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Antriebsvorrichtung für Trommel-Wasch- und Schleudermaschinen
Die Erfindung bezieht sich auf eine Antriebsvorrichtung für Trommel-Wasch-und Schleudermaschinen mit einem Programmwerk, einer Waschtemperatur und Waschdauer bestimmenden Programmwählvorrichtung und einem in seiner Drehrichtung umkehrbaren, die Waschtrommel über ein in seiner Abtriebsdrehzahl veränderliches hydrostatisches Getriebe mit verschiedenen Drehzahlen und auch reversierbar antreibenden Elektromotor.
Bei bekannten Waschmaschinen, die im Haushalt benutzt werden, ist während des Waschvorganges die Umlaufgeschwindigkeit der Waschtrommel bei allen Waschprogrammen gleich. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, jedem Waschprogramm individuelle Umlaufgeschwindigkeit der Waschtrommel zuordnen zu können, die beispielsweise bei Wollwäsche geringer ist als bei Kunstfaserstoffen und bei Kochwäsche. Eine solche Zuordnung der Waschtrommelgeschwindigkeit führt zu besserer Schonung empfindlicher Wäsche und zu einer Abkürzung der Waschzeit. Es ist bekannt, die Waschtrommel über ein hydrostatischesGetriebe durch einenElektromotor reversierbarmit verschiedenenGeschwindigkeiten anzutreiben. Dabei sind zwischen Pumpe und Motor des hydrostatischen Getriebes zwei Ventilumschaltvor-
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Waschprogrammen und eine Schleuderdrehzahl.
Diese bekannte Anordnung mit hydrostatischem Getriebe löst daher nicht die Aufgabe der Erfindung, ausser der Schleuderdrehzahl für die verschiedenen Waschprogramme unterschiedliche Waschtrommeldrehzahlen einstellen zu können.
Es ist an sich bei einstellbaren Getriebe bekannt, die Antriebsdrehzahl durch eine Einstellvorrichtung zu verändern. Getriebe mit einer solchen Einstellvorrichtung sind bisher noch nicht für den Antrieb von Waschmaschinen verwendet worden. Die Erfindung besteht darin, dass zur Lösung der oben geschilderten Aufgabe eine an sich bekannte, der Änderung der Abtriebs-Drehzahl des Getriebes dienende Einstellvorrichtung mit der Programmwählvorrichtung und mit dem Programmwerk verbunden ist, so dass die Abtriebsdrehzahl des hydrostatischen Getriebes in an sich bekannter Weise veränderbar ist und den verschiedenen Waschprogrammen verschiedene Waschtrommeldrehzahlen zugeordnet sind.
Zweckmässigerweise ist die Antriebsvorrichtung so ausgebildet, dass die Getriebeeinstellvorrichtung mit der Programmwählvorrichtung kraftschlüssig und mit der Programmsteuerung starr verbunden ist, so dass das Getriebe unabhängig von dem jeweils eingestellten Programm durch die Getriebeeinstellvorrichtung auf Schleuderdrehzahl umschaltbar ist.
Im folgenden sind unter Bezugnahme auf Fig. l bis 6 zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung beschrieben, die weitere vorteilhafte Konstruktionseinzelheiten erkennen lassen.
Fig. l zeigt ein Flüssigkeitsgetriebe im Schnitt nach der Linie I-I in Fig. 2, Fig. 2 stellt das Flüssigkeitsgetriebe im Schnitt nach der Linie II-II in Fig. l dar, Fig. 3 ist ein Schnitt nach der Linie III-III
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Die Umlaufgeschwindigkeit des Rotors --8-- und der Waschtrommel ist bei konstanter Förderleistung der Zahnradpumpe --13, 131-- in bestimmten Grenzen durch Anheben oder Absenken des Schaftes und des damit verbundenen Stators-2-veränderbar. Durch das Verdrehen der Welle --29--, das beim Wählen eines bestimmten Waschprogrammes erfolgt, kann durch den Exzenter --28-- die Hubeinstellung des Stators --2-- verändert und dadurch eine bestimmte Umlaufgeschwindigkeit des Rotors --8-- und der Waschtrommel dem jeweils eingestellten Waschprogramm zugeordnet werden. Bei der Einstellung der Programmwählvorrichtung auf Wollwäsche werden also der Schaft --21-- und der
Stator --2-- die tiefste Stellung einnehmen, was einen verhältnismässig langsamen Umlauf des Rotors - und der Waschtrommel zur Folge hat.
Bei Einstellung auf Kunstfaserwäsche wird die Umlaufgeschwindigkeit durch Anheben des Schaftes-21-- etwas vergrössert ; bei Kochwäsche lässt sich die Umlaufgeschwindigkeit in gleicher Weise weiter erhöhen.
