AT262199B - Verfahren zur Verhefung von Kohlenwasserstoff Fraktionen - Google Patents

Verfahren zur Verhefung von Kohlenwasserstoff Fraktionen

Info

Publication number
AT262199B
AT262199B AT1052463A AT1052463A AT262199B AT 262199 B AT262199 B AT 262199B AT 1052463 A AT1052463 A AT 1052463A AT 1052463 A AT1052463 A AT 1052463A AT 262199 B AT262199 B AT 262199B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
sep
fermentation
hydrocarbon fractions
candida
hydrocarbon
Prior art date
Application number
AT1052463A
Other languages
English (en)
Original Assignee
British Petroleum Co
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by British Petroleum Co filed Critical British Petroleum Co
Priority to AT1052463A priority Critical patent/AT262199B/de
Application granted granted Critical
Publication of AT262199B publication Critical patent/AT262199B/de

Links

Landscapes

  • Preparation Of Compounds By Using Micro-Organisms (AREA)
  • Micro-Organisms Or Cultivation Processes Thereof (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Verhefung von Kohlenwasserstoff-Fraktionen 
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Verhefung von Kohlenwasserstoff-Fraktionen, insbesondere Erdölfraktionen, die in wässeriger Dispersion als C-Quelle vorliegen, in Submerskultur. 



   Gemäss der Erfindung geht man so vor, dass der Mikroorganismus mit dem Ausgangsprodukt und einem wässerigen Nährmedium über eine Anzahl   geneigter perforierter Platten gegen ein entgegenströ-   mendes, freien Sauerstoff enthaltendes Gas geführt wird und dass der Gasstrom durch diePerforierung jeder Platte hinaufstreicht. 



   Geeigneterweise wird die flüssige Phase innen wieder kontinuierlich in die Anordnung zurückgeführt, wodurch die oxydative Verweilzeit verlängert wird. Das Verfahren kann kontinuierlich oder diskontinuierlich durchgeführt werden. 



   Das Ausgangsmaterial besteht aus geradkettigen Kohlenwasserstoffen oder aus einer Mischung von Kohlenwasserstoffen, wovon ein Teil geradkettige Kohlenwasserstoffe sind. Vorzugsweise besitzt der geradkettige Kohlenwasserstoff 10 C-Atome oder mehr. Es kann eine Kohlenwasserstoff-Fraktion, die aus dem Erdöl stammt, verwendet werden. 



   Geeignete Ausgangsmaterialien für das erfindungsgemässe Verfahren sind : Kerosine, Gas- und Schmieröle. Diese Ausgangsmaterialien können unraffiniert vorliegen oder sie können eine gewisse Raffinationsbehandlung durchgemacht haben, aber gewöhnlich wird es für den erfindungsgemässen Zweck erforderlich sein, dass sie einen Teil geradkettiger Kohlenwasserstoffe enthalten. Üblicherweise enthält die Erdölfraktion   3 - 45 Gew. -0/0   geradkettiger Kohlenwasserstoffe. 



   Nach Erreichen eines genügenden Verhefungsgrades wird das Substrat abgeschieden und abgetrennt. 



   Mikroorganismen, welche für die Verhefung eingesetzt werden, können Hefen, Schimmelpilze oder Bakterien sein. 



   Falls nicht sporenbildende Hefe verwendet wird, so soll dies vorzugsweise eine aus der Familie der Cryptococcaceae und insbesondere aus der Unterfamilie der Cryptococcoideae sein. Bevorzugte Gattungen der Unterfamilie der Cryptococcoideae sind Torulopsis (ebenso bekannt alsTorula) und Candida. 



  Falls ascosporogene Hefen verwendet werden, sollen diese aus der Unterfamilie der Saccharomycoideae sein. Bevorzugte Stämme der Hefen und Schimmelpilze sind folgende : 
 EMI1.1 
 
<tb> 
<tb> Candida <SEP> lipolytica
<tb> Candida <SEP> pulcherrima <SEP> CBS <SEP> 610
<tb> Candida <SEP> ultilis
<tb> Candida <SEP> ultilis, <SEP> Variati <SEP> major <SEP> CBS <SEP> 841
<tb> Candida <SEP> tropicalis <SEP> CBS <SEP> 2317
<tb> Torulopsis <SEP> colliculosa <SEP> CBS <SEP> 133
<tb> Hansenula <SEP> anomala <SEP> CBS <SEP> 110
<tb> Oidium <SEP> lactis
<tb> Neurospora <SEP> sitophila
<tb> Penicillium <SEP> Expansum
<tb> 
 Diese Bezugsnummern beziehen sich auf Stämme, die vom Zentralbüro für Schimmelkulturen, 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 Baarn in Holland, vorrätig gehalten werden. 



