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Verfahren zur Herstellung von perkutan verwendbaren Dispersionen
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von perkutan verwendbaren Dispersionen für
Diagnostik, Immunisierung und Heilung, insbesondere von TBC, unter Verwendung von Bakterien, Pil- zen, Viren, deren Bestandteilen oder von Allergie auslösenden Wirkstoffen und von für den menschli- chen und tierischen Organismus unschädlichen lipophilen Substanzen.
Es ist bekannt, dass sowohl anorganische als auch organische Substanzen, z. B. hochmolekulare Eiweisse, durch die Haut in den menschlichen Organismus eingebracht werden können. So konnte z. B.
Altona durch die luftdicht bedeckte Haut von Meerschweinchen mit Tetanustoxin eine letale Vergiftung auslösen. Moro konnte an der Haut durch mit Pflaster bedecktes Tuberkulin-Eiweiss oder durch eine mit Lanolin gemischte Tuberkulinlösung eine TBC-Überempfindlichkeitsreaktion bei stark allergischen Personen auslösen.
Auf diese Weise kann man aber eine höchstens fünf Tuberkulin-Einheiten entsprechende Eiweissmenge durch die Haut einbringen, d. h. diese Methode kann nur bei stärker allergischen Personen, hauptsächlich bei Kindern, verwendet werden.
In der TBC-Diagnostik ist der Mangel an einem zufriedenstellenden Präparat ein dringend zu lösendes Problem (vgl. D. Lüdgers und H. Spiess, Deutsche Med. Wschrift 89. [1964], S. 1072).
Zweck der Erfindung ist es, ein Verfahren zu schaffen, mit dessen Hilfe Bakterien, Pilze, Viren, deren Bestandteile und Allergie auslösende Wirkstoffe perkutan, d. h. auch durch die Haut, leicht und in genügender Menge in die menschlichen oder tierischen Gewebe eingebracht werden können.
Dieses Ziel wird erfindungsgemäss dadurch erreicht, dass die Wirkstoffe und die lipophilen Substanzen getrennt oder zusammen, gegebenenfalls in Anwesenheit von bekannten Zusatzstoffen, mit festem, geschmolzenem oder gelöstem Karbamid oder Thiokarbamid in Zusammensetzungen erhöhter Hautdurchdringfähigkeit übergeführt und die erhaltenen Produkte in an sich bekannter Weise zu einer Dispersion, insbesondere in Salbenform, aufgearbeitet werden.
Der erfindungsgemäss erreichte Effekt ist insoferne sehr überraschend, als der Wirkstoff eines mit Karbamid bzw. Thiokarbamid allein, d. h. ohne eine lipophile Substanz zubereiteten Produktes in die Haut nicht in grösserer Menge eindringen kann als der Wirkstoff allein oder der nur mit lipophilen Substanzen gemischte Wirkstoff. Der erfindungsgemässe Effekt ist also ein ausgeprägter synergistischer Effekt.
Falls das Karbamid oder Thiokarbamid in Lösung verwendet wird, ist es zweckmässig, Wasser oder Alkohol als Lösungsmittel zu verwenden, doch können sämtliche Lösungsmittel verwendet werden, in denen sich das Karbamid bzw. Thiokarbamid löst.
Als für den menschlichen und tierischen Organismus unschädliche lipophile Substanzen können vorzugsweise Fette, Öle, Lanolin, Kohlenwasserstoffe mit wenigstens 8 Kohlenstoffatomen, Alkohole, Aldehyde, Ketone, stickstoffhaltige organische Basen, Fettsäuren und/oder deren Derivate verwendet werden.
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Falls Versuchstiere mit einem erfindungsgemäss hergestelltenPräparat behandelt werden, kann in den
Tieren Immunität hervorgerufen werden. Die mit einer entsprechenden, TBC-Bakterien enthaltenden
Salbe behandelten, tuberkulotischen Tiere haben sowohl die Kontrolltiere als auch die mit BCG (Ba- cillus Calmette Guerin) immunisierten Tiere überlebt.
