AT251642B - Motorschutz und bzw. oder Schleuderschutz für elektrische Triebfahrzeuge - Google Patents

Motorschutz und bzw. oder Schleuderschutz für elektrische Triebfahrzeuge

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AT251642B
AT251642B AT156963A AT156963A AT251642B AT 251642 B AT251642 B AT 251642B AT 156963 A AT156963 A AT 156963A AT 156963 A AT156963 A AT 156963A AT 251642 B AT251642 B AT 251642B
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AT
Austria
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current
motor
arrangement according
relays
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AT156963A
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Hermann Dipl Ing Pauls
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Elin Union Ag
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Motorschutz und bzw. oder Schleuderschutz für elektrische Triebfahrzeuge 
Es ist bekannt, die Triebmotoren elektrischer Fahrzeuge gegen Überstrom durch Relais zu schützen, die dann auch im Schadensfall bei Überschreiten des eingestellten Stromwertes die Abschaltung des schad-   haftenMotors bewirken.   Bei elektrischen Fahrzeugen liegt die Einstellung der Überstromrelais vergleichsweise hoch, weil die erforderlichen hohen Anfahrströme mit Abstand überdeckt werden müssen. Bei Windungsschluss, bei widerstandsbehafteten Fehlern und Erdschlüssen, die zunächst keinen hohen Strom aufnehmen, wird daher die Fehlerstelleso langeausgeweitet und vergrössert, bis endlich der eingestellte Überstrom erreicht oder überschritten wird und dann die Abschaltung erfolgt. Der entstandene Schaden ist durch diesen Vorgang immer sehr beträchtlich. 



   Es ist aus der deutschen Patentschrift Nr. 889308 bekannt, die Stromaufnahme jedes Motors zu messen und mit der der ändern zu vergleichen. Dies bedingt jedoch die dauernde Überwachung zahlreicher optischer Anzeigeinstrumente, was eine sichere Fehlerfeststellung verhindert. Zur Automatisierung dieses Überwachungsvorganges wird in der deutschen Patentschrift Nr. 889308 eine auf einem Stromvergleich be-   ruhende Motorschutz-bzw.   Schleuderschutz-Relaisanordnung vorgeschlagen,   u. zw.   spricht diese an, wenn der grösste Unterschied zwischen dem Mittelwert der Ströme aller parallelgeschalteter Motoren und dem Strom eines einzelnen Motors einen bestimmten Wert überschreitet.

   Dabei ist also nicht feststellbar, welcher Motor in seiner Stromaufnahme vom Mittelwert abweicht und es ist auch nicht erkennbar, ob dieser unbekannt bleibende Motor zuviel oder zuwenig Strom aufnimmt, d. h. überlastet ist oder schleudert, ganz abgesehen davon, dass der gewählte Stromvergleich auch insoferne ungünstig ist, als der zum Vergleich   herangezogene Strommittelwert durch die eingetretene   Störung im gleichen Sinne wie der betreffende Einzelstrom verändert. d. h. erhöht oder erniedrigt wird, wenn auch nur in geringerem Ausmasse. 



   Die Erfindung beschreitet einen hievon abweichenden Weg der Automatisierung und vermeidet die   angeführten,   zum Teil sehr schweren Nachteile. Sie betrifft demgemäss einen Motorschutz und bzw. oder   Schleuderschutz für elektrische Triebfahrzeuge mit mehr als   zwei parallel gespeisten, selbständigen Triebmotoren, bei welchem die Anzeige- bzw. Auslöserelais in Abhängigkeit vom Vergleich der Stromaufnahme jedes Triebmotors mit jener anderer Triebmotoren bei Mehraufnahme (Motorschaden) und bzw. oder bei Minderaufnahme (Schleudern) die Anzeige bzw. Auslösestromkreise für Gegenmassnahmen betätigen.

   Erfindungsgemäss ist ein solcher Schutz derart ausgebildet, dass zum Vergleich der Stromaufnahme jedes Motors mit jener lediglich zweier, vorzugsweise in zyklischer Reihenfolge vorangehender und nachfolgender Motoren, jedem Motor gesonderte Signal- bzw. Auslösestromkreise für Schaden und bzw. oder Schleudern zugeordnet sind, von denen jeder die Schaltstrecken zweier in Abhängigkeit vom Vergleich der Stromaufnahme des jeweiligen Motors mit der je eines der beiden Vergleichsmotoren betätigter Relais enthält. 



   Die Zeichnungen zeigen in Fig. l die Schaltung und in Fig. 2 einen Relaiskontaktplan sowie einen Relaisspulen-Stromrichtungsplan einer erfindungsgemässen Schutzeinrichtung für vier Wechselstrom-Triebmotoren. Diesem Ausführungsbeispiel sind auch verschiedene Ausgestaltungen der Erfindung zu entneh- 

 <Desc/Clms Page number 2> 

   im-'ii.   



     W,-W, sind die sekundären Stromwandlerkreise   der einzelnen, selbst nicht dargestellten Triebmotoren   1 - 4.   Diese Kreise enthalten üblicherweise die Wicklung 1 der Überstromrelais und die Messinstrumente 2 sowie im vorliegenden Fall zur Verwirklichung der Erfindung je einen Zwischenwandler 3. Die letzteren besitzen im Ausführungsbeispiel je zwei Sekundärwicklungen, deren jede über einen Trockengleichrichter 4 einen Widerstand 5 speist, dessen Spannung somit der Strom aufnahme des 
 EMI2.1 
    Motors proportional ist.denen Enden oder,   wie dargestellt, an einstellbaren, dem Spannungsabgriff dienenden Schleifen eine der Differenz der Motorströme proportionale Differenzspannung abgenommen werden kann. Diese wird   je zwei stromrichtungsabhängig ansprechenden, also z.

