AT266093B - Verfahren zur Isolierung von Terephthalsäure - Google Patents

Verfahren zur Isolierung von Terephthalsäure

Info

Publication number
AT266093B
AT266093B AT444466A AT444466A AT266093B AT 266093 B AT266093 B AT 266093B AT 444466 A AT444466 A AT 444466A AT 444466 A AT444466 A AT 444466A AT 266093 B AT266093 B AT 266093B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
sep
oxidation
acid
water
xylene
Prior art date
Application number
AT444466A
Other languages
English (en)
Inventor
Ewald Dipl Chem Katzschmann
Original Assignee
Chemische Werke Witten Gmbh
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Priority claimed from DEC36516A external-priority patent/DE1259326B/de
Application filed by Chemische Werke Witten Gmbh filed Critical Chemische Werke Witten Gmbh
Application granted granted Critical
Publication of AT266093B publication Critical patent/AT266093B/de

Links

Landscapes

  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Isolierung von Terephthalsäure 
Bei der Oxydation von p-Xylol mit Oxydationsmitteln, die Sauerstoff gebunden enthalten, wie z. B. 



  Salpetersäure, wird als Endprodukt Terephthalsäure erhalten, die zur Herstellung von Alkydharzen oder Polyesterfasern, Fäden oder Folien noch einer intensiven Reinigung unterworfen werden muss. 



   Bei der Oxydation von p-Xylol in flüssiger Phase mit Sauerstoff oder Luft bei erhöhter Temperatur in Gegenwart von löslichen Katalysatoren wird praktisch nur p-Toluylsäure als Endprodukt erhalten. 



   Bei der Oxydation von p-Xylol in Essigsäure und in Gegenwart von löslichen Katalysatoren und so- genannten Initiatoren, wie z. B. Bromverbindungen, wird neben p-Toluylsäure überwiegend Terephthalsäure erhalten. Die Anforderungen an das Gefässmaterial sind beim Einsatz von Essigsäure und Bromverbindungen erheblich. Temperaturen um 2000 C und Drücke um 20 bis 30 atü sind notwendig, um die Terephthalsäurestufe zu erreichen. Zur Erzielung einer technisch verwertbaren Terephthalsäure sind zusätzliche Reinigungsmassnahmen erforderlich. 



   In der deutschen Patentschrift Nr. 949564 wird die Weiteroxydation der   p-Toluylsäure.   bis zur Terephthalsäurestufe durch Oxydation des   p-Toluylsäuremethylesters   vorgeschlagen. Während sich die freie p-Toluylsäure nur schwer weiteroxydieren lässt, verläuft die Oxydation des   p-Toluylsäuremethyl-   esters sehr leicht zum Terephthalsäuremonomethylester. 



   Nach der deutschen Patentschrift Nr. 1041945 werden durch gemeinsame katalytische Oxydation von Xylolen oder deren Isomerengemischen und den Estern der daraus durchoxydation entstehenden Toluylsäuren in flüssiger Phase mit Sauerstoff oder sauerstoffenthaltenden Gasen in Anwesenheit von Oxydationskatalysatoren, gegebenenfalls unter erhöhtem Druck und erhöhter Temperatur, anschliessende Veresterung des Oxydationsgemisches, Abtrennung der   Benzoldicarbonsäureester und erneute Oxydation   der Toluylsäureester gemeinsam mit Xylolen, wobei das zu oxydierende Gemisch einen grösseren Anteil an Toluylsäureestern als an Xylolen enthält, Benzoldicarbonsäureester gewonnen.

   Die Oxydation von p-Xylol gemeinsam mit   p-Toluylsäuremethylester   nach der deutschen Patentschrift Nr. 1041945 liefert nebeneinander unumgesetzten   p-Toluylsäuremethylester,     p-Toluylsäure,   Terephthalsäuremonomethylester und freie Terephthalsäure. Bei der vorgeschlagenen nachfolgenden Veresterung wird ein Ge- 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
 EMI2.1 
 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 derweise für die Abtrennung der freien Terephthalsäure nach dem erfindungsgemässen Verfahren die 2-bis 3fache Gewichtsmenge   p-Xylol.

