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Bei grossen Nebenstellenanlagen ist es üblich, die Amtsübertragungen auf die Bedienungsplätze derart aufzuteilen, dass jedem Bedienungsplatz etwa 10 - 20 Amtsübertragungen zugeordnet sind, wobei die Zuordnung so getroffen ist, dass jede Amtsübertragung nur von je zwei Plätzen abgefragt werden kann.
Hiebei ergeben sich grosse Bedienungsfelder mit vielen Abfragetasten und bei den bekannten Einrichtungen dieser Art ist nicht gewährleistet, dass bei Vorliegen mehrerer abzufragender Anrufe der am längsten wartende Anruf jeweils als erster abgefragt wird.
Eine Anrufreihung lässt sich mit Hilfe eines Anrufspeichers erzielen, an den die von einem anrufenden Teilnehmer belegten Amtsübertragungen geschaltet werden. Bei Freiwerden eines Bedienungsplatzes wird durch den Anrufspeicher jene Amtsübertragung gekennzeichnet, die am längsten wartet. Da die zur Herstellung der Verbindungen zum Anrufspeicher erforderlichen Wähler nicht den Bedienungsplätzen, sondern in entsprechenderAnzahl denAmtsübertragungen zugeordnet werden müssen, erweist sich eine solche Schaltung sehr kostspielig.
Die Erfindung betrifft eine Reihungsschaltung für in derReihenfolge ihrer Belegung abzufragende Fern- sprech-Verbindungssätze, insbesondere Amtsübertragungen einer Nebenstellenanlage, die mit einem Anrufspeicher zur Kennzeichnung des am längsten wartenden Verbindungssatzes versehen ist. Die kostspielige Verwendung eigener, den Verbindungssätzen zugeordneter Wähler zur Herstellung von zur Reihung dienenden Verbindungen zwischen den Verbindungssätzen und dem Anrufspeicher erübrigt sich hier, da erfindungsgemäss die den Verbindungssätzen zugeordneten Wähler, insbesondere Amtsgruppenwähler, mehr Ausgänge aufweisen als zur Herstellung von Verbindungen zu Teilnehmern erforderlich sind und dass diese zusätzlich vorgesehenen Ausgänge an die Eingänge des Anrufspeichers angeschlossen sind.
Bei Nebenstellenanlagen, bei denen die Verbindung zur Vermittlungsstation über die erste Gruppenwahlstufe über die sogenannte"Meldedekade"hergestellt wird, erweist es sich als vorteilhaft, die Ausgänge jener Dekade der Amtsgruppenwähler, die bei den Gruppenwählern der ersten Wahlstufe als Meldedekade dient, an die Eingänge des Anrufspeichers anzuschliessen ; hiezu können aber auch die Ausgänge jenerDekade derAmtsgruppenwähler herangezogen werden, die bei den Gruppenwählern der ersten Wahlstufe zur Herstellung von Amtsverbindungen verwendet wird. Es sind dazu alle Ausgänge bzw. Dekaden der Amtsgruppenwähler geeignet, die betriebsmässig von den Amtsübetragungen aus nicht belegt werden.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt. Mit AÜ I, AÜ II und AÜ III sind drei Amtsübertragungen einer Nebenstellenanlage mit beispielsweise insgesamt 20 Amtsübertragungen bezeichnet. Die über die Amtsübertragungen AÜ I... ankommenden Anrufe aus dem Amt können von zwei Bedienungsplätzen BP I und BP II über den Abfragesätzen der Bedienungsplätze zugeordnete Suchwähler SW I bzw. SW II abgefragt werden. Mit GS ist die gemeinsame Schaltung der Suchwähler bezeichnet, die auf nicht näher dargestellte Weise eine gleichmässige Aufteilung der Anrufe auf die Bedienungsplätze bewirkt.
Die Gruppenwahlstufe der Nebenstellenanlage ist mit strichpunktierten Linien abgegrenzt. In dieser ist ein Gruppenwähler GW angedeutet, dessen Dekaden 2 - 9 zur Leitungswahlstufe LW führen.
Die erste Dekade führt über die Meldeleitung M zu den Bedienungsstationen BP I bzw. BP II. Die
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Amtsverbindungen werden durch Vorwahl der Ziffer "0" auf nicht näher dargestellte Weise aufgebaut.
Die dabei belegte, zu den Amtsübertragungen führende Leitung ist mit AÜ bezeichnet.
Den Amtsübertragungen AÜ I... sind in der Gruppenwahlstufe Amtsgruppenwähler AGW I...
