AT26803B - Verfahren zum Löslichmachen humoser Stoffe. - Google Patents

Verfahren zum Löslichmachen humoser Stoffe.

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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zum Löslichmachen humoser Stoffe. 



   Es ist festgestellt worden, dass, wenn man   humose Stoffe mit Alkali l'eliandelt. die   Masse auf Haufen schichtet   und feststampft,   eine Art Fermentation   hervorgeruff'u wird.   die einerseits mit starker Wärmeentwicklung, andererseits mit lebhaften Umsetzungs- 
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 und Wärme erzengt, wodurch derartige Umsetzungen stattfinden, dass nicht nur die Humussäuren löslich werden, sondern auch das sonst in verdünnten Alkalien unlösliche Ulmin und   Hl1min.   Es ist weiter festgestellt worden, dass   hiebei ein Düngemittel entsteht,   das 
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   eintreten.   



   Die nach dem beschriebenen Verfahren erhaltene Masse ist ohne weiteres als vor- 
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 ist, diese Säuren   bezw. Salze assimilierbar zu machen,   als wenn die   humussauren Alkalien   ohne Fermentation zur Wirkung kommen. 



     Die Ausführung   des   Verfahrens geschieht folgendermassen   : Stark humose Stoffe, wie Torf, Moor, Braunkohle usw. werden in   zerkleinertem   feuchten Zustande mit einer kalten 
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 Beimengung von gepulverten silikaten bezw. Phosphaten gemischt oder durcheinander geknetet. Die so erhaltene Masse wird in Haufen geschichtet, festgestampft und nun einer Art Fermentation unterworfen. Hat die sich hiebei entwickelte Wärme (zirka   400 l' ihr   
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 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   An Stelle der Alkalien können auch   sekundäre   phosphorsaure Alkalien, namentlich Dinatriumphosphat, Verwendung finden, da diese auch imstande sind, die humosen Stoffe zur Auflösung zu bringen und den Alkalien gegenüber den Vorzug aufweison, dass sie die ganze oder einen Teil der Phosphorsäure dem Düngemittel an sich zuführen. 



   Es ist zwar ein Verfahren   bekannt, nach   dem Torf mit Kalk und Magnesia gemischt und hiezu Fäkalien, Blut oder dgl. gegeben wird, um eine ammoniakalische, faulige Gärung hervorzurufen. Dies Verfahren hat mit dem vorliegenden nichts gemeinsam, da bei dem vorliegenden Verfahren organische, stickstoffhaltige Produkte, die eine ammoniakalische Gärung hervorbringen,   nicht zugefügt werden, infolgedessen   tritt auch bei vorliegendem Verfahren eine ammoniakalische Gärung nicht ein, sondern eine bis jetzt unbekannte Fermentation, die von Mikroorganismen hervorgerufen wird. Durch diese Fermentation wird ein zu   Dtingezwecken   ausserordentlich geeignetes Produkt erhalten, das nur in leichte Gärung übergegangen ist und keine fauligen Gase, sondern nur einen Geruch nach frischer Waldordo entwickelt. 



   PATENT-ANSPRÜCHE : 
1. Ein Verfahren zum   Löslicllmachen   humoser Stoffe, dadurch gekennzeichnet, dass die   humosen   Stoffe ohne Zusatz organischer stickstoffhaltiger Substanzen mit kaustischen oder kohlensauren Alkalien im feuchten Zustande behandelt, die Masse in Haufen geschichtet, eventuell gepresst oder mehrmals umgesetzt und so lange gelagert wird, bis durch die eingetretene mit Temperaturerhöhung verbundene Fermentation eine durchgreifende   Vormoderung   oder Zersetzung erfolgt ist, worauf die Haufen auseinandergenommen und die Stoffe eventuell getrocknet und gemahlen werden.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren zur Herstellung eines leicht assimilierbaren Düngemittels nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man die mit Alkalien versetzten humosen Stoffe ohne Zusatz organischer stickstoffhaltiger Substanzen mit Silikaten oder Phosphaten oder Mischungen derselben in feuchtem Zustande gründlich durchmischt, die erhaltene Masse in Haufen schichtet und dieselbe so lange lagern lässt, bis eine mit Temperaturerhöhung verbundene Formf'ntation eingetreten ist und einige Zeit gewirkt hat, worauf die Haufen auseinander- genommen und die Masse eventuell getrocknet und gemahlen wird.
    3. Das Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dahin abgeändert, dass man'an EMI2.1
AT26803D 1904-02-11 1905-11-18 Verfahren zum Löslichmachen humoser Stoffe. AT26803B (de)

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