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Vorrichtung zum Zuführen von Tinte zur Schreibfeder einer fernsteuernden oder ferngesteuerten Aufzeichnungsvorrichtung
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von Löchern 15 versehen sein. in die Zähne 16 der Vorschubwalze 14 eingreifen.
Die Aufzeichnungsvorrichtung 10 besitzt ferner einen Federhalter 17, der am einen Ende eine Feder 18 trägt, an deren Spitze 21 ein kapillares Tintenzuführungsröhrchen 21 endet. Der Federhalter 17 bildet einen Teil eines Gestänges 22, das zur Steuerung der Federbewegung dient, wenn dieAufzeichnungsvorrichtung 10 einem Empfänger zugeordnet ist. Wenn die Vorrichtung in einen Sender eingebaut ist, dient dasselbe Gestänge zur Erzeugung von Koordinatensignalen. Der Federhalter 17
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halter 17 ist ferner über einen Lenker 25 mit einem zweiten Antriebsarm 26 verbunden, der um die Achse 24 unabhängig verschwenkbar ist.
Eine Verschwenkung des Antriebsarmes 23 um die Achse 24 durch einen ersten Stellmotor 27 bewirkt eine Bewegung der Feder 18 längs einer ersten Achse, die in Fig. 1 als Y-Achse bezeichnet ist.
Der Antriebsarm 26 ist durch zwei Lenker 28 und 29 mit einem zweiten Stellmotor 31 verbunden, der die Drehung des Antriebsarmes 26 steuert, der den Federtragarm 17 so betätigt, dass die Feder 18 längs einer zweiten oder X-Achse bewegt wird. Dieses storchschnabelartige Gestänge 22 für die Feder entspricht im wesentlichen dem in der genannten USA-Patentschrift Nr. 2, 583, 535 beschriebenen.
Das Vorschieben des Zeichenblattes 12 über die Unterlage 11 wird von einem Motor 33 bewirkt, der mit der Vorschubwalze 14 mechanisch, z. B. über eine Welle 34 oder über einen Riementrieb, ein Zahnradgetriebe oder eine andere Übertragungseinrichtung verbunden ist. Der Papiervorschubmotor 33 ist elektrisch mit einer Papiervorschubsteuerung 35 verbunden, welche den Motor einschaltet, wenn ein Teil der Zeichenpapierbahn 12 von der Unterlage entfernt und durch eine frische Papierfläche ersetzt werden soll. Die Papiervorschubsteuerung 35 kann durch einen Fühlerschalter betätigt werden, der in der Nähe einer Ecke der Unterlage 11 angeordnet ist und betätigt wird, wenn sich die Feder 18 in diese Stellung bewegt. Zu diesem Zweck kann man die Steuerung verwenden, die in der USA-Patentschrift Nr. 2, 621, 249 beschrieben ist.
Die Papiervorschubsteuerung 35 kann aber auch mit einem eigenen Steuerschalter manuell betätigbar sein.
Auf einem Fortsatz 42 des Federtragarmes 17 ist ein Hilfsbehälter 41 montiert, der hiedurch mit der Feder mechanisch verbunden ist und sich mit ihr bewegt. Ferner wird der Behälter 41 unabhän- gig von der Stellung der Feder über der Zeichenunterlage 11 ständig in einer bestimmten, konstanten Höhe über der Feder gehalten. Der Behälter 41 besteht vorzugsweise aus einem biegsamen, elastischen Sack und kann aus jedem biegsamen Kunststoff bzw. Elastomer hergestellt werden, der bzw. das durch die in der Aufzeichnungsvorrichtung 10 verwendete Tinte nicht korrodiert oder auf andere Weise angegriffen wird.
Die Aufzeichnungsvorrichtung 10 besitzt ferner einen Hauptvorratsbehälter, der im vorliegenden Fall aus einer Tintenflasche 43 besteht und oberhalb der oberen Begrenzung der Zeichenunterlage 11 angeordnet ist. An Stelle eines hochgelegenen Tintenbehälters 43 kann auch eine mit konstantem Druck fördernde Pumpe oder eine andere zwangsläufig wirkende Einrichtung zur Zuführung von Tinte vorgesehen sein. Die in der dargestellten Anordnung erzielte Zuführung unter Schwerkraftwirkung ist jedoch weniger aufwendig und in vielen Hinsichten zuverlässiger als Pumpanordnungen.
