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Sicherheitssteckdose mit Schutzkontakt
Die Erfindung bezieht sich auf eine Sicherheitssteckdose mit Schutzkontakt, deren Dosenkappe auf dem Dosensockel drehbar gelagert ist, wobei die mit der Dosenkappe fest verbundenen Steckerstifte in Ruhestellung der Steckdose gegen die mit dem Dosendeckel verbundenenAnschlussklemmen um etwa 900 versetzt liegen und ein mit der Dosenkappe bewegter Sperrbolzen in das Innere der Dosenkappe über eine Seitenführung des eingebrachten Steckers vorragt, wenn die Dosenkappe aus ihrer Ruhestellung verdreht ist.
Es sind schon die verschiedenartigsten Bauformen für Sicherheitssteckdosen vorgeschlagen worden, bei denen vermieden werden soll, eine unbeabsichtigte Kontaktverbindung herzustellen. Vor allem ist dabei daran gedacht, Kinder vor den Folgen einer Berührung mit der Netzspannung zu bewahren, wenn Nägel, Nadeln od. dgl. beim Spiel oder aus Experimentierlust in die Steckbuchsen eingeführt werden.
Bei den meisten der bekannten Sicherheitssteckdosen ist eine um einen Mittelzapfen od. dgl. drehbare Schutzscheibe vorgesehen, die Durchgangsöffnungen für die Steckerstifte aufweist, die bei Drehung der Schutzscheibe um etwa 900 mit den Einstecköffnungen der Steckbuchsen fluchten. Bei den ersten Modellen solcher Sicherheitssteckdosen war es noch möglich, diese Schutzscheibe mit einem beliebigen spitzen Gegenstand zu verdrehen. Zwischenzeitlich ist es aber gelungen, durch entsprechende Steigerung des technischen Aufwandes Sicherheitssteckdosen herzustellen, bei denen das zweipolige Einführen eines Gegenstandes Voraussetzung für die Kontaktherstellung ist. Keine der bekannten Einrichtungen verhindert aber das Einführen anderer als der genormten Schutzkontaktstecker.
In solchen Steckdosen ist auch keinerlei Gewähr dafür geboten, dass sie nur dann in Wirksamkeit kommen, wenn die schützenden Eigenschaften der Sicherheitsstecker zur Kontaktherstellung auch zur Geltung kommen. Ein weiterer Nachteil der bisherigen Vorschläge liegt darin, dass eine Spiralfeder od. dgl. vorgesehen werden muss, um sicherzustellen, dass bei herausgezogenem Stecker die Durchgangsöffnungen der Schutzscheibe gegen die Stekkerbuchsen versetzt sind.
Die gegenständliche Erfindung vermeidet die angeführten Nachteile dadurch, dass in die Seitenwand des Dosendeckels durchdringende und gefederte Sclùiessbolzen genau hinter mindestens einem der Seiten- kontakte des mit der Dosenkappe fest verbundenen Schutzkontaktbügels in die dort ausgeschnittene Dosenkappe eingreifen und damit deren Drehung verhindern, soferne nicht die Ausschnitte in der Dosenkappe durch die entsprechend der Einführung eines genormten Steckers nach aussen gedrückten Seitenkontakte verdeckt werden. Jeder Schliessbolzen kann dabei an einer mit der Aussenseite der Seitenwand des Dosendeckels fest verbundenen gekrümmten Blattfeder angebracht sein.
Nach einer vorteilhaften Ausführung ist es aber auch möglich, jeden Schliessbolzen an einer gekrümmten Blattfeder anzubringen, die die Seitenwand des Dosendeckels mindestens zur Hälfte umfasst, wobei deren natürlicher Radius höchstens gleich gross ist wie der äussere Radius dieser Seitenwand.
Die erfindungsgemässeSicherheitssteckdose unterscheidet sich von bekannten Vorschlägen vor allem dadurch, dass die Steckerbuchsen auf dem drehbarenFrontteil der Dose angeordnet sind, so dass der Stekker sofort ganz in die Steckerbuchsen eingeführt und erst dann verdreht wird. Hiedurch hat der Stecker schon beim Verdrehen sicheren Halt und zudem kommt es nicht wie bei konventionellen Einrichtungen zum Zerkratzen der unmittelbar hinter der beweglichen Dosenkappe liegenden Teile der Steckdose.
