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Spülpresse
Die Erfindung betrifft eine Spülpresse, die aus einem Gehäuse mit darin angeordneter Luftpumpe besteht, die zum Erzeugen eines Überdruckes in dem Gehäuse dient, wobei im Gehäuse ein mit einem Ventil verschliessbarer Luftauslass vorgesehen ist, das mittels einer aus dem Gehäuse herausgeführten Ventilstange samt Handgriff betätigbar ist. Solche Spülpressen dienen zum Räumen verstopfter Rohre, Abflüsse und Kanäle.
Bei einer bekannten Spülpresse dieser Art kann das Ventil durch Niederdrücken des Handgriffes jederzeit geöffnet werden.
Ferner ist eine Spülpumpe ähnlicher Bauform bekannt, bei der die Luftpumpe nicht im Gehäuse, sondern ausserhalb desselben angeordnet ist. Auch diese Spülpresse besitzt den Nachteil, dass das Ventil während des Betätigens des Hebels beim Pumpen jederzeit unbeabsichtigt geöffnet werden kann. Ein unbeabsichtigtes Öffnen des Ventils kann einerseits durch eine plötzliche Druckwelle beträchtlichen Schaden hervorrufen und bedingt anderseits ein nochmaliges zeitraubendes Aufpumpen von Hand aus, wodurch wertvolle Arbeitszeit verlorengeht.
Aufgabe der Erfindung ist es, diese Nachteile zu vermeiden. Hiezu ist bei einer Spülpresse der eingangs genannten Art erfindungsgemäss vorgesehen, dass die Ventilstange im Gehäuse schwenkbar gelagert ist und ein abgekröpftes Endstück aufweist, das mit einem Hebel in Eingriff bringbar ist, der das Ventil öffnet, wobei der Handgriff als Druckknopf ausgebildet ist.
Hiedurch ist ein unbeabsichtigtes Öffnen des Ventiles ausgeschlossen, da zum Öffnen des Ventiles erst das abgekröpfte Endstück mit dem Hebel in Eingriff gebracht werden muss. In Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Ventilstange mit ihrem abgekröpften Endstück nur in einer einzigen Schwenkstellung mit dem Hebel in Eingriff bringbar ist. Hiedurch kann nur in einer einzigen Stellung, die durch Markierungen an Druckknopf und Hebel angezeigt wird, das Ventil durch Niederdrücken des Druckknopfes geöffnet werden. In allen andern Stellungen des Hebels bleibt auch beim Niederdrücken des Druckknopfes das Ventil geschlossen.
Eine Ausführungsform der erfindungsgemässen Vorrichtung wird an Hand der Zeichnungen näher erläutert. Fig. 1 ist eine Seitenansicht der Spülpresse, teilweise im Schnitt, Fig. 2 eine Ansicht der Fig. 1 in Pfeilrichtung und Fig. 3 ein Schnitt nach Linie 3-3 der Fig. 2.
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--12--,Aluminiumlegierung verschlossen ist, die von durch den Hohlzylinder verlaufenden Stahlstangen --15-in ihrer Lage gehalten werden. Innerhalb des Gehäuses-11-ist eine Luftpumpe angeordnet. Hiezu ist an einem Gehäuseteil --13--, an dem ein Handgriff --16-- vorgesehen ist, ein Vorsprung-nbefestigt, der ein Ende eines Pumpenzylinders --18- aus gezogenem Messing trägt, der sich innerhalb des Hohlzylinders --12-- und parallel zu dessen Achse erstreckt.
Ein Kolben -19-- ist innerhalb des Pumpenzylinders --18-- an einer Stange --20- befestigt, die sich durch den Gehäuseteil--13-- er-
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streckt und an ihrem äusseren Ende einen Handgriff --21-- aufweist. Der Pumpenkolben --19-- besitzt eine flexible Ventilpfanne --22-- und ein Plattenventil--23--, das mit Öffnungen --24-- am inneren Ende --25-- des Pumpenzylinders --18-- zusammenwirkt.
Wird der Pumpenhandgriff --21-- betätigt, um mit dem Kolben --19-- eine Reihe von Kolbenhüben im Pumpenzylinder --18- auszuführen, so wird über die Öffnungen --29-- am äusseren Ende Luft in den Pumpenzylinder gefördert und über Öff- nungen --24-- in die den Pumpenzylinder umgebende Kammer --26-- innerhalb des Hohlzylinders - gedrückt. Dadurch kann die Kammer --26-- bis zu einem gewünschten Druck mit Luft aufgeladen werden, wobei dieser Druck durch ein in einer Ausnehmung --28--im Gehäuseteil --13-- befe-stigtes Manometer --27-- angezeigt wird, das mit der Kammer --26-- in Verbindung steht. Wahlweise kann die Kammer --26-- auch über eine Luftleitung mittels eines Ventils --30--aufgeladenwerden.
