AT254122B - Verfahren zum Präparieren von Polyesterfäden - Google Patents

Verfahren zum Präparieren von Polyesterfäden

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AT254122B
AT254122B AT441564A AT441564A AT254122B AT 254122 B AT254122 B AT 254122B AT 441564 A AT441564 A AT 441564A AT 441564 A AT441564 A AT 441564A AT 254122 B AT254122 B AT 254122B
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Austria
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alkyl
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polyester threads
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Application number
AT441564A
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English (en)
Inventor
Werner Dr Roth
Annemarie Jung
Erika Berkoben
Original Assignee
Schwarza Chemiefaser
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Description


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  Verfahren zum Präparieren von Polyesterfäden 
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Präparieren von nach dem Schmelzspinnverfahren hergestellten Polyäthylenterephthalatfäden, die anschliessend verstreckt und verschiedenen textilen Nachbearbeitungen unterworfen werden. Das Präparieren ist eine unbedingte Notwendigkeit, um die nachfolgenden Arbeitsgänge, z. B. Aufspulen, Vorzwirnen, Verstrecken, Zwirnen bzw. Drehen und Verarbeiten in den verschiedensten Industriezweigen überhaupt zu ermöglichen. 



   Es ist bekannt, synthetische Seiden mit Mineralölen, pflanzlichen oder tierischen Ölen in Mischungen mit verschiedenen grenzflächenaktiven Verbindungen zu präparieren, um eine gute Gleitfähigkeit zu erzielen. Dabei wird das Präparationsöl beim Spinnen oder beim Spulen mittels rotierender Scheiben aus entsprechend angeordneten Schalen auf den vorbeilaufenden Faden übertragen und umgibt diesen als geschlossenen   Fettfilm.   



   Eine weitere   bekannte Möglichkeit   ist das Aufbringen einer wässerigen Emulsion, die Fette und Emulgatoren enthält und nach dem Verdunsten des Wassers auf dem Faden ebenfalls einen mehr oder weniger geschlossenen Fettfilm hinterlässt. 



   Bei der Anwendung dieser Präparationen zur Herstellung von Polyäthylenterephthalatfäden ergeben sich besondere Schwierigkeiten dadurch, dass diese Fäden im Gegensatz zu vielen andern synthetischen Seiden heissverstreckt werden müssen, d. h. über beheizte Walzen oder Platten laufen und dabei vergilben, verharzen und/oder verdampfen und damit den Verarbeitungsprozess stören. Die bekannten Präparationen beeinflussen den Streckprozess ungünstig, so dass viele Fadenbrüche und andere Materialfehler auftreten. 



   Während die erstgenannte Gruppe zwar eine gute Gleitfähigkeit besitzt, sind doch zahlreiche Nachteile vorhanden, die eine praktische Verwendung für Polyäthylenterephthalatfäden fast völlig unmöglich machen. Ein wesentlicher Mangel ist die schwere Auswaschbarkeit der Fette infolge des fettaffinen Charakters des Polyäthylenterephthalats, so dass ungleichmässige Färbungen resultieren. Durch die Nichtleitereigenschaften der Öle können sich bei der Verarbeitung der Fäden elektrostatische Aufladungen bilden, die infolge der geringen elektrischen Leitfähigkeit des hydrophoben Fadens und der Öle schwer abfliessen können und die bekannten Störerscheinungen bei der Verarbeitung ergeben.

   Das System Polyäthylenterephthalat - Öl wirkt sehr stark   schmutzanziehend und-festhaltend,   so dass starke Verschmutzungen der Ware eintreten, die auch durch Waschen nicht restlos beseitigt werden können. Besonders stark sind die Verschmutzungen durch Graphit in der Bobinetindustrie, da sich Graphit äusserst fein in der Ölschicht verteilt, durch diese in den Faden hineingerieben wird und eine unbrauchbare Ware ergibt. 



   Die bekannten wässerigen Emulsionen besitzen zwar bessere Auswaschbarkeit, haben aber neben dem Nachteil der Wärmeunbeständigkeit noch den entscheidenden Mangel der zu geringen Gleitfähigkeit. Sie konnten deshalb bisher nur mit Schwierigkeiten beim Spinnen angewendet werden und scheiden für eine 

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 Spülpräparierung, die eine einwandfreie Weiterverarbeitung der Fäden gewährleisten muss, völlig aus. 



   Der Zweck der Erfindung ist die Beseitigung dieser Mängel, um eine Grossproduktion von Polyäthylenterephthalatfäden durchführen zu können und deren Verarbeitung zu sichern. 



   Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einwandfrei aufspul-, verstreck-, zwirn-und verarbeitbare Polyäthylenterephthalatfäden herzustellen. Die Präparation muss leicht auswaschbar, antistatisch und gut leitfähig sein und darf die Verschmutzungsneigung des Polyäthylenterephthalats nicht erhöhen, sondern muss mit eventuell aufzubringenden Schlichten als Schutz gegen Graphitverschmutzung in der Bobinetindustrie verträglich sein. Sie muss weiterhin bei Heisswasser-, Heissluft-und Sattdampffixierung beständig sein. 



   Es wurden nun wässerige Emulsionen gefunden, die diesen umfassenden Anforderungen gerecht werden. Diese Emulsionen werden durch Emulgierung von Mischungen von Mineralölen, Alkylsulfimiden und Alkylarylsulfonaten oder Alkylsulfonaten mit Wasser hergestellt, wobei die Alkylsulfimide der Formel   R-SO-NH-SO-R   entsprechen, worin Rl und   R   gleiche oder ungleiche Alkylreste mit   12 - 16   C-Atomen enthalten, um Polyesterfäden zu präparieren. Die Kombination von Alkylsulfimiden mit Alkylarylsulfonaten erbrachte sowohl die zur Erreichung der Emulsionsbesändigkeit notwendige Emulgierwirkung als auch die Erfüllung der übrigen Forderungen für eine Spinnpräparation. 



