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Metallisches Leitungsrohr mit einer Betonauskleidung und
Bewehrungsgitter für diese
Es ist bekannt, metallische Leitungsrohre für Flüssigkeiten mit Beton auszukleiden, um den aus
Metall bestehenden Rohrkörper durch die Auskleidung gegen Angriffe der Flüssigkeit zu schützen.
Überdies ist es verhältnismässig leicht, die Betonauskleidung im Falle ihrer Zerstörung durch Korrosion wieder in Stand zu setzen, wogegen im Falle der Zerstörung des metallischen Rohrkörpers die Leitung unbrauchbar wird.
Bringt man die Auskleidung ohne besondere Massnahmen am Rohrkörper an, so besteht zwischen dem Rohrkörper und der Auskleidung keinerlei Verbund. Dies hat zur Folge, dass schon nach schwacher und kurzfristiger Einwirkung der Flüssigkeit auf die Auskleidung die Gefahr besteht, dass Teile der Auskleidung ausbrechen und, vor allem bei höheren Strömungsgeschwindigkeiten der Flüssigkeit, fortgespült werden. Es besteht dann die weitere Gefahr, dass diese ausgebrochenen Stücke der Auskleidung Schieber od-dgt. blockieren. Überdies verursacht die durch derartige Ausbrüche vergrösserte Rauhigkeit der inneren Rohrwandung eine erhöhte Flüssigkeitsreibung und gibt so zu verstärktem Angriff der Flüssigkeit auf die Rohrwand Anlass, wodurch binnen kurzer Zeit die völlige Zerstörung der Auskleidung hervorgerufen wird.
Man ist deshalb dazu übergegangen, die Betonauskleidung mit metallischen Bewehrungen zu versehen. Beispielsweise ist es bekannt, an dem Leitungsrohr, das mit Beton ausgekleidet werden soll, Drahtstücke anzuschweissen, die entweder für sich allein zur Verankerung des Betons im Rohr dienen oder aber auch zur Befestigung eines Bewehrungsgitters verwendet werden sollen. Für sich allein bieten diese Drahtstücke keine ausreichende Verankerung des Betons, besonders wenn dieser im Torkretverfahren aufgebracht wird. Wenn anderseits die angeschweissten Drahtstücke zur Befestigung eines Bewehrungsgitters verwendet werden, so erfordert diese Art der Bewehrung einen grossen Arbeitsaufwand und verursacht entsprechend hohe Kosten.
Ebenfalls unbefriedigend ist wegen hohen Arbeits- und Materialaufwandes und geringer praktischer Wirksamkeit eine bekannte, für Rohrauskleidungen bestimmte Bewehrung, die aus ineinander verketteten, schraubenförmigen Elementen aufgebaut ist, ähnlich dem Drahteinsatz eines Bettes. Zur Bewehrung von äusseren Betonmänteln an Metallrohren ist schliesslich auch die Verwendung speziell geformter Längsbewehrungsstäbe bekannt, die parallel zu Erzeugenden des Rohres verlaufen und mittels Abstandhalter mit dem Metallrohr verschweisst sind. Um diese Längsstäbe kann eine schraubenlinienförmige Querbewehrung herumgewickelt werden.
Zur inneren Rohrauskleidung wäre eine so aufgebaute Bewehrung überhaupt nicht zu verwenden, da die schraubenlinienförmige Querbewehrung zwischen der Rohrwandung und den Längsbewehrungsstäben durchgezogen werden müsste, damit sie von diesen Stäben gehalten wird. Die Herstellung einer solchen Bewehrung wäre äusserst umständlich und daher unwirtschaftlich.
Die Schwierigkeiten der Verwendung von üblichen metallischen Bewehrungsgittern zur Bewehrung der Innenauskleidung von Metallrohren liegen darin, dass es erstens schwierig ist, diese Gitter während des Betonierens in ihrer Lage zu fixieren, und dass zweitens zwischen den beiden Materialien, nämlich dem Metall der Rohrwand und dem bewehrten Beton, kein Zusammenhang besteht. Bei Befestigung der
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metallischen Gitter durch Punktschweissung an der Innenwand des Metallrohres wird zwar ein fester
Zusammenhang zwischen dem Bewehrungsgitter und dem Rohrkörper sichergestellt, anderseits liegt aber das Gitter bezüglich der Flüssigkeit auf der Aussenseite der Betonauskleidung, also dort, wo es am wenigsten benötigt wird.