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tet, da eine Verbindung von einer Amtsübertragung zur andern nicht benötigt wird. Auch die Meldeleitung M wird betriebsmässig von den Amtsübertragungen aus nie belegt, so dass auch die Ausgänge der Dekade"l"normalerweise ungenutzt zur Verfügung stehen. Diesen Umstand macht sich die Erfindung zum Zweck der Reihung von belegten wartenden Amtsübertragungen zu Nutze.
Mit ASP ist ein Anrufspeicher bezeichnet, der einen Wähler (Ausspeicherwähler) besitzt, dessen als"Eingänge"bezeichnete Kontaktlamellen im Vielfach über die ersten Dekaden derAmtsgruppenwähler AGW I... mit den Amtsübertragungen AÜ I... verbunden sind.
Bei freien Bedienungsplätzen wird bei Einlangen von Anrufen einer der den Anrufsätzen der Bedienungsplätze BPI... zugeordnetenSuchwähler SWI... angelassen, der die abzufragende Amtsübertragung aufsucht. Durch die gemeinsame Schaltung GS wird der Anreizkreis der Suchwähler derart gesteuert, dass die Bedienungsplätze BP I... gleichmässig belastet werden.
Wenn jedoch alle Bedienungsplätze BP I... besetzt sind, so erhalten die durch die Anrufe belegten Amtsübertragungen AÜ 1... eine diesbezügliche Information. Zum Zweck der Reihung wird in der jeweils belegten Amtsübertragung AÜ I... automatisch ein Relaisspiel eingeleitet, das der Wahl eines Impulses bei Durchwahl entspricht, worauf sich zugehörige Amtsgruppenwähler AGW 1... auf die erste Dekade einstellt und die Lamellen der ersten Dekade in Freiwahl absucht. Dadurch werden die wartenden Amtsübertragungen in der Reihenfolge ihrer Belegung mit den Eingängen des Anrufspeichers ASP ver- bunden.
DerAmtsgruppenwähler der am längsten wartendenAmtsübertragung hat die erste Speicherleitung belegt, der Amtsgruppenwähler der am zweitlängsten wartenden Amtsübertragung die zweite Speicherleitung usw.
Ist der Anrufspeicher ASP belegt und wird ein Anrufplatz frei, so läuft der Wähler des Anrufspeichers ASP an und prüft auf die am längsten wartende Amtsübertragung auf. In diese Amtsübertragung wird das Kriterium übertragen, dass sie abzufragen ist. Der Suchwähler SW I oder SW II des jeweils freigewordenen Bedienungsplatzes BP I bzw. BP II prüft auf die eben mit diesem Kriterium versehene Amtsübertragung auf und der Anrufende wird abgefragt.
Es erweist sich als vorteilhaft, sobald eine bestimmte Anzahl von Speicherleitungen belegt ist, d. h. eine bestimmte Anzahl von Amtsteilnehmern auf das Abfragen wartet, Drängelampen einzuschalten.
Wenn alle Speicherleitungeu belegt sind, wird bei neu einlangendenRufen nach kurzzeitigerSchleifenbil- dung zum Amt eine Rückauslösung gegeben, wodurch der anrufende Amtsteilnehmer Besetztzeichen er- hält. Bei Kurznummemwahl, d. h. bei Belegung der Amtsübertragung über einen Gruppenwähler des Amtes wird zweckmässig gegen Belegung gesperrt. Durch Einführen eines zweiten gemeinsamen Wählers im Anrufspeicher ASP ist es möglich, Wiederanrufe vor normalen Anrufen aus dem Anrufspeicher abzuholen.
Die Freigabe der Speicherleitungen erfolgt auf folgende Weise : Waren beispielsweise 20Anrufegespeichert und sind 10 davon schon abgefragt worden, so werden die Speicherleitungen 1 - 10 freigegeben und der nächste über irgendeine Amtsübertragung ankommende Ruf belegt die Speicherleitung 1.
Der Wähler des Anrufspeichers steht, da bereits 10 Ausspeicherungen erfolgten, auf dem zehnten Schritt.
Wird der nächste Bedienungsplatz frei, so wird daher über die elfte Speicherleitung das Ausspeicherkriterium gegeben. Nach Ausspeichern über die zwanzigste Speicherleitung wird über die Speicherleitung 1 die betreffende Amtsübertragung abgefragt.
Die Freigabe einer Speicherleitung bei Auflegen des Wartenden kann, sofern das Amt bei Auflegen des Wartenden ein Schlusszeichen gibt, durch Auswertung dieses Schlusszeichens erfolgen. In diesem Fall kann der nächste Anruf diese freigewordene Speicherleitung benutzen.
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