<Desc/Clms Page number 1>
Metallisierte Ammoniumnitrat-Sprengstoffmasse
Die Erfindung betrifft verbesserte Sprengstoffe und insbesondere eine verbesserte, leichtmetallhältige Ammoniumnitrat-Sprengstoffmasse in Form einer Ammoniumnitratlösung in flüssigem Ammoniak, Wasser oder einer Mischung von Ammoniak und Wasser.
Bei Herstellung und Verwendung einer Aufschlämmung eines Leichtmetalls in ammoniakalischen Ammoniumnitratlösungen ergibt sich das Problem, dass die Aufschlämmung beim Stehenlassen nicht homogen bleibt, wenn sie aus im wesentlichen gleichachsigen Leichtmetallteilchen hergestellt wurde, deren Teilchengrösse in dem Bereich liegt, dass die Teilchen durch Siebe von etwa Nr. 20 bis etwa Nr. 200 (US Standard Siebe mit etwa 0, 84 mm-0, 074 mm lichte Maschenweite) durchgehen. Die Metallteilchen haben die Tendenz, sich rasch abzusetzen.
Die neuartigen Sprengstoffe gemäss der Erfindung beziehen sich auf Sprengstoffladungen auf Basis von Ammoniumnitratlösungen, in welchen das Leichtmetall während längerer Zeiträume im wesentlichen regelmässigverteilt bleibt, d. h. dass in dem neuartigen Sprengstoff das Leichtmetall in der flüssigen Sprengstoffmasse räumlich die gleiche Verteilung hat und beibehält.
Zu diesem Zweck soll wenigstens ein Teil des Ammoniumnitrates in Form einer Lösung in flüssigem, wasserfreiem oder im wesentlichen wasserfreiem Ammoniak, in Wasser oder in wässerigem Ammoniak vorhanden sein. Die Lösung soll mindestens 60 Gew.-% Ammoniumnitrat enthalten. Die in der Lösung
EMI1.1
haben,Dimension (Querabmessung) der Teilchen höchstens 1 mm, und deren längste Dimension (Längsabmessung) wenigstens 5 mm betragen. Die besonderen Werte der Dimensionen, des niedrigen Schüttgewichtes und/oder der Gestalt der gemäss der Erfindung verwendeten Metallteilchen sollen die Voraussetzung dafür sein, dass das Leichtmetall räumlich in der flüssigen Ammoniumnitratlösung dauernd gleichmässig verteilt werden kann.
Überraschenderweise wurde nun gefunden, dass man bei Zumischung eines in Teilchenform vorliegen- den Leich tmetalles von niedrigem Sc) 1üttge wicht zu einer Sprengstoffmasse auf Basis einer flüssigen Lösung, die mindestens 60 Gel.-% Ammoniumnitrat enthält, das in flüssigem Ammoniak, Wasser oder deren Gemischen gelöst ist, wobei das Metall und die gelöste Phase im wesentlichen räumlich gleichmässig ineinander verteilt sind, eineSprengstoffmasse mit gutem Arbeitsvermögen bei der Detonation, jedoch mit nur mässiger Detonationsempfindlichkeit durch Stoss erhält. Wenn man ein Bohrloch auf geeignete Weise mit der erfindungsgemässen Sprengstoffmasse beschickt und die hiefür erforderliche Zündung bereitstellt, erhält man bessere Sprengresultate als bisher.
Die erfindungsgemässemetallisierte Ammoniumnitrat-Sprengstoffmasse ist nun dadurch gekennzeichnet, dass die Ammoniumnitratlösung mindestens 60 Grew.-% Ammoniumnitrat und zerkleinerte, nicht gleichachsige und nicht ohne weiteres dicht zusammenpackende Leichtmetallteile enthält, die entweder aus Magnesium, einer Magnesiumlegierung, Aluminium, einer Aluminiumlegierung, einer MagnesiumAluminium-Legierung oder einem Gemisch derselben bestehen, dass die Leichtmetallteile ein wirksames
<Desc/Clms Page number 2>
Schüttgewicht in der Masse von etwa 0, 1 bis etwa 0, 8 g/cm 3 haben und in der Ammoniumnitratlösung räumlich gleichmässig verteilt sind.