   Von den oben erwähnten wird insbesondere Candida lipolytica verwendet. 



   Als Mikroorganismus kann auch ein Bakterium verwendet werden. Geeignete Bakterien gehören zu den Pseudomonas und Nocardia. 



   Geeignete Stämme sind :
Pseudomonas aeruginosa
Nocardia opaca. 



   Mikroorganismen und im besonderen Hefen gedeihen manchmal, wenn sie zuerst unter Verwendung von Kohlenwasserstoff-Fraktionen als Ausgangsmaterial kultiviert werden, unter Schwierigkeiten und manchmal ist es notwendig, einInoculum eines Mikroorganismus zu verwenden, welches an das Wachstum auf einer Kohlenwasserstoff-Fraktion, deren Verwendung beabsichtigt ist, gewöhnt wurde. Weiter kann der Mikroorganismus, obwohl er in Gegenwart eines wässerigen mineralischen Mediums, welches die geeigneten Nährelemente enthält, kultiviert wurde, nur unter Schwierigkeiten gezüchtet werden, weil die Kohlenwasserstoff-Fraktion nicht die Wachstumsfaktoren enthält, welche in Kohlehydrat-Ausgangsmaterialien vorhanden sind, ausser wenn diese Wachstumsfaktoren zugesetzt werden. 



   Ein typisches Nährmedium für das Wachstum von Nocardia weist folgende Zusammensetzung auf : 
 EMI2.1 
 
<tb> 
<tb> Ammoniumsulfat <SEP> 1 <SEP> g
<tb> Magnesiumsulfat <SEP> 0,20 <SEP> g
<tb> Eisensulfat <SEP> 7 <SEP> HLO <SEP> 0,005 <SEP> g
<tb> Mangansulfat <SEP> 1 <SEP> HO <SEP> 0, <SEP> 002 <SEP> g
<tb> Primäres <SEP> Kaliumphosphat <SEP> 2 <SEP> g
<tb> Dinatriumphosphat <SEP> 3 <SEP> g
<tb> Calciumchlorid <SEP> 0, <SEP> 1 <SEP> g
<tb> Natriumcarbonat <SEP> 0, <SEP> 1 <SEP> g
<tb> Hefeextrakt <SEP> 0, <SEP> 008 <SEP> g
<tb> Destilliertes <SEP> Wasser <SEP> ad <SEP> 1000 <SEP> ml
<tb> 
 Ein geeignetes Nährmedium für andere Bakterien hat die folgende Zusammensetzung :

   
 EMI2.2 
 
<tb> 
<tb> Primäres <SEP> Kaliumphosphat <SEP> 7 <SEP> g
<tb> Magnesiumsulfat <SEP> 7 <SEP> HO <SEP> 0,2 <SEP> g
<tb> Natriumchlorid <SEP> 0, <SEP> 1 <SEP> g
<tb> Ammoniumchlorid <SEP> 2, <SEP> 5 <SEP> g
<tb> Leitungswasser <SEP> (Spurenelemente) <SEP> 100 <SEP> ml
<tb> Hefeextrakt <SEP> 0, <SEP> 025 <SEP> g
<tb> Destilliertes <SEP> Wasser <SEP> ad <SEP> 1000 <SEP> ml
<tb> 
 
Ein geeignetes Nährmedium für Hefen (und Schimmelpilze) weist die folgende Zusammensetzung auf :