Der Hauptvorratsbehälter 43 ist über mehrere Tintenleitungen mit der Feder 18 und dem Hilfsbehälter 41 verbunden, nämlich eine erste Tintenleitung 44 und eine mit ihr verbundene zweite Tintenleitung 45, die sich längs des Storchschnabellenkers 25 erstreckt und in einem T-Stück 46 endet, von dem eine Leitung 47 zu der Feder 18 und eine Leitung 48 zu dem Hilfsbehälter 41 ausgeht. Die Tintenleitungen 44 - 48 verbinden daher den Behälter 41 parallel mit derFeder 18 und diese beiden Teile mit dem Hauptbehälter 43.
In den Tintenleitungen zwischen dem Hauptbehälter 43 einerseits und der Feder 18 und dem Hilfsbehälter 41 anderseits, u. zw. an der Verbindungsstelle zwischen den Leitungen 44 und 45 ist eine Regeleinrichtung, z. B. ein Absperrorgan 51 angeordnet, das normalerweise geschlossen ist, aber durch einen Impuls geöffnet werden kann und dann einen Zufluss von Tinte aus dem Hauptbehälter 43 durch die Leitung 44 in die Anschlussleitung 45 gestattet. In der in Fig. 1 gezeigten, bevorzugten Ausführungsform ist das Absperrorgan 51 ein Magnetventil, das mittels eines elektrischen Impulses aus seiner normalen Schliessstellung in eine Offenstellung bewegt werden kann.
Vor dem Ventil 51 sind geeignete elektrische Verbindungen zu der Papiervorschubsteuerung 35 vorgesehen. Über diese Verbindungen wird das Papiervorschubsteuersignal an das Ventil 51 übertragen, so dass das Ventil 51 während der Papiervorschubintervalle geöffnet, während der Dauer einer Aufzeichnung aber normalerweise geschlossen ist.
Bei der ersten Inbetriebnahme der Aufzeichnungsvorrichtung 10 wird der aus dem Sack 41 be-
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stehende Tintenhilfsbehälter zusammengedrückt. Dann wird das Ventil 51 geöffnet, u. zw. entweder durch Einschalten der Papiervorschubsteuerung 35 oder durch einen nicht gezeigten Hilfskreis. Das offene Ventil 51 stellt eine Verbindung zwischen den Leitungen 44 und 45 dar. Jetzt kann Tinte aus dem Hauptbehälter durch die Leitungen 44 und 45 in die zu der Feder 18 führende Leitung 47 fliessen. Die Leitung 47 ist ein relativ enges Kapillarröhrchen. Dasselbe gilt von der Feder 18. Wenn daher die Schreibspitze 21 das Papier nicht berührt, füllen sich die Leitung 47 und der Federschaft
19 mit Tinte, ohne dass Tinte aus der Schreibspitze 21 fliesst.
Um dies zu gewährleisten, muss durch entsprechende Bemessung der Höhe des Hauptvorratsbehälters 43 über der Feder der Druck in dem System begrenzt werden, was jedoch keine Schwierigkeiten bietet.
Bei geöffnetem Ventil 51 fliesst zunächst nur eine begrenzte Tintenmenge in die Verbindungsleitung 48. Wenn sich jedoch der Hilfsbehälter 41 ausdehnen kann, saugt das dadurch in dem Hilfsbehälter erzeugte Teilvakuum Tinte durch die Leitung 48 aufwärts, Es kann schwierig sein, bei dem vorstehend beschriebenen ersten Füllvorgang eine beträchtliche Tintenmenge in den Behälter 41 zu bringen, jedoch kann dieser Vorgang bei der ersten Inbetriebnahme der Aufzeichnungsvorrichtung so oft wiederholt werden, bis eine angemessene Tintenmenge in dem Hilfsbehälter 41 zur Verfügung steht.
Je nach den Abmessungen der verschiedenen Bestandteile der Aufzeichnungsvorrichtung 10 kann es gegebenenfalls notwendig sein, eine Einrichtung zum Entlüften des Behälters 41 vorzusehen, damit dieser vollständig gefüllt werden kann. Bei Anordnung einer derartigen Einrichtung muss es jedoch möglich sein, den Hilfsbehälter für den anschliessenden normalen Betrieb der Vorrichtung 10 dicht zu verschlie- ssen.