   Die   leichtere Abtrennbarkeit macht sich   äusserlich   dadurch bemerkbar, dass die aus einem nachbehandelten Oxydat hergestellte Suspension in p-Xylol   einen"sandi-   gen" Charakter aufweist, während die aus einem nicht nachbehandelten Oxydat erhaltene Suspensionobwohl mehr Lösungsmittel enthaltend - "schmierigen" Charakter besitzt. Die Abtrennung der   Tere -     phthalsäureausdemOxydat   oder der Lösung bzw. Suspension erfolgt durch Heiss-Dekantieren, Heiss-Filtrieren oder Heiss-Zentrifugieren. Gut eignet sich ein sogenanntes Seitzfilter. Je nach Arbeitsmethodik und gegebenen Voraussetzungen lassen sich auch Schälzentrifugen mit Waschvorrichtung vorteilhaft einsetzen. 



   Während die aus nicht nachbehandelten Oxydaten gewonnene Terephthalsäure eine deutlich violettgraue Verfärbung zeigt und eine Verseifungszahl von etwa 635 aufweist, besitzt die aus nachbehandelten Oxydaten erhaltene Terephthalsäure eine nur noch ganz schwache Färbung und eine Verseifungszahl von 675 bis 676 (berechnet : 676). 



   Das anfallende Filtrat wird entweder direkt in die weitere Oxydation eingesetzt oder durch Abdestillation von p-Xylol auf das nach der deutschen patentschrift Nr. 1041945 geforderte Mengenverhältnis gebracht oder in Gegenwart des   p-Xylol,, eines   Teiles des p-Xylols oder nach vollständiger Abdestillation des p-Xylols mit Methanol verestert. Die Veresterung kann nach jedem Ansatz oder in Abständen durchgeführt werden, um die vorhandene p-Toluylsäure in den oxydierbaren   p-Toluylsäureme-   thylester überzuführen. Ist Wasser und/oder eine Carbonsäure als Hilfsmittel für die Nachbehandlung zugesetzt worden, so ist nach Abtrennung der Terephthalsäure mittels einer geeigneten Massnahme, wie z. B. Dekantieren oder Destillieren, das Hilfsmittel aus den flüssigen Anteilen vor deren Weiteroxydation zu entfernen.

   Betriebliche oder wirtschaftliche Erfordernisse können entsprechend abgeänderte Arbeitsschritte bedingen. 



   Die nach der erfindungsgemässen Nachbehandlung gewonnene Terephthalsäure ist ohne jede weitere Reinigung für viele Zwecke einsetzbar, wie z. B. für die Herstellung von Alkydharzen. Für die Polyesterfaserherstellung durch direkte Umsetzung mit Äthylenglykol ist eine zusätzliche Reinigung nach einem der bekannten Verfahren notwendig. 



   Die Beispiele wurden der besseren Übersicht wegen in nachstehender Tabelle zusammengefasst : 

 <Desc/Clms Page number 4> 

 
 EMI4.1 
 
<tb> 
<tb> Versuch <SEP> Nachbehandlung <SEP> Terephthal-VZ <SEP> : <SEP> Oxydat-Be- <SEP> 
<tb> Zusätze <SEP> säure <SEP> in <SEP> %: <SEP> zeichnung:
<tb> Zusätze <SEP> Stunden <SEP>  C <SEP> :

   <SEP> atü:
<tb> 1 <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> 20, <SEP> 3 <SEP> 641 <SEP> 5/117
<tb> 2 <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> 16. <SEP> 5 <SEP> 640 <SEP> 6/104
<tb> 3----16, <SEP> 0 <SEP> 633 <SEP> 7/8
<tb> 4 <SEP> 15% <SEP> p-Xylol <SEP> 4 <SEP> 250 <SEP> 7 <SEP> 24, <SEP> 2 <SEP> 676 <SEP> 5/117
<tb> 5 <SEP> 20% <SEP> p-Xylol <SEP> 1 <SEP> 275 <SEP> 10, <SEP> 5 <SEP> 21, <SEP> 2 <SEP> 676 <SEP> 6/104
<tb> 6 <SEP> 100% <SEP> Eisessig <SEP> 1 <SEP> 250 <SEP> 16, <SEP> 0 <SEP> 16, <SEP> 8 <SEP> 663 <SEP> 6/104
<tb> 7 <SEP> 33% <SEP> Eisessig <SEP> 1 <SEP> 250 <SEP> 16,0 <SEP> 19, <SEP> 3 <SEP> 673 <SEP> 6/104
<tb> 8 <SEP> 10je <SEP> Eisessig <SEP> 2 <SEP> 250 <SEP> 6, <SEP> 0 <SEP> 22, <SEP> 6 <SEP> 676 <SEP> 6/104
<tb> 9 <SEP> 10% <SEP> Eisessig <SEP> 1/2 <SEP> 275 <SEP> 10, <SEP> 5 <SEP> 22,

