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Hohlspiegel aus Glas für Scheinwerfer u. dgl.
Hohlspiegel für Scheinwerfer werden jetzt wohl ausschliesslich als Glaskörper hergestellt, die in dem Sinne linsenförmig sind, dass ihre beiden optisch wirksmen Grenzflächen koachsiale Rotationsflächen sind und die auf der äusseren (konvexen) Linsenfläche fine Spiegelbelegungtragen.
Von solchen Glasspiegeln sind zwei Arten bekannt. Bei der einen, von Magin an- gegebenen, sind beide Rotationsflächen sphärisch geformt und dabei so angeordnet, dass sich die Linse a ! s ein negativer Meniskus darstellt. Diese Spiegel haben, wie bekannt, den
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sich die Anordnung der beiden Flächen so bemessen, dass sich zwischen achsenparallel eintretenden Strahlen keine grösseren sphärischen Abweichungen ergeben, als für einen Scheinwerfer mit Rücksicht auf die Mindestausdehnung der Lichtquelle zulässig ist. Ein empfindlicher Nactheil der Manginschen Spiegel besteht in der starken Zunahme der Dicke
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Erwärmung durch die Lichtqucel o.
Die andere Art von gläsernen Scheinwerferhohlspigeln zeigt zwei parabolische Rotationsflächen. Sie ist von dem Fehler sehr ungleicher Dicke frei, steht aber den Manginschen Spiegeln durch die schwierigere MersteHung der beiden wirksamen Flächen nach.
Die Erfindung besteht in einer dritten Art von Glashohlspiegeln für Scheinwerfer Diese Spiegel besitzen eine gleichmässigere Dicke als die nach Mangin. Sie gestatten auch die Strahlenabweichung auf ein noch geringeres Mass herabzusetzen oder ganz zu be- seitigen. Bezügelich der Herstellungsschierigkeit stehen sie etwa in der Mitte zwischen dem doppeltparabolischeu und dem Manginschen Spiegel.
Um zu diesen Eigenschaften zu gelangen, kann man ausgehen von einem Spiegel, dessen wirksame Rotationsflächen sphärisch, aber abweichend von denen des Manginschen Spiegels ziemlich oder ganz konzentrisch sind, dessen Dicke also keine grossen Unterschiede zeigt oder sogar überall gleich
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seitigen, indem man die eine sph irischo Fläche, die innere oder die äussere, entsprechend deformiert, d. h. sie durch eine zweckmässig profilierte nichtsphärische Rotationsfläche ersetzt. Die Meridiankurve einer deformierten Fläche von der angegebenen Wirkung kann man sowohl durch Rechnung feststellen, als auch dadurch, dass man an einer doppelt- sphärischen Anfangsform die Deformation zonenweise ausführt, dabei zonenweise die optischeWirkungprüfend.
Bei der Berechnung der deformierten Fläche beginnt man zweckmässig am Scheitel,
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kurve stetig entweder ah-oder zunehmen, je nachdem die äussere (spiegelnde) oder die innere (brechende) Fläche deformiert wird. Deshalb nimmt, wenn man als Scheitel- krümmung die einer zur sphärischen Fläche konzentrische Fläche wählt, die Dieko des
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Korrektion zu erzielen, bat man also die Regel zu befolgen, dass die Scheitelkrummung bei Deformation der inneren Fläche kleiner, bei Deformation. der äusseren grösser sein soll, als die Krümmung einer zur äusseren bezw. inneren Fläche konzentrischen sphärischen Fläche mit demselben Scheitolpu kt.
In den beiden Figuren der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele des Spiegels dargestellt. Bei dem Beispiel Fig. 1 ist die innere, bei dem Beispiel Fig. 2 die äussere
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1. Hohlspiegel aus Glas für Scheinwerfer u. dgl, dadurch gekennzeichnet, dass von den beiden Rotationsflächen des Spiegels die eine sphärisch ist und die andere behufs Er- zielung gleichmässigerer Dicke, als sie der Manginsche Spiegel hat, von einer ebenfalls sphärischen Fläche im Sinn sphärischer Korrektion des Spiegels abweicht.