Wenn sich in dem Hilfsbehälter 41 ein Tintenvorrat befindet, ist die Aufzeichnungsvorrichtung 10 betriebsbereit. Der Betrieb erfolgt in der üblichen Weise, indem durch Betätigung der Motoren 27 und 32 der Federhalter 17 angetrieben und dadurch die Feder 18 über das Papier 12 bewegt wird. Während des Aufzeichnungsvorganges wird Tinte von dem Hilfsbehälter 41 an die Leitung 48 und infolge der Kapillarwirkung in dem Röhrchen 47 aufwärts an die Feder abgegeben. Da das Ventil 51 während des ganzen Aufzeichnungsvorganges geschlossen bleibt, fliesst von dem Hauptvorratsbehälter 43 keine Tinte zur Feder, die infolgedessen nur aus dem Vorrat des Hilfsbehälters gespeist wird. Daher muss der Tintenbehälter eine zur Durchführung eines normalen Aufzeichnungsvorganges ausreichende Menge Tinte enthalten.
Wegen dieser beschränkten Menge braucht aber der Hilfsbehälter 41 keine besonders grosse Kapazität zu haben.
Nach der vollständigen Durchführung des Aufzeichnungsvorganges wird die Papiervorschubsteuerung 35 eingeschaltet, so dass sie Betätigungssignale an den Motor 33 abgibt, der jetzt die Papierbahn 12 über die Unterlage 11 vorschiebt. Dadurch wird eine neue Zeichenfläche zur Verfügung gestellt. Das Betätigungssignal wird gleichzeitig an das Ventil 51 angelegt, so dass dieses geöffnet wird und Tinte aus dem Hauptbehälter 43 durch die Leitungen 44 und 45 zu den Zuleitungen 47 und 48 fliesst.
Durch die Oberflächenspannung in den Kapillarröhrchen 47 und 19 wird ein Klecksen auf der neuen Zeichenfläche verhindert, die auf der Unterlage 11 in die Zeichenlage gebracht wird. Die Tinte fliesst jedoch durch das Rohr 48 und füllt den Vorrat in dem Hilfsbehälter 41 auf. Nach vollständiger Durchführung des Papiervorschubes beendet die Steuerung 35 das an den Motor 33 und das Ventil 51 angelegte Betätigungssignal, so dass die Vorrichtung 10 dann für den nächsten Aufzeichnungsvorgang bereit ist.
Während eines Aufzeichnungsvorganges bewegt sich der Hilfsbehälter 41 mit der Feder 18 mit, so dass keine wesentlichen Veränderungen der statischen und dynamischen Druckverhältnisse zwischen diesen Teilen auftreten und die Tintenzufuhr praktisch unbeeinflusst bleibt.
Die Erfindung ist im übrigen nicht auf die Verwendung mit von einer Rolle zugeführten Aufzeichnungsträgern beschränkt, sondern auch mit auf die Unterlage einzeln aufgelegten Blättern verwendbar.
Es versteht sich, dass an Stelle der in Fig. l gezeigten, einfachen Anordnung der Feder kompliziertere Federanordnungen verwendet werden können, ohne dass dadurch die Funktion der erfindungsgemässen Zuführungsvorrichtung für die Tinte beeinträchtigt wird. Die Erfindung lässt sich mit Vorteil auch bei Unterlagen anwenden, die nicht vertikal oder steil stehen, sondern horizontal oder annähernd horizontal verlaufen.
Fig. 2 zeigt eine andere Ausführungsform einer Zuführungsvorrichtung, die ebenfalls bei Sende- oder bei Empfangsbetrieb verwendbar ist. Diese Vorrichtung 10A ähnelt der Vorrichtung nach Fig. 1 und stellt ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel dar. Sie besitzt wieder eine Unterlage 11 für eine Papierbahn 12, die über Führungs- und Vorschubwalzen 13 bzw. 14 läuft. Der Papiervorschub wird durch den Motor 33 über die mit der Vorschubwalze 14 verbundene Welle 34 bewirkt und durch die
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Vorschubeinrichtung 35 gesteuert. Über der Unterlage erstreckt sich ein Federhalter 17, der eine vorteilhaft ausgestaltete Federanordnung 18A trägt und von den Motoren 27 und 31 über das Gestänge 22 bewegbar ist.
