AT255466B - Automatenstahl mit einem Gehalt an Schwefel und Tellur - Google Patents

Automatenstahl mit einem Gehalt an Schwefel und Tellur

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AT255466B
AT255466B AT169363A AT169363A AT255466B AT 255466 B AT255466 B AT 255466B AT 169363 A AT169363 A AT 169363A AT 169363 A AT169363 A AT 169363A AT 255466 B AT255466 B AT 255466B
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  • Treatment Of Steel In Its Molten State (AREA)

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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Automatenstahl mit einem Gehalt an Schwefel und Tellur 
 EMI1.1 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   Da die Zerspanbarkeit des Stahls durch verhältnismässig billige Mengen Tellur und kleinere Mengen Schwefel bewirkt wird, muss der Siliciumgehalt gering sein, damit er die durch die begrenzten Mengen Schwefel und Tellur erhöhte Zerspanbarkeit nicht wieder herabgesetzt. Der Siliciumgehalt des erfindungsgemässen Stahls darf daher   0, 05 Gew.-%   nicht übersteigen, so dass er in dem Bereich von 0 bis 0, 05 Gew.-% liegt. 



   Durch Verwendung eines billigen Zusatzes von Tellur in dem angegebenen Bereich zusammen mit einem Schwefelgehalt in der beschriebenen Menge und einem Siliciumgehalt von nicht mehr als   0, 05 Gew.-%   und einem Mangangehalt von mindestens   0, 60 Gew.-'%   erhält man einen relativ billigen tellurhaltigen Stahl, der gut zerspanbar ist und der frei ist von den nachteiligen Wirkungen   (z. B.   Rot-   brüchigkeit),   die sonst für   tellur- und/oder   schwefelhaltige Stähle charakteristisch sind. 



   Ein typisches Ausführungsbeispiel eines Kohlenstoffstahls, dessen Zusammensetzung (in   Gew. -0/0)   in dem erfindungsgemässen Bereich liegt, ist nachstehend angeführt. Dabei sind die übrigen Bestandteile des Stahls Eisen und die üblichen Verunreinigungen von technischem Kohlenstoffstahl : 
 EMI2.1 
 
<tb> 
<tb> C <SEP> 0, <SEP> 10 <SEP> 
<tb> Mn <SEP> 0,60
<tb> p <SEP> 0, <SEP> 04 <SEP> 
<tb> Si <SEP> 0,04
<tb> Te <SEP> 0,03
<tb> S <SEP> 0, <SEP> 03 <SEP> 
<tb> Schwefel <SEP> in <SEP> % <SEP> des
<tb> Molekularäquivalentes <SEP> 400
<tb> 
 
Im Zusammenhang mit der vorstehenden Tabelle sei darauf hingewiesen, dass der Stahl Schwefel im Molekularüberschuss gegenüber dem Tellurgehalt enthält.

   Ferner sei dafauf hingewiesen, dass das Gewicht   des Schwefels nicht höher ist   als das Gesamtgewicht von Tellur, obwohl der Schwefel in einem Molekular- überschuss gegenüber dem Tellur vorhanden ist. Der Molekularüberschuss des Schwefels ist höher als   1500/0.   



  Dies ist ein im Rahmen der Erfindung bevorzugter Wert für den Molekularüberschuss des Schwefels. 



   Das vorstehende Beispiel erläutert einen Automatenstahl auf der Grundlage von Kohlenstoffstahl. Diese Grundzusammensetzung besteht im vorliegenden Fall aus mindestens 90   Gew.-%   Eisen, vorzugsweise mindestens   95 Gew.-Tb   Eisen, bis zu etwa 1, 65 Gew.-% Mangan, bis zu etwa 1 Gew.-% Kohlenstoff u. a. 



  Elementen, wie z. B. Phosphor, die üblicherweise in Kohlenstoffstählen vorhanden sind. 



   Ein Kohlenstoffstahl von relativ geringem Kohlenstoffgehalt kann 0, 10 - 0, 18 Gew.-% Kohlenstoff und 0,   60 - 0,   75 Gew.-% Mangan enthalten. 



     Andere Automatenstähle   gemäss der Erfindung können auf andern   Grundzusammensetzungen aufgebaut   sein, wie sie gewöhnlich in Stählen verwendet werden, d. h. der Stahl kann andere Elemente enthalten, die gewöhnlich zu verschiedenenStahlsorten zugesetzt werden, sofern nur der Gehalt an Tellur, Schwefel, Mangan und Silicium den vorstehenden Angaben entspricht. 



   Der   erfindungsgemässe Stahl   kann in der für Kohlenstoffstähle üblichen Weise hergestellt werden, wobei der Schwefel in der bei der Herstellung derartiger Stähle üblichen Weise zugesetzt wird. Das Tellur kann dem Stahl während des Vergiessens aus dem Ofen oder Konverter in die Pfanne zugesetzt oder in die Kokille oder in den in die Kokille eintretenden Stahlstrom gegeben werden. In der üblichen Weise müssen die bei der Zugabe möglichen Tellurverluste berücksichtigt werden. 



    PATENTANSPRÜCHE :    
1. Automatenstahl, der als die Zerspanbarkeit verbessernde Elemente einen ersten Zusatz enthält, der aus Tellur besteht, während der Stahl ausser diesem ersten, die Zerspanbarkeit verbessernden Zusatz als weiteres die Zerspanbarkeit verbesserndes Element Schwefel, und ferner Mangan und gegebenenfalls andere Elemente enthält, die gewöhnlich zu Stahl zugegeben werden,   dadurch gekennzeich-   net, dass der Anteil des aus Tellur bestehenden ersten Zusatzes in einem Bereich von 0, 02 bis 0,10   Gel.-%   liegt und der Stahl ferner einen solchen Schwefelgehalt hat, dass das Gewicht des vorhande-   nen Schwefels das Gewicht des Tellurs nicht übersteigt,   der Schwefel jedoch in einem Molekularüberschuss gegenüber dem Tellur vorhanden ist,

   wobei der Stahl ferner einen Mangangehalt von mindestens 0,60 Gew.-% hat, während der Siliciumgehalt des Stahls maximal 0,05 Gew. -% beträgt.

Claims (1)

  1. 2. Automatenstahl nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Stahl ein Kohlen- <Desc/Clms Page number 3> stoffstahl ist, der einen Mangangehalt von nicht über 1, 65 Gew.-% und einen Kohlenstoffgehalt von nicht über 10/0 hat, während die übrigen Bestandteile des Stahls aus mindestens 90% Eisen zusammen mit andern, gewöhnlich in Kohlenstoffstählen vorhandenen Elementen, beispielsweise Phosphor, bestehen.
    3. Automatenstahl nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Molekular- überschuss des Schwefels gegenüber den Elementen des ersten Zusatzes mindestens etwa 150% beträgt.
    4. Automatenstahl nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Kohlenstoffgehalt 0, 10 - 0, 18 Gew.-% und der Mangangehalt 0, 60-0, 75 Gew.-% beträgt.
AT169363A 1961-10-19 1962-10-18 Automatenstahl mit einem Gehalt an Schwefel und Tellur AT255466B (de)

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