Wird der programmgesteuerte Elektromagnet MS so betätigt, dass der Steuerschieber --19-- den Steuerkanal --20-- freigibt, so wirkt der Pumpendruck im Stellzylinder --35- und hebt den Kolben --34-- und den Schaft unabhängig von der jeweiligen Einstellung des Exzenters --28- um den Betrag b an. Dabei kann sich der Querstift --25-- gegen die Feder-27-im Langloch-26-frei bewegen. Bei diesem Hub b wird eine verhältnismässig hohe Schleuderdrehzahl des Rotors --8-- und der Waschtrommel erreicht, wie sie beim Schleudern zwischen den Spülgängen erforderlich ist. Wird der Elektromagnet MS jedoch so betätigt, dass der Steuerkanal --20'-- frei wird, so wirkt der Pumpendruck auf den Kolben --32-- und bewirkt einen noch grösseren Hub a des Schaftes --21--, um eine maximale Schleuderdrehzahl des Rotors --8-- zu erzielen.
Der Schaft --21- kann diesem grossen Hub a folgen, obwohl der Kolben -34-- schon bei dem kleineren Hub b im Stellzylinder --35-- abschlägt, weil sich der Stellzylinder --35- in diesem Falle vom Stellzylinder --33-- abheben und dem Schaft --21--folgen kann. Durch das hydrostatische Getriebe kann also in Abhängigkeit von der Einstellung der Programmwelle --29-- über den Exzenter-28-jedem Waschprogramm eine besondere Umlaufgeschwindigkeit der Waschtrommel zugeordnet werden. Es können aber ausserdem zwei unterschiedliche Schleuderdrehzahlen durch die Stellzylinder-35 und 33-- sebsttätig eingestellt werden.
Bei der in Fig. 5 und 6 dargestellten Ausführungsform der Erfindung ist die Zahnradpumpe in sinngemässer Weise durch eine Flügelkolbenpumpe ersetzt worden, deren Fördermenge durch Einstellung eines Hubgliedes einstellbar ist. Man kann dadurch eine Vergrösserung des Drehzahl-Einstellbereiches des Getriebes erreichen.
Die Flügelkolbenpumpe hat im wesentlichen den gleichen Aufbau wie der im ersten Ausführungsbeispiel beschriebene Flügelkolbenmotor. Pumpe und Getriebe sind in einem gemeinsamen Gehäuse - beidseits einer Gehäusezwischenwand --38-- angeordnet. In den Deckelteilen-39, 39'des Gehäuses --37-- sind die mit der Abtriebswelle --40-- bzw. der Antriebswelle --41-- versehenen
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--42, 43-- gelagert,zwischenwand --38-- (s. Fig. 6) sind Querkanäle -48, 49-- vorgesehen, durch die jede Axialbohrung --46,47-- über Rückschlagventile --48',49'-- mit einem an die Wasserleitung angeschlossenen Füll- kanal --50-- in Verbindung stehen.
Der Querkanal--49-- mündet in der Zylinderbohrung --18-- des Steuerschiebers-19-, der die Steuerkanäle -20, 201-- beherrscht. Mit dem Stator --51-- der Flü- gelkolbenpumpe ist ein als Hubeinstellglied wirkender kurzer Schaft --52- starr verbunden, der einen
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nicht allein unter dem Kolben --32--, um den Schaft -21-- des Flügelkolbenmotors anzuheben und diesen auf grösste Drehzahl einzustellen, sondern der Pumpendruck wirkt auch gleichzeitig über den Kolben -53-- im Stellzylinder-55--, um den Schaft gegen die Wirkung der Feder --54-- nach unten zu drücken und dadurch den Stator --51-- der Flügelkolbenpumpe auf grössere Fördermenge einzustellen.
Es ist einleuchtend, dass sich auf diese Weise der Drehzahlbereich des Getriebes erheblich vergrössern
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lässt.
Für die Flügelkolbenpumpe und den Flügelkolbenmotor können gleiche Rotoren und Statoren ver- wendet werden. Der symmetrische Aufbau des Getriebes in einem gemeinsamen, mit Steuerspiegel- zapfen versehenen Gehäuse ist fertigungstechnisch einfach. Es können Fertiggussteile und gespritze Kunststoffteile verwendet werden, so dass das Getriebe mit den beschriebenen Steuervorrichtungen zu einem Preis hergestellt werden kann, der die Verwendung in einer Haushaltwaschmaschine wirtschaftlich möglich macht.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Antriebsvorrichtung für Trommel-Wasch- und Schleudermaschinen mit einem Programmwerk, einer Waschtemperatur und Waschdauer bestimmenden Programmwählvorrichtung und einem in seiner Drehrichtung umkehrbaren, die Waschtrommel über ein in seiner Abtriebsdrehzahl veränderliches hy- drostatisches Getriebe mit verschiedenen Drehzahlen und auch reversierbar antreibenden Elektromotor, dadurch gekennzeichnet, dass eine an sich bekannte, der Änderung der Abtriebs-Drehzahl des
Getriebes dienende Einstellvorrichtung mit der Programmwählvorrichtung und mit dem Programmwerk verbunden ist, so dass die Abtriebsdrehzahl des hydrostatischen Getriebes in an sich bekannter Weise ver- änderbar ist und den verschiedenen Waschprogrammen verschiedene Waschtrommeldrehzahlen zuge- ordnet sind.