Die Tintenzuführungsvorrichtung weist einen Hauptvorratsbehälter 37 auf, der mit einer Pumpe 38, z. B. einer Zweikammerpumpe verbunden ist. Die Pumpe braucht lediglich dazu geeignet sein, Tinte über eine Vorlaufleitung 39 zu der Federanordnung 18A und über eine Rücklaufleitung 40 Tinte zu dem Hauptbehälter zurück zu fördern.
Bei der in Fig. 2 schematisch dargestellten Vorrichtung ist die Pumpe von einem Motor 161 antreibbar, der elektrisch mit der Vorschubeinrichtung 35 verbunden ist, so dass während des Betriebes des Papiervorschubmotors 33 auch der Motor 42 eingeschaltet ist. Die Pumpe 38 kann jedoch auch unmittelbar mit der Antriebswelle 34 für den Papiervorschub verbunden oder auch auf andere Weise fallweise antreibbar sein, wenn auch der mit dem Papiervorschub synchrone Antrieb bevorzugt wird.
Die Tintenvorlaufleitung 39 und die Rücklaufleitung 40 sind an einen Hilfsbehälter angeschlossen, der nachstehend im Zusammenhang mit der Federanordnung 18A ausführlicher beschrieben wird. Bei jeder Betätigung der Papiervorschubsteuerung 35 zum Einschalten des Papiervorschubmotors 33 wird auch der Motor 51 für den Antrieb der Pumpe 38 eingeschaltet und von dieser eine begrenzte Tintenmenge über die Leitung 39 zu einem Hilfsbehälter in der Federanordnung 18A gefördert. Dieser Hilfsbehälter dient zur direkten Speisung der Schreibspitze 21 mit Tinte, In dem Hilfsbehälter vorhandene, überschüssige Tinte gelangt über die Leitung 40 in den Hauptbehälter 37 zurück, so dass in der Federanordnung 18A stets ein frischer Tintenvorrat vorhanden ist.
Die Fig. 3-10 zeigen im Detail die Konstruktion der Federanordnung 18A. Gemäss Fig. 3-6 ist auf dem Federhalter 17 in Nähe des Endes ein Tragbügel 143 angebracht, z. B. angelötet, der vorzugsweise aus rostfreiem Stahl oder aus einem andern korrosionsfesten Material hergestellt ist. Der Tragbügel 143 besitzt zwei vertikale Schenkel 144 und 145, die Ausnehmungen zur Aufnahme eines Drehzapfens 146 besitzen, der von einem beispielsweise aus Federstahl bestehenden Haltebügel 147 mit Lappen 148 und 149 gehalten ist, die an der Zapfenunterseite angreifen (Fig. 6).
Auf dem Drehzapfen 146 ist ein Schwenkbügel 151 schwenkbar gelagert. Dieser Bügel ist jochförmig und weist im Abstand voneinander auf entgegengesetzten Seiten des Tragarmes 17 angeordnete Schenkel 52 und 53 auf (Fig. 3). Die in Fig. 3 rechten Enden der Schenkel 52 und 53 enden in nach unten vorstehenden Lappen 54 und 55. Der linke Teil des Schwenkbügels umgreift das zylindrische Federgehäuse 56, von beispielsweise kreisförmigem Querschnitt. Dieser Teil des Bügels 151 ist mit zwei fluchtenden, einwärts vorstehenden Lappen 58 und 59 (Fig. 3) und einem Anschlag 61 versehen, der unter dem Ende des Federtragarmes 17 nach hinten vorsteht (Fig. 4).
An den Schenkeln 52 und 53 des Bügels 151 ist gemäss Fig. 3 je ein zylindrischer Lagerkörper 62 und 63 für einen Zapfen 146 befestigt. Auf jeden Lagerkörper wirkt ein elastisches Andrückorgan, mit einer Feder 64 ein, die mit zwei im Abstand voneinander angeordneten Schenkeln 66 und 67 versehen ist, die sich um die Lagerkörper 62 und 63 herum erstrecken und an den Lappen 54 bzw.