   
 EMI2.3 
 
<tb> 
<tb> Diammoniumphosphat <SEP> 2 <SEP> g
<tb> Kaliumchlorid <SEP> 1, <SEP> 15 <SEP> g
<tb> Magnesiumsulfat <SEP> 7 <SEP> HO <SEP> 0, <SEP> 65 <SEP> g
<tb> Zinksulfat <SEP> 0,17 <SEP> g
<tb> Mangansulfat <SEP> 1 <SEP> HO <SEP> 0, <SEP> 045 <SEP> g
<tb> Eisensulfat <SEP> 7 <SEP> H2p <SEP> 0, <SEP> 068 <SEP> g <SEP> 
<tb> Leitungswasser <SEP> 200 <SEP> g
<tb> Hefeextrakt <SEP> 0, <SEP> 025 <SEP> g
<tb> Destilliertes <SEP> Wasser <SEP> ad <SEP> 1000 <SEP> ml
<tb> 
 
In diese wässerigen Nährmedien werden die eingangs erwähnten C-Quellen eindispergiert. 



   Das Wachstum des verwendeten Mikroorganismus wird durch den Zusatz eines sehr kleinen Anteils eines Hefeextrakts (reich an Vitaminen der Gruppe B, welches durch Hydrolyse von Hefe erhalten wird) oder ganz allgemein von Vitaminen der Gruppe B und/oder Biotin zum Kulturmedium begünstigt. Diese Menge beträgt vorzugsweise etwa 25 ppm in bezug auf das wässerige Fermentationsmedium. Sie kann 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 
 EMI3.1 


AT1052463A 1963-12-31 1963-12-31 Verfahren zur Verhefung von Kohlenwasserstoff Fraktionen AT262199B (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT1052463A AT262199B (de) 1963-12-31 1963-12-31 Verfahren zur Verhefung von Kohlenwasserstoff Fraktionen

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT1052463A AT262199B (de) 1963-12-31 1963-12-31 Verfahren zur Verhefung von Kohlenwasserstoff Fraktionen

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT262199B true AT262199B (de) 1968-06-10

Family

ID=3622957

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT1052463A AT262199B (de) 1963-12-31 1963-12-31 Verfahren zur Verhefung von Kohlenwasserstoff Fraktionen

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT262199B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1952382A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Kultivierung von Mikroorganismen
DE1768215B2 (de) Verfahren zur Herstellung von 1,4-Androstadien-3,17-dion und 4-Androsten-3,17-dfon durch mikrobiologischem Abbau
AT262199B (de) Verfahren zur Verhefung von Kohlenwasserstoff Fraktionen
DE2903548A1 (de) Verfahren zur zweitbehandlung von abwasser
DE1642631A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Proteinen durch Fermentation
DE1903336A1 (de) Verfahren zur Herstellung von L-Tryptophan
DE1442214A1 (de) Verfahren zur Herstellung von 1-Glutaminsaeure
DE2236596A1 (de) Neues verfahren zur fermentation in inverser emulsion
DE1417587A1 (de) Verfahren zum Brauen von Bier
Black et al. Instrumental and consummatory behavior as a function of length of reward-period
AT158635B (de) Verfahren zur Herstellung von Glycerin durch Hefegärung.
DE1442266A1 (de) Verfahren zur Herstellung von L-Glutaminsaeure
DE2038693B2 (de) Verfahren zum Züchten von Hefe
DE3828783C2 (de)
DE1442263A1 (de) Verfahren zur Herstellung von a-Ketolglutarsaeure und L-Glutaminsaeure
DE752271C (de) Verfahren zur Gewinnung von fettreichen Hefen und hefeaehnlichen Pilzen
DE573484C (de) Verfahren zur Herstellung von Margarine
DE1792003A1 (de) Verfahren zur Behandlung einer Kohlenwasserstoffermentationsfluessigkeit
DE1642653C3 (de) Mehrstufiges Gärverfahren
AT261522B (de) Verfahren zum mikrobiellen Abbau von Paraffinkohlenwasserstoffen
DE1642597C3 (de) Verfahren zur kontinuierlichen Kultivierung von Mikroorganismen
DE1642599A1 (de) Verfahren zur verbesserten Kultivierung von Mikroorganismen
DE2535803A1 (de) Verfahren und vorrichtung zum mikrobiellen abbau von petroleum
DE1470507C3 (de) Kultivieren von Mikroorganismen
DE2511436A1 (de) Verfahren zur abtrennung einer einzellige mikroorganismen enthaltenden creme aus einer fermentationsbruehe