AT239290B - Warmverformbarer Automatenstahl mit einem Gehalt an Schwefel, Tellur und Selen - Google Patents
Warmverformbarer Automatenstahl mit einem Gehalt an Schwefel, Tellur und SelenInfo
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Warmverformbarer Automatenstahl mit einem Gehalt an Schwefel, Tellur und Selen EMI1.1 <Desc/Clms Page number 2> Da die Zerspanbarkeit des Stahls durch verhältnismässig billige Mengen Tellur und Selen und vorzugsweise kleinere Mengen Schwefel bewirkt wird, muss der Siliziumgehalt gering sein, damit er die durch die begrenzten Mengen Schwefel, Tellur und Selen erhöhte Zerspanbarkeit nicht wieder herabsetzt. Der Siliziumgehalt des erfindungsgemässen Stahls darf daher 0,05 Gew.-% nicht übersteigen. so dass er in dem Bereich von 0 bis 0, 05 Gew. -0/0 liegt. Durch Verwendung eines billigen Zusatzes von Tellur und Selen in dem angegebenen Bereich zusammen mit einem Schwefelgehalt in der beschriebenen Menge und einem Siliziumgehalt von nicht mehr als 0, 05 Gew.-lo und einem Mangangehalt von nicht mehr als 0,60 Gew. -0/0 erhält man einen relativ billigen tellur-und selenhaltigen Stahl, der gut zerspanbar ist und der frei ist von den nachteiligen Wirkungen (z. B. Rotbrüchigkeit, die sonst für tellur- und selen- und/oder schwefelhaltige Stähle charakteristisch sind. Typische Ausführungsbeispiele von Kohlenstoffstählen, deren Zusammensetzung (in Gew. -0/0) in dem erfindungsgemässen Bereich liegen, sind nachstehend angeführt. Dabei sind die übrigen Bestandteile des Stahls Eisen und die üblichen Verunreinigungen von technischem Kohlenstoffstahl : EMI2.1 <tb> <tb> Stahl <SEP> I <SEP> Stahl <SEP> II <SEP> <tb> C <SEP> 0, <SEP> 18 <SEP> 0, <SEP> 16 <SEP> <tb> Mn <SEP> 0, <SEP> 75 <SEP> 0, <SEP> 70 <SEP> <tb> p <SEP> 0, <SEP> 012 <SEP> 0, <SEP> 011 <tb> Si <SEP> 0,04 <SEP> 0,05 <tb> Te <SEP> 0, <SEP> 06 <SEP> 0, <SEP> 04 <SEP> <tb> Se <SEP> 0,04 <SEP> 0, <SEP> 06 <tb> S <SEP> 0, <SEP> 04 <SEP> 0, <SEP> 05 <SEP> <tb> Schwefel <SEP> in <SEP> % <SEP> des <tb> Molekularäquivalentes <SEP> 129% <SEP> 144% <tb> Im Zusammenhang mit der vorstehenden Tabelle sei darauf hingewiesen, dass alle Stähle Schwefel im Molekularüberschuss gegenüber dem Tellur- und Selengehalt enthalten. Ferner sei darauf hingewiesen, dass das Gewicht des Schwefels nicht höher ist als das Gesamtgewicht von Tellur und/oder Selen, obwohl der Schwefel in einem Molekularüberschuss gegenüber dem Tellur und Selen vorhanden ist. Der Molekularüberschuss des Schwefels in dem Stahl II ist etwa 150 o. Dies ist ein im Rahmen der Erfindung bevorzugter Wert für den Molekularüberschuss des Schwefels. In den Stählen I und II ist das Gesamtgewicht des Schwefels kleiner als das Gesamtgewicht des Tellurs und Selens. Die vorstehenden Beispiele erläuternAutomatenstähle auf der Grundlage von Kohlenstoffstählen. Diese Grundzusammensetzung besteht im vorliegenden Fall aus mindestens 90 Grew.-% Eisen, vorzugsweise mindestens 95 Gew.-% Eisen, bis zu etwa 1, 65 Gew. -0/0 Mangan, bis zu etwa 1 Gew.- Kohlenstoff u. a. Elementen, wie z. B. Phosphor, die üblicherweise in Kohlenstoffstählen vorhanden sind. Ein Kohlenstoffstahl von relativ geringem Kohlenstoffgehalt kann 0, 10-0, 18 Gew.-je Kohlenstoff und 0, 60-0. 75 Gew.-lo Mangan enthalten. Andere Automatenstähle gemäss der Erfindung können auf andern Grundzusammensetzungen aufgebaut sein, wie sie gewöhnlich in Stählen verwendet werden, d. h. der Stahl kann andere Elemente enthalten, die gewöhnlich zu verschiedenen Stahlsorten zugesetzt werden, sofern nur der Gehalt an Tellur und Selen, Schwefel, Mangan und Silizium den vorstehenden Angaben entspricht. Der erfindungsgemässe Stahl kann in der für Kohlenstoffstähle üblichen Weise hergestellt werden, wobei der Schwefel in der bei der Herstellung derartiger Stähle üblichen Weise zugesetzt wird. Das Selen und Tellur kann dem Stahl während des Vergiessen aus dem Ofen oder Konverter in die Pfanne zugesetzt oder in die Kokille oder in den in die Kokille eintretenden Stahlstrom gegeben werden. In der üblichen Weise müssen die bei der Zugabe möglichen Tellur- und Selenverluste berücksichtigt werden. **WARNUNG** Ende DESC Feld kannt Anfang CLMS uberlappen**.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE : 1. Warmverformbarer Automatenstahl, der als die Zerspanbarkeit verbessernde Elemente einen ersten Zusatz enthält, der aus Tellur und Selen besteht, während der Stahl ausser diesem ersten, die Zerspanbarkeit verbessernden Zusatz als weiteres, die Zerspanbarkeit verbesserndes Element Schwefel, und ferner Mangan und gegebenenfalls andere Elemente enthält, die gewöhnlich zu Stahl zugegeben werden, <Desc/Clms Page number 3> dadurch gekennzeichnet, dass der Anteil der Elemente des aus Tellur und Selen bestehenden ersten Zusatzes in einem Bereich von 0,02 bis 0,10 Gel.do liegt und der Stahl ferner einen solchen Schwefelgehalt hat, dass das Gewicht des vorhandenen Schwefels das Gewicht der Elemente des ersten Zusatzes nicht übersteigt, der Schwefel jedoch in einem Molekularüberschuss gegenüber den Elementen des ersten Zusates vorhanden ist, wobei der Stahl ferner einen Mangangehalt von mindestens 0,60 Gew. hat, während der Siliziumgehalt des Stahls 0 bis höchstens 0, 05 Gew.-% beträgt.2. Automatenstahl nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Stahl ein Kohlenstoffstahl ist, der einen Mangangehalt von nicht über 1, 65 Gew.-% und einen Kohlenstoffgehalt von nicht über 1% hat, während die übrigen Bestandteile des Stahls aus mindestens 900/0 Eisen zusammen mit andern, ge- wohniich in Kohlenstoffstählen vorhandenen Elementen, beispielsweise Phosphor, bestehen.3. Automatenstahl nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Molekularüberschuss des Schwefels gegenüber den Elementen des ersten Zusatzes mindestens etwa 1500/0 beträgt.4. Automatenstahl nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Kohlenstoffgehalt 0, 10-0, 18 Gew.-lo und der Mangangehalt 0, 60-0, 75 Gew.-' ? o beträgt.
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