Die Ladungen können auf einfache Weise an der Sprengstelle durch Vermischen oder Verbinden der Bestandteile hergestellt werden. Auch die Metallteilchen sind leicht in der zur Durchführung der Erfindung erforderlichen Gestalt erhältlich und können aus billigen Formen des Leichtmetalles erzeugt werden. Die Ladungen weisen bei der Detonation ein erhöhtes Arbeitsvermögen auf, ohne jedoch unerwünscht stossempfindlich zu sein.
Das für die erfindungsgemässe Masse verwendete Leichtmetall in Teilchenform wird zweckmässig aus Maschinenschnitzeln,-flocken oder Bandsägespänenausgewählt, die als Abfall bei den üblichen Schneide-, Reinigungs- und Bearbeitungsvorgängen anfallen. Gewünschtenfalls kann man jedoch auch zerstückelte oder zerschnittene Folien verwenden. Das vorteilhafteste Schüttgewicht des in Teilchenform vorliegenden Metalles ändert sich direkt mit dem Prozentgehalt des verwendeten Metalles. Es werden Metallteilchen bevorzugt, die nicht gleichachsig und nicht kugelförmig sind. wie dies beispielsweise bei Folienstückchen der Fall ist, oder aber gekrümmte oder längliche Teilchen, wie z. B. Späne, bei welchen ein dichtes Zusammenpacken der Teilchen nicht so leicht vorkommt.
Bei praktischer Anwendung der Erfindung, normalerweise innerhalb eines Bohrloches, oder, wie z. B. bei Probesprengungen, in einem geeigneten Behälter, kann beispielsweise eine geeignete Menge an der sogenannten Divers-Flüssigkeit mit einer entsprechenden Menge des in Teilchenform vorliegenden Leichtmetalles unter Bildung eines räumlich gleichmässig ineinander verteilten Gemisches vermischt werden. Die auf diese Weise erhaltenen ammoniakalischen Sprengstoffe sind äusserst wirksam und werden für viele Anwendungszwecke bevorzugt. Unter dem Ausdruck "Divers-Flüssigkeit" ist eine im wesentlichen gesättigte Lösung von Ammoniumnitrat in wasserfreiem, flüssigem Ammoniak zu verstehen. Eine gesättigte Lösung von Ammoniumnitrat in Ammoniak
EMI2.1
Ammoniak, in den meisten Fällen jedoch etwa 20 bis etwa 25 Gew.-% Ammoniak.
Geeignete Anteilmengen des Leichtmetalles, ausgedrückt in Gew. -0/0, bezogen auf das Gewicht der gesamten Masse, sind 3 - 40gO, vorzugsweise 5-25%. Die vorteilhaftesten Anteilmengen liegen im Bereich von 10 bis 20%.
Vorteilhaft verwendet man Metallteilchen mit einer bevorzugten Gestalt, u. zw. mit jener, deren kürzeste Dimension (Querabmessung) eine Dicke von höchstens 1 mm ergibt, so dass eine hinreichend grosse Oberfläche des Metalles freiliegt und der Sprengstoffmasse eine ausreichende Empfindlichkeit verleiht, jedoch eine längste Dimension (Längsabmessung) von wenigstens 5 mm aufweist, wobei sich auch die erwünschte niedrige Schüttdichte des Metalles von selbst ergibt.
Bei der Auswahl der Form des teilchenartigen, bei der Herstellung der Masse zu verwendenden Metalles ist es vom Standpunkt wirksamer Kraftentwicklung bei der Detonation aus vorteilhaft, solche Metallteilchen einzusetzen, die im Schüttzustand gerade den erforderlichen Hohlraum zur Aufnahme einer vorbestimmten Menge an Ammoniumnitratlösung aufweisen, so dass man beim Vermischen eine verhält- nismässig gleichförmige Verteilung der Metallphase in der flüssigen Phase erzielt. Eine kleine Oberschicht an flüssiger Lösung über dem festen Metall wirkt sich jedoch auf die Geschwindigkeit oder Kraft der Detonation nicht nachteilig aus.