55 angreifen. Der untere Teil der Andrückfeder 64 weist einen Steg 68 auf, der die beiden Federschenkel 66 und 67 unter dem Federtragarm 17 verbindet. Gemäss den Fig. 4-6 ist der Steg 68 mittels einer Verbindungsstange 69 mit einem Elektromagneten 36 (Fig. 2) zum Heben der Feder verbunden.
In der Federanordnung 18A ist eine weitere Feder 71 mit einem Vorsprung 72 vorgesehen, der in einen Schlitz in der Oberseite des Federhalters 17 eingreift, um die Feder auf diesem festzulegen. Die Feder 71 erstreckt sich ein kurzes Stück längs der Oberfläche des Federhalters und um den Zapfen 146 herum und stützt sich gegen die Lappen 58 und 59 des Bügels 151 ab, die sich quer über das Gehäuse 56 (Fig. 3-5) erstrecken. Sie hält das Federrohr 56 normalerweise in der in den Fig. 3-5 gezeigten Stellung, in der es mit dem Federhalter 17 fluchtet, gestattet jedoch eine Verschwenkung des Federgehäuses, damit die Feder in Berührung mit der Papierbahn gebracht werden kann.
Das dem Federhalter 17 benachbarte Ende des Federgehäuses 56 ist mit einer Scheibe 74 abgeschlossen, die in das Federgehäuse 56 eingeschoben ist und dieses bis auf zwei Öffnungen verschliesst, die von den biegsamen Leitungen 39 und 40 durchsetzt werden.
Im mittleren Abschnitt des Federgehäuses 56 ist eine zweite, von der Leitung 39 durchquerte Scheibe 75 montiert (Fig. 8). Die Rücklaufleitung 40 reicht nicht so weit in das Federgehäuse 56 hinein, sondern endet in einem gebogenen Teil 76, im hinteren Ende des von den Scheiben 74 und 75 begrenzten Ausgleichsbehälters 77. Die Scheiben 74 und 75 sowie das Gehäuse 56 werden vorzugsweise aus korrosionsbeständigem Material hergestellt, beispielsweise aus rostfreiem Stahl, und können
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in dem Federgehäuse z. B. durch Hartlöten, befestigt sein.
Die Ausgleichskammer 77 steht mit der Atmosphäre über eine Entlüftungsöffnung 81 in einem Ansatz des Gehäuses 56 in Verbindung. In dem Ansatz ist ein Einsatz 83 aus Kunststoff untergebracht, der eine im wesentlichen konische Ausnehmung besitzt, von der die Öffnung 81 ausgeht. Der Einsatz 83 besteht aus einem Material, das von der verwendeten Tinte nicht leicht benetzt wird und daher als tintenabstossend bezeichnet werden kann. Beispielsweise kann bei Verwendung einer wässerigen Tinte der Einsatz aus einem Polyäthylenkunststoff bestehen. Der Einsatz 83 kann mit dem Ansatz 82 fest verbunden oder gegebenenfalls unter elastischer Verformung eingesetzt sein.
An dem vom Federhalter 17 am weitesten entfernten Ende des Gehäuses 56 ist in diesem ein Stopfen 85 montiert, und zwischen diesem und der Scheibe 75 ein Hilfsbehälter 87 abgegrenzt, in welchen die Leitung 39 ausmündet. Ausserdem ist der Hilfsbehälter mit der Ausgleichskammer 77 über ein Überlaufröhrchen 88 verbunden, das die Scheibe 75 durchsetzt (Fig. 7 und 4) und an beiden Enden schräg abgeschnitten ist, um ein Verschliessen zu verhindern, wenn es beim Zusammensetzen in Längsrichtung bis zum Anliegen an die hintere Verschlussscheibe 74 oder den Stopfen verschoben werden sollte. Der Verschlussstopfen 85 ist vorzugsweise mit dem Federgehäuse 56 nicht fest verbunden, sondern liegt nur dicht an seiner Innenwand an.
Ein flüssigkeitsdichterAbschluss des Hilfsbehälters 87 wird durch einen Dichtungs-O-Ring 89 gewährleistet, der in einer Ringnut 91 des Stopfens sitzt.
Der Stopfen 85 ist mit einer radial verlaufenden Gewindebohrung 92 versehen, die mit einer Öffnung 93 des Federgehäuses 56 fluchtet. Die Gewindeöffnung 92 nimmt den Gewindeschaft 94 einer Magnetkugel 95 an einer Vorrichtung 96 auf, die zum Ansetzen eines Handgriffes an der Federanordnung 18A bestimmt ist und im übrigen auch anders gestaltet sein kann.