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Weiters verhindert die Steckdose gemäss dem erfindungsgemässen Vorschlag, sie zu verdrehen, wenn irgendein zweipoliger Gegenstand eingeführt wird.
Die Dosenkappe kann vielmehr nur dann in die Kontaktstellung verdreht werden, wenn die Seitenkontakte des Schutzkontaktbügels so weit in die Wand der Dosenkappe eingedrückt sind, wie es dem genormten Abstand der Schutzkontakte des Steckers entspricht.
So wird nicht nur die Verwendung anderer als genormter Stecker im Zusammenhang mit der erfindunggemässen Sicherheitssteckdose unmöglich gemacht, sondern durch die Einbeziehung der ohnedies unvermeidlichen Seitenkontakte des Schutzkontaktbügels in die Erfindung die Zahl der zu deren Verwirklichung benötigten Teile auf ein Mindestmass herabgesetzt. Die Erfindung kann auf die sonst übliche Spiralfeder zum Rückführen der leeren Dosenkappe in die Ausgangsstellung verzichten, da der Stecker ohnedies nur in der Ruhestellung herausgezogen werden kann ; in jeder andernStellung ragt ein mit der Dosenkappe bewegter Sperrbolzen über die Seitenführung des eingeführten Steckers ins Innere der Dosenkappe so weit vor, dass der Stecker nicht herausgezogen werden kann.
Dieser Sperrbolzen wird nach einem weiteren Kennzeichen der Erfindung vorzugsweise an einer stark gekrümmten Blattfeder angebracht, die sich in eine exzentrische Ausnehmung in der Seitenwand des Dosendeckels zurückzieht, wenn sich die Dosenkappe in der zum Ein-und Ausbewegen des Steckers vorgesehenen Ruhestellung der Steckdose befindet.
Weitere Einzelheiten der Erfindung werden nachfolgend an Hand des in den Figuren dargestellten Ausführungsbeispieles beschrieben, ohne dass der Erfindungsgedanke dadurch auf diese spezielle Verwirklichungsmöglichkeit eingeschränkt werden soll.
Fig. 1 zeigt die nach einer horizontalen Ebene geschnitteneDosenkappe in Draufsicht, Fig. 2 in gleicher Weise den Dosensockel, Fig. 3 stellt die Seitenansicht eines üblichenSchutzkontaktsteckersdar, Fig. 4 erläutert die Wirkungsweise des erfindungsgemässen Schliessbolzens an vertikalen Schnitten durch die Dosenkappe und Fig. 5 zeigt in Draufsicht die im Dosensockel befestigte Dosenkappe in Kontaktstellung.
Fig. l zeigt in schematischer Darstellung die um den Drehzapfen 19 drehbare Dosenkappe 1, mit der sowohl der Schutzkontaktbügel 4 als auch die Steckerbuchsen 2 fest verbunden sind. Die Seitenkontakte 3 des Schutzkontaktbügels 4 ragen dabei in an sich bekannter Weise durch Ausschnitte 5 ins Innere der Dosenkappe 1 vor.
An der Aussenseite der Dosenkappe 1 befindet sich eine in Umriss und Tiefe der Blattfeder 7 entsprechende Ausnehmung 8, die die Blattfeder 7 ganz aufnimmt, wenn der Sperrbolzen 6 ins Innere der Dosenkappe 1 vorgeschoben ist. Im betriebsfertigen Zustand der Steckdose ist die Dosenkappe 1 drehbar auf dem in Fig. 2 gezeigten Dosensockel 9 gelagert und wird von dessen Seitenwänden umschlossen. Die Steckbuchsen 2 ragen daher ins Innere der Öffnungen 12 im Boden des Dosensockels 9 vor. Bei der Montage werden Dosenkappe 1 und Dosensockel 9 so ineinanderge- schoben, dass ihre gegenseitige Lage der Darstellung in Fig. l und 2 entspricht. Die Steckbuchsen 2 sind dann um etwa gegen die Anschlussklemmen 10 verdreht, so dass sie keinen elektrischen Kon- takt vermitteln können.