Wenn auch eine geringe, freiliegende Metallmenge nicht besonders schädlich ist, so ist es doch im allgemeinen wünschenswert, die Metallphase zumindest zu bedecken, um den Metallgehalt bestmöglich auszunutzen. Es leuchtet ein, dass man zur Aufrechterhaltung einer volumensmässig gleichmässigen Verteilung der flüssigen Phase und der Metallphase bei Gemischen mit niedrigem Metallgehalt ein teilchenförmiges Metall von niedriger Schüttdichte, und anderseits bei Gemischen mit hohem Metallgehalt ein teilchenförmiges Metall von verhätlnismässig hoher Schüttdichte verwenden muss.
Im Hinblick auf die im allgemeinen hohe Reaktionsfähigkeit des Magnesiums werden zur Herstellung der erfindungsgemässen Massen handelsübliche Legierungen auf Magnesiumbasis und weniger als 30% Aluminium enthaltende binäre Magnesium-Aluminium-Legierungen, zusammen mit wässerigen Salzlösungen bzw. im wesentlichen wasserfreien ammoniakalischen Lösungen von Ammoniumnitrat bevorzugt.
Anderseits können bis zu 100% des Ammoniaks in "Divers-Flüssigkeit" durch Wasser ersetzt werden, sofern die Lösung in bezug auf Ammoniumnitrat im wesentlichen gesättigt gehalten wird : vorzugsweise soll dabei das mit der Lösung vermischte teilchenförmige Metall auf Aluminium, Aluminiumlegierungen und binäre Magnesium-Aluminium-Legierungen mit nicht mehr als etwa 65% Magnesium beschränkt bleiben, wobei aber gewünschtenfalls auch ein höherer Magnesiumanteil verwendet werden kann.
Gewünschtenfalls können kleine Mengen gebräuchlicher Gelier- oder Verdickungsmittel, wie z. B. natürliche Gummiarten, Methylzellulose, Polyarylsulfonate od. dgl. den Massen zugesetzt werden, um zur Aufrechterhaltung einer räumlich gleichmässigen Verteilung der Metallteilchen und der Sprengstoff-
<Desc/Clms Page number 3>
komponente ineinander sowie einer Verteilung der Metallteilchen durch die ganze Masse beizutragen. Es wurde gefunden, dass die Anwendung derartiger Mittel in zum Gelieren oder Verdicken wirksamen Mengen auf die Sprengkraft der Massen keine nachteilige Wirkung ausübt.
Zur Veranschaulichung des erfindungsgemäss verbesserten Sprengverfahrenswird aus Leichtmetall und ammoniakalischer Ammoniumnitratlösung eine Masse hergestellt, in welcher das Metall und die Lösung räumlich gleichmässig ineinander verteilt sind, und die Sprengstelle auf eine von verschiedenen möglichen Verfahrensweisen damit besetzt. Wenn das Bohrloch leicht zugänglich ist oder wenn ein abschliessbarer Behälter verwendet wird, wobei sich das Abschliessen der Sprengladung auf jeden Fall im Sinne einer vollständigen und energiereichen Detonation auswirkt, kann es vorzuziehen sein, eine vorbestimmte Menge der Ammoniumnitratlösung in das Bohrloch oder den Behälter einzubringen und hierauf die erforderliche Leichtmetallmenge zur Erzielung der räumlich gleichmässigen Verteilung der festen und der flüssigen Phase zuzusetzen.
Bei Verwendung einer wasserfreien ammoniakalischen Lösung kann man vorteilhaft zuerst das Metall einbringen, bevor noch die kalte wasserfreie ammoniakalische Lösung Luftfeuchtigkeit aufnehmen kann, und hierauf diese Lösung dem Metall zusetzen, bis dasselbe gerade bedeckt ist. Beim Laden unzugänglicher Bohrlöcher kann es dann vorteilhafter sein, das Metall und die Nitratlösung in einem geeigneten Behälter, z. B. in einem Eimer, einem Kunststoffsack oder einem andern offenen Behälter zu vermischen, die Mengenverteilung von fester und flüssiger Phase entsprechend einzustellen und die Masse in das Bohrloch einzugiessen oder in sonstiger Weise einzubringen. Dann wird ein Primärzünder, wie z.
