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Pneumatisch angetriebenes Gerät zum Spannen eines Umreifungsbandes und zum Schliessen einer Verschlusshülse
Die Erfindung betrifft ein pneumatisch angetriebenes Gerät zum Spannen eines Umreifungsbandes und zum Schliessen einer Verschlusshülse mit einem Handgriff und einem in diesem eingebauten Druckluftmotor.
Bei bekannten Geräten dieser Art ist der Schlauch für die Zufuhr von Druckluft am hinteren Ende des Handgriffes etwa parallel zur Handgrifflängsachse angeordnet. Beim Betrieb dieser Geräte ist ein derart ab- ragender Luftschlauch für die Bedienung des Gerätes sehr hinderlich und unpraktisch und erschwert die Arbeit. Die Anordnung des Anschlusses der Druckluftzuleitung am hinteren Griffende parallel zur Handgriff - Längsachse hat insbesondere den Nachteil, dass die Bewegungsfreiheit des Gerätes eingeschränkt wird, indem beispielsweise Schwenkbewegungen nur in sehr beschränktem Aussmasse möglich sind. Dazu kommt dieKnickgefahrdesSchlauches, wodurch dessen Haltbarkeitsdauer stark verkürzt wird.
Durch Heranführen der Druckluftzuleitung von oben her an den am hinteren Handgriffende angeordneten Anschlussnippel könnte zwar die Knickgefahr weitgehend behoben werden, die Bedienung des Gerätes würde aber hiedurch noch unhandlicher, da nun der Schlauch mit der das Gerät haltenden Hand bzw. mit dem Arm in Konflikt käme.
Die Erfindung zielt auf die Behebung der angeführten Nachteile ab und erreicht dieses Ziel dadurch, dass bei einem Gerät der einleitend erläuterten Art der Anschlussnippel für die Luftzuleitung an dem dem Gerätegehäuse zugewendeten, vorderen Ende des Handgriffes liegt und gegenüber diesem angenähert radial abragt und im Innern des Handgriffes Kanäle vorhanden sind, in welchen mindestens ein Teil der aus dem Motor austretenden Abluft im Gegenstrom zur Motorzuluft durch das Getriebe geführt ist.
Durch die Zufuhr der Druckluft mit Hilfe eines von oben herabhängenden Luftschlauches zu dem am gehäuseseitigen vorderen Ende des Handgriffes wird beim erfindungsgemäss ausgebildeten Gerät die Handhabung wesentlich erleichtert, weil hiebei die Bedienungsperson durch den Luftschlauch nicht behindert wird, und ausserdem lassen sich bei der erfindungsgemässen Anordnung des Schlauchanschlusses Schleifen im Schlauch und damit auch die sonst häufig vorkommenden Schlauchknicke und-beschädigungen, nament- lich im Bereich der Befestigungsstelle am Gerät, vermeiden.
Ferner wird durch die bei der Erfindungvorge- sehene Luftführung im Gerät einerseits verhindert, dass ein aus dem hinteren Ende des Handgriffes austretender Abluftstrahl der Bedienungsperson mit voller Kraft in den Ärmel hineinbläst und anderseits wird durch diese erfindungsgemässe Luftführung in vorteilhafter Weise unter Beibehaltung einer weitgehend laminaren Strömung der Luft vor dem Eintritt in den Motor eine Schmierung und Kühlung des schnellaufenden Getrie- bes durch den von der Abluft mitgeführten Ölnebel sichergestellt.
In den Zeichnungen ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt, wobei das Gerät zur Verwendung von bandförmigem Verschlussmaterial geeignet ist. Es zeigen : Fig. 1 eine Ansicht desGerätes, Fig. 2 eine Draufsicht auf das Gerät, Fig. 3 einen Längsschnitt durch den Handgriff mit eingebautem Motor und Getriebe. Fig. 4 einen zu Fig. 3 um 900 versetzten Schnitt durch den Handgriff, Fig. 5 einen Querschnitt durch den Handgriff nach der Linie V-V. Fig. 6 einen Querschnitt durch den Handgriffnachder Linie VI-VI.
Das Gerät ist mit einem Handgriff 1 versehen, in dessen Innern sich ein Druckluftantriebsmotor 2 und ein Untersetzungsgetriebe befindet. Der Handgriff 1 ist an seinem vorderen Ende mit einem Ge-
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häuse 3 starr befestigt, welches die Antriebsorgane 4 einerseits für die Transportrolle 14 des Um- reifungsbandes 15 und anderseits die Organe für die Betätigung des Verschlussmechanismus 5 ent- hält. Der Verschlussmechanismus, welcher mit einer um die Bandenden herumgelegten Hülse 16 zu- sammenwirkt, ist an sich bekannt und deshalb hier nicht weiter beschrieben. Die Betätigung des Verschlussmechanismus erfolgt durch Druckluft über einen im Innern des Zylinders 6 befindlichen Kolben.
Bei einer
Verstellung des Kolbens lässt sich eine über die Enden des Bandes 15 geschobene Verschlusshülse durch den Verschlussmechanismus deformieren, so dass hernach das Band in seiner Lage festgehalten ist.
