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Die Erfindung betrifft einen Betonfertigteil-Stiegenbausatz und besteht im wesentlichen darin, dass er aus zwei Viertelwendelstücken und einem geraden Treppenstück besteht, wobei Leisten an den Viertelwendelstücken das gerade, z. B. einstückige oder aus Treppenbalken bestehende Treppenstück als Brücke tragen. Eine solche Stiege ist raumsparend und besonders einfach in der Herstellung und Verlegung.
Gemäss einer Weiterbildung der Erfindung weisen die Viertelwendelstücke in die Treppenhauswand hineinragende Auflageransätze auf. Dadurch kann auch die Ausbildung gesonderter Auflager an der Baustelle vermieden werden, so dass die Montage der Treppe mit einem Minimum an Zeitaufwand erfolgen kann. Um diese Auflageransätze entsprechend stark auszubilden und somit die Treppe auch verhältnismässig stark belasten zu können, ist zweckmässig gemäss der Erfindung im oberen Viertelwendelstück ein Bewehrungsträger diagonal verlaufend vorgesehen, wobei die Auflageransätze in Dreiecksform auflagerbildend angeordnet sind und der Bewehrungsträger die Hypotenuse des Dreieckes darstellt.
Vorzugsweise ist hiebei die Anordnung so getroffen, dass der Bewehrungsträger ein Teil eines Bewehrungskorbes ist, welcher auch die zum dritten Auflager führende Bewehrung erfasst und dass die Auflageransätze zu verschiedenen Stufen der Viertelwendelstücke gehören. Dadurch lässt sich eine besonders sichere Auflagerung der Viertelwendelstücke und somit der gesamten Treppe am Stiegenhausmauerwerk erzielen.
Eine besonders einfache Herstellungsweise, welche zudem ästhetisch günstig wirkt, ergibt sich erfindungsgemäss dann, wenn die Unteransichten der Viertelwendelstücke entsprechend stufen-bzw. über- gangslos stetig gewendelt sind und die Viertelwendelstücke im Grundriss L-förmig sind. Hiebei ist zweckmässig die Anordnung so getroffen, dass eine Stufenkante das Viertelwendelstück übereck abteilt.
In den Zeichnungen ist der Erfindungsgegenstand an Hand eines Ausführungsbeispieles schematisch dargestellt. Die Fig. l und 2 stellen einen Treppenlauf schaubildlich dar, während Fig. 3 das obere Vier- telwendelstück im Grundriss zeigt. Die Fig. 4-6 veranschaulichen dieses obere Viertelwendelstück in Ansichten nach den Pfeilen R, S, T der Fig. 3. Fig. 7 stellt eine im Treppenhaus eingebaute Stiege im Grundriss dar.
Die im Treppenhaus W mit Decke D (Fig. 2, 7) eingebaute Betonfertigteilstiege ist aus zwei Viertelwendelstücken A, B und dem in diese eingehängten geraden Treppenstück C, das als Stufenplatte oder Zahnbalken ausgebildet sein kann, zusammengesetzt. An den Viertelwendelstücken A, B sind aussenseitig Auflageransätze 4, 5, 6 vorgesehen, die in das Mauerwerk des Treppenhauses W eingemauert werden. Die Auflageransätze 4,5, 6 sind hiebei als Nasen ausgebildet, welche zu verschiedenen Stufen der Viertelwendelstücke A, B gehören (Fig. 4). Das gerade Treppenstück C wird nur von an den Viertelwendelstücken A, B angeordneten Auflagerleisten 1, 2 getragen.
In jedem Viertelwendelstück verläuft ein Bewehrungsträger U diagonal und es sind die Auflageransätze 4, 5, 6 im Dreieck auflagerbildend angeordnet, wobei der Bewehrungsträger U die Hypotenuse dieses Dreieckes bildet. Der Bewehrungsträger U ist ein Teil eines Bewehrungskorbes, welcher
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auch eine zum dritten Auflager 5 bildende Bewehrung V umfasst.
Die Unteransichten der Viertelwendelstücke A, B sind übergangslos stetig gewendelt, welche Kurvenform leicht form- und entschalbar ist. Die Viertelwendelstücke A, B sind im Grundriss (Fig. 3, 7) L-förmig u. zw. mit eckigem Übergang (Ecken E, F) der L-Schenkel ausgebildet. Letztere sind ungefähr gleich lang (Fig. 3, 7). Eine Stufenkante G teilt das Viertelwendelstück A bzw. B übereck in un- gefähr gleiche Draufsichtsflächen ab. Die Stufenkante G halbiert somit das Viertelwendelstück, welches vier Stufenflächen 8, eine Auflagerfläche 9 der unteren Auflagerleiste 2 für das gerade Treppenstück C und eine Auftrittsfläche 10 der oberen Podestleiste aufweist.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Betonfertigteil-Stiegenbausatz, dadurch gekennzeichnet, dass er aus zwei Viertelwendelstücken (A, B) und einem geraden Treppenstück (C) besteht, wobei Leisten (1, 2) an den Viertelwendelstücken (A, B) das gerade, z. B. einstückige oder aus Treppenbalken bestehende Treppenstück (C) als Brücke tragen (Fig. l, 2, 7).