   <SEP> 2 <SEP> 676 <SEP> 6/104
<tb> 10 <SEP> 5% <SEP> Wasser <SEP> 1 <SEP> 200 <SEP> 7,0 <SEP> 24, <SEP> 3 <SEP> 649 <SEP> 5/117
<tb> 11 <SEP> 5% <SEP> Wasser <SEP> 2 <SEP> 200 <SEP> 7,0 <SEP> 29,0 <SEP> 659 <SEP> 5/117
<tb> 12 <SEP> 5% <SEP> Wasser <SEP> 3 <SEP> 200 <SEP> 7,0 <SEP> 30, <SEP> 5 <SEP> 662 <SEP> 5/117
<tb> 13 <SEP> 5% <SEP> Wasser <SEP> 2 <SEP> 210 <SEP> 8, <SEP> 5 <SEP> 30, <SEP> 3 <SEP> 676 <SEP> 5/117
<tb> 14 <SEP> 5% <SEP> Wasser <SEP> 1 <SEP> 225 <SEP> 9, <SEP> 0 <SEP> 28, <SEP> 5 <SEP> 672 <SEP> 5/117
<tb> 15 <SEP> 5% <SEP> Wasser <SEP> 2 <SEP> 225 <SEP> 9, <SEP> 0 <SEP> 30, <SEP> 5 <SEP> 676 <SEP> 5/117
<tb> 16 <SEP> 5% <SEP> Wasser <SEP> 1/2 <SEP> 240 <SEP> 11, <SEP> 5 <SEP> 28,0 <SEP> 676 <SEP> 7/8
<tb> 17 <SEP> 5% <SEP> Wasser <SEP> 1/2 <SEP> 250 <SEP> 12, <SEP> 0 <SEP> 25,

   <SEP> 2 <SEP> 676 <SEP> 5/117
<tb> 18 <SEP> 5% <SEP> Wasser <SEP> 2 <SEP> 250 <SEP> 12,0 <SEP> 32, <SEP> 6 <SEP> 676 <SEP> 5/117
<tb> 19, <SEP> 5% <SEP> Wasser <SEP> 4 <SEP> 250 <SEP> 12,0 <SEP> 31, <SEP> 6 <SEP> 676 <SEP> 5/117
<tb> 20 <SEP> 7, <SEP> 5% <SEP> Wasser <SEP> 4 <SEP> 250 <SEP> 13, <SEP> 0 <SEP> 32, <SEP> 6 <SEP> 676 <SEP> 7/8
<tb> 21 <SEP> 100/0 <SEP> Wasser <SEP> 2 <SEP> 250 <SEP> 13, <SEP> 0 <SEP> 29, <SEP> 2 <SEP> 676 <SEP> 6/104
<tb> 22 <SEP> 15% <SEP> Wasser <SEP> 4 <SEP> 250 <SEP> 13,0 <SEP> 32,9 <SEP> 676 <SEP> 5/117
<tb> 23 <SEP> 
<tb> 3% <SEP> 
<tb> 30% <SEP> p24 <SEP> 16% <SEP> Eisessig
<tb> 5% <SEP> Wasser <SEP> 1 <SEP> 250 <SEP> 16,0 <SEP> 30,4 <SEP> 676 <SEP> 6/104
<tb> 25 <SEP> 5% <SEP> Wasser <SEP> 1/2 <SEP> 275 <SEP> 20,0 <SEP> 27, <SEP> 4 <SEP> 676 <SEP> 6/104
<tb> 
 

