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Maschine zur automatischen spanabhebenden Fertigung von Werkstücken
Die Erfindung betrifft eine Maschine zur automatischen spanabhebenden Fertigung von Werkstücken, insbesondere Drehteilen mit Werkzeugen, die bei der Bearbeitung durch einen kontinuierlichen Strom von Schneidöl gekühlt werden, wobei die anfallenden Späne aus dem Bereich der Maschine mittels eines
Bandförderers abgeführt werden, dem ein separater Sammelbehälter nachgeordnet ist, der mit einer
Pumpe ausgestattet ist und dem das Schneidöl über ein Sieb zugeführt wird.
Bei Drehmaschinen ist es allgemein üblich, Kühl- oder Schneidöl, welches die Spänefangschale durch ein Bodensieb verlässt, in einem Behälter zu sammeln, von dem das Öl in stetem Umlauf mittels einer Pumpe erneut der Schneidstelle zugeführt wird.
Diese Art der Rückgewinnung des Öles hat sich insofern als nachteilig erwiesen, als mit der Entfer- nung der Späne aus der Fangschale zwangsläufig dadurch Ölverluste entstehen, da dem Öl nur ungenü- gend Gelegenheit zum Abtropfen gegeben ist. Auch die Entfernung der Späne als solche muss als um- ständlich und verbesserungsbedürftig bezeichnet werden.
In Erkenntnis dieser Nachteile hat man über dem als Ölfangschale ausgebildeten Bett eines Dreh- automaten ein siebartiges, langsam laufendes Förderband vorgesehen, welches die anfallenden Späne kontinuierlich aus dem Bereich der Werkzeugmaschine herausschafft, um sie schliesslich in einen Sam- melkasten abzuwerfen. Während die Späne hiebei auf dem in Förderrichtung ansteigenden Förderband liegen bleiben, wird das von den Spänen mitgeführte und auf dem Förderweg abtropfende Öl mittels einer unter der Förderrichtung angeordneten Ölfangschale aufgefangen und damit rückgewonnen. Eine verlustlos Rückgewinnung ist bei dieser bekannten Einrichtung jedoch insofern nicht gewährleistet, als die für den Förderweg benötigte Zeit zu einer völligen Absonderung des Öles von den Spänen nicht ausreicht.
Diese Mängel zu beseitigen ist Aufgabe der Erfindung, die vorsieht, dass das die Späne aufnehmende Sieb als Siebkasten ausgebildet ist, der im Sammelbehälter herausnehmbar eingesetzt ist. Auf diese Weise kann bei raschester Abführung der mit Schneidöl durchsetzten Spänemassen aus dem Bereichder Fertigungsmaschine durch eine dem Fördervorgang sich anschliessende, zeitlich ausgedehnte Ablagerung der Späne eine nahezu verlustlos Rückgewinnung des Schneidöles erreicht werden. Ausserdem braucht der die Werkzeugmaschine Bedienende lediglich von Zeit zu Zeit den vollen, die Späne aufnehmenden Siebkasten aus dem Sammelkasten herauszunehmen und durch einen leeren zu ersetzen.
EinAusführungsbeispiel des Gegenstandes der Erfindung ist in den Zeichnungen dargestellt und nach- stehend näher beschrieben. Fig. l zeigt in Draufsicht einen Langdrehautomaten, der mit einer Transporteinrichtung zur Abführung von Spänen ausgerüstet ist, Fig. 2 ist eine Seitenansicht, wobei die obere Partie des Maschinengestelles im Querschnitt gemäss der Linie I - I in Fig. 1 veranschaulicht Ist.