B. eine elektrische Sprengkapsel Nr. 8 allein, oder ein Abschnitt (etwa 1 g je 10 cm Länge) einer schnellabbrennenden Zündschnur, wie z. B."Primacord", die mit einer elektrischen Zündkapsel Nr. 6 versehen wurde, oder eine andere, noch stärkere Sprengkapsel, wie z. B. ein Zwischenzünder, eine geformte Ladung oder ein Tetrylzwischenzünder in das Gemisch eingeführt oder eingesetzt, u. zw. vorzugsweise bis in die Nähe des Grundes des Gemisches. Dann werden Bleidrähte oder eine Zündschnur vom Initialsatz zu einem geeigneten Zündmechanismus gelegt. Eine 30 cm starke oder dickere Schicht eines Dämm- oder Besatzmaterials, wie z. B. üblicherweise verwendeter Sand oder Kies, stellt einen ausreichenden Abschluss der Ladung im Bohrloch dar.
Bei Betätigung des Zündmechanismus und Zündung der Sprengkapsel detoniert die Ammoniumnitratladung mit hervorragender Sprengkraft, die derjenigen von Ammoniumnitratgemischen mit einem beträchtlichen Gehalt an einem gebräuchlichen Sprengstoff, wie gelatiniertem Dynamit, vergleichbar oder sogar noch grösser als diese ist.
Als Beispiele für die erfindungsgemässen Massen und deren praktische Anwendung wurden eine Reihe von Sprengstoffgemischen in Glasflaschen mit 120 cm Inhalt hergestellt und zur Detonation gebracht. In jedem Falle wurden soviel Metallteilchen in die Flasche eingefüllt, bis sie ein Volumen von insgesamt etwa 100 cm3 einnahmen. Hierauf wurde die weiter oben beschriebene Divert-Flüssigkeit über das Metall gegossen, wobei man räumlich im wesentlichen gleichmässig ineinander verteilte Metall-und Flüssigkeitsphasen erhielt. Der in der Flasche verbleibende Raum wurde dann mit Sand als Dämmaterial gefüllt.
Einige der Mischungen wurden mit einem 5,08 cm langen Stück Primacord (eine schnellabbrennende, Pentaerythrittetranitrat enthaltende Zündschnur von etwa 1 g je 10 cm Länge), das mit einer elektrischen Zündkapsel Nr. 8 versehen und in das Sprenggemisch eingeführt worden war, zur Detonation gebracht.
Andere Gemische wurden nur mit einer elektrischen Zündkapsel Nr. 8 gezündet. Nach Einführung der Zündkapsel oder Zündschnur (Primacord) wurden die Flaschen zugestöpselt. Jede Detonation wurde sowohl visuell als auch mit Hilfe eines selbstschreibenden Druckmessgerätes beobachtet, das auf den Maximaldruck des Detonationsimpulses ansprach. In der folgenden Tabelle sind die untersuchten Mischungen und die Versuchsergebnisse angegeben.
In der Tabelle scheinen auch die Ergebnisse von als Vergleichs- oder Blindversuche durchgeführten Experimenten auf. Bei diesen Versuchen wurden verschiedentlich Detonationen von Initialsätzen in Anund Abwesenheit derDivers-Flüssigkeitaufgezeichnet.