   Als   Gleitfähigkeitskomponente   ist besonders Mineralöl den thermischen Anforderungen gewachsen, das eine helle Farbe aufweist und eine Viskosität von 1, 2 bis   4 E/20 C,   insbesondere von 3, 0 bis   3, 50E/     20 C   besitzt. Es wird ferner bemerkt, dass durch die Verwendung von Ölen mit einem gewissen Gehalt an cycloparaffinischen Verbindungen die Emulgierbarkeit in Wasser wesentlich verbessert wird. 



   Es können die auf dem Wege der Kohlenwasserstoffsulfochlorierung und Umsatz mit Ammoniak hergestellten Alkylsulfimide und mit besonderem Erfolg Alkylarylsulfonate der Art Äthyl-, Propyl-, Butyl- 
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 benzolsulfonat,Triäthanolaminoleat und andere Ammoniumseifen, von gesättigten und ungesättigten Fettsäuren, wegen ungünstiger Beeinflussung der Reibungsverhältnisse nicht verwendet werden können. 



   Die Verwendung einer ähnlichen Emulsion für Zwecke der Finishpräparierung hat den Vorteil der Kombinierbarkeit, so dass auf Zwischenwaschprozesse verzichtet und beispielsweise eine einfache Sattdampf- oder Luftfixierung durchgeführt werden kann. In diesen Fällen hat sich ein Zusatz von Äthylenoxydkondensationsprodukten an Stelle des Sulfonats oder zusätzlich bewährt. Eine Kombination eines Fettsäureäthylenoxydkondensationsproduktes mit etwa   4 - 10   Äthylenoxydgruppen und einem längerkettigen Polyglykoläther hat sich als besonders vorteilhaft erwiesen. Soll beispielsweise für Spezialartikel nur eine Präparierung durchgeführt werden, so wird zweckmässigerweise die zuletzt genannte Kombination bereits beim Spinnen der Fäden aufgetragen. 



   Mit den erfindungsgemässen Präparationen konnte das Reibungsverhalten der Seiden wesentlich verbessert werden. Der unter Praxisbedingungen gemessene Reibungskoeffizient konnte beispielsweise von   ti   = 0, 54 auf   p   = 0, 40 gesenkt werden. Die erfindungsgemäss präparierten Seiden lassen sich einwandfrei verstrecken und verarbeiten und zeigen keine elektrostatischen Aufladungen. Die Verschmutzungsneigung ist wesentlich geringer als bei ölpräparierten Seiden. Auswaschbarkeit und Schlichteverträglichkeit sind sehr gut. Nach dem Schlichten und der Bobinetverarbeitung wird mit einfacher Wäsche ein ausgezeichneter Weissgrad erreicht. 



   Nachstehend wird die Erfindung an einigen Ausführungsbeispielen erläutert :   Beispiel I : 30 - 70 Gew. -Teile   eines   hellen Mineralöls   von   3 E/20 C   werden in einem Rührwerk 
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 emulgiert und mittels Scheiben auf die Spinnfäden aufgetragen, die sich einwandfrei verarbeiten lassen. 



     Beis piel 2 :   60 Gew.-Teile Mineralöl werden mit 40   Gew.-Teilen   Alkylsulfimid und 2 Gew.Teilen Alkylbenzolsulfonat vermischt und mit 1240   Gew.-Teilen   Wasser emulgiert. Die Emulsion ist gebrauchsfertig. 



   Beispiel 3 : Beim Spulen wird eine Präparation eingesetzt, die aus   15-55 Gew.-Teilen   Mineral- öl,   20-35 Gew.-Teilen   Alkylsulfimid,   15     - 30 Gew. -Teilen Fettsäureäthylenoxydkondensationsproduk1   und   10-20 Gew.-Teilen   Polyglykoläther besteht und je nach gewünschtem Fettgehalt auf der Seide mil   400-700 Gew.-Teilen   Wasser emulgiert. 

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   Beispiel 4 : Eine weitere gut geeignete Emulsion wird durch Vermischen von 40   Gew.-Teilen   Mineralöl, 27 Gew.-Teilen Alkylsulfimid, 20   Gew.-Teilen     Fettsäureäthylenoxydkondensationsprodukt,     13 Gew. -Teilen   Polyglykoläther und 560   Gew.-Teilen   Wasser hergestellt. 



    PATENTANSPRÜCHE :    
1. Verwendung von wässerigen Emulsionen, die durch Emulgierung von Mischungen von Mineral- ölen, Alkylsulfimiden und Alkylarylsulfonaten oder Alkylsulfonaten mit Wasser hergestellt sind, wobei die Alkylsulfimide der Formel 
R1-SO2-NH-SO2-R2 entsprechen, worin R und R gleiche oder ungleiche Alkylreste mit   12 - 16   C-Atomen bedeuten, zum Präparieren von Polyesterfäden.

Claims (1)

  1. 2. Verwendung von Emulsionen nach Anspruch 1, die Fettsäureä thylenoxydkondensationsprodukte und Polyglykoläther zusätzlich oder an Stelle von Alkylarylsulfonaten enthalten, für den im Anspruch 1 genannten Zweck.
    3. Verwendung von Emulsionen nach Anspruch 1, die Mineralöl mit einer Viskosität von 1, 2 bis 40E/ 20 C, insbesondere von 3, 0 bis 3, 5 E/20 C, enthalten, für den im Anspruch 1 genannten Zweck.
AT441564A 1963-11-29 1964-05-21 Verfahren zum Präparieren von Polyesterfäden AT254122B (de)

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