Der Gehäuseteil --14-- bildet die Halterung eines Sicherheitsventils --31-- für die Kammer --26-- und ist ausserdem mit einer exzentrischen Bohrung versehen. Letztere enthält ein Rohr - -33--, an dessen innerem Ende ein Entladeventil --34-- angeordnet ist. Das Rohr --33-- steht mit
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Das Ventil --34-- wird durch den innerhalb der Kammer --26-- herrschenden Druck an seinen Sitz --38-- gepresst. An seiner Entladeseite weist das Ventil--34- einen langen Führungsstift-40'" auf, der sich in die Rohre --33 und 36-- erstreckt. Innerhalb der Kammer --26-- verbindet ein kürze- rer Stift--39-- das Ventil-34-- mit einem Ende eines Steuerhebels -41--, der auf einem an der In- neseite des Gehäuseteiles --14-- angeordneten Träger --42-- montiert ist.
Das gegenüberliegende En- de --43-- des Hebels --41-- ragt in den Weg eines gekröpften Endstückes-44-- einer Ventilstossstan- ge-45-, die parallel zur Achse des Hohlzylinders --12-- angeordnet und in einer Schelle --46-- am
Pumpenzylinder sowie in einem druckdichten Lager im Gehäuseteil -13-- in Längsrichtung verschieb- bar ist. Die Ventilstossstange --45-- erstreckt sich entlang der Kolbenstange --20- an der Aussenseite der Büchse. Das äussere Ende der Ventilstossstange --45-- ist mit einem Druckknopf --47- versehen, wodurch die Stossstange in axialer Richtung gegen die Wirkung einer Rückholfeder --48-- zum Steuerhebel --41-- hin bewegt werden kann.
Befinden sich Stossstange-45-und Dmckknopf-47-- in der auf den Zeichnungen gezeigten Winkelstellung, bei der eine Anzeigemarke-49-auf dem Knopf neben einer festen Markierung --50--auf dem Handgriff-16-der Spülpresse zu liegen kommt, so hat eine manuelle Betätigung des Druckknopfes zur Folge, dass das gekröpfte Endstück --44-- der Stossstange mit dem Ende-43-des Steuerhebels --41-- in Eingriff kommt und das Ventil--34-- öffnet. Wird jedoch der Druckknopf aus dieser Winkelstellung gebracht, so wird die Stossstange verdreht, so dass, wenn nun der Knopf gedrückt wird, der Ausläufer --51-- des gekröpften Endstückes --44-- der Stossstange den Steuerhebel verfehlt und sich an dessen Ende --43-- vorbeibewegt,
ohne das Ventil --34-- zu öffnen.
Im Gebrauch wird die Spülpresse bis zu dem erforderlichen Druck mit Luft geladen. Dann wird der Wassereinlass mittels eines Schlauches an einen Hahn oder eine andere Wasserquelle angeschlossen, das Auslassrohr --36-- in den zu räumenden Abfluss od. dgl. geführt und Wasser zum Füllen der Rohre --33, 36--und des Luftraumes im Abfluss eingelassen. Wird nun die Spülpresse durch Öffnen des Ventiles entladen, so wird der Luftdruck über die Wassersäule als Stosswelle übertragen und gibt einen Stoss auf das die Verstopfung verursachende Hindernis ab.
Wird der Druckknopf --47--, während die Spülpresse aufgepumpt und in Arbeitsstellung gebracht wird, in einer solchen Winkelstellung gehalten, dass die beiden Markierungen-49, 50- nicht nebeneinander liegen, so besteht keine Möglichkeit, dass die Spülpresse durch zufälliges Drücken des Knopfes vorzeitig entladen wird. Ist die Spülpresse in die richtige Stellung gebracht, wird der Knopf verdreht, um die Markierungen --49, 50-- zusammenzubringen, so dass die Spülpresse entladen werden kann.
Sämtliche Bauelemente der Spülpresse sind entweder aus korrosionsbeständigem Material hergestellt oder mit einer korrosionsbeständigen Schicht versehen, so dass sie unter normalen Betriebsbedingungen von Wasser oder andern Flüssigkeiten nicht angegriffen werden.
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