<Desc/Clms Page number 4>
Tabelle :
EMI4.1
<tb>
<tb> Zusammensetzung
<tb> in <SEP> Gew. <SEP> -%
<tb> in <SEP> Gew. <SEP> -'10 <SEP> Wirksame <SEP>
<tb> Metall <SEP> Metall <SEP> Schüttdichte <SEP> Vom <SEP> Druckschreiber <SEP>
<tb> Divers- <SEP> in <SEP> Teil- <SEP> oder <SEP> Sorte <SEP> und <SEP> des <SEP> Metalls <SEP> verzeichneter <SEP> ImVersuch <SEP> Flüssig <SEP> chen- <SEP> Legie- <SEP> Form <SEP> des <SEP> im <SEP> Behälter <SEP> puls
<tb> Nr. <SEP> : <SEP> keit <SEP> form <SEP> rung <SEP> : <SEP> Metalls <SEP> : <SEP> g/cm <SEP> : <SEP> Zünder <SEP> : <SEP> mm <SEP> Druckanstieg:
<SEP> Seh- <SEP> und <SEP> Hörbeobachtungen:
<tb> 1 <SEP> 97 <SEP> 3 <SEP> Cell <SEP> Mg <SEP> MC <SEP> 0, <SEP> 018 <SEP> Primacord <SEP> 3, <SEP> 4 <SEP> Etwas <SEP> lauterer <SEP> Knall <SEP> als
<tb> bei <SEP> Blindversuch <SEP> 1
<tb> 2 <SEP> 95 <SEP> 5 <SEP> Cell <SEP> Mg <SEP> MC <SEP> 0, <SEP> 03 <SEP> Primacord <SEP> 10, <SEP> 8 <SEP> guter <SEP> Knall, <SEP> Rauch,
<tb> Feuerspuren
<tb> 3 <SEP> 90 <SEP> 10 <SEP> Cell <SEP> Mg <SEP> MC <SEP> 0, <SEP> 06 <SEP> Primacord <SEP> 10, <SEP> 5 <SEP> sehr <SEP> guter <SEP> Knall,
<tb> Blitz, <SEP> Rauch
<tb> 4 <SEP> 85'15 <SEP> Cell <SEP> Mg <SEP> MC <SEP> 0,09 <SEP> Primacord <SEP> 9, <SEP> 5 <SEP> sehr <SEP> guter <SEP> Knall,
<tb> Blitz, <SEP> Rauch
<tb> 5 <SEP> 80 <SEP> 20 <SEP> Cell <SEP> Mg <SEP> MC <SEP> 0,12 <SEP> Primacord <SEP> 11, <SEP> 6 <SEP> scharfer, <SEP> rascher <SEP> Knall,
<tb> Blitz,
<SEP> Rauch
<tb> 6 <SEP> 80 <SEP> 20 <SEP> ZK <SEP> 61 <SEP> RF <SEP> 0,12 <SEP> Primacord <SEP> 11, <SEP> 5 <SEP> scharfer, <SEP> rascher <SEP> Knall,
<tb> Blitz, <SEP> Rauch
<tb> 7 <SEP> 80 <SEP> 20 <SEP> AZ31 <SEP> BD <SEP> 0,12 <SEP> Primacord <SEP> 15, <SEP> 3 <SEP> scharfer, <SEP> rascher <SEP> Knall,
<tb> Blitz, <SEP> Rauch
<tb> 8 <SEP> 80 <SEP> 20 <SEP> AZ31 <SEP> BD <SEP> 0,12 <SEP> Primacord <SEP> 16, <SEP> 8 <SEP> guter <SEP> Knall, <SEP> starker <SEP> Blitz
<tb> 9 <SEP> 90 <SEP> 10 <SEP> AZ31 <SEP> BD <SEP> 0, <SEP> 06 <SEP> Nr.