In den Zeichnungen bedeutet 1 das Maschinengestell eines hierin nur schematisch dargestellten Langdrehautomaten. Maschinen dieser Art sind üblicherweise mit einem die Arbeitsspindel 2 tragenden Spindelstock 3, einem mit mehreren einstellbaren Drehstählen 4 besetzten Stahlhalterbock 5 und meist mit einem zusätzlichen, mit mehreren Werkzeugspindeln 6 versehenen Bohr- und Gewin- deschneidapparat 7 ausgerüstet. Eine am Maschinengestell 1 drehbar gelagerte und mit Kurvenscheiben 8 besetzte Welle 9, die von dem nicht weiter dargestellten Hauptmotor über Wechsel-
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räder angetrieben wird, dient der Steuerung der vorgenannten Aggregate.
Der Maschine wird das Material zur Fertigung von Drehteilen in Stangenform zugeführt, wobei das Stangenmaterial 10 von der im Spindelstock 3 drehbar gelagerten und vom Hauptmotor angetrie- benenArbeitsspindel 2 erfasst und in umlaufende Bewegung versetzt wird. Während der Spindelstock 3 in Richtung der Arbeitsspindel 2 hin-und herbewegbar auf dem Maschinengestell l lagert, ist der die Drehstähle 4 tragende Stahlhalterbock 5 mit dem Gestell fest verbunden.
BeimArbeitsprozess der Maschine werden, wie an sich bekannt, die einzelnen Drehstähle 4 und auch die die Werkzeuge tragenden Spindeln 6 des Bohr-und Gewindeschneidapparates 7 in einer stets bestimmten Reihenfolge zum Zweck der entsprechenden Formgebung des auf dem Automaten herzustellenden Drehteiles in das am Stahlhalterbock 5 überstehende, rotierende Stangenende eingefahren.
Um die hiebei auftretende Wärme vom Werkstück und Werkzeug abzuführen, wird der 13earbeitungs- stelle mittels einer auf diese gerichteten Rohrleitung 11 in kontinuierlichem Strom Flüssigkeit, vorzugsweise Schneidöl zugeführt, das von dem als Schale Ib ausgebildeten Oberteil des Maschinenge- stelles aufgefangen und zum Zweck der Wiederverwertung und Absonderung der Späne einem Sieb od. dgl. und einem diesen nachgeordneten, im Inneren des Maschinengestelles l befindlichen Ölbehälter wie- der zugeleitet wird.
Eine Transporteinrichtung, die im wesentlichen aus Walzen 12 und 13, einem auf diese aufgelegten Förderband 14 sowie zwei seitlichen Begrenzungswänden 15 und 16 gebildet wird, ist dazu vorgesehen, die beim Arbeitsprozess anfallenden Späne unverzüglich aus dem Bereich der Ölfangschale 1b abzuführen, was insofern eine Vereinfachung hinsichtlich Überwachung und Bedienung des Dreh- automaten mit sich bringt, als sich damit eine die Beseitigung der anfallenden Späne aus der in bezug auf ihr Aufnahmevermögen ohnehin begrenzten Ölfangschale 1b erübrigt.
Um zu vermeiden, dass hiebei das an den Spänen haftende Schneidöl verlorengeht, ist der Transporteinrichtung, die vorzugsweise von einem besonderen Motor 17 angetrieben wird, eine Rutsche 18 nachgeordnet, mittels der die Späne einem neben der Maschine aufgestellten Sammelbehälter 19 zugeleitet werden. In diesem Behälter erfolgt zunächst dieAbsonderungdesSchneidölesvon den Spänen und danach die Rückführung des Öles in den im Inneren des Maschinengestelles 1 untergebrachten Ölbehälter. Zu diesem Zweck kann der Sammelbehälter 19 mit einem siebartig ausgebildeten sowie der Form des Behälters angepassten Kasteneinsatz 20 ausgestattet sein, der zur Entleerung, vorzugsweise aus dem Behälter, herausnehmbar ist.
Ausserdem ist am Sammelbehälter 19 eine elektromotorische Förderpumpe 21 angeordnet, die das Schneidöl mittels eines in das Behälterinnere hineinragenden Saugrohres absaugt und über eine Rückführleitung 23 dem im Inneren des Maschinengestelles 1 angeordneten Vorratsbehälter wieder zuführt.