   B. magnetisch polarisierten oder,   wie dargestellt, mit vorgeschalteten Dioden versehenen Relais 6 zugeführt. Jedes dieser die Ströme zweier Motoren vergleichenden Relais 6 besitzt sowohl eine im Schaden-Signalkreis des einen Motors als auch eine im Schleuder-Signalkreis des andern Motors liegende Schaltstrecke (Kontakte 7). Sind alle vier Motorströme gleich gross, so spricht keines der Relais 6 an, da ihre Spulen dann stromlos sind. WelcheRelais im Falle eines Schadens (erhöhte Stromaufnahme) oder des Schleuderns (verminderte Stromaufnahme) eines der Motoren 1 - 4 ansprechen und wie ihre Kontakte 7 die betreffende Schaden- oder SchleuderMeldung eindeutig ergeben, ist der Fig. 2 ohne weiteres zu entnehmen. Selbstverständlich können dabei auch Schalthandlungen, z.

   B. bei einem schadhaften Motor die Abschaltung oder bei einem schleudernden Motor auch die direkte oder indirekte Ermässigung des Drehmomentes oder eine Erhöhung des Achsdruckes in bekannter Weise etwa über Hilfsrelais od. dgl. erfolgen. 



     Die Ausführungsmöglichkeiten sind natürlich   nicht auf das dargestellte Beispiel beschränkt. Zum Beispiel können an Stelle oder neben elektromechanischen Relais auch elektronische Bauteile verwendet werden, wie etwa   elektronische Kippstufen und/oder Verstärker. Die Hilfsstromwandler (3) können nur   eine Wicklung besitzen, wobei die sekundären Kreise dann galvanisch verbunden sind. Bei Gleichstrom würde an Stelle der einzelnen Stromwandler eine Anordnung von Shunts zur Ausführung gelangen. Es ist auch klar, dass die Anordnung auf den Motorschutz allein oder den Schleuderschutz allein beschränkt werden kann. 



   PATENTANSPRÜCHE : 
1. Motorschutz- und bzw. oder Schleuderschutz für elektrische Triebfahrzeuge mit mehr als zwei parallel gespeisten, selbständigen Triebmotoren, bei welchem die Anzeige- bzw. Auslöserelais in Ab-   hängigkeit vom Vergleich der   Stromaufnahme jedes Triebmotors mit jener anderer Triebmotore bei Mehraufnahme (Motorschaden) und bzw. oder bei Minderaufnahme (Schleudern) die Anzeige bzw.   Auslösestrom-     kreisefürGegenmassnahmenbetätigen, dadurch gekennzeichnet, dasszumVergleichderStrom-    aufnahme jedes Motors mit jener lediglich zweier, vorzugsweise in zyklischer Reihenfolge vorangehender und nachfolgender Motoren, jeden Motor gesonderte Signal- bzw.

   Auslösestromkreise für Schaden und bzw. oder Schleudern zugeordnet sind, von denen jeder die Schaltstrecken zweier in Abhängigkeit vom Vergleich der Stromaufnahme des jeweiligen Motors mit der je eines der beiden Vergleichsmotoren betätigter Relais enthält.

Claims (1)

  1. 2. Anordnung nach Anspruch l, u. zw. sowohl für Motorschutz als auch für Schleuderschutz, da- durch gekennzeichnet, dass jedes die Ströme zweier Motoren vergleichendes Relais sowohl eine im Schaden - Signalkreis des einen Motors als auch eine im Schleuder-Signalkreis des andern Motors liegende Schaltstrecke aufweist.
    3. Anordnung nach Anspruch 1 oder 2 für Wechselstrom-Triebmotoren, dadurch gekennzeichnet, dass die Relais stromrichtungsabhängig anspruechend, z.b. magnetisch polarisiert sind, deren Speisung durch die an einer Widerstandsanordnung abgenommene Differenzspannung erfolgt, die durch Entgegenschaltung der Stromaufnahme der beiden Motoren proportionaler, über Stromwandler und Gleichrichter gewonnener Hilfsspannungen gebildet ist.
    4. AnordnungnachAnspruch3, dadurch gekennzeichnet, dass diestromrichtungsabhängig ansprechenden Relais durch Relais mit vorgeschaltetem Gleichrichterventil gebildet sind.
    5. Anordnung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass sie von den sekundären Stromwandlerkreisen der einzelnen Triebmotoren über Hilfsstromwandler (Zwischenwandler) gespeist ist.
    6. Anordnung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Zwischenwandler zwei <Desc/Clms Page number 3> Sekundärwicklungen zur getrennten Speisung der den Motorstrom mit dem Strom des einen und des andern Vergleichsmotors vergleichenden beiden Relais besitzt.
    7. Anordnung nach einem der Ansprüche l bis 6, gekennzeichnet durch die Verwendung oder Mitverwendung elektronischer Bauteile, wie Kippstufen, Verstärker od. dgl.
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