<SEP> 8 <SEP> EBC <SEP> 7, <SEP> 2 <SEP> guter <SEP> Knall, <SEP> starker <SEP> Blitz
<tb> 10 <SEP> 97 <SEP> 3 <SEP> Al <SEP> FC <SEP> 0, <SEP> 018 <SEP> Primacord <SEP> 13, <SEP> 3 <SEP> guter <SEP> Knall, <SEP> kein <SEP> Blitz
<tb> 11 <SEP> 95 <SEP> 5 <SEP> Al <SEP> FC <SEP> 0, <SEP> 03 <SEP> Primacord <SEP> 14, <SEP> 1 <SEP> ausgezeichneter <SEP> Knall,
<tb> kein <SEP> Blitz
<tb>
<Desc/Clms Page number 5>
Tabelle (Fortsetzung)
EMI5.1
<tb>
<tb> Zusammensetzung
<tb> in <SEP> Grew.-%
<tb> Wirksame
<tb> Metall <SEP> Metall <SEP> Schüttdichte <SEP> Vom <SEP> Druckschreiber
<tb> Divers- <SEP> in <SEP> Teil- <SEP> oder <SEP> Sorte <SEP> und <SEP> des <SEP> Metalls <SEP> verzeichneter <SEP> ImVersuch <SEP> Flüssig- <SEP> chen- <SEP> Legie- <SEP> Form <SEP> des <SEP> im <SEP> Behälter <SEP> puls
<tb> Nr. <SEP> : <SEP> keit <SEP> form <SEP> rung <SEP> :
<SEP> Metalls <SEP> : <SEP> g/cm <SEP> : <SEP> Zünder <SEP> : <SEP> mm <SEP> Druckanstieg: <SEP> Seh- <SEP> und <SEP> Hörbeobachtungen:
<tb> 12 <SEP> 90 <SEP> 10 <SEP> Al <SEP> FC <SEP> 0, <SEP> 06 <SEP> Primacord <SEP> 16, <SEP> 6 <SEP> sehr <SEP> starke <SEP> Detonation,
<tb> Blitz
<tb> 13 <SEP> 85 <SEP> 15 <SEP> Al <SEP> FC <SEP> 0,09 <SEP> Primacord <SEP> 16, <SEP> 7 <SEP> sehr <SEP> starke <SEP> Detonation,
<tb> Blitz
<tb> 14 <SEP> 80 <SEP> 20 <SEP> Al <SEP> FC <SEP> 0, <SEP> 12 <SEP> Primacord <SEP> 17, <SEP> 2 <SEP> sehr <SEP> starke <SEP> Detonation,
<tb> Feuer
<tb> 15 <SEP> 90 <SEP> 10 <SEP> Al <SEP> FC <SEP> 0,06 <SEP> Nr. <SEP> 8. <SEP> EBC <SEP> 14,1 <SEP> sehr <SEP> starke <SEP> Detonation,
<tb> Blitz
<tb> 16 <SEP> 80 <SEP> 20 <SEP> Al <SEP> FC <SEP> 0,12 <SEP> Nr.
<SEP> 8, <SEP> EBC <SEP> 20, <SEP> 6 <SEP> sehr <SEP> starke <SEP> Detonation,
<tb> Feuer
<tb> 17 <SEP> 85 <SEP> 15 <SEP> Cell <SEP> Mg <SEP> GC <SEP> 0, <SEP> 09 <SEP> Primacord <SEP> 6, <SEP> 6 <SEP> guter <SEP> Knall, <SEP> Blitz
<tb> 18 <SEP> 80 <SEP> 20 <SEP> Cell <SEP> Mg <SEP> GC <SEP> 0,12 <SEP> Primacord <SEP> 6,4 <SEP> sehr <SEP> guter <SEP> Knall, <SEP> Blitz
<tb> 19 <SEP> 90 <SEP> 10 <SEP> Cell <SEP> Mg <SEP> GC <SEP> 0, <SEP> 06 <SEP> Primacord <SEP> 6, <SEP> 1 <SEP> guter <SEP> Knall, <SEP> kein <SEP> Blitz
<tb> 20 <SEP> 80 <SEP> 20 <SEP> Cell <SEP> Mg <SEP> GC <SEP> 0, <SEP> 12 <SEP> Primacord <SEP> 9, <SEP> 8 <SEP> sehr <SEP> guter <SEP> Knall, <SEP> Blitz
<tb>
<Desc/Clms Page number 6>
Tabelle (Fortsetzung)
EMI6.1
<tb>
<tb> Zusammensetzung
<tb> in <SEP> Gew.-%
<tb> Wirksame
<tb> Metall <SEP> Metall <SEP> Schüttdichte <SEP> Vom <SEP> Druckschreiber
<tb> Divers- <SEP> in <SEP> Teil- <SEP> oder <SEP> Sorte <SEP> und <SEP> des <SEP> Metalls <SEP> verzeichneter <SEP> ImVersuch <SEP> Flüssig- <SEP> chen- <SEP> Legie- <SEP> Form <SEP> des <SEP> im <SEP> Behälter <SEP> puls
<tb> Nr. <SEP> : <SEP> keit <SEP> form <SEP> rung: <SEP> Metalls: <SEP> g/cm3: <SEP> Zünder: <SEP> mm <SEP> Drackanstieg: <SEP> Seh- <SEP> und <SEP> Hörbeobachtungen:
