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Zusammenlegbarer Servierwagen
Es ist bekannt, fahrbare Tische, die als Servierwagen verwendbar sind, mit Tischplatten auszurüsten, die eine elektrische Heizwicklung enthalten und somit als Heiz- oder Warmhalteplatte dienen können. Die Erfindung wendet diese Massnahme auf zusammenlegbare Servierwagen an und beruht auf dem Gedanken, die Zusammenlegbarkeit als Mittel zu benutzen, den Heizstrom zu unterbrechen, wenn der Wagen ganz oder teilweise zusammengelegt wird. Dadurch wird die Gefahr beseitigt, dass die beheizbare Platte, wenn der Wagen zusammengelegt ist, weiterhin versehentlich unter Strom gehaltenwird und Schaden an Wänden oder Möbeln anrichtet, gegen die der Wagen gelehnt wird.
Ausgehend von einem zusammenlegbaren Servierwagen mit mindestens einer Tischplatte, die beim Zusammenlegen in eine annähernd vertikale Ebene geschwenkt wird, sieht die Erfindung zur Verwirklichung des oben angegebenen Gedankens vor, dass bei an sich bekannter Ausgestaltung der Tischplatte als elektrische Heizplatte ein Schalter vorgesehen ist, der mechanisch durch die Schwenkbewegung der Platte gesteuert wird und den Heizstrom nur schliesst, wenn die Platte sich in Gebrauchsstellung befindet.
Ein die Erfindung im Prinzip verkörpernder Servierwagen könnte in der Weise gebaut werden, dass an einem feststehenden Teil des Wagengestells ein Schalter angebracht ist, dessen Schalthebel mechanisch durch die schwenkbare Platte, etwa durch eine daran angebrachte Nase, gesteuert wird. Umgekehrt könnte der Schalter an der schwenkbaren Platte und die Nase am feststehenden Gestell sitzen.
Beide Anordnungen entsprechen jedoch nicht der bevorzugten Ausführung der Erfindung. Diese sieht vielmehr vor, dass an der schwenkbaren Platte der Träger mindestens eines Schaltkontaktes und an einem feststehenden Teil der Träger mindestens eines zweiten Schaltkontaktes des Schalters so angeordnet sind, dass die Kontakte in leitende Berührung miteinander kommen, wenn die Platte in Gebrauchsstellung ist. Damit entfällt die Notwendigkeit, die in der Tischplatte eingebettete Heizwicklung durch eine biegsame Leitung zu dem am Wagengestell befindlichen Anschlussstecker zu führen, mit dem wesentlichen Vorteil, dass alle mit biegsamen Leitungen verbundenen Störungen und Gefahren beseitigt sind.
Besonders zweckmässig und einfach kann die Erfindung verwirklicht werden, wenn es sich um einen Servierwagen mit längsgeteilten Tischplatten handelt, deren Teile entweder gemeinsam oder unabhängig voneinander um mindestens annähernd zusammenfallende Achsen schwenkbar sind. In diesem Falle entspricht es der bevorzugten Ausführung der Erfindung, die an den beiden Plattenteilen befindlichen Träger von Schaltkontakten zu einem einzigen, feststehend angeordneten Kontaktträger achs- symmetrisch anzuordnen, mit dem Vorteil, dass dann ein einziger feststehender Kontaktträger für beide Plattenteile genügt.
Die Zeichnungen veranschaulichen zwei Ausführungsbeispiele, bei denen es sich um Servierwagen mit längsgeteilten Tischplatten handelt, u. zw. bei der ersten Ausführungsform mit unabhängig voneinander schwenkbaren Hälften und bei der zweiten Ausführungsform mit gekuppelten, gleichzeitig
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schwenkbaren Hälften. Es zeigen Fig. l-3 die erste Ausführungsform in drei verschiedenen Stellungen und Fig. 4 und 5 die zweite Ausführungsform in zwei verschiedenen Stellungen.
Der Servierwagen nach den Fig. 1 - 3 besteht aus einem auf Rädern 1 fahrbaren Gestell, dessen Hauptbestandteil ein im wesentlichen rechteckig geformter Rohrrahmen 2 ist. Der Rahmen 2 bildet den Träger zweier übereinander angeordneter Tischplatten, die längs geteilt sind und sich somit aus Hälften 3,4 und 5,6 zusammensetzen. Diese Plattenhälften sind am Rahmen 2 um geometrische Achsen x - x und y-y schwenkbar gelagert. Die obere Plattenhälfte 3 ist mit der unteren Plattenhälfte 5 durch Zugstangen 7 und die obere Plattenhälfte 4 mit der unteren Plattenhälfte 6 durch Zugstangen 8 verbunden. Die übereinanderliegenden Plattenhälften werden daher um die genannten Achsen gleichzeitig geschwenkt, jedoch unabhängig von dem andern Paar übereinanderliegender Plattenhälften.
