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Vierstufiger transistorisierter Videoverstärker
Die Erfindung bezieht sich auf einen vierstufigen, transistorisierten Videoverstärker. Es sind bereits zweistufige Videoverstärker bekannt, bei denen die erste Stufe in Kollektorschaltung und die zweite Stufe in Emitterschaltung betrieben wird. Derartige Verstärker werden in transistorisierten Fernsehempfängern nach der Video-Demodulation verwendet. Sie arbeiten dabei als Gleichstromverstärker.
Die Erfindung stellt sich nun die Aufgabe, einen transistorisierten Videoverstärker mit grosser Verstärkung zu schaffen, der automatisch derart geregelt ist, dass bei starker Variation der Amplitude des Eingangssignals die Amplitude des Ausgangssignals nur wenig, praktisch nicht störend schwankt.
Erfindungsgemäss wird dies bei einem vierstufigen, transistorisierten Videoverstärker dadurch erreicht, dass dessen erste und dritte Stufe in Kollektorschaltung und dessen zweite und vierte Stufe in Emitterschaltung arbeiten und die Kopplung zwischen der zweiten und der dritten Stufe kapazitiv erfolgt und der ersten Stufe zwecks Verstärkungsregelung eine Regelspannung zugeführt wird und der Kollektorwiderstand dieser ersten Stufe so gross ist, dass die Kollektor-Emitter-Spannung bei Aufwärtsregelung auf sehr kleine Werte zusammenbricht.
Die erfindungsgemässe Schaltung hat den Vorteil, dass die Regelung der Verstärkung vorwiegend durch eine grosse Variation des Eingangswiderstandes der ersten Stufe erfolgt ; dadurch ist eine Übersteuerung dieser ersten Stufe durch grosse Ansteuersignale nicht möglich.
An Hand des Ausführungsbeispiels der beigefügten Zeichnung sei im folgenden die Erfindung, deren Wirkungsweise und weitere Vorteile näher erläutert.
In der Zeichnung ist 36 die Ansteuerspannungsquelle, deren Innenwiderstand, der nötigenfalls durch einen zusätzlich zugeschalteten Widerstand vergrössert ist, ist mit 37 bezeichnet. Dieser Widerstand 37 beträgt z. B. 2-5 kss. Über den Koppelkondensator 38 wird das Videosignal einer in Kollektorschaltung betriebenen Stufe 39 zugeführt, die einen relativ grossen Kollektorwiderstand 40 hat. Über den Widerstand 41 wird der Stufe 39 eine positive Regelspannung 42 zugeführt. Vom Emitter der Stufe 39 gelangt das Videosignal zur Basis der Stufe 43, die wieder einen Aussenwiderstand 44 von zirka 2-5 k Q hat.
Der zweite Teil des Videoverstärkers mit den Stufen 45 und 46 arbeitet in gleicher Weise, wie die ersten beiden Stufen, d. h. die Stufe 45 arbeitet in Kollektorschaltung, die Videostufe 46 arbeitet in Emitterschaltung. Über den Koppelkondensator 47 wird das Videosignal der Bildröhre 48 zugeführt. Zur Zurückgewinnung der Gleichspannungskomponente des Videosignals dient die Klemmschaltung 49 - 54, der zwei differenzierte, gegenpolige Klemmimpulse 55 und 56 zugeführt werden.
Zur Gewinnung der Regelspannung 42 werden die Synchronisierimpulse des geklemmten Videosignals z. B. mit einer getasteten Gleichrichterschaltung gleichgerichtet.
Die Wirkungsweise der Regelung sei im folgenden erläutert.
Bei richtigem Arbeitspunkt der ersten Stufe hat diese infolge der Kollektorschaltung einen sehr grossen Eingangswiderstand, dadurch tritt nur eine geringe Spannungsteilung durch den Eingangswiderstand dieser Stufe und den relativ gross gewählten Innenwiderstand der Ansteuerspannungsquelle 36 auf. Bei in positiver Richtung ansteigender Regelspannung (bei Verwendung von npn-Transistoren) sinkt die Kollektor-
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Emitterspannung der Stufe 39 auf sehr kleine Werte. Der Eingangswiderstand dieser Stufe 39 sinkt dadurch ebenfalls sehr stark, so dass jetzt eine sehr grosse Spannungsteilung mit Hilfe des Widerstandes 37 und des Eingangswiderstandes der Stufe 39 erfolgt.
Infolge des grossen Innenwiderstandes 37 und des grossen Eingangswiderstandes der in Kollektorschaltung arbeitenden dritten Stufe 45 können die Koppelkondensatoren vor den Basiselektroden dieser Stufen (39 und 45) relativ kleine Kapazitätswerte haben. Ausserdem wird durch die abwechselnde Verwendung einer in Kollektorschaltung und einer in Emitterschaltung betriebenen Stufe nur jeweils ein Koppelkondensator und nur jeweils ein Spannungsteiler für die Basisspannung zur Festlegung des Arbeitspunktes für zwei Stufen benötigt.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Vierstufiger transistorisierter Videoverstärker, dadurch gekennzeichnet, dass dessen erste und dritte Stufe (39,45) in Kollektorschaltung und dessen zweite und vierte Stufe (43,46) in Emitterschaltung arbeiten und die Kopplung zwischen der zweiten und der dritten Stufe (43,45) kapazitiv erfolgt und der ersten Stufe (39) zwecks Verstärkungsregelung eine Regelspannung zugeführt wird und der Kollektorwiderstand dieser ersten Stufe (39) so gross ist, dass die Kollektor-Emitterspannung bei Aufwärtsregelung auf sehr kleine Werte zusammenbricht.
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riablen Eingangswiderstand der ersten Stufe (39) ist.