Ferner weist der Stopfen 85 eine relativ enge Längsausnehmung auf, in der ein Federröhrchen 97 sitzt. Wie am besten aus Fig. 5 entnehmbar ist, ragt das eine Ende des Röhrchens in den Hilfsbehälter 87, wogegen das andere Ende nach aussen vorsteht und mit einem abwärtsgerichteten Schreibspitzenröhrchen 98 verbunden ist, das den äusseren Teil der Schreibspitze 21 bildet. Gemäss Fig. 5 enthält das untere Ende des Schreibspitzenröhrchens 98 einen Schreibspitzeneinsatz 99, der beim Schreiben oder Zeichnen den Aufzeichnungsträger berührt. Der Einsatz 99 kann aus einem relativ harten und dauerhaften Metall hergestellt sein, besteht aber vorzugsweise aus einem Material wie Saphir, das eine lange Verwendung der Feder ohne wesentliche Abnutzung gestattet und ein glattes Schreibspitzenende bildet.
Es sei angenommen, dass zu Beginn eines Aufzeichnungsvorganges wie Papiervorschubsteuerung 35 betätigt wird und die Motoren 33 und 51 einschaltet. Der Motor 33 schiebt die Papierbahn 12 wie vorstehend beschrieben vor, so dass eine saubere Aufzeichnungsfläche auf die Unterlage 11 gelangt
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dass bei jedem Papiervorschub mindestens so viel Tinte in den Hilfsbehälter 87 gefördert wird, als die vollständige Aufzeichnung jeder Nachricht während des nächsten Aufzeichnungsvorganges üblicherweise verlangt.
Beim Aufzeichnen einer einfachen, sehr kurzen Nachricht wird nur eine kleine Tintenmenge aus dem Hilfsbehälter 87 verbraucht. Die während des nächsten Papiervorschubes in den Hilfsbehälter 87 geförderte Tintenmenge kann daher die Kapazität dieses Behälters überschreiten. In diesem Fall läuft die überschüssige Tinte durch das Röhrchen 88 über und gelangt in den Ausgleichsbehälter 77. Wenn dort eine beträchtliche Tintenmenge vorhanden ist, wird diese durch die Rücklaufleitung 40 in den Hauptbehälter 37 zurückgefördert.
Der die Feder speisende Hilfsbehälter 87 steht nicht unmittelbar mit der Atmosphäre in Verbindung. Ein einwandfreier Betrieb wird jedoch ermöglicht, weil über das Röhrchen 88 und die Öffnung 81 eine Kommunikation des Ausgleichsbehälters mit der Umgehung geschaffen ist. Infolge dieser indirekten Verbindung und der Ausbildung der Federanordnung 18A mit zwei Kammern wird auch bei starker Beschleunigung der Federanordnung 18A in axialer Richtung weder das Fliessen der Tinte über das Röhrchen 97 zu der Feder 21 unterbrochen noch ein Klecksen verursacht und der Schreibspitzeneinsatz 99 praktisch unter allen Schreibbedingungen gleichmässig und genügend mit Tinte gespeist, auch wenn die Federanordnung so montiert ist, dass sich der Federhalter 17 direkt vertikal nach oben erstreckt.
Beim Aufzeichnen der meisten Arten von Daten muss, wie vorstehend angegeben wurde, die Feder 21 auf die Papierbahn 12 aufgesetzt und von ihr abgehoben werden. Zunächst befindet sich die Federanordnung 18A in der gezeigten Stellung, in welcher der Schreibspitzeneinsatz 99 von der Papierbahn abgerückt ist. Zum Aufsetzen der Feder auf die Papierbahn wird der Elektromagnet 36 (Fig. 2)
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eingeschaltet, der nun die Verbindungsstange 69 (Fig. 4 und 5) nach rechts zieht. Die Stange 69 zieht an dem durch die Feder 64 gebildeten elastischen Andrückorgan, das den Schwenkbügel 151 im Gegensinn des Uhrzeigers um den Zapfen 146 verschwenkt.