Ein allergischer Zustand kann mit Hilfe der erfindungsgemäss hergestellten Präparate mit dem die
Allergie auslösenden Wirkstoff in sämtlichen Fällen einfach, also ohne intrakutane Injektion diagnosti- siert werden, falls der Allergie auslösende Wirkstoff mit dem Karbamid oder Thiokarbamid ein für das
Eindringen in die Haut fähiges Produkt bildet, wie z. B. im Falle von Eiweiss-Allergie und Malleus. Auf dieser Grundlage steht eine einfache Methode zur Verfügung, z. B. bei der Durchführung von Untersu- chungen vor den BCG-Impfungen und auch für die Kontrolle der Wirksamkeit der Impfung, und im all- gemeinen für das Diagnostisieren von TBC-Allergie in Krankenhäusern und Fürsorgestellen.
Bei Verwendung einer erfindungsgemäss aus TBC-Bakterien hergestellten Dispersion durch die Haut ist es in mehreren Fällen gelungen, gegen diebekannten Arzneimittel resistente oder kavernöse, als un- heilbar betrachtete Kranke Koch-negativ zu machen und den Stillstand des TBC-Prozesses zu erreichen.
Erfindungsgemäss geht man zweckmässig derart vor, dass der Wirkstoff bei Zimmertemperatur oder bei einer höheren, doch die Zersetzungstemperatur des Karbamids oder Thiokarbamids nicht überschrei- tenden Temperatur mit Karbamid oder Thiokarbamid oder deren Lösung umgesetzt wird. Danach wird die lipophile Substanz zugegeben und mit Karbamid umgesetzt. Die Reihenfolge kann auch umgekehrt sein, oder sämtliche Ausgangsprodukte können in einem Schritt aufgearbeitet werden. Dem derart erhaltenen Gemisch der Produkte werden dem Verwendungszweck entsprechend Zusatzstoffe zugegeben, wonach das System durch Rühren zu einer Dispersion übergeführt wird.
Nach einer andern vorteilhaften Ausführungsform des erfindungsgemässen Verfahrens wird sowohl der Wirkstoff wie auch die lipophile Substanz mit dem Karbamid oder Thiokarbamid getrennt umgesetzt, wonach das Gemisch der auf diese Weise erhaltenen Produkte zu einer Dispersion übergeführt wird.
Die derart erhaltene Dispersion kann allein verwendet werden, oder sie kann gegebenenfalls zusammen mit andern bekannten, ähnlichen Wirkstoffen kombiniert und/oder mit in derpharmazeutischen Industrie üblichen Zusatzmitteln, z. B. Träger-, Füll- und Bindemitteln in an sich bekannter Weise zu immunisierenden Präparaten in Form von Salben, Dispersionen, Lösungen usw. übergeführt werden.
Bei Verwendung für diagnostische Zwecke werden einige Milligramm der auf die oben beschriebene Weise erhaltenen Dispersion mit Hilfe von einigen drückenden und ziehenden Fingerbewegungen auf den Unterarm an einer Oberfläche von etwa 11/2. bis 2 Münzen aufgerieben. Beim Diagnostisieren von TBC wird eine spezifisch positive Reaktion an Stelle der Einreibung durch Erscheinen von lichenoiden Knoten, die durch schwache oder stärkere Erythema begleitet sind, indiziert. Bei hypersensitivenPer- sonen bilden sich auch Vesicula, die aber in einer kurzen Zeit eintrocknen. Die Knoten können durch- schnittlich etwa 7 bis 8 Tage oder noch länger getastet und gesehen werden.
