AT266640B - Kippriegellager eines Kipp-Schwenkflügelbeschlages - Google Patents

Kippriegellager eines Kipp-Schwenkflügelbeschlages

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  Kippriegellager eines   Kipp-Schwenkflügelbeschlages   
Die Erfindung betrifft ein Kippriegellager eines Kipp-Schwenkflügelbeschlages für Metall-, insbesondere   Aluminiumfenster,-türen od. dgl.,   bei welchem ein an einer Treibstange sitzender Rollzapfen oder ein ähnlicher Riegelansatz zum Kippöffnen des Flügels hinter ein ortsfestes Schliessblech schiebbar ist und welchem an oder nahe der öffnungsseite des Flügels eine aus einem rahmenseitigen Auflaufbock und einem flügelseitigen Auflaufblech bestehende Auflaufvorrichtung zugeordnet ist. 



   Zweck derartiger Kippriegellager ist es, den Flügel von Kipp-Schwenkfenstern an oder nahe seiner öffnungsseite für das Kippöffnen mit dem feststehenden Rahmen gelenkig zu kuppeln, sowie zum Schwenköffnen desselben die Gelenkverbindung mit dem feststehenden Rahmen an dieser Stelle aufzuheben. Hiezu ist der Riegelansatz od. dgl. des Kippriegellagers mit einem Umschaltgestänge verbunden, welches auch die Schwenkgelenke für den Flügel betätigt. 



   Für aus Holz bestehende Kipp-Schwenkfenster oder -türen ist bereits ein Kippriegellager bekanntgeworden, welches aus einem in eine Aussparung des feststehenden Rahmens eingesetzten Schliessblech und einem damit zusammenwirkenden, als Haken ausgebildeten Riegelansatz besteht. Das Schliessblech hat hiebei C-förmigen Querschnitt und ist so in den feststehenden Rahmen eingesetzt, dass seine schlitzförmige Öffnung nach oben gerichtet ist An seiner raumseitigen Stirnfläche besitzt das Schliessblech einen Durchbruch, in dessen Bereich der hakenförmige Riegelansatz für das Schwenköffnen des Flügels gestellt ist, derart, dass er sich ungehindert aus dem Bereich des Schliessbleches herausbewegen kann.

   Für das Kippöffnen des Flügels wird der Riegelansatz seitwärts aus dem Bereich des Durchbruches verschoben, wodurch er den Flügel mit dem feststehenden Rahmen in Gelenkverbindung hält. Durch die hakenförmige Gestaltung des Riegelansatzes wird dabei verhindert, dass der Flügel in seiner Kippöffnungsstellung nach oben aus dem Schliessblech herausgehoben werden kann, weil sich der Hakenansatz von unten gegen den rückwärtigen oberen Schenkel des Schliessbleches abstützt. 



   Dieses bekannte Kippriegellager eignet sich zwar zur Anwendung in Verbindung mit Holzfenstern ; die Benutzung bei Metall-, insbesondere   Aluminiumfenstern,-türen od. dgl.   aus handelsüblichen Profilen stösst jedoch auf Schwierigkeiten, weil die funktionsgerechte Anbringung des Schliessbleches am feststehenden Rahmen nur möglich ist, wenn letzterer gleichzeitig mit besonderen Ausklinkungen versehen wird. Die hakenförmige Ausgestaltung des Riegelansatzes hat zur Folge, dass bei einer das Ausheben des gekippten Flügels anstrebenden Krafteinwirkung auf den letzteren diese Kräfte völlig von der den Riegelansatz tragenden Treibstange aufgenommen und auf die Treibstangenführungen abgesetzt werden. Das kann leicht zu Verformungen der aufeinandergleitenden Teile und dadurch zur Schwergängigkeit des Beschlages führen.

   Ausserdem besteht bei diesem bekannten Kippriegellager der Nachteil, dass ei le Auflaufvorrichtung fehlt, welche beim Schliessen des Flügels aus der Schwenköffnungsstellung diesen funktionssicher in den feststehenden Rahmen hineinführt. Es kann daher vorkommen, dass der Riegelansatz gegen die raumseitige Stirnfläche des Schliessbleches anstösst 

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 und einem ordnungsgemässen Schliessen des Flügels entgegenwirkt. 