Besondere Vorteile bietet dabei die Verwendung von Steckerbuchsen 2, die mit Ausnahme der Einführöffnungen für die Steckerstifte überall geschlossen sind ; in diesem Fall bleiben die Anschlussklemmen 10 auch für biegsame Gegenstände, etwa Drahtstücke, die in die Steckerbuchsen 2 eingeschoben werden könnten, unzugänglich.
In der beschriebenen Ruhestellung der Steck- dose ragt der an der gekrümmten Blattfeder 13 befestigte Schliessbolzen 11 durch eine Bohrung in der Seitenwand des Dosensockels 9 in einen der Ausschnitte 5 vor und verhindert so die Drehung der Dosenkappe l, während der Sperrbolzen 6 durch die Blattfeder 7 so weit in die exzentrische Ausnehmung 14 in der Seitenwand des Dosensockels zurückgezogen ist, dass der in Fig. 3 darge- stellte Stecker 15 unbehindert eingesteckt oder herausgezogen werden kann.
In Fig. 4a und 4b wird dargestellt, wie durch das Einführen des Steckers 15 in die Dosenkappe 1 (das dem Einführen der Steckerstifte 18 in die Steckerbuchsen 2 äquivalent ist) die in der Ruhe- stellung der Steckdose ins Innere der Dosenkappe 1 vorragenden Seitenkontakte 3 des Schutzkontaktbügels 4 zurückgeschoben werden, bis der Schliessbolzen 11 nicht mehr in die Dosenkappe 1 eingreift und deren Drehung möglich wird.
Fig. 5 zeigt die fertig montierte Steckdose in Kontaktstellung. Die Steckerbuchsen 2 sind nunmehr an die gefederten Anschlussklemmen 10 angedrückt ; der in die Dosenkappe 1 über eine der Seitenführungen 16 des Steckers 15 vorragende Sperrbolzen 6 verhindert das Herausziehen des Steckers 15 bis die Steckdose wieder in die Ruhestellung gebracht ist ; der Schliessbolzen 11 bleibt bis zum selben Zeitpunkt wirkungslos.
Üblicherweise werden die Dosenkappe 1 und der Dosensockel 9 nach oben hin durch in den
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Figuren nicht dargestellten Flanschen abgeschlossen, die miteinander und dem ebenfalls nicht gezeichneten Dosengehäuse in Verbindung stehen. Ein Eingehen auf solche an sich nicht neue Details erübrigt sich schon deshalb, weil die erfindungsgemässe Steckdose auf oder unter Putz sowie im Feuchtraum verlegt werden oder überhaupt als Steckkupplung ausgebildet sein kann. In allen diesen Fällen wird die Form des Dosengehäuses und seine Verbindung mit Dosenkappe und Dosensockel natürlich verschieden gewählt werden.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Sicherheitssteckdose mit Schutzkontakt, derenDosenkappe auf dem Dosensockel drehbar gelagert ist, wobei die mit der Dosenkappe fest verbundenen Steckerstifte in Ruhestellung der Steckdose gegen die mit dem Dosensockel verbundenen Anschlussklemmen um etwa 900 versetzt liegen und ein mit der Dosenkappe bewegterSperrbolzen in das Innere der Dosenkappe über eine Seitenführung des eingebrachten Steckers vorragt, wenn die Dosenkappe aus ihrer Ruhestellung verdreht ist, dadurch gekenn-
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denen Schutzkontaktbügels (4) in die dort ausgeschnittene Dosenkappe (1) eingreifen und damit deren Drehung verhindern, soferne nicht die Ausschnitte (5) in der Dosenkappe (1)
durch die entsprechend der Einführung eines genormten Steckers (15) nach aussen gedrückten Seitenkontakte (3) verdeckt werden.