Die Federanordnung 18A, die mittels des Federhalters 17 auf dem Bügel 151 montiert ist, wird dadurch verschwenkt, so dass die Feder 21 eine begrenzte Abwärtsbewegung ausführt und auf den Aufzeichnungsträger 12 aufgesetzt wird. Der Elektromagnet bleibt während des Aufzeichnungsvorganges eingeschaltet und wird nur während jener Zeiträume ausgeschaltet, in denen die Feder 21 von dem Aufzeichnungsträger abgehoben sein soll. die beispielsweise den Abständen zwischen Worten einer geschriebenen Nachricht entsprechen. Bei ausgeschaltetem Elektromagneten stellt die Feder 71 die Federanordnung 18A in ihre gezeigte Ausgangsstellung zurück.
Wenn der Federhalter nicht über der Zeichenunterlage angeordnet ist, verhindert der Anschlag 61 eine zu weit gehende Bewegung der Feder 21. Das Auftreffen des Anschlages 61 an der Unterseite des Federhalters 17 begrenzt dann die Bewegung des Bügels 151.
Die Verwendung der Feder 64 zum Aufsetzen der Schreibfederspitze 21 auf den Aufzeichnungsträger verhindert, dass diese durch ein vorzeitiges Auftreffen beschädigt wird. Wenn die Spitze das Papier berührt, bewirkt jede weitere Bewegung der Verbindungsstange 69, die trachtet, den Bügel 151 noch weiter im Gegensinn des Uhrzeigers (Fig. 3 und 4) zu verschwenken, nur eine weitere Durchbiegung der Feder 64, so dass die Feder und ihre Spitze 21 nicht beschädigt wird. Durch die Anordnung von zwei Federn in der Halterung der Federanordnung 18A wird daher das relativ grosse Gewicht der Feder beim Abheben praktisch kompensiert, so dass eine viel schwerere und robustere Federkonstruktion verwendet werden kann, als dies bisher in ferngesteuerten Aufzeichnungsvorrichtungen möglich war.
Wenn die Federanordnung 18A in einem Sender verwendet wird, erfolgt die Bewegung der Feder direkt mit einem Stiel, der auf der Magnetkugel 95 oder einem andern Verbindungsorgan montiert ist. Die Verwendung eines verhältnismässig schweren und robusten Federgehäuses 98 und des eine begrenzte Öffnung aufweisenden Schreibspitzeneinsatzes 99 ergibt eine kräftige Feder, die im Sendebetrieb einer rauhen Behandlung gewachsen ist. Zum Unterschied von vielen Aufzeichnungsfedern, die für ähnliche Zwecke verwendet worden sind, braucht das Federröhrchen 97 nicht besonders biegsam zu sein und kann daher die für den Senderbetrieb erforderliche Festigkeit und Dauerhaftigkeit haben. Um die Schreibspitze der Feder besser sichtbar zu machen, ist der Stopfen 85 der Federanordnung 18A teilweise ausgenommen.
Gegebenenfalls kann in dem vorderen Ende des Stopfens eine Gewindebohrung 101 vorgesehen sein, die das Einsetzen eines Handgriffes ermöglicht, wenn der Stopfen zum Reinigen der Feder ausgebaut werden soll.
PATENTANSPRÜCHE : l. Vorrichtung zum Zuführen von Tinte zur Schreibfeder einer fernsteuernden oder ferngesteuerten Aufzeichnungsvorrichtung, die eine Unterlage für eine z. B. aus Papier bestehende Aufzeichnungsfläche, eine Vorschubeinrichtung zur Zuführung einer neuen Aufzeichnungsfläche, einen über die Unterlage bewegbaren, die Schreibfeder tragenden Federhalter und einen Vorratsbehälter für flüssige Tinte aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass der Federhalter (17) in Nähe seines die Schreibfeder (21) tragenden Endes mit einem Tintenhilfsbehälter (41 ; 87) versehen ist, der mit der Schreibfeder (21) in Verbindung steht und mit dem Hauptvorratsbehälter (37 ; 43) über Rohrleitungen (39, 40 ;
44,45, 48) verbunden ist, in welche eine Regeleinrichtung, wie ein Ventil (51) oder eine Pumpe (38), zum periodischen Nachfüllen der Tinte aus dem Hauptbehälter (37 ; 43) in den Hilfsbehälter (61 ; 87), eingeschaltet ist.