AT267276B - Verfahren zur Verhinderung der Korrosion von Metallpulvern - Google Patents

Verfahren zur Verhinderung der Korrosion von Metallpulvern

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AT267276B
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corrosion
ammonium carbonate
iron
sack
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AT301666A
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Anders Eric Bengtsson
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Hoeganaes Ab
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Verhinderung der Korrosion von Metallpulver 
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Verhinderung der Korrosion bzw. Rostbildung bei einem
Pulver eines Eisenmetalles, u. zw. bei allen solchen Pulvern, die für Korrosion anfällig sind, wie reines
Eisenpulver, Eisenlegierungspulver oder Stahlpulver. Im besonderen befasst sich die Erfindung mit Eisenpulver, das durch Pulverisierung von Schwammeisen gewonnen worden ist. Schwammeisen wird durch Reduktion aus einem oxydischen Eisenerz ohne Schmelzung hergestellt. Das auf diese Weise hergestellte Pulver ist porös und äusserst anfällig für Rostung. 



   Die Korrosion eines Metallpulvers setzt ein, wenn Feuchtigkeit und Sauerstoff zugegen sind. Das Pulver wird dem Verbraucher üblicherweise in mehrschichtigen Papiersäcken angeliefert. Während langer Transporte und Aufbewahrungszeiten können diese Säcke Luft von hoher Feuchtigkeit ausgesetzt sein. 



  Die Feuchtigkeit und der Luftsauerstoff dringen dann durch die Sackwandung und lösen so die Korrosion aus. 



   Die korrosionshemmende Wirkung von Ammoniak auf Eisen und Stahl ist bekannt. Zur praktischen Anwendung kam dieses Wissen bisher jedoch nicht, da es nicht möglich und wirtschaftlich schien, Eisen und Stahl während der Lagerung und während des Transportes in einer Ammoniakatmosphäre zu halten. 



  Es ist anderseits auch bekannt, dass Ammoniumsalze in Gegenwart von Feuchtigkeit auf Eisen und Stahl korrodierend einwirken, so dass man bemüht war, diese Salze vom Eisen fernzuhalten. 



   Es wurde nun festgestellt, dass die Korrosion eines eisenhaltigen Metallpulvers während der Lagerung und während des Transportes herabgesetzt oder völlig ausgeschaltet werden kann, wenn erfindungsgemäss in den das Metallpulver enthaltenden Sack ein festes Ammoniumcarbonat enthaltender Behälter mit gasdurchlässigen Wänden derart eingebracht wird, dass das feste Ammoniumcarbonat mit dem Metallpulver nicht in Berührung kommt. Das Ammoniumcarbonat verdampft mit einer verhältnismässig niedrigen Geschwindigkeit unter Bildung von Ammoniak und Kohlendioxyd, die in die ganze Masse des Metallpulvers eindringen. Die zugesetzte Menge Ammoniumcarbonat soll 2 bis 10 g je 50 kg Metallpulver betragen. Vorzugsweise setzt man ungefähr 5 g Ammoniumcarbonat auf 50 kg Metallpulver zu. 



  Es hat sich gezeigt, dass diese Menge während 6 bis 12 Monaten einen befriedigenden Schutz gegen Korrosion liefert. 



   Vorzugsweise schliesst man den das feste Ammoniumcarbonat enthaltenden Behälter mit gasdurchlässigen Wänden, beispielsweise mit Wänden aus gewebtem Stoff, zusammen mit dem Metallpulver in gasdichte Transportbehälter, wie   z. B.   in Säcke, die aus Kunststoffolie oder mehrschichtigem Papier bestehen, ein. 



     Beispiel l :   In einen mehrschichtigen Papiersack, der 50 kg Schwammeisenpulver enthielt, wurden 5 g festes Ammoniumcarbonat auf der Oberseite des Pulvers vor dem Verschliessen des Sackes 

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 eingeführt. Der Sack wurde bei einer Temperatur von 200C in einem Raum gelagert. Nach einer Woche zeigte sich, dass Ammoniak und Kohlendioxyd in die ganze Masse des Eisenpulvers eingedrungen waren. 



   Nach 10 Monaten war das Ammoniumcarbonat vollständig verdampft, aber im Sack waren noch Ammo- niak und Kohlendioxyd vorhanden. Eine Untersuchung des Pulvers in dem Sack wurde nach 12 Monaten vorgenommen ; es fand sich keine Spur von Rost. 



   Zum Vergleich war ein anderer ähnlicher Sack, jedoch ohne Ammoniumcarbonat, neben dem er- sten gelagert worden. Bei einer Untersuchung nach 12 Monaten wurden in diesem Pulver 2 g Rostzusam- menballungen gefunden. 



   Beispiel 2 : Um Schwammeisenpulver einer extrem korrodierenden Atmosphäre auszusetzen, wurde das Pulver mit   0, 05   entsalztem Wasser versetzt. Das Pulver wurde dann in zwei Papiersäcken von je 50 kg abgepackt. Einer der Säcke wurde mit 5 g Ammoniumcarbonat auf der Oberseite des Pul- vers vor dem Verschliessen versehen. Die beiden Säcke wurden zwei Monate lang in einer Kammer mit 90 bis   lolo   relativer Luftfeuchtigkeit bei einer Temperatur von   300C   gelagert. 



   Eine Untersuchung nach zwei Monaten ergab :
Sack ohne Ammoniumcarbonat :
Das Pulver hatte eine schwach braune Rostfarbe. 



   Sack mit Ammoniumcarbonat :
Das Pulver war noch grau. Das Carbonat war unter diesen Bedingungen vollständig verdampft, aber etwas Ammoniak und Kohlendioxyd war noch im Sack vorhanden. 



   Zur Abtrennung der Rostklümpchen wurde das Pulver aus beiden Säcken durch ein Sieb von 40 Maschen   (420 J. L) gesiebt.   Beim Sieben vor dem Abpacken war das ganze Pulver durch dieses Sieb hindurch gegangen. Aus dem Sack ohne Ammoniumcarbonat wurden bei diesem Vorgang 40 g Rostklümpchen abgesiebt, während der Sack mit dem Ammoniumcarbonat nur einige einzelne Rostklümpchen zeigte. 



    PATENTANSPRÜCHE :    
1. Verfahren zur Verhinderung der Korrosion von Metallpulvern, die aus Eisen bestehen oder dieses enthalten, während der Lagerung und während des Transportes, dadurch gekennzeichnet, dass in den das Metallpulver enthaltenden Sack ein festes Ammoniumcarbonat enthaltender Behälter mit gasdurchlässigen Wänden derart eingebracht wird, dass das feste Ammoniumcarbonat mit dem Metallpulver nicht in Berührung kommt.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass für die Verpackung des Metallpulvers ein Sack aus gasdichtem Material, wie Kunststoff oder mehreren Lagen Papier verwendet wird.
    3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass in dem gasdurchlässigen Behälter 2 bis 10 g festes Ammoncarbonat je 50 kg Metallpulver verwendet werden.
AT301666A 1965-04-01 1966-03-30 Verfahren zur Verhinderung der Korrosion von Metallpulvern AT267276B (de)

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