   Zur Vermeidung des zuletzt genannten Nachteils ist auch schon ein Kippriegellager bekanntgeworden, welches ausser einem mit einem Rollzapfen als Riegelansatz zusammenwirkenden
Schliessblech noch eine Auflaufvorrichtung aufweist, die den Flügel beim Schliessen aus der
Schwenköffnungsstellung ordnungsgemäss in den feststehenden Rahmen hineinführt. Die
Auflaufvorrichtung besteht hier aus einer am feststehenden Rahmen aufliegend angebrachten Rolle und einer am Flügelrahmen befestigten Kappe, in welche oberhalb der Rolle eine Auflagerfläche eingebaut ist, während ein Steg derselben die Rolle untergreift, um ein Ausheben des gekippten Flügels zu verhindern.

   Dieses bekannte Kippriegellager wird durch die aufwendige Ausgestaltung der
Auflaufvorrichtung teuer in der Herstellung und ausserdem liegt hier der Nachteil vor, dass die
Auflaufvorrichtung auftragend und sichtbar an der öffnungsseitigen Ecke des Fensters, der Tür od. dgl. angebracht werden muss. 



   Es ist zwar auch schon ein Kippriegellager der zuletzt beschriebenen Gattung für Metall-, insbesondere   Aluminiumfenster,-türen od. dgl.   bekanntgeworden, bei der als Auflaufvorrichtung eine
Rolle dient, die in der Verschlusslage des Flügels völlig abgedeckt ist. Hiebei dient jedoch die Rolle nicht gleichzeitig zur Sicherung des gekippten Flügels gegen Ausheben. Das Ausheben des Flügels wird in diesem Falle durch einen aus Blech geformten Schubriegel bewirkt, der zum Kippöffnen des Flügels hinter und unter einen am feststehenden Rahmen sitzenden Schliesswinkel geschoben wird.

   Auch hiebei wird, ebenso wie bei der zuerst beschriebenen bekannten Ausführungsform eines Kippriegellagers, die das Ausheben des gekippten Flügels beabsichtigende äussere Krafteinwirkung unmittelbar über den
Schubriegel auf die Treibstange abgesetzt, so dass sich auch hier Verformungen einstellen können, die eine Schwergängigkeit des Beschlages nach sich ziehen. Den nachteiligen Wirkungen solcher
Verformungen an den Treibstangen bzw. deren Führungen hat man durch aufwendig gestaltete und damit teure Winkeltreibstangen zu begegnen versucht. Die Krafteinwirkung auf den Schubriegel beim
Versuch, den gekippten Flügel auszuheben, wird jedoch auch hier nicht verhindert. 



   Der Erfindung liegt die Aufgabenstellung   zugrunde ; das Kippriegellager   eines Kipp-Schwenkflügelbeschlages für Metall-, insbesondere   Aluminiumfenster,-türen od. dgl.   der eingangs geschilderten Gattung so auszugestalten, dass es ohne Schwierigkeiten völlig verdeckt an aus handelsüblichen Profilen gebildeten   Metallfenstern,-türen od. dgl.   angebracht werden kann und dabei das Regelglied und die es tragende Treibstange gegen schädliche Krafteinwirkungen von aussen gesichert sind. Schliesslich bezweckt die Erfindung auch noch einen unkomplizierten und damit billigen Aufbau des Kippriegellagers. 



   Ausgehend von einem Kippriegellager der eingangs geschilderten Gattung besteht die Lösung der vorgenannten Aufgabenstellung darin, dass die Vorderkante des Auflaufbockes über die raumseitige Stirnfläche des feststehenden Rahmens hinausragt und den, den überschlag des Flügels bildenden Profilteil, bei   Verschluss- und   Kippstellung des Flügels von rückwärts übergreift. Durch diese erfindungsgemässen Massnahmen werden die Kräfte, die beim Versuch, den gekippten Flügel auszuheben, auftreten, unmittelbar zwischen Flügel und Rahmen aufgenommen, so dass hiedurch Riegelansatz und Treibstange von diesen Kräften nicht beeinflusst werden. 



   Es hat sich als zweckmässig erwiesen, wenn   erfmdungsgemäss   die über die raumseitige Stirnfläche des feststehenden Rahmens hinausragende Vorderkante des Auflaufbockes etwas nach abwärts gebogen ausgebildet ist. 



   In den Zeichnungen ist die Erfindung an Hand eines Ausführungsbeispieles schematisch dargestellt. Fig. l zeigt einen Querschnitt durch die unteren waagrechten Schenkel von Flügel und Rahmen eines Metallfensters im Bereich des Kippriegellagers, Fig. 2 ebenfalls einen Querschnitt durch die unteren waagrechten Schenkel von Flügel und Rahmen eines Metallfensters im Bereich der Auflaufvorrichtung und Fig. 3 eine Ansicht von oben auf den feststehenden Rahmen und die an diesem sitzenden Teile des Kippriegellagers und der Auflaufvorrichtung. 



