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Maschine zur Herstellung von zylindrischen Wattekörpem
Das Stammpatent Nr. 248609 betrifft eine Maschine zur Herstellung von zylindrischen Wattekörpern, insbesondere Zahntampons, der eine zur Verarbeitung vorgesehene Watteschicht zugeführt wird. Gemäss dem Hauptanspruch des Stammpatentes ist diese Maschine gekennzeichnet durch eine Vorrichtung zum Auftrennen der Watteschicht in einzelne Streifen bestimmter Länge, einen die einzelnen Streifen nacheinander übernehmenden Wickelapparat, bestehend aus einer mit einem Haftbelag versehenen Wickeltrommel und einem die Trommel über einen Teil ihres Umfanges umgebenden Deckel, welcher um eine an seinem einen Ende angebrachte Achse schwenkbar ist, wobei die Breite des zwischen Trommel und dem Deckel vorhandenen Spaltes, die in der Drehrichtung der Trommel zunimmt, verändert werden kann,
ferner durch eine über Leitbleche mit der Trommel in Verbindung stehende Nachbehandlungs- bzw.
Kalibriervorrichtung für die eingerollten Streifen sowie eine durch einen Trocknungskanal führende, an sich bekannte Transportvorrichtung für die fertigen Wattekörper.
In weiterer Ausgestaltung dieser Maschine befasst sich die Erfindung insbesondere mit der Nachbehandlungs-bzw. Kalibriervorrichtung, die bisher aus einer Kalibrier-sowie einer in ein elektrisch beheiztes Leimgefäss eingetauchten Leimwalze bestand, die gleichsinnig und mit voneinander verschiedenen Drehzahlen rotierend angetrieben waren. Die eingerollten Streifen wurden beim Durchlauf zwischen den beiden Walzen kalibriert, und gleichzeitig wurden die Streifenoberflächen mit Leim appretiert, um aufstehende Wattefasern glattzukleben ; für die Dichte der Leimschicht war ein Abstreifer an der Leimwalze vorgesehen.
Ein Nachteil dieser Vorrichtung liegt in der Kürze der Nachbehandlungs- bzw. Kalibrierstrecke, so dass ein einwandfreier Betrieb nicht immer gewährleistet ist.
Die gemäss der Erfindung weiter ausgestaltete Maschine ist demgegenüber bedeutend leistungsfähiger
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der Trommel weglaufende Trum von einer in veränderbarem Abstand über der Oberseite dieses Trumes angeordneten, zwischen sich selbst und dem Band einen Spalt freilassenden Leitplatte abgedeckt ist, sowie zur übertragung des Leims auf die Oberseite des Bandes eine an sich bekannte, mit wenigstens einer übertragungswalze ausgerüstete Einrichtung umfasst.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachstehend an Hand der Zeichnung, deren einzige Figur eine Nachbehandlungs-bzw. Kalibriervorrichtung rein schematisch darstellt, näher erläutert.
Die Hauptbestandteile der Maschine, d. h. der Wickelapparat, der ganze Antrieb und der Trocknungskanal, sind im Stammpatent Nr. 248609 beschrieben und brauchen an dieser Stelle nicht mehr näher erläutert zu werden.
Die von der sich in Pfeilrichtung drehenden Wickeltrommel-l-eingerollten Wattestreifen gelangen über eine schwenkbar aufgehängte Rutsche --2-- in die Nachbehandlungs-bzw. Kalibriervorrichtung-22-. Diese Vorrichtung umfasst ein auf zwei Rollen --3 und 4-- geführtes endloses Band-5--, das, sich in Pfeilrichtung fortbewegend, angetrieben wird. Die Rollen-3 und
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--5-- ist--6-- abgedeckt. Diese besteht aus einer Leitplatte-7-, die am trommelseitigen Ende in der Höhe verstellbar angelenkt bzw. befestigt ist. Die Höhenverstellbarkeit wird durch Verschieben des Haltearmes --8-- in einem Vertikalspalt-9-des Maschinenrahmens erreicht.
Die Leitplatte --7-- wird dann mittels einer Schraube --10-- in der gewünschten Lage fixiert.
Die Leitplatte-7-, deren dem Band --5-- zugekehrte Seite mit einem griffigen Belag --11-- versehen ist, ist an ihrem andern Ende an einen von Hand zu betätigenden Verstellmechanismus --12-- angelenkt. Dieser Mechanismus erlaubt, die Höhe des zwischen dem Band-5-und der Leitplatte vorhandenen Spaltes --13-- zu verstellen. Er besteht grundsätzlich aus einem geführten, vertikal verschiebbaren Zwischenglied-14--, an dessen unterem Ende die Leitplatte --7-- angelenkt ist, während an seinem oberen Ende eine von Hand zu verstellende Anschlagschraube-15-vorgesehen ist.
Durch Verdrehen der Schraube --15-- kann eine bestimmte minimale Breite des Spaltes-13eingestellt werden, während die Leitplatte --7-- an sich gegen ihr Eigengewicht nach oben frei verschiebbar bleibt.
Zu der Nachbehandlungs- bzw. Kalibriervorrichtung gehört ferner noch eine Einrichtung, mit welcher die Oberseite des Bandes-5-mit einer Leimschicht appretiert wird. Diese Einrichtung besteht aus zwei angetriebenen Walzen-16 und 17--, von denen die erstere in ein beispielsweise elektrisch beheiztes Leimgefäss-18-eingetaucht ist.
Der von der Walze --16- aufgenommene Leim wird dann auf die mit einem saugfähigen Belag - -19-- versehene Walze --17- und von dort schliesslich auf das Band --5-- übertragen.
Die im Spalt --13-- behandelten bzw. kalibrierten und appretierten eingerollten Wattestreifen gelangen dann schliesslich auf ein durch einen Trocknungskanal führendes Transportband-20-, das sich in Pfeilrichtung bewegt.