An dem dem Handgriff 1 benachbarten, also vorderen Teil des Gehäuses 3 ist ein Anschluss- nippel 7 für den Luftschlauch 8 angeordnet, welcher der Zufuhr von Druckluft dient. Die Achse dieses Anschlussnippels 7 verläuft quer zur Längsachse des Handgriffes 1 und ragt nach oben. Mit Hilfe eines verschwenkbaren Hebels 9 kann die Transportrolle 14 zum Einführen des Verschlussbandes 15 angehoben werden. Der Druckluftmotor dient zum Antrieb dieser Transportrollen 14 und damit zum
Spannen des Bandes 15. Die beiden Drucktasten 10 und 11 dienen zur wahlweisen Zufuhr von Druck- luf : zum Antriebsmotor für die Transportrolle 14 oder in den Zylinder zur Verstellung des Kolbens und damit zur Betätigung des Verschlussmechanismus.
Die durch die Drucktasten 10 und 11 betätigbaren
Ventile liegen auf der Antriebsseite des Motors, so dass vorerst die Druckluft im Handgriff von vorne nach hinten strömt. Die Kanäle im Inneren des Handgriffes sind so ausgebildet, dass sich im Inneren des Hand- griffes ein Gegenstrom der Luft ergibt.
Zur Aufhängung des ganzen Gerätes dient eine Öse 13 auf der Oberseite des Zylinders 6, so dass das Gerät entweder an einer Feder oder einem nachgiebigen Seilzug auf und abbewegt werden kann, wobei dieser Seilzug vorzugsweise mit einem Gewichtsausgleich versehen ist. Auf diese Weise kann das
Gerät bequem an die jeweils benötigte Stelle gebracht werden, ohne dass die Luftzuleitung hinderlich ist, da der Schlauch 8 von oben her an dem Gerät angeschlossen ist.
In den Fig. 3-6 ist ein Ausführungsbeispiel eines Druckluftmotors mit Untersetzungsgetriebe ge- zeigt, aus welchem die Luftführung genauer hervorgeht. Beim Herabdrücken der Drucktaste 11 wird eine Kugel 54 (Fig. 5) entgegen der Kraft der Feder 56 von ihrem Sitz abgehoben und dadurch der
Druckluft der Weg in das Innere des Zylinders 6 freigegeben. Durch Betätigung der Drucktaste 10
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gelangt die Druckluft über eine Öffnung 38 in Längsbohrungen 40. Diese Längsbohrungen 40 oder Längsschlitze bilden die eigentlichen Einlasskanäle für den Druckluftmotor.
Der Druckluftmotor weist einen Rotor 16 auf, in welchem sich mehrere radiale Schieber 42 befinden, die in Schlitzen des Rotors beweglich geführt sind. Der Rotor 16 ist bezüglich einer Hülse 43 exzentrisch gelagert. Die Längsbohrungen 40 befinden sich in der Nähe derjenigen Stelle, an welcher sich der Rotormantel am nächsten bei der Hülse 43 befindet, so dass sich die Druckluft bei der Verdrehung des Rotors entspannen kann. Gegenüber den Längsbohrungen 40, etwa um 180 versetzt, ist ein Auslass-Schlitz 44 vorhanden, welcher in seitliche Öffnungen 50 einmündet (s. Fig. 6), die zwischen dem Gehäuse 1 und dem Einsatzstück 45 gebildet sind. Ein Teil der Luft strömt anderseits auch durch den ringförmigen Kanal 46 und verlässt die hintere Stirnseite des Gerätes über ein Lochblech 48.
Der andere Teil der Luft gelangt vom Kanal 50 in das Getriebe bzw. in dessen Zwischenräume und wird von der Bohrung 52 in das Gehäuse 3 geführt, von wo es durch eine nicht sichtbare Öffnung in Richtung des Pfeiles B in Fig. 2 abströmt. Somit fliesst die Druckluft im Gehäuse 1, vom Einlassnippel 7 ausgehend, vorerst von vorne nach hinten, d. h. in den Fig. 3 und 4 von links nach rechts. Nach dem Verlassen des Druckluftmotors verzweigt sich die abströmende Luft, indem ein Teil hinten, also am linken Handgriffende abgeführt wird und ein anderer Teil in gegenläufiger Richtung, also von rechts nach links, in das Innere des Gehäuses geleitet wird, wie dies in den Pfeilen in Fig. 1 angedeutet ist.
Der Rotor 16 ist durch Kugellager 37 und 39 abgestützt und weist an seinem vorderen Ende ein Ritzel 18 auf. das mit Planetenrädem 20 kämmt, die je auf einem Bolzen 22 sitzen. Diese Planetenräder 20 sind als Doppelräder ausgeführt, wobei der eine Teil in eine innenverzahnte Hülse 41 und der andere Teil in ein innenverzahntes Hohlrad 24 eingreift. Das innenverzahnte Hohlrad 24 ist im Gehäuse 30 drehbar abgestützt und trägt im Innern die Antriebswelle 26, welche überein Schnekkengetriebe mit der Transportrolle 14 in Drehverbindung steht. Das Getriebe ist somit ein Planetenge- triebe, welchesdieDrehzahldesschnellaufenden Rotors in einem Verhältnis von etwa 50 : 1 heruntersetzt.
In der Druckluftleitung 8 ist ein Ölvemebler von an sich bekannter Ausbildung vorgeschaltet, so
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dass die Druckluft einen geringen Ölnebel mitreisst, der zur Schmierung des Druckluftmotors und des Getriebes dient.
Es wäre auch denkbar, dass auf den Auslass von Luft bei der Lochscheibe 48 verzichtet würde und dass die ganze Luftmenge, nachdem sie den Druckluftmotor verlassen hat, in Richtung gegen das Gehäuse 3 geleitet wird.
An Stelle eines druckluftbetätigten Verschlussmechanismus könnte auch ein handbetätigter Mechanismus treten, wie er beispielsweise in der deutschen Patentschrift Nr. 1 064 871 beschrieben ist.