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Vorrichtung zum Innenverputzen von Kaminen
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seiner empfindlichsten Stelle davor schützt, geknickt zu werden.
Die Erfindung wird nun an Hand eines in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispieles eingehend in ihrem Aufbau und in ihrer Wirkungsweise beschrieben. Es zeigen die Fig. 1 einen Axialquerschnitt durch den Einsatzkörper und Fig. 2 eine Untersicht, teilweise im Schnitt nach der Linie 11-11 in Fig. l.
DerEinsaizkörper gemäss dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist kegelförmig ausgebildet. An dem scheibenförmigen Halter 1 sind an dessen Umfang mehrere, nebeneinander angeordnete Lamellen 2, 2', 2" usw. scharnierartig angelenkt, wobei dieScharnierachse 3 im vorliegenden Fall einen Kreisbogen bildet. Im Randbereich überdecken sich die Lamellen 2, 2', 2" usw. schuppenartig (Fig. 2), so dass sie in ihrer Gesamtheit einen dichten Kegelmantel 4 bilden. Die einzelnen Lamellen sind dabei aus zwei stumpfwinkelig aneinanderstossenden, vorzugsweise gewölbten Flächen 5 und 6 gebildet, wobei der Stoss bereich dieser Flächen abgerundet ist. Mit dem Halter 1 fest verbunden ist ein zentrales Führungsrohr 11, in dem ein weiteres Rohr 12 teleskopartig gelagert ist.
Beide Rohre weisen korrespondierende, in der in Fig. 1 gezeigten Stellung in Deckung liegende Ausnehmungen auf. in die die am äusserenRohr 11 schwenkbargelagerte Klinke 7 einrastet, die in ihrer Sperrlage (Fig. 1) von dem He- bel 8, der ebenfalls am Rohr schwenkbar gelagert ist, bewegungshemmend überlappt ist. DieserHebel 8 wird durch die Feder 9 in seiner dargestellten Lage gehalten. Die nach unten gerichtete Öse 10 ist ebenfalls mit diesem Hebel 8 verbunden. Damit die teleskopartig geführten Rohre 11 und 12 sich nicht gegenseitig verdrehen, sind diese Rohre mit einem quadratischen Querschnitt als Kastenprofile ausgestattet (Fig. 2).
Im unteren Bereich besitzt das Rohr 12 einen Fortsatz 13 mit einem Aussengewinde, auf das die Flügelschraube 14 aufgeschraubt ist, deren Bund 15 als Auflager für die am Fortsatz 13 geführte Schraubenfeder 16 dient. Diese Feder 16 trägt den ebenfalls am Fortsatz 13 durch die Hülse 17 geführten Stützkörper 18. Zwischen diesem Stützkörper 18 und jeder einzelnenLamelle 2, 2' usw. ist eine sowohl mit dem Stützkörper wie auch mit den Lamellen gelenkig verbundene Strebe 19, 19', 19" usw. vorgesehen.
Im topf artigen Gehäuse 20, das mit dem Halter 1 fest verbunden ist, befindet sich der elektromotorischeRüttler 21, dessen Stromzuführungskabel 22 durch die zentralen Rohre 11 und 12 ge- führt ist. An der Öse 23 wird die Vorrichtung an dem von oben in den Kamin einzuführenden Seil aufgehängt.
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Verdrehen der Schraube 14 angepasst worden ist. Wird die Schraube nach oben gedreht, so schiebt sie mittels des Bundes 15 die Schraubenfeder und damit den Stützkörper 18 nach oben, wodurch sich die Lamellen flach stellen, also einen Kegel mit einer Basis von grossem Durchmesser bilden.
