<Desc/Clms Page number 1>
Halte- und Wendevorrichtung für heisse Blöcke, insbesondere beim Flämmen
Im Stahlwerkbetrieb werden die heissen Blöcke möglichst unmittelbar nach dem Strippen geflämmt, wobei der Kern der Blöcke noch flüssig ist. Die Erfahrung hat gezeigt, dass dieses Flämmen am besten in senkrechter Stellung des Blockes durchgeführt werden soll. Es werden nacheinander alle vier Seiten des Blockes geflämmt, wobei die Flämmaschine sich von oben nach unten bewegt. Es können am senkrecht stehenden Block auch jeweils zwei einander gegenüberliegende Seiten geflämmt werden, wobei Zeit gespart und die Kapazität des Flämmstandes entsprechend erhöht wird. Es ist klar, dass der Block weder beim Abstellen durch die Stripperzange noch während des Flämmvorganges kippen oder gar umfallen soll, wie dies beim einfachen Abstellen auf Hüttenflur geschehen kann.
Die Erfindung hat sich die Aufgabe gesetzt, eine Halte- und Wendevorrichtung für heisse Blöcke, insbesondere beim Flämmen, zu schaffen, die den mit der Stripperzange gebrachten Block mehr oder weniger automatisch erfasst, aufrecht stehend festhält und seine Drehung um die vertikale Achse ermöglicht. Diese erfindungsgemässe Vorrichtung kann ortsfest in der Flämmhalle angeordnet werden, sie kann aber auch fahrbar ausgestaltet sein, wenn das Flämmen ausserhalb der Stripperhalle in einem besonderen Flämmstand durchgeführt werden soll.
Die erfindungsgemässe Halte-und Wendevorrichtung für heisse Blöcke ist im wesentlichen dadurch gekennzeichnet, dass in einem, auf einem gegebenenfalls fahrbaren Rahmengestell auf Rollenböcken gelagerten, mit einem Drehantrieb versehenen Rahmen verstellbare Druckpratzen als Blockhaltevorrichtungen angeordnet sind. Die Verstellbarkeit erfolgt vorzugsweise auf hydraulischem Wege.
Zweckmässig ist unter dem Drehrahmen eine Blockabstützung angeordnet, die vorzugsweise aus einem auf einem Balken befestigten Dorn besteht.
Weitere Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung in Verbindung mit den Zeichnungen, wobei Fig. l einen Aufriss, Fig. 2 einen Grundriss und Fig. 3 einen Seitenriss des Erfindungsgegenstandes in fahrbarer Ausführung zeigt ; Fig. 4 veranschaulicht dieselbe Vorrichtung in ortsfester Ausführung.
In den Zeichnungen ist mit l der zu haltende heisse Block bezeichnet, der auf dem möglichst zen- trischen, gefederten Dom 2 und dieser auf dem Balken 3 angeordnet ist, wo der Block mittels des Stripperkranes abgesetzt wird. Dieser Dom ist an sich nicht unbedingt erforderlich, er dient bloss der Sicherheit. Der Balken 3 ist im Rahmen des Wagens 4 gelagert. Innerhalb des drehbaren Rahmens 8, der auf vier Rollenböcken 9 gelagert ist und durch einen Drehantrieb 10 angetrieben wird, sind paarweise einander gegenüberliegend vier Pratzen 5 angeordnet, die mittels je eines Druckzylihders 7, geführt durch die Führungsstangen 6, betätigbar sind.
Von diesen vier Pratzen ist jeweils immer nur ein Paar einander gegenüberliegender Pratzen in Tätigkeit, so dass die beiden andem Blockseiten-
EMI1.1
<Desc/Clms Page number 2>
das Getriebe 15 und von hier über Gelenkwellen 16 auf die Antriebsräder 11. Durch die Verwendung dieser Gelenkwellen 16 wird die Konstruktion unabhängig von Montageungenauigkeiten und Verformung durch thermische oder mechanische Einflüsse.
Der Antrieb des Hydraulikaggregates, welches ebenfalls im Rahmen des Wagens 4 angeordnet ist, erfolgt durch einen Elektromotor 17 über Kupplungen auf die Doppelpumpen 18, welche die Zustellung der Hydraulikzylinder 7 über Schieber und Rücklaufventile bewerkstelligen. Der Druckmittelbehälter ist in den Rahmen eingebaut.
Der Drehrahmen 8 besteht im wesentlichen aus dem kastenförmigen Ring und den eingebauten Pratzen 5, diese mit den Führungsstangen 6 und den Hydraulikzylindern 7. Die Innenflächen von Drehrahmen und Schlackentrichter werden mit Gussplatten abgedeckt, die Führungsstangen 6 und der Hydraulikzylinder 7 bekommen eine Blechabdeckung 19. An der Ringunterseite ist der Laufring 20 mit der Triebstockverzahnung 21 angeschweisst. Die Rollenböcke 9, die zur Abstützung des Drehrahmens 8 am Wagen 4 dienen, nehmen die Trag- und Stützrollen auf, welche zum Teil gefedert sein können, damit Fertigungs-und Montageungenauigkeiten ausgeglichen werden können,
Mittels des Drehantriebes 10, der auf dem Wagen 4 verschraubt ist, kann der Drehrahmen 8 mit dem Block 1 in die jeweils notwendigen Lagen zum Flämmen verdreht werden.
Es ist ersichtlich, dass bei genügend starker Auslegung der Druckpratzen mit ihrem Antrieb der Block auch nur von diesen getragen werden kann und der Dom 2 entfallen kann.
In Fig. 4 ist die Erfindung in ortsfester Ausführung gezeigt, und man erkennt, dass der Wagen 4 dann entfällt und die Rollenböcke auf Hüttenflur montiert sind. Es ist selbstverständlich, dass das Fahren des Wagens 4 von Hand oder programmgesteuert erfolgen kann.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Halte- und Wendevorrichtung für heisse Blöcke, insbesondere zum Flämmen, dadurch ge- kennzeichnet, dass in einem, auf einem gegebenenfalls fahrbaren Rahmengestell auf Rollenböcken gelagerten, mit einem Drehantrieb versehenen Rahmen verstellbare, vorzugsweise hydraulisch verstellbare Druckpratzen als Blockhaltevorrichtungen angeordnet sind.
2. Halte-undWendevorrichtung nachAnspruchl, d ad u rch gek en n ze ichnet, dass unter dem Drehrahmen eine Blockabstützung, vorzugsweise bestehend aus einem auf einem Balken befestigten Dom, angeordnet ist.