<tb> Blindversuch <SEP> : <SEP> 1 <SEP> 100 <SEP> Primacord <SEP> 3, <SEP> 7 <SEP> schwacher <SEP> Knall,
<tb> (Durchschnitt <SEP> von <SEP> wenig <SEP> Rauch
<tb> 3 <SEP> versuchen)
<tb> Blindversuch: <SEP> 2 <SEP> 100 <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> Nr.8, <SEP> EBC <SEP> 1,3 <SEP> sehr <SEP> schwacher <SEP> Knall
<tb> Blindversuch <SEP> :
<SEP> Primacord <SEP> 2,4 <SEP> sehr <SEP> schwacher <SEP> Knall
<tb> Blindversuch <SEP> : <SEP> 4-----Nr. <SEP> 8, <SEP> EBC <SEP> 2,0 <SEP> sehr <SEP> schwacher <SEP> Knall
<tb>
Cell Mg : Magnesium des bei Herstellung in elektrolytischen Zellen erhaltenen Reinheitsgrades.
EMI6.2
61 :BD : Bandsägemehl, Schüttgewicht etwa 0,2 g/cm3.
FC : Folienschnitzel, erhalten durch Zerschneiden von Verpackungsfolien für den Haushalt von 20, 3 Dicke in Stücke von etwa 0,64 x 2,54 cm, Oberfläche etwa 425, 7 cm2/g.
EMI6.3
: Griguard-Schnitzel, pharmazeutischeNr. 8, E. B. C. : Elektrische Sprengkapsel Nr. 8.
1 : Gesamte Sprengstoffladung 60 g.
<Desc/Clms Page number 7>
Nach einem weiteren Beispiel der Erfindung wurden etwa 22, 6 kg eines Gemisches von groben Magnesium-und Aluminiumspänen im Gewichtsverhältnis 50: 50 und 20, 4 kg einer wässerigen ammoniakalischen Ammoniumnitratlösung mit einem Gehalt von 4 bis 6% Wasser, 25 - 350/0 Ammoniak, Rest Ammoniumnitrat, in einen Kunststoffbehälter eingebracht, in welchem sie ein Volumen von etwa 0,0283 m3 einnahmen. In diesem Behälter waren das Metall und die Flüssigkeit räumlich im wesentlichen gleichmässig verteilt, das tatsächliche Schüttgewicht des Metalls in der Masse betrug etwa 0,8 g/cm3. Der Behälter wurde in ein etwa 1, 80 m tiefes Bohrloch, das mit einer geformten Ladung als Zünder versehen war, eingebracht, das Loch verdämmt und hierauf die Ladung gezündet. Die dabei erzielte Sprengung erwies sich als äusserst wirksam.
Als Vorteile der Erfindung sind u. a. die einfachen Ladevorgänge sowie die Sicherheit anzuführen, mit welcher die einzelnen Bestandteile der Masse zur Sprengstelle befördert werden können.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Metallisierte Ammoniumnitratsprengstoffmasse in Form einer Ammoniumnitratlösung in flüssigem Ammoniak, Wasser oder einer Mischung von Ammoniak und Wasser, dadurch gekennzeichnet, dass die Lösung mindestens 60 Gew. -0/0 Ammoniumnitrat und zerkleinerte, nicht gleichachsige und nicht ohne weiteres dicht zusammenpackende Leichtmetallteile enthält, die entweder aus Magnesium, einer Magnesiumlegierung, Aluminium, einer Aluminiumlegierung, einer Magnesium-Aluminium-Legierung oder einem Gemisch derselben bestehen, dass die Leichtmetallteile ein wirksames Schüttgewicht in der Masse von etwa 0, 1 bis etwa 0, 8 g/cmJ haben und in der Ammoniumnitratlösung räumlich gleichmässig verteilt sind.