabschaltung und damit auch die Freischaltung des Tonfrequenzempfängers -- TonE2-- erfolgt dann, wenn der Wahlspeicher frei ist und eine bestimmte vorgegebene Zeit keine
Wählinformationen empfangen werden.
Der tonfrequente Signalcode ist vorzugsweise als Zwei-Gruppencode 2 x (1 aus 4) ausgebildet,
5 der in einfacher Weise eine Sprachschutzschaltung zulässt. Jedes Tastwahlcodezeichen weist eine von vier Signalfrequenzen jeder Gruppe auf. Eine einfache Bandtrennung am Empfängereingang schafft für die vier Empfänger einer Gruppe Bedingungen wie bei einem Einzelfrequenzverfahren, so dass der
Sprachschutzkreis jeweils alle Frequenzen ausser der eigenen Signalfrequenz umfassen kann.
10 PATENTANSPRÜCHE :
1. Anordnung zur Aufnahme von Tastwahlcodezeichen, die aus einem Gleichstrom-Schlüssel- zeichen und einer sprachsicheren tonfrequenten Signalfrequenzkombination gebildet sind,
EMI3.1
zeichens, z. B. einer Schleifenstromunterbrechung, ein Empfänger (SE), ein Anschaltekoppelfeld (AF 1) und ein normaler Tonfrequenzempfänger (TonE1) und zur Aufnahme der sprachsicheren tonfrequenten Signalfrequenzkombination ein Kennzeichenspeicher (KSp), ein weiteres Anschaltekoppelfeld (AF2) und ein sprachgeschützter Tonfrequenzempfänger (TonE2) vorgesehen sind.
EMI3.2