   Nach Fig. l der Zeichnungen ist zwischen dem unteren waagrechten   Flügelschenkel --1-- und   dem unteren waagrechten   Rahmenschenkel --2-- eines   aus Aluminiumprofilen gebildeten Kipp-Schwenkfensters ein   Kippriegellager --3-- eingebaut.   Dieses   Kippriegellager --3-- besteht   aus einem, beispielsweise als Rollzapfen ausgebildeten Riegelansatz-4-, der an einer am Flügelschenkel -   schiebbar geftihrten Treibstange--5--befestigt   ist und aus einem   Schliessblech--6--,   welches im   Rahmenschenkel--2-- mittels Schrauben --7-- befestigt   ist.

   Das   Schliessblech-6-   besitzt einen parallel zur Rahmenebene verlaufenden   Steg-8--,   hinter den der als Rollzapfen ausgebildete   Riegelansatz --4-- in   der Verschlussstellung des Flügels geschoben ist, wie dies aus Fig. 3 in strichpunktierten Linien ersichtlich ist. An diesen   Steg-8-schliesst   sich einseitig und einstückig 

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 ein   Steg --9-- an, welcher   gegenüber der Rahmenebene nach oben und nach der Raumseite hin geneigt verläuft und in dessen Bereich der als Riegelansatz dienende Rollzapfen --4-- für das Kippöffnen geschoben wird, wie dies die gestrichelten Linien in Fig. 3 andeuten.

   Zum Schwenköffnen des Flügels wird der   Riegelansatz --4-- durch   die   Treibstange --5-- aus   dem Bereich des Steges - nach rechts verschoben, so dass der   Riegelansatz --4-- beim   Schwenköffnen des Flügels rechts am Steg --8-- ungehindert vorbeitreten kann. 



   Seitlich neben dem eigentlichen   Kippriegellager --3-- ist   gemäss Fig. 2 zwischen dem unteren waagrechten   Flügelschenkel-l-und   dem unteren waagrechten   Rahmenschenkel --2-- eine     Auflaufvorrichtung --10-- angeordnet,   welche aus dem im Rahmenschenkel-2-, beispielsweise mittels Schrauben--11--befestigten Auflaufbock--12--und einem an der Unterseite des 
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 z. B.- so angeordnet, dass seine   Vorderkante --15-- über   die raumseitige Stirnfläche des   Rahmenschenkels --2-- um   ein bestimmtes Ausmass hinausragt, wie dies die Fig. 2 und 3 erkennen lassen.

   Dabei greift diese   Kante --15-- des   Auflaufbockes von rückwärts über eine Kante-16des den überschlag des Flügels bildenden   Profilteils--17--,   wenn sich der Flügel in der Verschlussoder Kippstellung relativ zum Rahmen befindet. Durch das Zusammenwirken der   Kante --15-- des   Auflaufbockes mit der   Kante-16-des Flügelschenkels-l-wird   dabei verhindert, dass der Flügel in seiner Kippöffnungsstellung nach oben aus dem Kippriegellager herausgehoben werden kann. 



   Als besonders wirkungsvoll hat es sich dabei erwiesen, wenn die   Vorderkante --15-- des   Auflaufbockes in ihrem über die Stirnseite des Rahmens hinausragenden Bereich etwas nach abwärts 
 EMI3.2 
 
AuflaPATENTANSPRÜCHE : 
1. Kippriegellager eines   Kipp-Schwenkflügelbeschlages   für Metall-, insbesondere Aluminiumfenster,   - türen od.

   dgl.,   bei welchem ein an einer Treibstange sitzender Rollzapfen oder ein ähnlicher Riegelansatz zum Kippöffnen des Flügels hinter ein ortsfestes Schliessblech schiebbar ist und welchem an oder nahe der öffnungsseite des Flügels eine aus einem rahmenseitigen Auflaufbock und einem flügelseitigen Auflaufblech bestehende Auflaufvorrichtung zugeordnet ist, dadurch gekenn-   zeichnet,   dass die Vorderkante (15) des Auflaufbockes (12) über die raumseitige Stirnfläche des feststehenden Rahmens (2) hinausragt und den den überschlag des Flügels   (1)   bildenden Profilteil (16, 17) bei   Verschluss- und   Kippstellung des Flügels   (1)   von rückwärts übergreift. 
 EMI3.3 


AT1075466A 1966-08-18 1966-11-21 Kippriegellager eines Kipp-Schwenkflügelbeschlages AT266640B (de)

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