Die Reaktion der TBC-Allergie wird sowohl durch aus Human-, als auch aus Bovin-, BCG- und atypischen Mycobakterien hergestellten Dispersionen oder durch deren Gemische mit einer gewissen Spezifizität hervorgerufen. Es wurden Untersuchungen mit der Salbe für TBC-Diagnostik bei durch TBC nicht infizierten kranken und gesunden Personen durchgeführt und auch im Falle von Bronchectasis, Car- cinoma, Tumor, Cysta, Silikose, Lungentrauma, Osteomyelitis und Pertheses wurde keine spezifische Reaktion beobachtet, d. h. Mantoux-negative Personen zeigten keine positive Reaktion. Dadurch wird es bewiesen, dass das erfindungsgemäss hergestellte Präparat bei diagnostischer Verwendung vollständig zuverlässige Resultate bietet.
Mit Hilfe des erfindungsgemäss hergestellten Präparates wurden Vergleichsversuche in den Fürsorgestellen der Komitate Szolnok und Ujszasz bei 932 Schülern von 6 bis 17 Jahren parallel mit MantouxProben (intrakutane Injektion einer Lösung der Eiweisse von Tuberkulose-Bazillen) und" Forte "- Tuber- kulinpflastern (hergestellt durch Aufkleben einer getrockneten Tuberkulin-Lösung aufCellophanfilmund Auftragen dieses Filmes in die Mitte eines Pflasterstückes) durchgeführt.
Es wurde festgestellt, dass das mit dem erfindungsgemässen Verfahren hergestellte Präparat ebenso zuverlässig ist wie die Mantoux-Probe, während das "Forte"-Pflaster bei 16 bis 36% der Fälle, abhängig von dem Lebensalter, falsche Resultate gibt. Die Untersuchung einer ganzen Klasse konnte binnen 3 bis 4 min durchgeführt werden, wogegen die Mantoux-Probe wenigstens 30 min und das Anlegen der "Forte"-Pflaster ungefähr 20 min beanspruchte.
In mehreren Schulen von Budapest wurde die TBC-Allergie von 737 14 jährige Schülern mit Hilfe des erfindungsgemässen Präparates, im Zusammenhang mit den BCG-Reihenuntersuchungen untersucht.
Die Resultate fielen mit den parallelen Mantoux-Proben vollkommen zusammen.
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Die Wirksamkeit der erfindungsgemäss hergestellten Dispersion erstreckt sich am Gebiete der TBCDiagnostik bis zu den in der Praxis verwendeten stärksten Mantoux-Proben von 1/100-Verdünnung. Das bedeutet, dass an Stelle von mehreren Proben eine einzige Probe genügend ist. Im Gegensatz zur Mantoux-Probe wird durch das erfindungsgemässe Präparat einerseits nie eine Herdreaktionhervorgerufen, d. h. dass das Aufflammen der latenten Krankheit nicht ausgelöst wird, anderseits kommtweder Fieber, noch Lymphangoitis, d. h. die Entzündung der umgebenden Drüsen, vor.
Weiters benötigt die Verwendung des erfindungsgemässen Präparates kein Stechen, wodurch eine Infektion vollständig ausgeschlossen ist. Im Gegensatz zu der Salbe von Moro, die bei grösseren Kindern nur mit einem hohen Fehlerprozentsatz und bei Erwachsenen gar nicht verwendet werden kann, ist die erfindungsgemässe Salbe sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenen verwendbar. Dement-
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angehenden Allergie-Untersuchungen und für Überprüfung der Wirksamkeit und des Erfolges von BCGInjektionen. Neben seiner Zuverlässigkeit ist das erfindungsgemäss erhältliche Präparat schneller anwendbar als die bisher bekannten Diagnostika, und dadurch ermöglicht es die jährliche Reihenuntersuchung der Einwohner eines ganzes Landes.
