AT254648B - Verfahren zur chemischen oder elektrolytischen Behandlung von metallischen Oberflächen - Google Patents
Verfahren zur chemischen oder elektrolytischen Behandlung von metallischen OberflächenInfo
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Description
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Verfahren zur chemischen oder elektrolytischen Behandlung von metallischen Oberflächen
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur chemischen oder elektrolytischen Behandlung von metallschen Oberflächen, bei welchem zur Erzielung einer lokal beschränkten Einwirkung die zu verändernden Oberflächenteile mit einer Abdeckung versehen werden. Die teilweise Abdeckung metallischer Oberflächen vor bestimmten chemischen und elektrolytischen Oberflächenbehandlungen ist bekannt und wird vielfach zur Entwicklung dekorativer und technischer Effekte angewendet.
Beispielsweise könnenin Form oder unter Zuhilfenahme von Schablonen, Lack- oder Kunststoffüberzüge als Flächen, Zeichnungen oder Schriften auf die Metalloberfläche aufgebracht oder aufgeklebt werden, dann die Oberflächenbehandlung ausgeführt und schliesslich der zuerst aufgebrachte Überzug unter Abdeckung der darunter unveränderten metallischen Fläche wieder entfernt werden. Auf diese Weise können mit scharfer Abgrenzung Unterschiede in der Form (Rauheit und Prägung) in der Farbe und auch im Verhalten der Oberfläche erzeugt werden.
So ist es auch bekannt, bei der elektrolytischen Glänzung von Al-Gegenständen durch Abdecken diejenigen Stellen, die einer späteren Klebverbindung unterworfen werden, durch Abdeckung mittels Lackierung von der Glänzung auszunehmen, weil an geglänzten Stellen die Klebstoffe schlecht haften.
Es ist auch bekannt, diese rauh zu haltenden Stellen durch Steuerung des Stromflusses einer geringeren Stromdichte auszusetzen, indem Schirme oder Blenden angewendet werden. Eine scharfkantige Abgrenzung ist jedoch damit nicht zu erreichen.
Bei stärkerer Beanspruchung durch die elektrolytische oder chemische Behandlung, hauptsächlich unter der Wirkung erhöhter Gasbildung, wie sei beim Hartanodisieren und beim Tiefätzen auftritt, versagen aber diese Abdeckverfahren, indem die Überzüge von den Rändern ausgehend abgehoben werden.
Fallweise erreicht man schärfere Begrenzungen durch eingebrannte Lacküberzüge, deren Entfernen jedoch nach der Oberflächenbehandlung mit besonderen Schwierigkeiten verbunden ist.
Gemäss der Erfindung werden jedoch alle diese Nachteile beim Eingangs angegebenen Verfahren dadurch vermieden, dass die Haftung dieser Abdeckung an der Metalloberfläche durch vorheriges Versehen der letzteren mit einer dünnen nichtmetallischen Zwischenschicht verbessert wird.
Es wurde nun festgestellt, dass die mit Kaltklebern haftenden Kunststoffolien oder sonstige Überzüge auch der stärksten elektrolytischen und chemischen Behandlung standhalten, wenn die Metalloberfläche vorher mit einer dünnen nichtmetallischen Schicht, die die anschliessende Behandlung nicht behindert, versehen wird. Abschliessend können dann die Überzüge leicht abgezogen und die Reste des Kaltklebers mit einem organischen Lösungsmittel abgewaschen werden.
Die der Verbesserung der Haftung des Abdeckmittels dienende nichtmetallische Schicht kann nach dem bekannten chemischen (Chromatieren, Phosphatieren, Oxydieren, Böhmitieren) oder durch kurzdauernden elektrolytischen Verfahren (Anodisieren) hergestellt werden.
Beispiel : Die Darstellung eines metallblanken Firmenzeichens auf einer hartanodisierten und ge-
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färbten Aluminiumfläche kann nach vorliegendem Verfahren wie folgt durchgeführt werden :
Die Aluminiumoberfläche wird nach bekannten Verfahren chemisch oxydiert (2 min in eine Lösung von 55 cm* Phosphorsäure, d = 1, 7, 22g Chromsäure, 3, 3g Ammoniumbifluorid und 2, 2g Diammoniumphosphat in 11 Wasser bei 450C), dann die in der Form des Firmenzeichens geschnittene und einseitig mit Kaltkleber versehene Kunststoffolie aufgeklebt. Nun wird die Hartanodisierung durchgeführt (anodische Behandlung während 60 min bei 3 A/dm2 und 50 V Gleichspannung), worauf das übliche Einfärben und Verdichten in heissem Wasser oder Wasserdampf erfolgt.
Nach Abziehen der Kunststoffabdeckung und Abwaschen der Kleberreste mit Hilfe eines organischen Lösungsmittels erscheint das gewünschte Zeichen mit scharfen Abgrenzungen metallblank in der anodisierten und gefärbten Fläche ; falls vorher aufgebrachte Oxydschicht störend wirkt, kann sie durch leichtes Abziehen in verdünnter Salpetersäure ohne Beschädigung der angrenzenden anodisierten Flächen abgelöst werden.
In sinngemässer Übertragung dieses Verfahrens kann das Firmenzeichen beispielsweise auf einem Stahlblech durch Tiefätzen dargestellt werden, indem vor dem Tiefätzprozess die blanke Stahlfläche nach bekannten Verfahren phosphatiert wird, worauf die Abdeckung mit Kunststoff erfolgt und die Tief- ätzung durchgeführt werden kann.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur chemischen oder elektrolytischen Behandlung von metallischen Oberflächen, bei welchem zur Erzielung einer lokal beschränkten Einwirkung die zu verändernden Oberflächenteile mit einer Abdeckung, versehen werden, z. B. mit einer mit KaltkleberbefestigenKunststoffolie, dadurch gekennzeichnet, dass die Haftung dieser Abdeckung an der Metalloberfläche durch vorheriges Überziehen (Versehen) der letzteren mit einer dünnen nichtmetallischen Zwischenschicht verbessert wird.
EMI2.1
eine Oxydschicht, in an sich bekannter Weise auf elektrolytischem Wege durch anodische Behandlung erzeugt wird.
Claims (1)
- 3. Verfahren nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass die nicht metallische Schicht in sich bekannter Weise auch chemischem Wege insbesondere durch Phosphatieren oder Chromatisieren erzeugt wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT506065A AT254648B (de) | 1965-06-03 | 1965-06-03 | Verfahren zur chemischen oder elektrolytischen Behandlung von metallischen Oberflächen |
Applications Claiming Priority (1)
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| AT254648B true AT254648B (de) | 1967-05-26 |
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ID=3571460
Family Applications (1)
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| AT506065A AT254648B (de) | 1965-06-03 | 1965-06-03 | Verfahren zur chemischen oder elektrolytischen Behandlung von metallischen Oberflächen |
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| AT (1) | AT254648B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3720465A1 (de) * | 1987-06-20 | 1988-12-29 | Asea Brown Boveri | Haftvermittler fuer negativresist zum aetzen tiefer graeben in siliciumscheiben mit glatter oberflaeche und verfahren zur herstellung des haftvermittlers |
-
1965
- 1965-06-03 AT AT506065A patent/AT254648B/de active
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| DE3720465A1 (de) * | 1987-06-20 | 1988-12-29 | Asea Brown Boveri | Haftvermittler fuer negativresist zum aetzen tiefer graeben in siliciumscheiben mit glatter oberflaeche und verfahren zur herstellung des haftvermittlers |
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