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Verbindung für Blechrohre, insbesondere für den Brunnenbau unf für Pfahlgründungen
Die Erfindung bezieht sich auf eine Verbindung für Blechrohre, insbesondere für den Brunnenbau und für Pfahlgründungen.
DerartigeBlechrohre, die auch als Futterrohre bezeichnet werden, werden beispielsweise zum Aus- füttern vonBohrlöchern grösseren Durchmessers, meistens von einem Durchmesser oberhalb 600 mm verwendet und aus einzelnen Längen, die je nach Durchmesser zwischen 1, 5 und 3 m liegen, zusammengesetzt. Die Verbindung der einzelnen Rohrlängen untereinander erfolgt durch Nietung oder auch durch Schweissung. Diese Art der Verbindung der Futterrohre miteinander ist aber dann von erheblichem Nachteil, wenn aus irgendwelchen Gründen das Futterrohr gezogen werden muss. Dann muss nämlich das Futterrohr wieder in seine einzelnen Teile zerlegt werden, was durch Zerstörung der Nietverbindung oder Zerschneiden vermittels eines Brennschneidgerätes in mühsamer und zeitraubender Arbeit durchgeführt werden muss.
Dadurch kann die Verwendung von Futterrohren grossen Durchmessers eine kostspielige Angelegenheit werden, weil unter Umständen sogar und ziemlich häufig die verwendeten Rohre nicht unmittelbar anschliessend beim erneuten Niederbringen der Bohrlochausfütterung wieder verwendet werden können.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine einfache und wirksame Ausbildung einer Verbindung für Blechrohre zu schaffen, durch die das teure und zeitraubende Nieten und Schweissen einzelner Rohrlängen und auch ein leichtes Zerlegen langer Futterrohre ermöglicht wird.
Zur Lösung der Aufgabe wird von einem Futterrohr ausgegangen, das an seinem einen Ende mit einem Nippeleinsatzstück versehen ist, wogegen das andere Ende auf seiner Innenwand einen Schutzringeinsatz aufweist.
Die Erfindung besteht darin, dass in der Rohrwand des dem Schutzring benachbarten Ende des Rohres Ausnehmungen gebildet sind und auf der Aussenwand des Nippelstückes des andern Rohrendes Zapfen, welche in den Ausnehmungen durch Keile blockiert sind.
Die Ausnehmungen haben nach einer vorzugsweisen Ausführungsform der Erfindung L-förmige Gestalt, wobei die Einführungsöffnung der Ausnehmung in der Stirnwand des Rohrendes senkrecht verläuft.
Der am Nippelstück angeordnete Zapfen hat dabei im wesentlichen rechteckige Gestalt und wird durch einen im wesentlichen rechteckigen Keil, gegebenenfalls mit Fenstergitter, in dem waagrechten Teil der L-förmigen Ausnehmung blockiert. Dabei stützt sich der Keil mit einer senkrechten oder im wesentlichen senkrechten Fläche gegen den Zapfen und mit der andern, etwa parallel dazu verlaufenden, gegenüberliegenden Fläche gegen den zugekehrten Rand der Ausnehmung ab.
Vorzugsweise sind mehrere solcher Ausnehmungen und Zapfen gleichmässig über den Umfang des
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Rohres verteilt.
Es ist auch möglich, einen Keil ohne Fenstergitter und mit stufenförmigen Ausnehmungen auf den Stützflächen zu verwenden. Zu diesem Zweck sind die einander gegenüberliegenden, im wesentlichen senkrecht verlaufenden Seitenflächen des Keiles, von denen sich die eine gegen die entsprechende Fläche der Ausnehmung des Rohres legt und die andere gegen die entsprechende, mehr oder weniger senkrechte Fläche des Zapfens mit je einer Stufe versehen und auch der Zapfen und die entsprechende Flä- che der Ausnehmung sind mit Ausnehmungen versehen, hinter die die durch die Abstufung der Seiten des Keiles entstandenen Flansche fassen.
Die letztere Ausgestaltungsform hat insbesondere den Vorteil, dass kein Fenstergitter verwendet zu werden braucht, so dass das Rohr auf seiner äusseren Oberfläche an der Verbindungsstelle völlig glatt bleibt.
Die Erfindung wird nun an Hand der Zeichnungen, die Ausführungsbeispiele der Verbindung zeigen, näher erläutert. Es zeigen : Fig. 1 die miteinander verbundenen Enden zweier Futterrohre unter Verwendung der erfindungsgemässen Steckverbindung, teilweise im Schnitt, teilweise in Ansicht, Fig. 2 einen Horizontalschnitt durch die Steckverbindung in Höhe der oberen Horizontalfläche des Keiles, Fig. 3 eine Steckverbindung in abgeänderter Ausführungsform in Draufsicht und Fig. 4 einen Horizontalschnitt oberhalb des Keiles durch die in Fig. 3 gezeigte Ausführungsform.