**WARNUNG** Ende DESC Feld kannt Anfang CLMS uberlappen**.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Isolierung von Terephthalsäure aus Oxydaten, die durch gemeinsame katalytische Oxydation von Xylolen oder deren Isomerengemischen und den Estern der daraus durch Oxydation entstehenden Toluylsäuren in flüssiger Phase mit Sauerstoff oder sauerstoffenthaltenden Gasen in Anwesenheit von Oxydationskatalysatoren, gegebenenfalls unter erhöhtem Druck und erhöhter Temperatur, anschliessende Veresterung des Oxydationsgemisches, Abtrennung der Benzoldicarbonsäureester und erneute Oxydation der Toluylsäureester gemeinsam mit Xylolen erhalten wurden, wobei die Oxydate gemäss Patent Nr.
    260912 vor der Aufarbeitung auf freie Terephthalsäure einer gegebenenfalls kontinuierlich in Form eines Transportes durch Gefässe und/oder Röhrensysteme vorzunehmenden Nachbehandlung durch <Desc/Clms Page number 5> zwischen notwendiger Aufheizzeit und 5 h liegende Temperaturerhöhung bis in den Bereich 210 bis 2800 C, gegebenenfalls unter erhöhtem Druck, unterworfen werden, dadurch gekennzeichnet, dass die Nachbehandlung in Gegenwart von zusätzlichem p-Xylol und/oder Wasser und/oder einer niederen Carbonsäure, insbesondere Essigsäure, erfolgt.
    2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Zusatzmenge fürp- Xylol maximal 50%, für Wasser maximal 15% und für eine Carbonsäure, insbesondere Essigsäure, maximal 30le, bezogen auf das Gewicht des Oxydats, beträgt.
AT444466A 1965-07-28 1966-05-11 Verfahren zur Isolierung von Terephthalsäure AT266093B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEC36516A DE1259326B (de) 1965-07-28 1965-07-28 Verfahren zur Gewinnung reiner Terephthalsaeure

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT266093B true AT266093B (de) 1968-11-11

Family

ID=7022314

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT444466A AT266093B (de) 1965-07-28 1966-05-11 Verfahren zur Isolierung von Terephthalsäure

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT266093B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1267677B (de) Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von aromatischen Carbonsaeuren oder deren Anhydriden
DE1299627B (de) Verfahren zur Herstellung von reinster Terepthalsaeure
US3513193A (en) Process for the preparation of terephthalic acid
DE2534161C2 (de) Verfahren zur Herstellung von Terephthalsäure mit hoher Reinheit
DE2010137C3 (de) Verfahren zur Herstellung von Terephthalsauredimethylester
DE1133714B (de) Verfahren zur Oxydation von Benzolen oder Pyridinen
AT266093B (de) Verfahren zur Isolierung von Terephthalsäure
DE1220408B (de) Verfahren zur Herstellung von Benzolcarbonsaeuren
DE1814707C3 (de) Verfahren zur Herstellung von Phthalsäure
CH539013A (de) Verfahren zur Herstellung von Terephthalsäure
AT260912B (de) Verfahren zur Isolierung von Terephthalsäure
DE2804414C2 (de) Verfahren zur Herstellung von Anthrachinon
US3944602A (en) Process for the preparation of terephthalic acid
DE1745503A1 (de) Kontinuierliches Verfahren zur Herstellung von Polyestern
DE1041945B (de) Verfahren zur Herstellung von Benzoldicarbonsaeureestern
DE1071688B (de) Verfahren zur Verbesserung der Oxydationsgeschwindigkeit der bei Luftoxydation von xylol oder von gemischen aus xylol und p-toluylsaeuremethylestern anfallenden gemische
DE572896C (de) Verfahren zur Herstellung wertvoller organischer Produkte durch Behandlung von fluessigen Kohlenwasserstoffen mit oxydierenden Gasen
DE1091556B (de) Verfahren zur Herstellung von Benzoldicarbonsaeureestern
DE2803796C3 (de) Verfahren zur Herstellung von Terephthalsäure durch Umesterung von p-Toluylsäure und Monomethylterephthalat
AT256076B (de) Verfahren zur Herstellung von Benzolcarbonsäuren
DE1144708B (de) Verfahren zur Herstellung von Carbonsaeuren cyclischer, insbesondere aromatischer Natur
DE1802433A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Terephtalsaeure mit niedrigem Terephthalaldehydsaeure-Gehalt
DE1643721B1 (de) Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von Benzoldicarbonsaeuren
DE1007761B (de) Verfahren zur Herstellung von Phthalsaeuren
DE3529380A1 (de) Verfahren zur herstellung von aromatischen carbonsaeuren