Wird die Schraube 14 nach unten gedreht, so senken sich die Lamellen, Ist die Vorrichtung in den Kamin eingebracht, so wird von oben die Mörtelaufschlemmung für den Verputz eingeschüttet, der Rüttler 21 eingeschaltet und dann die Vorrichtung langsam nach oben gezogen, wobei die Mörtelaufschlemmung an die Kamin- wandung gepresst wird. Der Rüttler sorgt dabei für eine entsprechende Verdichtung, so dass auch eventuelle Risse mit der Mörtelmasse gefüllt werden und im Kamin ein gas-, rauch-und geruchsdichterMantelentsteht. Selbst durch Knickstellen im Kamin kann die Vorrichtung ohne weiteres gezogen werden, da die ein- zelnen Lamellen durch die federelastischen Streben 19 nachgiebig gelagert sind. Vor dem Einbringen der Vorrichtung in den Kamin wird in die Öse 10 zweckmässig ein Seil eingehängt.
Sollte dieEinrich- tung nämlich wider Erwarten im Kamin hängen bleiben, da beispielsweise ein nach innen vorstehender Mauerstein den Querschnitt des Rauchkanals verengt, so wird an dem an der Öse 10 eingehängten Seil gezogen. Dadurchschwenkt der Hebel 8 nach unten und gibt die Klinke 7 frei. Da die beiden tele- skopartig ineinander geführten Rohre 11 und 12 die Tendenz haben, auseinanderzugehen, wird die Klinke 7 infolge ihrer mit den Ausnehmungen in den Rohren 11 und 12 in Wirkverbindungen stehenden, abgerundeten Flächen nach aussen gedrängt und derLamellenkegel fällt in sich zusammen.
Ist das Hindernisüberwinden, so drückt die Feder 16 die Lamellen in ihre ursprüngliche Lage zurück, die Klinke 7 rastet wieder ein und der Hebel 8 schiebt sich, da die Klinke 7 auch in dem mit dem Hebel 8 zu- sammenwirkenden Bereich abgerundet ist, infolge der Kraft der Feder 9 über die Klinke 7, so dass die Teile die in Fig. l gezeigte Lage wieder einnehmen.
ImvorliegendenAusführungsbeispielsind sämtliche Lamellen durch Streben mit dem Stützkörperverbunden. Grundsätzlich wäre es auch möglich, nur die unten liegenden Lamellen 2,2", 2IV usw. in dieser Art abzustützen, da ja die oben aufliegenden Lamellen 2', 2"'usw. durch die erstgenannten La-
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mellen gehalten sind, ohne den Rahmen der Erfindung zu verlassen, kann der Lamellenmantel auch einen rechteckigen oder quadratischen Querschnitt aufweisen. In einem solchen Falle wird der Halter 1 rechteckig bzw. quadratisch ausgebildet und ebene Lamellen verwendet, in den Eckbereichen jedoch gewölbte.
Selbstverständlich kann die Einrichtung auch ohne Rüttler verwendet werden, denn die federnd gelagerten Lamellen 2, 2'usw. garantieren dafür, dass die Mörtelmasse fest an die Kaminwandung gepresst wird.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zum Innenverputzen von Kaminen, bestehend aus einem mindestens teilweise kegel- oder pyramidenähnlichen Einsatzkörper, der an einem von oben in den Kamin eingeführten Seil aufgehängt ist und mittels dieses Seiles von unten nach oben durch den Kamin hindurchziehbar ist, wobei die Mantelfläche des Einsatzkörpers aus mehreren nebeneinander angeordneten, sich im Randbereich überdeckenden und in ihrer Neigung gegenüber der Einsatzkörperachse verstellbaren Lamellen gebildet ist und die Lamellen an einem bezüglich des Einsatzkörpers zentral liegenden Schaft federnd abgestützt sind, dadurch gekennzeichnet, dass oberhalb eines als Lager für die Lamellen (2, 2', 2" usw.) dienenden Halters (1) ein Rüttler (21)
vorgesehen ist und das Speisekabel (22) des Rüttlers (21) den durch die Lamellen (2, 2', 2"usw.) gebildeten Kegelmantel (4) durchsetzend von unten her in das Gehäuse (20) des Rüttlers (21) mündet.
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