Erfindungsgemäss werden bei einem metallischen Leitungsrohr mit einer Betonauskleidung, die mit zumindest einem vorzugsweise geschweissten Bewehrungsgitter aus gekreuzten Drahtscharen bewehrt ist, das durch in Abständen angeordnete, an der Rohrwand z. B. durch Schweissung befestigte Abstandhalter fest mit dem Rohr verbunden ist, sowohl ein einwandfreier Verbund zwischen dem bewehrten Beton und dem Metall des Leitungsrohres als auch eine Sicherung der am meisten der Korrosion ausgesetzten
Innenseite der Betonauskleidung gegen Abbröckeln dadurch erreicht, dass die Abstandhalter einstückig mit dem Bewehrungsgitter als an sich bekannte dellenartige Ausbuchtungen der längs- und/oder
Querdrähte des Gitters ausgebildet sind. Auf diese Weise kann das Bewehrungsgitter in die günstigste
Lage bezüglich der Betonschichte gebracht werden.
Zweckmässig beträgt die Höhe der dellenartigen
Ausbuchtungen ungefähr die Hälfte der Dicke der Betonschichte.
Durch die Erfindung werden mehrere entscheidende Vorteile erzielt. Es ist ein sicherer Verbund zwischen dem metallischen Rohrkörper und der Betonauskleidung gewährleistet ; das als Bewehrung dienende Metallgitter ist bereits während des Betonierungsvorganges unverschieblich in der gewünschten
Lage fixiert, und da es in einem festen Abstand vom Mantelrohr gehalten wird, sichert es die der
Flüssigkeit zugekehrte Seite der Betonauskleidung gegen Abbröckeln. Diese Sicherung gegen das Abbröckeln und Fortspülen abgebrochener Teile des Betons kann noch bedeutend erhöht werden, wenn nach einem bevorzugten Ausführungsbeispiel an der Innenseite des Bewehrungsgitters mit den dellenartigen Ausbuchtungen ein zweites Metallgitter mit geringerer Drahtstärke und Maschenweite angeordnet wird und die beiden Gitter, vorzugsweise durch Punktschweissung, miteinander verbunden werden.
Als Bewehrung kann man dabei ein grossmaschiges geschweisstes Gitter, dessen Maschenweite etwa 100/300 mm beträgt und dessen Längs- und/oder Querdrähte mit dellenartigen Ausbuchtungen versehen sind, verwenden, an dem ein zweites, engmaschiges Feindrahtgitter mit einer Maschenweite von etwa 50/50 mm angeschweisst ist.
In Fig. l der Zeichnung ist schematisch ein gemäss der Erfindung ausgebildetes Bewehrungsgitter dargestellt, Fig. 2 stellt im Querschnitt ein erfindungsgemäss bewehrtes Leitungsrohr dar.
Das in Fig. l gezeigte geschweisste Gitter --5-- weist an seinen Längsdrähten-l-und Querdrähten-2-dellenartige Ausbuchtungen-3-auf, die, wie der Querschnitt nach Fig. 2 erkennen lässt, an der Innenwand eines metallischen Leitungsrohres-4-anliegen und als Abstandhalter für die Hauptfläche des Gitters dienen. Die Kuppen der dellenartigen Ausbuchtungen sind bei-6-mit der Rohrwand verschweisst. Das Gitter --5-- liegt im fertigen Rohr ungefähr in der Mitte der auskleidenden Betonschichte --7-- oder noch weiter nach innen versetzt.
Wie schon erwähnt, kann an der Innenseite des Gitters --5-- noch ein feinmaschiges Gitter aus dünnen Drähten angeordnet werden.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Metallisches Leitungsrohr mit einer Betonauskleidung, die mit einem vorzugsweise geschweissten Metallgitter aus gekreuzten Drahtscharen bewehrt ist, das durch in Abständen angeordnete, an der Rohrwand z. B. durch Schweissung befestigte Abstandhalter fest mit dem Rohr
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Bewehrungsgitter als an sich bekannte dellenartige Ausbuchtungen der Längs- und/oder Querdrähte des Gitters ausgebildet sind.
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