Dadurch ist es möglich, den Servierwagen entweder gemäss Fig. 2 vollständig zusammenzulegen oder nur das eine Paar übereinanderliegender Plattenhälften hochzuschwenken und damit den Zustand nach Fig. 3 herzustellen. An den Stirnseiten des Rahmens 2 angeordnete Bügel 9 und 10 dienen dazu, die hochgeschwenkten Plattenhälften in ihrer Lage festzuhalten. Die Einzelheiten sind insoweit nicht dargestellt, da es auf sie für die Erfindung nicht ankommt.
Die Plattenilälften 3 und 4 sind als Heizplatten oder Warmhalteplatten ausgebildet und demge-
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der beiden Plattenhälften 3,4 ist ein Kontaktgehäuse 13 befestigt, aus dem Kontaktstifte 14 vorragen. Am Rahmen 2 ist ein weiteres Kontaktgehäuse 15 angebracht, das in den Zeichnungen nicht sichtbare Gegenkontakte enthält. Die Kontaktstifte 14 sind an die zugehörige Heizwicklung und die im Gehäuse 15 enthaltenen Kontakte an einen Steckverbinder 16 angeschlossen, der durch einen Gegenstecker 17 und ein Kabel 18 mit dem Netz verbunden werden kann. Die Gehäuse 13 bilden die beweglichen und das Gehäuse 15 den feststehenden Kontakträger im Sinne der eingangs gemachten Ausführungen.
In der Gebrauchsstellung nach Fig. 1 ragen die Stifte 14 beider Kontakträger 13 durch Schlitze 19 in das Gehäuse 15 und stehen dann in leitender Berührung mit den in diesem Gehäuse befindlichen, nicht sichtbaren Gegenkontakten, so dass beide Heizwicklungen Strom erhalten. Wird eines der Paare übereinanderliegender Platten 3, 5 oder 4, 6 hochgeschwenkt, so werden die zugeordneten Kontaktstücke 14 aus dem Gehäuse 15 herausgezogen, so dass die Heizwicklung der hochgeschwenkten Plattenhälfte stromlos ist. In Fig. 3 ist dies für die Plattenhälfte 4 und in Fig. 2 für beide Plattenhälften 3 und 4 der Fall.
Der Scrvierwagcn nach Fig. 4 und 5 besteht wieder aus einem auf Rädern 1 fahrbaren Gestell, dessen wesentlicher Teil von einem Rahmen 2 gebildet wird, von dem nur zwei vertikale Holme gezeichnet sind, die durch nicht sichtbare horizontale Streben miteinander verbunden sind. Die Plattenhälften 3,4 und 5,6 von übereinander angeordneten Tischplatten sind ähnlich wie beim Beispiel nach Fig. 1 - 3 am Rahmen 2 um Achsen x - x und y - y schwenkbar gelagert. An ihren äusseren Ecken sind diese Plattenhälften gelenkig mit Stützen 20 verbunden, die auf den Rädern 1 ruhen.
Aus der Gebrauchsstellung nach Fig. 4 werden die Plattenpaare in die zusammengefaltete Stellung nach Fig. 5 durch vertikales Anheben des Rahmens 2 gebracht, dessen Holme zu diesem Zweck mit Handgriffen 21 versehen sind.
An den Plattenpaaren 3 und 4 sind wieder Kontaktgehäuse 13 befestigt, aus denen Kontaktstifte 14 vorragen. Sie sind im Gegensatz zu den Fig. 1 - 3 in diesem Beispiel an den Stirnkanten 22 der Plattenhälften 3 und 4 angeordnet. Gegenkontakte, die mit den Kontaktstiften 14 zusammenwirken, sind innerhalb des einen hohlen Holmes des Rahmens 2 bei 23 angeordnet und durch Schlitze 24 zugänglich. Die Kontaktstifte 14 sind wie im Beispiel nach den Fig. 1 - 3 mit den hier nicht nochmals dargestellten Heizwicklungen und die im Innern des Holmes 2 befindlichen, bei 23 angeordneten Kontakte mit einem Steckverbinder 16 verbunden, an dem mittels eines Gegensteckers 17 wieder eine Leitung 18 angeschlossen werden kann.
In der Gebrauchsstellung nach Fig. 5 ragen die Stifte 14 durch die Schlitze 24 hindurch und stehen in Berührung mit den Gegenkontakten. Wird der Wagen zusammengefaltet, so verlassen die Stifte 14 die Schlitze 24 und unterbrechen damit den Stromkreis.
Biegsame Verbindungsleitungen, wie sie in der Regel notwendig sind, um stromführende und zugleich bewegliche Teile mit feststehenden Anschlüssen innerhalb eines Gerätes zu verbinden, sind in beiden Ausführungsbeispielen vermieden. Biegsam ist lediglich die Anschlussleitung 18, die aber beim Hoch- und Niederschwenken der Teile der Tischplatten keine Biegung erfährt und in bezug auf Biegung keinen grösseren Beanspruchungen ausgesetzt ist, als die sonst im Haushalt allgemein verwendeten Anschlusskabel.