Zur erfindungsgemässen Verbindung von Blechrohren oder Futterrohren ist das eine Ende des Rohres --1-- mit einem Nippelstück-2-- versehen, das in das Rohrende eingesetzt ist und um einen bestimmten Betrag aus diesem herausragt. Auf der Aussenwand des Nippelrohres sind vorzugsweise unter gleichmässiger Verteilung Zapfen--5-- befestigt. Das zugekehrte Ende des andern Rohres --3--, welches mit dem Rohr --1-- verbunden werden soll, trägt in seiner Rohrwand entsprechend der Anordnung der Zapfen auf dem Nippelstück --2-- L-förmige Ausnehmungen --3'-- und auf der Innenwand einen Schutzring--4--, der soweit innerhalb des Rohres -- 3-- liegt, dass das Nippelstück vollständig in das Ende des Rohres --3-- eingesteckt werden kann,
so dass die Stirnrandflächen der zugekehrten Enden der beiden zu verbindenden Rohre aufeinanderliegen.
Zur Verbindung der Rohre wird nun das mit den Zapfen --5-- versehene Nippelstück --2-- des Rohres --1-- so in das Ende des andern Rohres --3-- eingeführt, dass die Zapfen --5-- in die senkrechten Teile der Ausnehmungen --3'-- hineingleiten. Die Einwärtsbewegung findet ihr Ende, wenn die Stirnrandflächen der zu verbindenden Rohrenden aufeinanderstossen. Daraufhin wird vorzugsweise das aufge- steckteobere Rohr --1-- so weit verdreht, dass die Zapfen --5-- in den horizontalen Schenkel der Aus- nehmung --3'... - gelangen und mit der in Drehrichtung vorne liegenden, etwa senkrechten Fläche des Zapfens gegen die entsprechend verlaufende Endwand des horizontalen Schenkels der Ausnehmung --3'-- stossen.
Zur Festlegung des Zapfens --5-- in dem horizontalen Schenkel der Ausnehmung --3'-- wird nun ein Keil --7-- in die Ausnehmung --3'-- derart eingelegt, dass sich der Keil mit seinen im wesentlichen senkrechten, leicht schrägen, gegenüberliegenden Seitenflächen einmal an dem Zapfen und zum andern an der entsprechend schräg verlaufenden Wand der Ausnehmung --3'-- abstützt. Zur Ver-
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des Fenstergitters ist in den Fig. 1 und 2 deutlich zu erkennen. In dem nun vorliegenden Zustand sind die beiden Rohre formschlüssig miteinander verbunden und können sowohl gemeinsam gedreht als auch gezogen oder gedrückt werden und beim Herausziehen des Futterrohres ist lediglich durch Entfernen der Keile -- 7-- eine einfache Zerlegung in die einzelnen Rohrschüsse möglich.
Eine abgeänderte Ausführung ist in den Fig. 3 und 4 dargestellt und entspricht im wesentlichen der indenFig. 1 und 2 dargestellten Ausführungsform, jedoch ist bei dieser Ausgestaltung kein Fenstergitter erforderlich. Dafür sind in den senkrechten, leicht schräg verlaufenden, gegenüberliegenden Wänden des Keiles Abstufungen --8 und 9-- gebildet, so dass Flansche --8'und 9'-- entstehen. Damit dieser Keil ohne herauszufallen und ohne ein Fenstergitter verwenden zu müssen, in seiner eingesetzten, den Zapfen --5-- in der Nut --3'-- blockierenden Stellung gehalten wird, ist auch der Zapfen-5-- mit einer Abstufung --10-- versehen und ebenfalls die zur Abstützung verwendete Wandfläche der Ausneh- mung --3'-- des Rohres --3--, wie in den Fig.
3 und 4 bei --11-- angedeutet.
Wird der Keil --7--, wie oben in bezug auf die Fig. 1 und 2 beschrieben, eingesetzt, so fasst er mit seinen gegenüberliegenden Flanschen --8' und 9'-- in die Abstufung --10-- des Zapfens --5-- und die Abstufung --11-- der Ausnehmung --31-- des Rohres --3--. Durch diese Ausgestaltung erhält man eineverbindung, die eine völlig glatte Rohraussenwand besitzt, d. h. ohne hervorstehende Fenstergitter.
In beiden Fällen wird der Keil--7-- zum Rohrinneren hin durch die Aussenwand des Nippelstük-
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Die Anzahl der für eine Steckverbindung gemäss der Erfindung zu verwendenden Ausnehmungen und Zapfen richtet sich nach dem Umfang der zu verbindenden Blechrohre.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Verbindung für Blechrohre, insbesondere für den Brunnenbau und für Pfahlgründungen, die durch Ineinanderstecken herbeigeführt wird, wobei das eine Ende des Futterrohres mit einem Nippeleinsatz-
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durch Keile blockiert sind.