Mit dem erfindungsgemäss hergestellten Präparat kann auch das Abklingen der Allergie beobachtet werden, im Gegensatz zur Mantoux-Probe, wo dies durch den Stoch-Stress unmöglich gemacht wird, und zum "Forte" -Pflaster, wo der Ablauf der Reaktion wegen des Pflasters nicht gesehen werden kann. Die Probe kann auch durch Krankenpflegerinnen durchgeführt werden, und demgemäss wird der Arzt nicht durch manuelle Arbeit belastet.
Das Ergebnis der Untersuchung kann schnell abgelesen werden, und kein Ablesefehler kann vorkommen, im Gegensatz zum"Forte"-Tuberkulinpflaster, bei dem das Abfallen oder willkürlich Abnehmen des Pflasters die Beurteilung unmöglich macht ; die Entwicköung der Reaktion wird durch Waschen oder Baden nicht behindert.
Das erfindungsgemässe Präparat ist ausserordentlich billig und ist sowohl bei der BCG-Reihenuntersuchung, als auch bei einer allgemeinen Verwendung mit einem beträchtlichen Ersparnis verbunden.
Zur näheren Erläuterung des erfindungsgemässen Verfahrens werden die nachfolgenden Beispiele angegeben.
Beispiel l : 2g abgetötete, halbnasse Bakterien von Streptococcus haemolyticus wurden in einer Reibschale bis zur Verflüssigung mit 5 g Karbamid verrieben. Der erhaltene Brei wurde 20 min lang in einem Trockenschrank bei 1050C gehalten, wonach der Wasserverlust ergänzt und die Substanz mit 10 g geschmolzenem Schweinefett zu einer homogenen Dispersion verrieben wurde. Die Dispersion wurde für weitere 20 min in dem Trockenschrank bei 1050C gehalten, danach wurde der Wasserverlustergänztund das System bis zum Auskühlen gerührt
Die erhaltene breiartige Substanz kann vorteilhaft mit guten Ergebnissen zur Immunisierung verwendet werden.
Beispiel 2 : 4g von seinen Lipoiden nach der Methode von Anderson befreites Mycobacterium typus humanus wurden in einer Reibschale mit 4 g Wasser verrieben. Das erhaltene Gemisch wurde in einem geschlossenen Gefäss 12 h stehen gelassen und dann mit 48 g Karbamid verrieben und am Wasserbad bei 400C im geschlossenen Gefäss einen weiteren Tag stehen gelassen. Danach wurde der erhaltene Brei mit 60 g Vaselin gemischt und in einem mit einem Rückflusskühler versehenen Kolben 2 h lang bei 500C erwärmt. Danach wurde das Gemisch in eine Reibschale gegossen und bis zum Erkalten gerührt, wodurch eine fein dispergierte Salbe erhalten wurde.
Die Salbe kann für die Diagnostik von TBC-Allergie verwendet werden.
Beispiel 3 : 10 g Eiweiss wurden in einer Reibschale mit 10 g Karbamid zusammengerieben und dann in einem geschlossenen Kolben 3 h lang bei 500C am Wasserbad gehalten. 15 g Karbamid wurden mit 30 g geschmolzenem Lanolin verrieben und 2 h lang bei 500C gehalten. Danach wurden die zwei Substanzen in eine Reibschale gegossen und durch Rühren zu einer Salbe verarbeitet.
Die auf diese Weise erhaltene Salbe kann für den Nachweis von Hypersensibilität (Allergie) gegen- über dem fraglichen Eiweiss verwendet werden.
Beispiel4 :1ghalbnassesMycobacteriumaviumwurdemit2,2gThiokarbamidverriebenund das Gemisch 15 min lang unter Rückflusskühler gekocht. 2,5 g geschmolzenes Lanolin wurden zugegeben, und das System wurde 10 min am Wasserbad unter Rückflusstemperatur erwärmt. Die Dispersion wurde unter Rühren abkühlen gelassen.
Die erhaltene Salbe kann zum Nachweis der Allergie gegenüber Mycobacterium avium verwendet werden.
