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Verfahren zur Herstellung von Käfigen für Nadellager
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von Käfigen für Nadellager nach
Patent Nr. 233924. Ein nach dem Stammpatent hergestellter Käfig für Nadellager besteht aus einem Paar ringförmiger, kronenartiger Endabschnitte, die über Rollentrennstege, die mit ihnen aus einem Stück bestehen, miteinander verbunden sind, wobei die Rollentrennstege Rollenfester zwischen einander frei lassen und wobei die Fenster jeweils an Stellen in der Nähe von deren Endbereichen mit einem Paar
Sehnenebenen ausgestattet sind, nächst denen ein Paar in Umfangrichtung gerichteter Vorsprünge bzw.
Leisten vorgesehen sind, die radial diesseits und jenseits des gedachten, die Nadelachsen enthaltenden Rollzylinders des Käfigs liegen und die Rollen in radialer Richtung halten. Der Käfig wird durch spanabhebende Bearbeitung eines vollen rohrförmigen Rohlings aus geeignetem Material hergestellt, besteht also nicht aus Metallblechteilen.
Im Rahmen der Erfindung ist das Verfahren nach dem Stammpatent im wesentlichen dadurch gekennzeichnet, dass der Käfig zunächst als Rohteil mit Rollenfenstern gefertigt wird, die bei jedem der kronenartigen Abschnitte über einen Vorendbereich eine Breite aufweisen, die kleiner ist als der Rollendurchmesser, und die in den Endbereichen eine grössere Breite als der Rollendurchmesser haben, worauf die Flanken jedes Vorendbereiches jedes Fensters über einen radial begrenzten Bereich spanabhebend ausgenommen werden, um hiedurch die die Nadelkörper in Umfangrichtung haltenden Sehnenflächen und gleichzeitig die der radialen Halterung der Nadelkörper dienenden Vorsprünge bzw.
Leisten zu bilden.
Die Erfindung betrifft nun eine besonders vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung nach dem Stammpatent und besteht darin, dass derjenige Teil jedes Fensters, der in axialer Richtung des Käfigs zwischen den Vorendbereichen liegt, bei der Fertigung des Käfig-Rohteils mit einer den Nadeldurchmesser übersteigenden Breite, die gleich derjenigen der Endbereiche ist, ausgearbeitet wird, worauf an den im Vorendbereich einander gegenüberliegenden Rippen Nadelführungsflächen und Nadelhaltevorsprünge mittels eines spanabhebenden Verfahrens ausgebildet werden, indem jede Rippe in einer zur Käfigachse geneigten Richtung mit einem Schlitz versehen wird, dessen Tiefe geringer ist als der Betrag, um welchen der betreffende Vorsprung von der zugeordneten Seitenfläche des Fensters aus vorsteht.
Auf diese Weise lässt sich ein äusserst präzises Führungs-und Haltesystem erreichen, bei dem die Nadelrollen genau geführt und gegenüber der Ausführungsform nach dem Stammpatent erst in der Nähe ihrer Enden, ohne die Käfigstege irgendwo zu berühren, punktförmig gehalten werden.
Eine reine Punktberührung wird auf die Nadelrollen nur ein geringfügiges Bremsmoment ausüben und ist daher vorteilhafter als eine linienförmige Berührung. Um der Gefahr vorzubeugen, dass die Nadelrollen zwischen deren Haltevorsprüngen eingeklemmt werden, müssen die zulässigen Abweichungen bei einer linienförmigen Berührung an Nadellagerkäfigen sehr eng sein. Durch die Punktberührung sind aber die Kontakspitzen der Haltevorsprünge leicht durch die Nadelrollen selbst beim Einlaufen des
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der Paare--16, 17 und 18, 19-- schlitzen zu können, so dass an den einander gegenüberliegenden Enden der Rippen Vorsprünge--22, 23- entstehen, deren Umriss im wesentlichen die Form eines Dreiecks aufweist.
Infolge der vorangehend beschriebenen Einstellung und Arbeitsweise des
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der Nadel --15-- entspricht, wobei jedoch das übliche Spiel verbleibt, welches für eine glatte Führung der Nadel zwischen den genannten Oberflächen erforderlich ist, sobald die Nadel in üblicher Weise in ihr zugeordnetes Fenster eingedrückt wurde.
Aus der vorangehenden Beschreibung ergibt sich, dass gemäss dem weiter entwickelten Verfahren der Erfindung die sich zwischen den Rippenpaaren und ausserhalb dieser Paare befindenden
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zwischen den Nadeln und dem Käfig auf die dem jeweiligen Material entsprechenden günstigsten Werte verringert werden, während gleichzeitig infolge geringer Berührungszonen der auf den Nadeln beim Arbeiten des Lagers entwickelte Schmiermittelfilm von den Nadeln nur unmerkbar und unerheblich abgeschabt wird. Imm allgemeinen soll über die gesamte Stärke-H-, welche gleichzeitig die Länge der Rippen ist, gemessen in Richtung ihres Vorstandes, die Breite-S-dieser Rippen vorteilhafterweise eine Grösse von etwa 1/10 bis 4/10 von--H--betragen.
Falls notwendig oder wünschenswert, beispielsweise um Käfige von besonders geringem Gewicht zu erhalten, kann man die radiale Stärke der die Nadeln abtrennenden Stege auch in denjenigen Zonen verringern, welche sich axial ausserhalb und bzw. oder innerhalb mit Bezug auf die verengten Kehlen befinden. In Fig. 3 sind derartige Zonen mit-D, E, F-- angegeben. Bei der Ausführungsform der Fig. 3 ist jedoch lediglich die Zone-E--schmaler ausgearbeitet. Diese Breitenverringerung der genannten Zonen erfolgt vorzugsweise vor dem Loch-oder Stanzvorgang zum Ausarbeiten der Fenster, in dem man den Lagerrohling auf einer geeigneten Drehbank entsprechend abdreht, so dass erst dann anschliessend das Ausarbeiten der Fenster und der Schlitze in den vorstehenden Rippen erfolgt.
Das Abdrehen kann von der radialen Aussenseite des Rohlings aus gesehen (die Bearbeitung des Käfigs nach Fig. 3 wurde in dieser Weise durchgeführt), oder auch von der Innenseite oder von beiden Seiten her, vorausgesetzt, dass die volle Stärke-H-in den Zonen erhalten bleibt, in welchen sich die Rippen befinden und vorteilhafterweise, in den Zonen der Endflansche-12, 13-.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung von Käfigen für Nadellager nach Patent Nr. 233924,
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des Käfigs zwischen den Vorendbereichen liegt, bei der Fertigung des Käfig-Rohteils mit einer den Nadeldurchmesser übersteigenden Breite (A), die gleich derjenigen der Endbereiche ist, ausgearbeitet wird, worauf an den im Vorendbereich einander gegenüberliegenden Rippen (16, 17 ; 18, 19) Nadelführungsflächen (21) und Nadelhaltevorsprünge (22, 23) mittels eines spanabhebenden Verfahrens ausgebildet werden, indem jede Rippe in einer zur Käfigachse geneigten Richtung mit einem Schlitz versehen wird, dessen Tiefe geringer ist als der Betrag (B), um welchen die betreffende Rippe von der zugeordneten Seitenfläche des Fensters aus vorsteht.
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