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Beispiel 5 : 160 mg gereinigtes Tuberkulin wurden mit 0,5 ml Wasser und 1 g Karbamid am siedenden Wasserbad unter Rückfluss 10 min lang erwärmt, dann wurde 1 g geschmolzenes Lanolin zuge- mischt und das Erwärmen für weitere 10 min unter Rühren fortgesetzt. Die Substanz wurde unter Rühren abkühlen gelassen.
Die erhaltene Salbe ruft an der Haut eine Reaktion hervor, die etwa 250 Tuberkulin-Einheiten ent- spricht ; das bedeutet, dass die Salbe etwa 50mal wirksamer ist als die Tuberkulin-Salbe von Moro und ausgezeichnet für die Diagnostik von TBC-Allergie verwendet werden kann.
Beispiel 6 : Man ging wie im Beispiel 2 beschrieben vor, doch wurden anstatt 60 g Vaselin
50 g Lanolin verwendet, in dem Mycobacterien, Phosphatide und "Wachse" aufgelöst wurden.
Mit der erhaltenen Salbe wurde die Rückenhaut von Meerschweinchen 4 Wochen lang zweimal pro
Woche an einer halbhandbreiten Oberfläche eingerieben. Nach der achten Einreibung wurden die Meer- schweinchen mit virulenten Mycobacterien infiziert, Die auf die beschriebene Weise behandelten Meer- schweinchen überlebten sowohl die mit BCG behandelten als auch die Kontrolltiere.
Diese Salbe wurde auch an infizierten Meerschweinchen ausprobiert : die Meerschweinchen wurden
12 Wochen lang zweimal pro Woche mit der Salbe behandelt, wonach die Tiere eine beträchtlich län- gere Lebensdauer aufwiesen als die infizierten Kontrolltiere, was ein guter Beweis dafür ist, dass das
Präparat über eine Heilwirkung verfügt.
Be is pi el 7 : Zu 5 g halbnassem Mycobacterium Minetti wurden 25 g Karbamid zugegeben. Das
Gemisch wurde 15 min lang unter Rückfluss am siedenden Wasserbad gehalten. Danach wurden 10 g Paraffinöl zugegeben, und das System wurde 15 min lang am Wasserbad gehalten. Die erhaltene Substanz wurde bis zum Abkühlen in einer Reibschale zu einem dicken Brei gerieben.
Die erhaltene Masse kann für die Diagnostik von Mycobacterium Minetti verwendet werden.
Beispiel 8 : 2g des Pilzes Streptothrix actinomyces wurden in einer Reibschale gut verrieben, dann auf -100C gekühlt und darauffolgend auf Zimmertemperatur erwärmen gelassen. Dieser Arbeitszyklus wurde dreimal wiederholt. Dann wurde die Masse unter Kühlung 30 min lang der Einwirkung von
Ultraschall unterworfen. Die Substanz wurde mit 2,5 g Karbamid gut verrieben, 30 min lang am hei- ssen Wasserbad gehalten, dann mit 1, 8 g Lanolin für weitere 15 min unter zeitweiligem Rühren weiter erwärmt.
Die auf diese Weise erhaltene Masse kann nach Abkühlen für aktive Immunisierung gegen durch die obengenannten Pilze hervorgerufene Krankheit verwendet werden.
Beispiel 9: Die Allantoin-Flüssigkeit von mit Influenza-Viren infizierten Hühnerembryonen wurde im Vakuum auf 1/5 Volumen eingedampft und 3 ml des auf diese Weise erhaltenen Konzentrates wurden bei Zimmertemperatur mit 5 g Karbamid gut verrieben. Die Substanz wurde 2 Tage lang bei Zimmertemperatur stehen gelassen, dann auf etwa 500C erwärmt und mit 3 g geschmolzenem Lanolin verrieben. Die Masse wurde bis zum Abkühlen gerührt.
Die auf diese Weise erhaltene fein dispergierte Salbe kann für prophylaktische Immunisation verwendet werden.